Rundbrief für Göttinnen- Spiritualität

Hallo ,

Herzlich Willkommen zur Ausgabe 42 des Schlangengesangs.

In dieser Ausgabe gibt es eine bunte Mischung von verschiedenen Themen. Die nächste ist dann wieder den Lebenszyklen der Frau gewidmet, dann geht es um die erwachsene Frau. Über Beiträge von euch freuen wir uns sehr.

Seit Anfang Mai fließt ununterbrochen Öl in den Golf von Mexiko. Wir haben uns überlegt, was wir tun können. Gebete, die im Web zu finden waren, haben uns nicht so sehr gefallen, weil sie sich allzusehr auf den Golf beschränkt haben. Es ist ja leider nicht die einzige Katastrophe. Darum hat Gisa eines für uns geschrieben. Ihr findet es im praktischen Teil. Möge es dem Golf und der Erde Heilung bringen.

Euer Schlangengesang-Team

Annika, artemisathene, Jana, Esmerelda, Gisa, Lilia, Marion, MedeaLaLuna





Inhaltsverzeichnis

Göttinnen:
- Zorya

Pflanze:
- Taubnessel

Ausflugstip:
- Kosbacher Altar

Starke Frauen:
- Camille Claudel

Veranstaltungsberichte:
- Die 13. Dresdner Frauen-Sommer-Universität
- Goddesskongress

Praktisches:
- Gebet für die Erde
- Tarot und Astrologie
- Gebackene Rosen

Gedicht:
- Türkishimmel

Aufgelesen:
- Buchrezension: Die sieben Schlüssel zum Glück
- Buchrezension: Die Seele der Pflanzen
- Buchrezension: Schlangenring und Werwolfstein
- Buchrezension: Naturpantheismus
- Buchrezension: 50 Jahre Wicca

Kalender:
- Der Schlangengesang-Göttinnenkalender
- Feiertage im Juli
- Feiertage im August
- Feiertage im September

Veranstaltungen:
- Veranstaltungen

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Zorya


Die Zorya (Zarya, Zvezda, Zwezda, Zory, Danica, Gwiazda) sind Göttinnen der slawischen Mythologie. Der slawische Kulturkreis ist nicht so einheitlich wie z. B. der griechisch-römische. Weil erst im 9. Jh. n.u.Z. eine eigene slawische Schrift entwickelt wurde, gibt es keine Originaltexte der slawischen Mythologie. Berichte stammen von griechisch-römischen Forschern und von christlichen Missionaren. Deshalb und durch die Ausdehnung des Slawischen Siedlungsgebietes gibt es verschiedene Variationen der Zorya.

Die Zorya sind die beiden Töchter des Sonnengottes Dazbog. Sie sind die Himmels- und Lichtgöttinnen der Morgen- und Abendröte. Sie öffnen und schliessen die Himmelstore für die Sonne. Manchmal kommt noch eine dritte dazu. Zusammen heißen sie auch „die drei kleinen Schwestern“. In manchen Geschichten leben sie auf der Paradiesinsel Bouyan, gemeinsam mit der Sonne und den himmlischen Winden.

Zorya Utrennjaja, der Morgenstern, ist eine kräftige und gut gerüstete Kriegerin. Sie öffnet die Tore für den Sonnenwagen und lässt die wilden Sonnenpferde zum richtigen Zeitpunkt loslaufen. Sie ist die Schutzpatronin der Pferde und die Hüterin der Schlachten. In manchen Geschichten sitzt sie auf dem Stein „Alatuir“, einem feurigen Stein, aus dem ein heilender Fluss entspringt, unter dem Weltenbaum.

Zorya Utrennjaja ist wohl auch identisch mit der Zaria, der slawischen Göttin der Schönheit. Ihre Anhänger begrüssten sie jeden Morgen als „Himmlische Braut“. Zarya ist das russische Wort für Sonnenaufgang.

Zorya Vechernyaya, der Abendstern, schliesst die Tore am Abend, wenn die Sonne von ihrer Reise über den Himmel zurückgekehrt ist.

Zorya Polunochnaya, der Mitternachtsstern, hält die schlafende oder auch die gestorbene Sonne über Nacht in den Armen, damit sie sich erholt und und morgens wieder auf ihren Weg über den Himmel machen kann.
Zusammen bewachen die drei Schwesten Simargl, den Hund oder Wolf des Weltuntergangs, eigentlich eher ein Drache mit einem Hundekopf, der an das Sternbild des kleinen Bären gekettet ist. Wenn er sich losreisst, verschlingt er das Sternbild und das Universum wird zerstört.

Genauso ungewiss wie ihre Zahl ist ihr Familienstand. Manchmal sind sie Jungfrauen, manchmal ist Zorya Utrennjaja mit Perun, dem höchsten Gott des slawischen Pantheons, verheiratet. Er ist der Gott von Donner und Blitz und ein Kriegsgott, und Zorya Utrennjaja begleitet ihn in die Schlacht.

Manchmal sind Zorya Utrennjaja und Zorya Vechernayaya beide mit dem Mondgott Myseyats verheiratet und haben alle Sterne geboren. In anderen Geschichten begleiten die Zorya die Sonne und Myseyats ist kein Gott, sondern die Göttin des Mondes.

Um das ganze noch ein bißchen komplizierter zu machen, gibt es auch noch die Kombination Mitternachtsschwester und Mittagsschwester. Polunocnica und Psezpolnica, die Mitternachts- und die Mittagsfrau - ob sie wirklich zusammengehören oder von slawischen Neuheiden zusammengebracht wurden, konnte ich leider nicht feststellen. Psezpolnica, Přzpołnica oder auch Přpołnica, die Mittagsfrau, ist ein slawischer Felddämon. Sie wacht über die Einhaltung der Mittagsruhe, erscheint an heißen Tagen zur Mittagszeit auf den Feldern, lähmt den Menschen die Glieder und verwirrt ihnen den Verstand, quält sie mit Fragen oder schneidet ihnen mit einer Sichel den Kopf ab. Sie ist für Hitzekopfweh und Hitzschlag verantwortlich. Manchmal erscheint sie als schwarzhaarige Frau mit Pferdefüssen, manchmal als Wirbelwind oder als weißgekleidete „Tödtin“. Um sich zu retten, musste man ihr eine Stunde lang Geschichten über den Flachs erzählen. Noch heute fragt man in den slawischen Ländern „Hast du keine Angst, dass dich die Mittagsfrau holt?“, wenn jemand in der Mittagshitze ohne Kopfbedeckung draussen arbeitet.

Viel Bräuche der Völker sollten die Fruchtbarkeit der Felder fördern. Noch am Anfang des 20. Jahrhunderts existierte in Rußland der Brauch, drei alte Frauen und neun Jungfrauen eine Furche um die Felder ziehen zu lassen. Dabei wurde die Mondgöttin angerufen. Männer waren bei der Zeremonie nicht zugelassen, wenn sich auch nur zufällig ein Mann hin verirrte, wurde er von den beteiligten Frauen niedergeschlagen. Ob die drei alten Frauen die Zorya darstellten, wie es in manchen neuheidnischen Berichten behauptet wird, konnte ich leider nicht nachprüfen.



Die slawischen Völker lebten nicht isoliert. Ihre Mythologie ist sicher sowohl von den benachbarten Germanen beeinflusst als auch von der griechischen und persischen Kultur, und die Ähnlichkeit der Zorya mit den Nornen hat sich vielleicht erst dadurch entwickelt. Durch den Einfluss des Christentums wurde das slawische Pantheon dualistischer, so wurde der Sonnengott Dalbog aufgeteilt in den Lichtgott Bjelbog und den dunklen Gott Czernybog. Was genau ursprünglich slawisch ist, lässt sich leider nicht genau herausfinden, aber interessant sind die Zorya ganz bestimmt.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Slawen
http://en.wikipedia.org/wiki/Zorya
http://www.goddessaday.com/eastern-european/the-zoryas
http://en.wikipedia.org/wiki/Zaria_%28goddess%29
http://www.artedea.net/index.php?option=com_content&task=view&id=287&Itemid=59
http://en.wikipedia.org/wiki/Perun
http://en.wikipedia.org/wiki/Lady_Midday
http://de.wikipedia.org/wiki/Mittagsfrau
http://de.wikisource.org/wiki/Das_Mittagsgespenst
http://www.seeulausitz.de/plaintext/seenlandfuehrer/lausitzer-sagen/mittagsfrau/index.php
http://www.kolocollaboration.org/?item=15929


Marion


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Weiße Taubnessel, Lamium album


Die Taubnessel besitzt einen vierkantigen Stängel, an dem sich die weißen Lippenblüten in Quirlen anordnen. Sie duften und schmecken honigsüß, wie die meisten von uns sicher schon einmal selbst erprobt haben. Den Namen hat die Taubnessel von der rachenähnlichen Form der Lippenblüten: „lamion“ ist griechisch und bedeutet Schlund oder Rachen. Im Volksmund wird die Taubnessel auch „Nesselweiblein“ genannt. Die Pflanze wird 30-40 cm hoch. Die Blätter sind, wie die der Brennnessel, gesägt und herzförmig zugespitzt. Im Gegensatz zur Brennnessel verfügt die Taubnessel nicht über Brennhaare. Die Blütezeit ist von April bis Oktober. Sie kommt besonders im Gebüsch, an Wegen und Zäunen und auf Schuttplätzen vor. Bienen lieben sie als Nektarlieferantin.
Man sammelt die Blüten ohne den Kelch und trocknet sie, dabei werden sie bräunlich.
Geschichte: Hildegard von Bingen nennt die Taubnessel „Binsuga“ und klassifiziert sie als warm. „Wer die genießt, lacht gern, da ihre Wärme auf die Milz einwirkt und so das Herz erheitert.“ Hildegard verwendet sie auch gegen den beginnenden grauen Star des Auges, indem sie Augenauflagen mit Wasser und der frischen Taubnessel bereitet. Paracelsus schrieb: „Die Nessel, die weiß blüht, soll von den Frauen getrunken werden“.
Inhaltsstoffe: Saponine, Schleim- und Gerbstoffe, ätherisches Öl und Flavonglykoside.
Anwendung: besonders in der Frauenheilkunde wird die Taubnessel verwendet: bei starkem weißen Ausfluss (Fluor albus) ebenso, wie bei unregelmäßiger und schmerzhafter Periode, Zysten und Entzündungen der Genitale. Sie soll bei Männern auch lindernd bei Prostatitis wirken. Erkältungen (bes. Husten, Heiserkeit und Halsschmerzen) und Magen-Darmbeschwerden können weitere Einsatzgebiete sein. In der Gynäkologie wird die Taubnessel häufig zusammen mit der Schafgarbe eingesetzt; besonders bei jungen Mädchen mit Periodenschmerzen. Das Mischungsverhältnis ist dann 1:1. Bei Hautunreinheiten und entzündlichen Hauterkrankungen kann der Tee als Umschlag oder Zusatz zu Teilbädern verwendet werden. Als Nerventonikum bei Schlafstörungen und Überanstrengung hat die Taubnessel eine Bedeutung in der Volksmedizin. Es wird behauptet, dass die Taubnessel bei Appetitlosigkeit und Anämie wirke. Vorbeugend sollte man sie gegen Lungenkrankheiten und zur „Blutreinigung“ in den Tee mischen.
Tee: 2 TL getrocknete Taubnesselblüten mit ¼ Liter Wasser übergießen, aufkochen, wegstellen und 5 Minuten zeihen lassen. 2-3 x täglich 1 Tasse.
Waschung: der Tee ist als Waschung oder Umschlag verwendbar oder für Vaginalspülungen zu gebrauchen. Dieser Tee trocknet wesentlich weniger aus als die Abkochung aus der Walnuss und dem Frauenmantel, dennoch wirkt er Reiz lindernd, kühlend und auf die Schleimhäute beruhigend. Er hilft die entzündete Schleimhaut zu regenerieren.
Homöopathie: Die Tinktur aus Blättern und Blüten wird häufig in niedrigen Potenzen von D3 bis D6 eingesetzt. Man verwendet sie bei Blasen- und Nierenleiden, aber durchaus auch für gynäkologische Beschwerden (s.o.). Kopfschmerzen, Unruhe und Schlaflosigkeit sind weitere Indikationen.



Achtung: Ist der Ausfluss nicht weiß, wie beim „Weißfluss, dem „fluor albus“, sondern gelb, so deutet dies auf Bakterien hin, die Behandlung gehört dann in die Hände des Gynäkologen. Rötlicher Ausfluss deutet auf Entzündungen des Muttermundes hin, auch hier muss unbedingt der Frauenarzt aufgesucht werden. Überhaupt gilt: dauert übermäßiger Ausfluss länger an, muss dringend ein Gynäkologe zu Rate gezogen werden.

Rezepte mit Taubnessel: wie die Brennnessel kann man die jungen Blätter der Taubnessel im Frühjahr auch in der Küche verwenden. Man bereitet sie wie Spinat zu oder macht eine köstliche Suppe daraus.

Die Taubnessel in Magie: Aufgrund ihrer weißen Blütenfarbe ist die Taubnessel eine Mondpflanze. Mit ihren herzförmigen, harmonisch gezahnten Blättern wird sie aber auch der Venus zugeordnet.

Grundsätzlich gilt wieder: die Empfehlungen beruhen auf Quellstudium und eigenen Erfahrungen und ersetzen nicht den Gang zum Arzt oder Heilpraktiker.

Quellen:
Hildegard von Bingen: Naturkunde, Otto Müller Verlag, 1980
M. Pahlow: Das große Buch der Heilpflanzen
http://www.homoeopathiker.de/Galerie/l/lama1.htm


artemisathene

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Kosbacher Altar


Wer seinen Urlaub in der Gegend um Erlangen verbringt, hat die Möglichkeit, eine Grabstädte zu besichtigen, die wahrscheinlich schon in der Urnenfelderzeit und von der frühen Hallsteinzeit an bis hin zur Latenezeit (also insgesamt etwa vom 11. bis 5. Jh v.u.Z) benutzt wurde: Den Kosbacher Altar.

Im Mönauer Forst bei Erlangen befinden sich insgesamt 13 Grabhügel. Als 1913 Forstarbeiter am Grabhügel Nr. 9 zwei Bronzearmringe entdeckten, untersuchte der Erlanger Pfarrer Dr. Rudolf Herold den Fundort genauer. Der Grabhügel mit einem Durchmesser von ca 19 m und einer Höhe von 1,55m enthielt eine Grabkammer, die aber bereits ausgeraubt worden war. Es befanden sich nur noch ein paar Fibeln in ihr, einige Glasperlen und eine Spinnwirtel. Der Grabhügel war ursprünglich mit einem Steinkreis begrenzt, Reste davon sind noch heute zu sehen.
Ausserhalb des Steinkreises im Süden waren kleine Steinkisten angebaut, in denen Schüsseln und Töpfe mit Leichenbrand und kalzinierten Knochen standen. Besonders im nördlichen Quadranten des Hügels ausserhalb des Steinkreises lagen Schüsseln und Grabbeigaben aus Bronze.

Westlich des Hügels fand sich unter der abgerutschten Erde des Hügels eine fast quadratische Steinsetzung von ca. 2x2 Metern, die an den Ecken durch vier höhere Steine markiert war. In der Mitte stand ein ca. 63 cm hoher Steinpfeiler. Herold interpretierte den Fund als Altar und den zentralen Stein als Phallus. Die Altarfläche bestand aus zwei Steinlagen, was darauf hindeutet, dass die Fläche irgendwann einmal erneuert wurde. Zwischen den Steinlagen fand sich ein eiförmiger Topf aus der frühen Latenezeit.

Der zentrale Stein und die Fundstücke aus dem Grabhügel wurden in die Ur- und Frühgeschichtliche Sammlung der Universität Erlangen gebracht.

Martin Nadler und Brigitte Kaulich führten 1979 eine Nachuntersuchung am Hügel durch. Der Lionsclub Erlangen liess 1980 den Altar und den Hügel rekonstruieren. Die Steinsetzung und der zentrale Stein wurden abgegossen und über die im Boden liegende originale Steinsetzung gestellt.

Der Kosbacher Altar ist öffentlich zugänglich und leicht zu finden. Man fährt oder läuft die Forststrasse entlang von Erlangen - Kosbach in Richtung Dechsendorf bis zum Wegweiser in den Wald. Dem Waldweg ein Stück folgen, dann gelangt man zum Grabhügel. Eine Schautafel erklärt alles sehr genau.

Die Universität Erlangen bietet mehrmals im Jahr Besichtigungen der Vor- und Frühgeschichtlichen Sammlung an, ausserdem werden für Gruppen ab zehn TeilnehmerInnen nach Anmeldung Führungen durchgeführt.

Quellen:
http://www.uf.uni-erlangen.de/sammlung/katalog/deutschland/bayern/kosbach/kosbach-altar/altar.htm
http://www.uf.uni-erlangen.de/sammlung/katalog/deutschland/bayern/kosbach/kosbach-altar/kosbach-2005.htm
http://www.franken-tour.de/poi/kosbacher-altar.html
http://www.uf.uni-erlangen.de/sammlung/sammlung.html


Marion


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Camille Claudel - Bildhauerin


Am 8. Dezember 1864 bekam Louise-Athenaïse Cervaux-Claudel in Fère-en-Tardenois ihr zweites Kind. Der Erstgeborene war zwei Wochen nach der Geburt gestorben und sie wünschte sich wieder einen Sohn. Als sie erfuhr, dass es ein Mädchen war, weinte sie. Sie nannte das Kind Camille, ein androgyner Name, der sowohl für Jungen als auch für Mädchen verwendet wird.
Zeitlebens hatte sie kein besonders herzliches Verhältnis zu ihrer Tochter. Der Vater Louis-Prosper Claudel aber war stolz auf sie und bevorzugte sie lange vor den beiden später geborenen Paul und Louise. Paul, der später als Schriftsteller bekannt wurde, hing als Kind sehr an seiner Schwester, beschrieb sie als erstaunlich schön, aber auch als tyrannisch und herrschsüchtig. Camille hatte wohl von Geburt an ein Hüftleiden und hinkte leicht.

Die Claudels waren vermögend. Kurz nach Camilles Geburt erbten sie ein Haus in Villeneuve und zogen dort hin. Louis-Prosper Claudel war Beamter und wurde oft versetzt, 1860 nach Bar-le-Duc, wo Camille bei den Schwestern von der christlichen Lehre die Schule besuchte. 6 Jahre später folgte ein erneuter Umzug, diesmal nach Nogent-sur-Seine. Dort gab es keine gute Schule für Paul, und Claudel stellte einen Hauslehrer ein. Da er fortschrittliche Ansichten hatte, was Bildung betraf, ließ er auch die Töchter mit unterrichten. Die Ferien verbrachten die Claudels meistens in Villeneuve. Camille war zeitlebens fasziniert von der Steinlandschaft der Gegend und von der Ziegelei ihres Großvaters, aus der sie sich schon bald Ton zum Modellieren holte.
Auch in Nogent modellierte Camille. Ein Freund des Hauslehrers, der Bildhauer Alfred Boucher, hörte von ihrer Begeisterung für das Modellieren und besuchte sie. Er hielt sie für talentiert und förderungswürdig. Er erzählte Camille von Paris, wo es inzwischen auch einige Frauen gab, die Kunstwerke schufen und sogar ausstellten. Danach hatte Camille nur noch den Wunsch, Bildhauerin zu werden.

1879 wurde ihr Vater wieder einmal versetzt, diesmal nach Wassy-sur-Blaise. Da sich dort für Paul keine gute Schule finden ließ, beschlossen die Claudels, dass die Mutter mit den Kindern nach Paris umziehen sollte. Gleichzeitig erlaubte er Camille, an einer privaten Kunstschule, der Akademie Colarossi, zu studieren. Frauen waren damals an staatlichen Kunstakademien noch nicht zugelassen.

Nach einiger Zeit mietete Camille zusammen mit ein paar Kommilitoninnen ein Atelier. Eine der Frauen, die Engländerin Jessie Lipscomb, wurde für lange Zeit ihre beste Freundin. Alfred Bocher kam einmal in der Woche, um sie zu unterrichten und ihre Werke zu korrigieren.
1883 bekam Boucher vom Salon de Paris, der wichtigsten jährlichen Kunstausstellung, ein Rom-Stipendium verliehen und reiste nach Italien. Als seinen Nachfolger vermittelte er seinen Kollegen und Freund Auguste Rodin.

Rodin war damals 43 und hatte eine lange Durststrecke hinter sich, war aber inzwischen erfolgreich und anerkannt als Bildhauer. Schon nach kurzer Zeit wurde aus dem Lehrer – Schülerin - Verhältnis zu der 19jährigen Camille eine Liebesbeziehung. 1985 stellte Camille zum ersten Mal aus und begann damit, in Rodins Atelier mitzuarbeiten. Ihre Beziehung zu Rodin musste sie vor ihrer Familie verheimlichen. Rodin verheimlichte in jener Zeit nicht nur vor Camille, sondern vor ganz Paris, dass er mit der Näherin Rose Beuret zusammenlebte und einen erwachsenen Sohn hatte.

1886 kam es zu einem ersten Bruch zwischen Camille und Rodin. Vielleicht hatte sie von Rose Beuret erfahren. Camille reiste mit Jessie nach England. Rodin folgte ihr. Sie weigerte sich, ihn zu treffen. Als es dann doch noch zu einem Treffen kam, trennten sie sich im Streit und Rodin reiste nach Paris zurück. Er schrieb flehende Briefe an Camille. Nach ihrer Rückkehr nach Paris versöhnten sie sich, aber Camille ließ Rodin einen Vertrag unterschreiben, der ihn u. a. dazu verpflichtete, sie als einzige Schülerin zu fördern, mit ihr eine Reise zu unternehmen und sie zu heiraten. Dafür verpflichtete sie sich dazu, ihn vier Mal im Monat in ihrem Atelier zu empfangen.

Der Vertrag wurde nur teilweise erfüllt, besonders die Heirat schob Rodin immer hinaus. Aber sie arbeiteten wieder zusammen, Rodin mietete ein Haus, das sie als gemeinsames Atelier nutzten. Sie inspirierten sich gegenseitig, aber viele der Inspirationen und auch viel Arbeit von Camille kam Rodins Werken zugute. Er arbeitete zur jener Zeit am Höllentor und an den Bürgern von Calais, und es gilt als sicher, dass Camille eine Menge am Tor und mindestens eine Figur der Bürger gemacht hat. Viele Arbeiten von beiden zeichneten sich durch eine Erotik aus, die es vorher in der Bildhauerei so noch nicht gegeben hat. Camille schuf ihr erstes großes Werk, die „Sakuntala“, und stellte es 1888 im Salon de Paris aus. Zur gleichen Zeit kam es zum Bruch mit Jessie, die sich ein eigenes Atelier gemietet hatte, weil Camille ihr zu herrschsüchtig geworden war.

Camilles Traum aber erfüllte sich, die Sakuntala wurde nicht nur lobend erwähnt, sie bekam auch einen Preis, die „Mention honorable“. Damit stand sie in einer Reihe mit den männlichen Künstlern, was aber nicht bedeutete, dass sie auch wie einer von ihnen behandelt wurde. Sie hoffte auf einen Staatsauftrag, um die Sakuntala in Marmor zu meißeln, was oft auf eine Ehrung im Salon automatisch folgte, aber sie wartete vergeblich.

Im Herbst 1988 reiste Camille mit Rodin quer durch Italien. Ihren Eltern hatte sie erzählt, sie wäre mit einer englischen Familie unterwegs. Als sie zurückkam, hatten ihre Eltern die Wahrheit herausgefunden. Sie warfen sie aus dem Haus und strichen ihr die finanzielle Unterstützung.
Camille mietete sich eine kleine Wohnung und arbeitete im gemeinsamen Atelier. Trotz der Ehrung im Salon verkaufte sie kaum Arbeiten, und wenn, dann nur für wenig Geld. Rodin dagegen stieg immer mehr auf und bekam einen lukrativen Auftrag nach dem anderen. Immerhin kam er für ihren Unterhalt auf, was aber bedeutete, dass sie noch mehr von ihm abhängig war.
Camille wurde krank und verbrachte einige Zeit in Islette. Nach anderen Berichten war sie in jener Zeit schwanger und verlor das Kind oder ließ eine Abtreibung durchführen. Laut Berichten und Briefen kann man vermuten, dass sie in der Zeit mit Rodin zwei- bis viermal schwanger war.

Aber Camille ließ sich von allem nicht unterkriegen und arbeitete sogar in Islette weiter, sie portraitierte die Enkelin der Besitzer als „kleine Schlossherrin“. In Paris schuf sie die Skulptur eines nackten, eng umschlungen tanzenden Paares, den „Walzer“. Sie schrieb an das Kunstministerium und bat um einen Auftrag, um den Walzer in Marmor schlagen zu können. Das Ministerium war zuerst nicht abgeneigt, aber die Erotik, die man Rodin durchgehen ließ, wurde Camille nicht verziehen. Camille gab nach und schuf eine gemässigtere Variante, doch auch die wurde abgelehnt. Trotzdem stellte sie den Walzer und eine zweite Skulptur, die Parze Clotho, im Salon aus. Für beide hatte das Publikum nicht viel Verständnis, besonders die Clotho, die sie als alte Frau gestaltete, stieß auf Ablehnung.

Camilles Bruder Paul, der nach dem Studium in den diplomatischen Dienst eintreten wollte, nahm wieder den Kontakt zu ihr auf, damit sich Rodin für ihn einsetzte. Der tat ihm den Gefallen und Paul bekam eine Anstellung als Diplomat.

Mit Rodin gab es immer wieder Streit wegen seiner ständigen Affären und weil er sich nicht von Rose Beuret trennen wollte. Ca. 1889 hatte Camille eine kurze Beziehung mit Claude Debussy, aber sie gingen schon bald im Streit auseinander.

1893 trennte sich Camille endgültig von Rodin. Danach geriet sie immer mehr in eine Krise. Sie hatte finanzielle Probleme und bildete sich – vielleicht nicht ganz zu Unrecht – ein, Rodin würde ihre Ideen stehlen. Immerhin versöhnte sie sich mit ihren Eltern und bekam von ihnen wieder finanzielle Unterstützung. Auch Rodin unterstützte sie weiter und versuchte, ihr Käufer und Ausstellungsmöglichkeiten zu vermitteln. Sie litt sehr darunter, dass sie immer als Schülerin von Rodin galt. Oft wurde ihr vorgeworfen, Rodin nur zu kopieren. Das stimmte natürlich nicht, die Werke der beiden hatten schon Ähnlichkeit, bevor sie sich überhaupt kennen lernten, und später beeinflussten sie sich gegenseitig.

Um sich von Rodin abzugrenzen und auch aus finanziellen Gründen schuf Camille eine Reihe kleiner Figurengruppen, etwa einen halben Meter hoch, darunter „Die Welle“, drei Frauen, die im Meer von einer Welle überrascht wurden, und „Die Schwätzerinnen“.
1895 bekam Camille einen Staatsauftrag und schuf „Das hohe Alter“. Eine alte Frau führt einen alten Mann davon, hinter ihm am Boden kniet ein junges Mädchen, das ihm sehnsüchtig die Hände hinreckt. Der Bezug zu Rodin und Rose Beuret war jedem klar, der das Werk ansah. 1898 stellte sie die Gruppe im Salon aus, wo sie Rodin zu Gesicht bekam. Kurz darauf wurde der Staatsauftrag storniert. Es ist wahrscheinlich, dass Rodin, der zu jener Zeit die Leitung der Skulpturenabteilung im Salon innehatte, dahinter steckte.



Camille steigerte sich immer mehr in einen Hass auf Rodin hinein und wurde immer verwirrter. Um 1902 schuf sie ihr letztes originelles Werk, „Perseus und die Medusa“. Die Skulptur ist überlebensgroß, Perseus hält den Kopf der Medusa in der Hand und betrachtet in seinem spiegelnden Schild nachdenklich ihr Gesicht, dem Camille ihre eigenen Züge gegeben hat – ein makaberes Selbstportrait. Danach schuf sie noch eine Zeitlang Variationen ihrer früheren Werke, aber ihre Kreativität und Schaffenskraft litten immer mehr unter ihrem Verfolgungswahn, der sich inzwischen auch gegen ihre Familie richtete. Sie glaubte, Rodin habe sich mit ihrer Schwester verbündet, um sie zu vergiften und an ihr Erbe zu kommen. Bis 1913 lebte sie in einer unordentlichen kleinen Wohnung, in der nur ein Stuhl und ein Bett standen, aufgedunsen und total verdreckt. Sie hatte sich in der Wohnung verbarrikadiert und huschte nur kurz hinaus, um sich mit Essen zu versorgen. Sie schuf zwar weiterhin Skulpturen, zerschlug sie aber regelmäßig wieder.

Am 2.März 1913 starb ihr Vater. Die Familie teilte ihr den Tod des Vaters erst nach der Beerdigung mit, gleichzeitig fuhr Paul Claudel nach Paris und ließ sich von einem Arzt ein Attest ausstellen, mit dem er Camille in eine psychiatrische Anstalt einweisen lassen konnte. Am 10.März brach die Polizei die verrammelte Wohnung auf und brachte Camille in die Anstalt Ville-Évrard.
Dort blieb sie bis September 1914, dann wurde sie wegen des Krieges nach Montdevergues verlegt.
Rodin hatte die letzten Jahre weiterhin versucht, sie zu unterstützen und beschloss, ihr in dem Museum, das er sich gerade einrichtete, einen Raum für ihre Skulpturen zur Verfügung zu stellen.

Camille Claudel starb 30 Jahre später, am 19. Oktober 1943 in der psychiatrischen Anstalt in Montdevergues. Ihre Skulpturen aber sind lebendig, und da Rodin sein Wort gehalten hat, kann man viele von ihnen im Museum Rodin in Paris ansehen.

Vergleicht man die Biografien von Camille Claudel und Auguste Rodin, wird deutlich, wie unterschiedlich die Chancen von Männern und Frauen in der Kunst waren. Beide waren gleich talentiert. Camille schuf ihre ersten eigenen Skulpturen in einem Alter, in dem Rodin noch als Gehilfe im Atelier des Bildhauers Carrier-Belleuse arbeitete. Aber während Rodin Reichtum, Weltruhm und ein eigenes Museum erlangte und keiner ihm seinen Lebenswandel übel nahm, hatte Camille mit großen Widerständen zu kämpfen, an denen sie zuletzt zerbrach.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Camille_Claudel
http://www.camilleclaudel.asso.fr/
http://www.musee-rodin.fr/welcome.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Salon_de_Paris
Barbara Leisner: Camille Claudel;Ullstein-List


Marion


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Die 13. Dresdner Frauen-Sommer-Universität


„Lebendigkeit braucht Wurzeln – Gutes leben – gutes Leben für Alle“ – unter diesem Motto stand die diesjährige Frauensommeruni in Gut Frohberg bei Meißen. Die Sommeruniversität wird durch die „Interkulturelle Frauen-Netzwerk-Universität Yoni“ ausgerichtet, die ihren Sitz im Frauenbildungszentrum in Dresden hat.

Ohne Wurzeln wird das Leben schwerer, Wurzeln geben uns Halt, ernähren uns und vermitteln uns Kraft. Wurzeln werden beschnitten, verdrängt, verleugnet, sind gefährlich. Frauen die sich ihrer Wurzeln bewusst sind, haben Halt im Leben und beziehen ihre Kraft aus einer Tiefe, die nicht manipulierbar ist. Frauen kommen zusammen, spüren ihren Verlust von Verbundenheit und eine Sehnsucht nach Gemeinschaft.

Bei der Sommeruniversität fanden sich die Frauen zusammen, hörten Vorträge, arbeiteten in Workshops, meditierten, tanzten, sangen und aßen gemeinsam. Am Rand des Programms gab es wieder einen kleinen Markt mit Schöpfungen kreativer Frauen.

Die zwei Referentinnen kamen dieses Jahr von der anderen Seite der Erde, aus Neuseeland. Und weil Neuseeland der koloniale Name ist, lernten die Frauen als Erstes den ursprünglichen Namen: Aotearoa.
Taimalie Kiwi Tamasese, samoanische Titelträgerin und Familientherapeutin aus Wellington (Aotearoa), ist Mitbegründerin der „Just Therapy“, eines therapeutischen Ansatzes, der die Bedeutung gesellschaftloicher Lebens- und Arbeitsweisen für das Wohlergehen oder die Leiden der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Darauf basiert die gemeinschaftsbezogene und interkulturelle Arbeit in dem Familienzentrum. Taimalie berichtete von ihrer Arbeit, von der Entwicklung des Therapieansatzes und von ihrem Leben zwischen Aotearoa (Neuseeland) und Samoa. Danach gab es einen Workshop und Gruppenarbeit.



Jean Kahui, keramische Künstlerin aus Aotearoa, erarbeitete mit den Frauen in zwei weiteren Workshops Göttinnenfiguren aus Ton, die später bei einer Dresdner Keramikkünstlerin gebrannt werden konnten.



Die Zeit bei der Sommeruni ist immer intensiv, der Austausch der Frauen untereinander findet auf einer Ebene der Achtsamkeit und Wertschätzung statt. Für mich bringt die Sommeruni wichtige Impulse für meine spirituelle und politische Entwicklung. Es ist ein Auftanken, ein Vernetzen, was mir immer wieder Kraft für den Alltag gibt. Für die Mütter unter uns, die kleine Kinder zu erziehen und zu begleiten haben, ist dann auch immer wieder die spirituelle Begleitung unserer Kinder ein Thema. Inwiefern erziehen wir unsere Kinder in religiösen/spirituellen Dingen? Wie kann das aussehen? Wie überwinden Frauen ihre Sprachlosigkeit, wenn es um das „Wie sag ichs meinem Kinde?“ geht?
Zudem bringt die Sommeruni immer auch Vernetzung mit sich. Durch die gemeinsam verlebte, sehr intensive Zeit entstehen Verbindungen, die dann in den Alltag hineinreichen.

Irka


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Internationaler Goddess-Kongress

Die Riege der Referentinnen war lang und „hochrangig“. Das gab schon den ersten Diskussionspunkt: „…hochrangige Referentinnen zu begrüßen ist eine feine Sache, aber dermaßen patriarchal...“ das stieß doch einigen Frauen auf, welcher Personinnenkult betrieben wurde. Es gab´s ganz unterschiedliche Meinungen dazu – ich fand´ nur an wenigen Stellen extrem.

Leider war der Ort zwar historisch, aber nicht wirklich geeignet, allen interessierten Frauen Platz zu bieten, einige Frauen haben nie einen Sitzplatz bekommen, andere reservierten den ihren für einen ganzen Tag – das war dann auch schon der zweite Stein des Anstoßes: die Achtsamkeit untereinander... Die Übertragung der Vorträge nach draußen war auch nur mäßig, auch weil das Zelt durch die Stände und den damit verbundenen Durchgangsverkehr laut war.

Aber die Inhalte, Frauen, da ging´s schon zur Sache. Nicht nur Claudia von Werlhof, die ein Rettungspaket für Mutter Erde schnürte, auch andere Referentinnen bezogen sich auf die aktuelle ökologische und ökonomische Situation der Welt. Dass aus der Suche der Frauen nach matriarchalen/matrilinearen Wurzeln und frauen/göttinbezogener Spiritualität politische Aktion erwachsen muss. Leider gab es im Anschluss an die Vorträge keinen Raum für Diskussionen, bis sich ein paar Frauen einen solchen geschaffen haben. Austausch ist einfach wichtig.

An dieser Stelle hoffe ich, dass es von dem Kongress eine ähnlich umfangreiche Dokumentation geben wird wie vom Muttergipfel 2008. Ich würde gerne in Ruhe die Vorträge nachlesen können. (die einzelnen Vorträge gab´s jeweils auf CD für schlappe 10 Euro!!! das war nicht nur ökologisch fragwürdig) und meine Gedanken dazu notieren können – wie gesagt, die örtlichen Rahmenbedingungen luden nicht wirklich zum Mitschreiben und Nacharbeiten ein...

Drumherum gab es Workshops, Aktionen, Marktstände... Insgesamt eine spannende Veranstaltung, vernetzend, kraftgebend, aufrüttelnd.

Irka


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Gebet für die Erde


Ich sende die Energie der Liebe, der Freude, des Vertrauens und der
Dankbarkeit in das Energiefeld der Erde.
Ich sende sie allem Sein zu Wasser und zu Lande.
Ich träume von einer gesunden Erde und einem gesunden Leben für alle
Bereiche.
Ich bitte Gaja / die Schöpfung, all die menschlichen Fehler aufzufangen und
zu korrigieren.
Ich gebe hiermit meinen Teil für unser aller Gesundheit.
All mein Fühlen, Denken und Handeln ist ausgerichtet auf eben dieses Ziel.
Ich danke Dir Gaja / Schöpfung für Deine Fürsorge und Deine Hilfe.
So sei es.

Gisa, www.gesundes-bewusstsein.de


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Kombinieren wir doch einmal Tarot und Astrologie


In der Astrologie gibt es 12 sogenannte „Häuser“, Bereiche des menschli-
chen Seins. Stellen wir uns eine Uhr vor, bei der die 1 (für 1 Uhr) dort liegt,
wo auf jedem normalen Wecker die 9 platziert ist. Die 2 kommt dorthin,
wo der Wecker die 8 zeigt; die 3 dorthin, wo auf dem Wecker die 7 ist –
also gegen den Uhrzeigersinn zählend.
Wir haben eine Frage, die wir uns stellen. Vielleicht: „Was kann ich tun,
um hier und heute, bei dieser oder jener Gelegenheit, beste Vorausset-
zungen zu schaffen? Wie könnte meine bestmögliche innere Vorausset-
zung aussehen?“ Wichtig bei jeder Frage: sich durch solche Verfahren
niemals eine Entscheidung abnehmen lassen wollen – es ist immer nur eine
Entscheidungshilfe, wenn wir zu Karten, zur Astrologie oder zum Pendel greifen!
Wir nehmen die Karten der Großen Arkana, also die von 0 bis 21 gezählten
(manche Sets zählen auch von 1 – 22), und legen nach dem Mischen je
eine Karte in jedes Feld verdeckt aus. In die Mitte tun wir eine 13. Karte,
ebenso verdeckt.

Wichtig beim Mischen: Von der linken in die rechte Hand mischen oder
auf dem Tisch verdeckt verschieben, bis der ganze Haufen hübsch durch-
einander geraten ist. Dann alle Karten zusammenfassen und auf einen
Stapel legen. Nun mit der linken Hand einen kleinen Stoß abnehmen und
daneben legen. Dann ebenfalls mit links einen weiteren Stoß abnehmen
und auf den neuen drauflegen. Nun die restlichen Karten ebenfalls darauf
packen.
Nun können wir von oben nach unten je eine Karte abnehmen und auf die
einzelnen Häuser legen. Auch das am besten verdeckt, weil uns der „Bil-
derwald“ sonst nur verwirrt. Nach den ersten 12 Karten kommt in die Mit-
te (Nr. 13) eine letzte Karte, die in jedem Fall verdeckt.

Unsere Frage vor Augen habend können wir nun die aus Feld Nr. 1 aufde-
cken. Die Karte verrät uns, wie wir im Moment auftreten könnten, wie wir
uns darstellen könnten. Sie gibt uns Einblick in unsere Selbstdarstellung,
unsere Maske und unsere Art der Impulsivität. Sie zeigt uns, wie wir den
Anderen erscheinen. Die Qualität der Farben, das Motiv der Darstellung,
ob es ein aktiver oder mehr passiver Vorgang zu sein scheint, kann uns
zeigen, welche innere Motivation hinter unserer Selbstdarstellung stecken
könnte.
In Feld Nr. 2 befindet sich die Karte, die uns erzählt, auf welche Werte wir
bauen, wo unsere Grenzen sind und was wir im Notfall noch für uns selbst
zulassen würden, wenn es hart auf hart käme. Auch hier wie in allen ande-
ren Feldern gilt: die Qualität der Farben, das Motiv der Darstellung sowie
die Aktiv-/Passiv-Intention sagt uns viel darüber aus.
In Feld Nr. 3 können wir erkennen, wie wir auf die spontanen Fragen im
Hier und Jetzt antworten, wie wir mit direkten Anforderungen umgehen.
Sie sagt uns, wie wir uns im Bereich Kommunikation und Austausch zu-
rechtfinden und reagieren.
Feld Nr. 4 spricht zu uns über unsere Wurzeln und unseren familiären
Rückhalt. Wie innen so außen, also so, wie wir uns innerlich stützen und
fördern, so können wir im Außen umgehen. Fühlen wir uns gut genährt,
gut versorgt und liebevoll angenommen, so macht uns dieses Feld stark.
Fühlen wir uns hier irritiert, so scheint uns alles „draußen“ riskant und
gefährlich; wir fühlen uns ungeschützt. Die hier liegende Karte kann uns
zeigen, wie wir uns stützen können.
Feld Nr. 5 steht für unsere Kreativität, mit der wir auf unsere Aufgaben
zugehen können. Müssten wir dafür kämpfen, könnte es uns viel Kraft
kosten. Fällt es uns zu, könnten wir auferstehen wie Phönix aus der Asche:
jung und neugierig auf die Welt – und alles dazwischen.
Feld Nr. 6 erzählt uns etwas über unsere Art und Weise, unsere Arbeit
anzufassen. Es ist die Methodik, mit der wir neigen vorzugehen. Das Wie,
wenn wir auf unsere KollegInnen reagieren. Das Detail, mit dem wir detail-
liert auf die Arbeitsumstände eingehen.
Feld Nr. 7 ist zuständig für unsere innere Schattenseite, die wir so oft ver-
neinen, obwohl sie erhebliche Teile unserer Gaben in sich birgt. Es sind die
Eigenschaften, von denen wir meinen: „Nein, iiiiich doch nicht!!! Nie-
mals!!!“ Und doch, hier projizieren wir viel auf unsere Partner (die wir
dann beruhigt ausschimpfen können). Oft neigen wir dazu, gerade die
Menschen als Partner, sei es im Geschäftsleben, sei es in der Familie als
„unsere“ auszuwählen. Wenn wir hier genauer hinschauen, können wir
erfahren, was wir selbst sehr wohl zu leisten imstande sind.
Feld Nr. 8 signalisiert, wo wir glauben, schwach zu sein, weil andere das ja
so viel besser könnten. Hier drohen wir uns ständig zurückzuziehen und
den anderen das Feld zu überlassen. Behalten wir das im Auge, dann
könnte dort ein Teil unseres inneren Reichtums liegen. Gehen wir auf die-
se Themen trotz aller Befürchtungen ein, könnten wir uns hier von unserer
Ohnmacht befreien.
Feld Nr. 9 erzählt uns etwas über unsere Lebensphilosophie, mit der wir
auf die Grundsätze zugehen, die Art, mit der wir mit Dogmen umgehen.
Das Feld spricht unseren Glauben an, dem wir uns seit Kindertagen ver-
pflichtet fühlen.
Feld Nr. 10 zeigt uns unsere Ziele. Es spricht über unsere Berufung und die
Bereiche, die wir für sicher halten. Hier versuchen wir auch, gesellschaftli-
chen Normen gerecht zu werden, dem Buchstaben des Gesetzes zu folgen
und „hart aber herzlich“ uns durchzuboxen.
Im 11. Feld gehen wir in den Club, die Disko oder auf das Straßenfest. Hier
stellen wir uns dar, präsentieren unsere Kreationen und wollen gefallen.
Hier haben wir tolle Idee, wenn es um Neuerungen geht, wie man alles
anders machen könnte, damit endlich für die ganze Gruppe Zufriedenheit
ausbricht.
Im 12. Feld steht das „Planungsbüro Zukunft“, in dem wir träumen, was
uns noch alles Tolles passieren könnte: ein Lottogewinn, eine irre Ferien-
fahrt in den Himalaya oder auf die Malediven. Hier entwerfen wir unseren
Zukunftsplan, bei dem wir manchmal ausufernd in den prächtigsten Far-
ben uns ausmalen, wie es fantastisch sein könnte. Feld Nr. 1 bringt uns
dann sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Und dann ist da noch das 13. Feld – die Mitte. Es ist der Kern unserer Fra-
ge, der eigentliche Grund, warum wir sie überhaupt gestellt haben. Eigent-
lich ist es die wichtigste Karte, denn sie kann uns zeigen, wie wir am heuti-
gen Tag in der jetzigen Situation dran sind. Letztlich hilft sie uns nun am
besten bei der anstehenden Entscheidung, nachdem wir uns mit unserem
persönlichen Rad des Lebens überhaupt befasst haben.

Ein Beispiel aus dem Leben gegriffen
Die Frage: Macht es Sinn, bei diesem Chef in diesem Betrieb zu arbeiten;
kann ich mit diesem Chef gut zurechtkommen?
(Schon im Vorweg: der Mensch wäre jedem als Chef bis in die Knochen
unsympathisch, aber die persönliche Situation ist übel, weil wirtschaftlich
ungeklärt. So ein wenn auch mies bezahlter Job wäre also nicht ganz von
der Hand zu weisen.)
Die Auslage (Tarot der Weisen Frauen, Gisa) ergibt:
Feld 1: Karte 19 (Der Gral)
Feld 2: Karte 16 (Der Umbruch)
Feld 3: Karte 4 (Der Patriarch)
Feld 4: Karte 20 (Erlösung)
Feld 5: Karte 11 (Gerechtigkeit)
Feld 6: Karte 18 (Die Mondin)
Feld 7: Karte 3 (Die Heilerin)
Feld 8: Karte 10 (Rad des Schicksals)
Feld 9: Karte 9 (Der Einsiedler)
Feld 10: Karte 1 (Der Magier)
Feld 11: Karte 14 (Maß der Natur)
Feld 12: Karte 12 (Suche)
Feld 13: Karte 2 (Die Schamanin)



Die Auswertung:
1: Am besten als Kraftprotz auftreten.
2: Es ist eh alles chaotisch, es kommt also nicht drauf an.
3: Als (Gegen-)Chef auftreten.
4: Zuhause zur Ruhe finden.
5: Hypergenau sein, um ja niemandem auf den Schlips zu treten.
6: Hochsensibel mit den KollegInnen umgehen.
7: Sich erinnern, dass die Heilung der eigenen Lage eigentlich im eigenen
Ich zu finden ist.
8: Sich durch die Mühlen der Gesetze gedreht fühlen.
9: „Das ist Schicksal!“ akzeptieren (niemals!!!) 10: Eine Show abziehen und so tun, als könnte man die Welt verändern.
11: die Ausgewogenheit in Person präsentieren, um den Frieden zu wah-
ren.
12: eigentlich immer noch auf der Suche!
13: Naja, irgendwie muss ich meine Situation anders klären. Eigentlich ruht
in mir jede Lösung. Der angebotene Job ist es nicht und kann vernachläs-
sigt werden.

Die Situation hat genau so stattgefunden. Die Auslage habe ich aufge-
zeichnet, weil sie den Kern der Frage ganz hervorragend dargestellt hat.
Der Entschluss ist eine gute Entscheidung gewesen, denn es bot sich drei
Wochen später ein deutlich besserer Job an, der alle Beteiligten zufrieden
gestellt hat.

Gisa, www.gesundes-bewusstsein.de


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Gebackene Rosen


Rosen sind vielfältig zu verwenden: ob als farbige Pflanze, duftende Gartenpracht in der Nachmittagssonne, als Parfüm, Bodylotion, Seife, Dekoration auf dem Esstisch oder eben auch in der Küche! Natürlich sollte man hier nur unbehandelte Blüten verwenden, also ohne Pestizide! Schon im Mittelalter kannte man Rosenrezepte, aber im Laufe der Zeit gerieten diese in Vergessenheit. Heute wird sich der Mensch wieder dieser vitaminreichen Nahrungsergänzung bewusst, die nicht nur durch ihre Farbe und ihren unverkennbaren Duft bezaubert, sondern auch eine Delikatesse auf dem Speisezettel sein kann. Es gibt sogar wieder ganze Kochbücher voller Rezepte mit Rosen. Also: HobbyköchInnen ran ans Werk!



Rosenrezept: Gebackene Rosen

Aus 80 g Mehl,
1/4 l.Wasser
und etwas Salz einen glatten Teig rühren. 2-3 Eidotter und 1/8 l trockenen Weißwein dazugeben, gut verquirlen. Das geschlagene
Eiweiß darunterziehen. 16 Rosenblüten säubern, durch den Teig ziehen und in dem heißem Fett ausbacken. Anschließend mit Zucker bestreuen und servieren.

Ascherah


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Türkishimmel


Türkis erfüllte den Himmel, türkis war der Himmel und so erfuhr ich die allumfassende Weisheit der nichtdualen Wirklichkeit des Seins.
Oh wie leuchtend schimmerte der Himmel in türkis, ja, türkis war der Himmel, der da um mich her strahlte, durch mich, aus mir, mich umfassend und untrennbar verwoben mit meinem Seelenfunken.
In wolkenlosen Sphären aus reinem Licht flog mein lichter Leib in einem Himmelsmeer, einem Himmelsozean aus türkisem Strahlen –
Der glühenden Sonne entgegen, dem Wissen um Erleuchtung.
Dies ist die vollkommene Befreiung vom Gefangensein zwischen dualen Mustern, gewoben durch unser Karma auf irdenem Land.

Und nun hört die Worte der Dakini, der Frau, die in den Räumen tanzt, der Himmelswandlerin, der sphärischen Tänzerin, die sieht, wie nur einer sehen kann, der überwunden, was hemmt und begrenzt.

Ein vom Himmel gefallener Stein ist schwarz, doch würd man ihn in seine Essenz zerteilen, so käme sein überirdischer Glanz zutage, der fern von dieser Erde strahlt. Die Rauheit des festen Steins und seine grobe Beschaffenheit verbirgt den wahren Kern, verbirgt das, was er vormals gewesen ist, bevor er hier zu uns herabgefallen ist und seine außerirdische Substanz mit einem dunklen Mantel von Erde und Staub verhüllte.
Und so wie dieser Himmelsstein sein innerstes Wesen vor unseren Augen verbirgt, so verbirgt sich mein innerstes Sein vor den Augen der Menschen, die nichts sehen wollen, außer sich selbst und ihr eigenes Leid, welches sie in meinem gespiegelt schauen. Ich jedoch, ich wende mich den Menschen zu, die sich selbst erkunden wollen, wie ein Fremder, den die fernen Wege wieder heimgeführt haben in sein Mutterland.
Wie ein dunkler Spiegel weise ich den Pfad zum Licht;
Wie ein von der Sonne beschienener Bergsee weise ich den Pfad in das eigene Dunkel, es vollkommen zu ergründen und aus sich selbst hervorzugehen;
Wie ein gleißender Blitz fahre ich in die Knochen meiner Ebenbilder und derer, die es wünschen zu werden, ohne, dass sie es jetzt nur mit einem Augenzwinkern begreifen würden, was hinter dem Schleier wartet, wohin mein Pfad sie führen wird...
Ins Nichts, ins Sein, zum Licht, aus dem Schein...

Ich wanderte vom Anbeginn der Zeit durch die Welten, tanzte durch die Sphären, schwirrte im Raum.
Ich bin hier und dort, immerzu, fort und fort;
Im unendlichen Licht liegt mein Sein begründet...
Und wer ist das Wesen, das aus dem Spiegel lacht?
Sie tanzt so wunderschön!
Sich gewahr der Natur des Seins und der Illusion aller Dinge;
Ich nehme mich wahr als den diamantenen Sitz der Glückseligkeit und blicke voll Demut auf das, was die Himmlischen mir offenbaren;
Mein Geist erkennt Dinge, die ich bisher nie gekannt –
Mein Herz empfindet Gefühle, die mir bisher fremd gewesen –
Mein alchemistisches Gefäß des Gewahrseins ist reich angefüllt mit Erfahrungen, die es zu jener Essenz hinzufügt, die dort schon seit jahrtausenden vor sich hin köchelt und darauf harrt, endlich zum Kochen gebracht zu werden!

Ich habe gebraut, ich habe gerührt, ich habe gemischt all die wunderbaren Elixiere und Substanzen dieser Welt;
Sie alle in meinem alchemistischen Ofen zum Kochen gebracht –
Und das Feuer mit meinem wachsenden Wissen geschürt!
Und was habe ich gewonnen aus dem Sud der Erfahrung und der Formen des irdischen und zwischenirdischen Seins?
Die Macht des Regenbogens –
Das Wissen des unendlich blauen Himmels –
Das intensive Fühlen und erleben der Dinge –
Die Weisheit der Befreiung von Unwissenheit, Unfühlbarbeit, Unerfahrenheit und der Verblendung durch den scheinbaren Glanz.
Ja dies habe ich erfahren, habe es in jenem Gefäß der Alchemie gebraut, habe Zutat für Zutat, Essenz für Essenz und Tonikum für Tonikum hinzugemengt, gerührt, gemischt, gewartet... gewartet die Zeiten lang –
Und doch war es das rechte Maß für die Vollendung meines Strebens.
Und dann, als ich immer glaubte, es wäre vollendet, es sei endlich fertig nach sooo langer Zeit:
Explodierte das heilige Gefäß in tausend Stücke und abertausend Scherben, verwüstete mein Laboratorium und zerstörte meine Utensilien, meine Gerätschaften und mein geschaffenes Werk von neuem, denn tausendfach zerbrach mein Gefäß!
Auf Knien machte ich mich von neuem an ein großes Werk: das Aufräumen meines Laboratoriums, das Aufwischen aller kostbaren Substanzen, die mir so wertvoll und unverzichtbar scheinen!
Jedes Mal begann ich mein Werk von vorn, schuf die Essenzen und alles andere erneut, machte mich erneut auf die große Suche...
Irrte erneut in der Zusammensetzung der komplizierten Mixturen, verrechnete mich beim abwiegen der kostspieligen Zutaten, vertat mich bei einer Tinktur, vernachlässigte das heilige Feuer: oh welche Schande!
Und abermals kniete ich vor Verzweiflung und Hader auf dem Boden und beseitigte die Spuren meines Irrtums...
Doch jedes Mal, wenn ich dieses große Werk von Neuem begann, kam ich meinem großen Ziel wieder ein kleines Stückchen näher, machte einen winzigen Fehltritt weniger, wandelte auf dem langen Pfad der Erfahrung dem Ziel entgegen, welches meine Seele sucht und welches mein Geist so beharrlich verfolgt und welches mein Leib so viele Male herbeigesehnt hatte, denn nur durch ihn werden wir die Essenz vollenden, die wir tausendmal aufwischen mussten, um endlich ans Ziel zu gelangen.

Geläutert in diesem Sein, so will ich künden von den Dingen, die mein Geist ersonnen zu diesem Gesang verwoben hat:
Im Augenblick bin ich leidend, das Haupt zu meinen Füßen geneigt, sinnend den Kopf auf die Hände gestützt, wie ein Dichter und Denker, doch klagend im Schweigen meiner irdischen Pein – und doch hat mein Geist die Süße der Höhe gekostet, hat den Honig der Klarheit mit der Zunge gekostet!
Ich bin leidend in unerwiderter Leidenschaft und tiefer Liebe zu einem reinen Wesen, das mich doch nicht erkennen kann;
Bin gestürzt ins Nichtsein meiner eigenen, wirren Empfindungen – und habe doch den Rausch des kosmischen Tanzes neu erfahren und spüren dürfen;
Bin wie die sterbende Göttin in meine eigene Unterwelt hinabgesunken, um genau wie sie, wieder neu auferstehen zu können ins Strahlen des sphärischen Lichtes;
Habe gesehen, was in den Nebeln meines Seins verborgen und fand doch den verschlungenen Pfad in meine Wirklichkeit zurück, die nicht mehr die selbe zu sein schien.

Was ist Wirklichkeit?
Das Sein, welches du dir mit deiner Magie erschaffst, mit deinen Gedanken, Gefühlen und deinen Sinnen in all ihrer erwachten Gesamtheit.
Bist du erwacht?
Bist du klar und durchscheinend, wie ein Kristall?
Bist du wahrhaftig im Herzen und Sinn?
Erkennst du, wer du bist und wer du sein wirst?
Kennst du die alchemistische Legierung deines Metalls, das Elixier, welches deinen Geist veredelt und deine Seele erhebt und dich wissend macht über die Reinheit und Göttlichkeit deines Gefäßes, mit dem du auf Erden wanderst?
Sind dein Geist und ALL deine Sinne klar, so weißt du, was jede Tat bedeutet, was die Zusammenhänge für dich und dein Leben fürderhin bedeuten und hast du ein wenig erkannt, wer du selbst und nur du SELBST vielleicht bist?
Bist du demütig zu wissen, dass du nur ein kleinwenig erkennen konntest, wer du bist, da dein Wesen am Ende sich selbst befreien wird aus all diesem und jenem irdischen Chaos und den Strudeln der Seinsformen?
Klarheit im Sein sollst du dir zueigen machen, dich selbst suchen, suchen und suchen –
Findest du die Schwelle, dich selbst zu überwinden, so überschreite sie im Tanz, tritt über sie mit schönem Gesang im Herzen und auf den Lippen,
sei frohen Mutes und fliege ins türkise Schimmern des Himmels, der rund um dich schwebt, gleite auf sanften Schwingen mitten in die glühende Sonne deiner Seele, stürze dich ins Dunkel hinter all dem Licht und wisse, dies ist das strahlenste Scheinen, welches von deiner Seele übrig bleibt.
... oder kannst du sehen, hast du einmal in die Glut der irdischen Sonne geblickt?

Hast du nun alles vernichtet, all deine Habseligkeiten zerstört, dein Haus in Trümmern vorgefunden, da deine alchemistischen Experimente wieder einmal daneben waren?
Hast du es wieder einmal geschafft, alles in Schutt und Asche zu hinterlassen, nachdem du jahrelang gearbeitet hast an nur einem einzigen Projekt?
Was nützen dir deine Rezepte, Erkenntnisse, Zauberbücher, Formeln und all dein mühsam zusammengetragenes Wissen jetzt!
Hast du wirklich nichts bei deinem Lehrmeister gelernt, dich nie an seine Anweisungen gehalten und nie deine Hausaufgaben zu Ende gemacht, geschweigedenn richtig!
Bist du kaum pünktlich zum Unterricht erschienen, hast stets deinem Meister widersprochen, dich mit ihm über „glasklare“ Angelegenheiten der Magie und der Alchemie gestritten, ist er an dir verzweifelt und war dir dies absolut scheißegal, hast du nie sein Gebrabbel verstanden und stattdessen seine Handschrift auf deinen Blättern bewundert, sie verkehrtherum gelesen?
Gratuliere!
Hervorragend! Klasse! Zum kaputtlachen!
Fabelhaft! Einfach umwerfend!
Dann... kannst du wirklich und aus tiefstem Herzen stolz auf dich selbst sein, denn du hast wieder etwas Neues hinzugelernt und bist ein kleines aber wirksames Stückchen auf dem steinigen Pfad der von dir gewählten Selbsterkenntnis vorangekommen.

Hätte ich geahnt oder auch nur im entferntesten Winkel meines Geistes gewusst, dass all dieses Leid über mich hereinbrechen würde, hätte geschaut, welche Art von himmlischer Liebe mir zuteil werden sollte, die mich so tief verwirrte und mich in Ratlosigkeit und Dunkelheit bei einem Selbst zurücklies, das scheinbar nicht ich selbst war und doch mir immer vertrauter zu werden begann, je tiefer ich in seine Geheimnisse einzutauchen suchte:
Ich, ja ich wäre umgekehrt und hätte mich ohne zögern...
Wieder genau und genau haarklein auf dieselbe Suche begeben, denn nichts ist es, das uns so stetig vorantreibt, so tief bewegt, so unmittelbar mit Tatsachen konfrontiert, die nicht von uns oder auch nur dieser Welt zu stammen scheinen, als die beständige, beharrliche, oft fast aussichtslose, gefahrvolle, abenteuerliche, aufregende und phantastische Suche nach uns selbst und unserem wahren Sein und Sinn!

Ascherah


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Deepak Chopra: Die sieben Schlüssel zum Glück

Die äußere Welt, das sollten Sie wissen, spiegelt Ihre innere Wirklichkeit wider. [...] Falls Ihnen nicht gefällt, was sich um Sie herum abspielt, sollten Sie nicht versuchen, ”die Dinge in Ordnung zu bringen”. Das wäre in etwa so, als würden Sie in der Hoffnung, auf diese Weise das darin zu erblickende Spiegelbild zu verändern, den Spiegel blitzblank putzen.
(Deepak Chopra, Die sieben Schlüssel zum Glück)

Ein großer Titel, der viel verspricht und, nicht nur für Anfänger auf dem spirituellen Weg, auch hält. Wer sich mit dem Thema Selbsterkenntnis beschäftigt, wer spirituell wachsen möchte, für den bietet das Buch von Deepak Chopra eine leicht verständliche Schritt für Schritt Anleitung.
Deepak Chopra geht aber noch sehr viel weiter. Der studierte Mediziner (er ist Internist und Endokrinologe) stellte fest, dass es nicht ausreicht, die Symptome des Körpers zu kurieren. Heilung ist nur dann möglich, wenn der Mensch in seiner Gesamtheit geheilt wird. Und dazu gehört auch die Heilung der Seele. Und diese Seelenheilung ist nur durch Glück, bzw. glücklich sein, zu erreichen. Damit ist allerdings nicht ein oberflächliches und nur kurzanhaltendes Glücksgefühl gemeint, sondern eine tiefe innere Zufriedenheit und Akzeptanz. Sein Anspruch ist es, durch die Erkenntnis dieser Wahrheit, die Seele, den Körper und dann auch die Welt zu heilen. Ein ganzheitlicher Ansatz, der seiner Meinung nach der einzige Weg zu einem gesunden und erfüllten Leben für alle Menschen ist.
Geduldig und liebevoll erklärt er, wo die Ursachen für unser vermeintliches Unglück liegen und deckt dabei so manch falsche Denkansätze auf. Das mag manchmal unbequem sein, müssen wir doch liebgewonnene und eingefahrene Muster und Verhaltensweisen überprüfen , auf ihren Wahrheitsgehalt testen und vielleicht sogar ablegen. Aber es kommt dabei auch immer zu den Aha-Momenten, die uns "eigentlich Altbekanntes" auf neue Weise zeigen und uns so bestärken, auf dem eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.

Deepak Chopra: Die sieben
Schlüssel zum Glück; Nymphenburger Vlg.; ISBN 978-3485013024; 14,95€


Lilia


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Wolf-Dieter Storl: Die Seele der Pflanzen

Dieses überaus gelungene Werk enthält nicht nur Pflanzenbeschreibungen nach der bekannten Storl-Methode (Seele und Charakteristika der Pflanzen sind in den Vordergrund gerückt), sondern auch wunderschöne, meditative Fotos von Frank Brunke; dessen Liebe zu den Pflanzen spiegelt sich in den Bildern wieder!
Mit Zitaten von Paracelsus, Nicolas Culpeper oder dem Kräuterdoktor Künzle bringt der Autor die LeserInnen in die Gedankenwelt der Pflanzen und schwingt sie ein, beim nächsten Naturspaziergang mehr den Blüten zu lauschen.
Im Hauptteil des Buches beschreibt Storl dann 56 Pflanzen, wie ich es noch nicht gelesen habe. Obwohl ich durch mein vierjähriges Phytostudium und meiner ca. 15 jährigen intensiven Beschäftigung mit den Wirkweisen der hiesigen Flora viel über Pflanzen lesen und erfahren durfte, habe ich durch dieses Buch eine ganz andere Spürweise gegenüber den beschriebenen Wurzeln, Blättern und Blüten erhalten. Es hat mich noch mehr Demut und Dankbarkeit für die grünen Helfer gelehrt – einfach weil sie diese Daseinszeit mit uns teilen und uns an ihrem urzeitlichen Wissen teilhaben lassen (wie z.B. Schachtelhalm und Farn, die die Erde ja bereits seit 300 Mio. Jahren begleiten).

Ganz besonders hat es mir die Beschreibung über „Das Kraut der Frauen“ angetan, also Alchemilla vulgaris – der Frauenmantel. Storl stellt vor diesen Beitrag das magische Lied des „heiligen Sinnau – unserer lieben Frau ihr Mantelkraut“, das aus der Steiermark überliefert und von Kräuterfrauen und Bäuerinnen bei der Heilung genutzt wurde. Das ist alte schamanische Praxis, dass während der Behandlung mit Kräutern Lieder, Mantras oder ähnliche Verse gesungen/gemurmelt/rezitiert wurden, um durch die Sprache den Weg der Pflanze zur Heilung zu verstärken. Das bescheidene Wiesenkraut gilt in der Frauenmedizin als eines der besten Heilkräuter. Bevor die Pflanze zum „Muttergottesmäntelchen“ wurde, war diese der Fruchtbarkeitsgöttin Freya gewidmet und die Germanen vermuteten, dass jede Frau im Frauenmantel den Schutz ihrer Weiblichkeit findet; die Verwendung bei Frauenbeschwerden ist umfassend. Sogar als „Seelenheiler“ nach Abtreibungen und Vergewaltigungen wurde es eingesetzt. Eine faszinierende Erscheinung der Pflanze ist ihre eigene „Menstruation“ (= Guttation), denn entgegen der Meinung, dass das auf den Blättern stehende Wasser Tautropfen wären, sind dies Extraktausscheidungen, die direkt von der Pflanze produziert werden und austreten. Im Mittelalter war dies für die Alchemisten ein Zeichen, dass aus dieser flüssigen „prima materia“ sich das Elixier gewinnen ließ, das zur Herstellung des „Stein der Weisen“ führen könnte.
Um mein eigenes „Frausein“ zu feiern, lasse ich mich immer öfters auf die Alchemilla ein und lecke gerne das eine oder andere Blättchen vom „Säftchen“ frei.

Alle, die Pflanzen nicht nur als „Grünzeug“ ansehen, sondern ihnen in ihrer Feinheit und Genialität einen Platz in ihrem Leben einräumen, denen kann ich dieses Buch von Herzen empfehlen.

Wolf-Dieter Storl: Die Seele der Pflanzen - Botschaften und Heilkräfte aus dem Reich der Kräuter; Franckh-Kosmos Verlag; ISBN 978-3440115657; 24,90€

INA-Lena Wähner


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Manfred Böckl: Schlangenring und Werwolfstein – keltische Sagen aus dem deutschen Sprachraum


Manfred Böckl ist ein Kenner der keltischen Sagen und versteht es, aus den oft durch christliche Moralvorstellungen veränderten Geschichten, die keltischen Wurzeln herauszuarbeiten.
Dieses Buch stellt eine Auswahl ursprünglich keltischer Legenden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Böhmen zusammen. Darunter sind gut bekannte Sagen wie die der Lorelei, der Melusine und des Friedrich Rotbart im Kyffhäuser. Es gibt aber auch eine Vielzahl eher unbekannter Legenden und Märchen rund um weiße Fräulein, Nixen und Leute aus dem kleinen Volk, wie Zwerge und Wichtel.
Immer wieder begegnen einem die Naturgottheiten und heiligen Plätze unserer keltischen Vorfahren. Auch die dreigestaltige Göttin verbirgt sich in vielen der alten Geschichten. So trifft man sie beispielsweise in der Sage der drei Prinzessinnen auf dem Dreisessel oder bei den saligen Frauen aus Tirol. Frau Percht taucht ebenso auf, wie Schlangen und Drachen.
Die Interpretationen, was an den Sagen nun „keltisch“ ist, sind sicherlich nicht immer hieb- und stichfest, manches scheint schon eher willkürlich passend gemacht oder könnte durchaus auch anders ausgelegt werden. Römer und Christen kommen notorisch schlecht weg. Allerdings ist die Interpretation der Legenden natürlich abhängig von der persönlichen Ansicht des Autors und muss ja vom Leser nicht eins zu eins übernommen werden. An manchen Stellen würde man sich die Beschreibung der keltischen Wurzeln ausführlicher wünschen. Historische oder wissenschaftliche Belege für Böckls Behauptungen fehlen gänzlich.
„Schlangenring und Werwolfstein“ ist eine gelungene Sammlung alter Überlieferungen. Es lohnt sich zum Schmökern, Vorlesen oder zum Kultplätze suchen gleichermaßen.

Manfred Böckl: Schlangenring und Werwolfstein. Keltische Sagen aus dem deutschen Sprachraum; Arun-Verlag; ISBN 978-3866630079; 7,10€


artemisathenae


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Frederic Lamond: Naturpantheismus – Religion ohne Dogmen


Der Naturpantheismus sieht die göttlichen Mächte als universelle Energien, die die Natur und alle Lebewesen durchdringen. Es ist eine Religion ohne Dogmen, Propheten, Gurus oder heiligen Schriften, die ganz auf den persönlichen Erfahrungen seiner Mitglieder basiert.
Für diese drücken die vorchristlichen Götter, Göttinnen und Mythen sowie der Hinduismus und die afrikanischen Stammesreligionen ihre Überzeugung besser aus als der transzendentale Monotheismus der abrahamschen Religionen.
Das Buch beschreibt, welche Kriterien eine Religion erfüllen muss, um in das heutige Zeitalter zu passen und warum das traditionelle Christentum an Einfluss verliert. Es beschreibt die Jahreszeitfeste und andere religiöse Treffen der Bewegung sowie ihre Naturethik. Schließlich beschreibt es die initiatorische Wiccabewegung und einige erfolgreiche Heilungen und andere magische Zauber.
Beschreibung einer schnell wachsenden heidnischen Bewegung, die durch Magie und Verehrung der Natur und der körperlichen Liebe die Menschen mit ihrem eigenen Selbst und der Erde in Verbindung bringen will.

Frederic Lamond, Alraunen-Verlag, ISBN: 3-938994-00-2, Buch in Ringbindung, Preis: 19,95 €

Erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Verlang: www.alraunen-verlag.de

Frederic Lamond


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Frederic Lamond: 50 Jahre Wicca


Vor 50 Jahren, im November 1954, wurde Gerald Gardners Buch „Witchcraft Today“ veröffentlicht. Es war der Beginn der Wicca-Bewegung, die heute über hunderttausend Mitglieder in der ganzen Welt hat. Der Autor des vorliegenden Buches wurde zwei Jahre später (Februar 1957) initiiert und ist damit heute der wohl am längsten praktizierende Wicca.
Der Autor beschreibt seine markantesten magischen Erfahrungen, die er in dieser Zeit gemacht hat, und zieht daraus Schlüsse für die heutige Wicca-Praxis. Er beschreibt die Ziele, die sich diese Bewegung gesetzt hat, und auch, welche dieser Ziele erreicht worden sind und welche nicht. Liegt die Ursache des eventuellen Scheiterns an der Art und Weise, wie die vorgegebenen Rituale ausgeführt werden oder sind manche Rituale an sich nicht geeignet, um den gewünschten Effekt zu erreichen.
In den letzten Kapiteln macht der Autor einige Vorschläge, wie man einzelne Wicca-Rituale und Wicca-Praktiken verändern sollte, um sie wirksamer und erfolgreicher zu machen.

Frederic Lamond, Alraunen-Verlag, ISBN: 3-938994-06-1, Buch in Ringbindung, Preis: 19,95 €

Erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Verlang: www.alraunen-verlag.de

Frederic Lamond


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Der Schlangengesang – Göttinnenkalender

Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine Lebensaufgabe.

Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und Bezeichnungen eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen. Sollte jemand einen Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer gesicherten Quelle hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu eingeladen.

artemisathene


Feiertage im Juli


Nach dem griechischen Mondkalender wäre dieser Juli zwischen den Mondmonaten Skirophorion und Hekatombaion aufgeteilt. Hekatombaion erhielt seinen Namen von einem großen, öffentlichen Opfer bei dem wohl ursprünglich 100 Rinder (eine Hekatombe) geopfert worden waren. Skirophorion erhielt seinen Namen von dem der Göttin Demeter gewidmeten Fest am 12. Tag des Monats.

In Rom wurde dieser Monat nach Julius Caesar benannt, ursprünglich aber hieß er Quinctilius, der 5.Monat ab März.

Im germanischen Kulturkreis hieß der Juli Heuert, nach der Heuernte in diesem Monat. Die in diesem Monat gefeierten Feste waren laut Gardenstone´s germanischer Götterglaube: das Fischfest zur Erneuerung der Verbindung zwischen den göttlichen Wesen des Wassers und den Menschen, das Hausfest, bei dem es um die Wiederherstellung der Häuser vor dem kommenden Herbst und Winter ging und das Heufest am letzten Juli-Wochenende.

14. – 19. Juli: ägyptisches Fest der Nilschwämme (Epagomenen= 5 eingeschaltete Tage um das Mondjahr an das Sonnenjahr anzupassen). Sie wurden repräsentiert durch die Geburtstage der Götter: Osiris, Horus, Seth, Isis und Nephtys, den fünf Kindern der Göttin Nut.
Quelle: http://www.harfners.de/fest1.htm

15. Juli: Jungfrau, zunehmender Mond: Fest der Voodoo-Göttin Erzuli in Port Au Prince, Hawai. Sie ist eine Göttin der Liebe, der Leidenschaft und des Wohlstandes.
Quelle: http://people.tribe.net/michaelmanion/blog/7316ba66-7f0f-4b86-8c94-f226c46cf4a1

15./16. Juli = 4. Hekatombaion, Jungfrau, zunehmender Mond: Aphrodisia: Fest der griechischen Göttin Aphrodite Pandemos und Aphrodite Peitho. (siehe Text schlangengesang 4/04)
Quellen: (5), (6)

17. Juli: Waage, zunehmender Mond:
Geburtstag der ägyptischen Göttin Isis, Mutter-Göttin und All-Mutter
Quellen: Göttinnen großer Kulturen, Vera Zingsem

18. Juli: Waage, zunehmender Mond:
Geburtstag der ägyptischen Göttin Nephthys, Toten-, Grab- und Geburts-Göttin, Tochter der Nut und Schwester der Isis (siehe schlangengesang 4/04)
Quellen; s.17.Juli

19. Juli: Skorpion, zunehmender Mond
ägyptischer Neujahrstag: Hochzeitstag der Isis und des Osiris
Quellen: s.17.Juli

22. Juli: Schütze, zunehmender Mond
Einweihungsfest des Tempels der Concordia: römische Göttin der Eintracht.
Quellen: (7)

23./24. Juli = 12.Hekatombaion: Schütze, zunehmender Mond
Kronia: Fest zu Ehren der griechischen Göttin Rhea und des Gottes Kronos. (mehr dazu schlangengesang 4/04)
Quellen: (5), www.winterscapes.com

25. Juli: Steinbock, zunehmender Mond:
Furrinalia: Fest zu Ehren der römischen Erd-Mutter-Göttin Furrina. (mehr dazu siehe schlangengesang 4/04)
Quellen: (2), (7)

26./27. Juli und 27./28. Juli = 15./16. Hekatombaion: Jungfrau/Waage, zunehmender Mond
Synoikia: Fest zu Ehren der Athena Polioikos. Gründungsfest der Stadt Athen. Ebenso wurden Opfer gebracht für Zeus und Eirene, die Friedensgöttin
Quelle: (5), (6)

31. Juli/1. August (letztes Juli-Wochenende): Fische/Steinbock, abnehmender Mond/Vollmond
Heufest: germanisches Erntefest zur Heuernte.
Quelle: Gardenstone: germanischer Götterglaube

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann, wäre ich sehr dankbar: 6.7. Nymphe/Göttin Io (Griechenland), 10.7. Göttin Hel (germanisch), 17.7. Amaterasu (Japan), 23.7. Brigid (Irland), 27. Juli Geburtstag der ägyptischen Königin-Göttin Hatschepsut

Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.flyallnight.com/khaire/calendar/festivals.htm#Artemisia,
(6) http://www.numachi.com/%7Eccount/hmepa/calendars/696.4.Hekatombaion.html
(7) http://home.scarlet.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm


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Feiertage im August


Im antiken Griechenland hießen die beiden Mondmonate in die der August fällt: Hekatombaion und Metageitnion. Hekatombaion erhielt seinen Namen von einem großen, öffentlichen Opfer bei dem wohl ursprünglich 100 Rinder (eine Hekatombe) geopfert worden waren. Metageitnion ist benannt nach einem Fest zu Ehren des Apollon als Freund guter Nachbarschaft.

In Rom hieß dieser Monat ursprünglich sextilis, der sechste Monat nach dem Jahresbeginn im März. Später wurde er zu Ehren des ersten Kaisers Augustus benannt. Diesen Namen trägt er auch heute bei uns. Der August war auch der Göttin Ceres geweiht.

Im germanischen Sprachgebiet hieß dieser Monat Ernting, Aranmanoth, Erntemond Sichelmond, Schnittermond oder auch Ährenmonat. Alle diese Namen deuten darauf hin dass in dieser Zeit die Getreideernte stattfand. Heute erinnern noch Feste wie das Brotfest und die „Sichelhenke“ in bäuerlichen Regionen an den Brauch den Beginn der Getreideernte zu feiern.

August: Widder, abnehmender Mond
Tempeleinweihung der römischen Göttin Spes (Personifikation der Hoffnung)
Quelle: Ludwig Preller, Römische Mythologie, (7)

1./2. August = 21. Hekatombaion: Widder, abnehmender Mond
Artemisia: Fest für die griechische Göttin Artemis.
Quelle: (5), (6)

2./3. August = 22. Hekatombaion: Stier, abnehmender Mond
Ponnykhis: Nachtwache mit Fackelrennen, Tanz der Jungfrauen und Spiele für die Jugend als Auftakt für die am nächsten Tag stattfindenden Panathenaia. Opferhandlungen für den Gott Eros und die Göttin Athene.
Quelle: (5)

5. August: Zwillinge, abnehmender Mond
Fest der römischen Göttin Salus: der Göttin der Gesundheit und des Wohlstandes. Ihr Tempel befand sich auf dem Quirinalshügel.
Quelle: (3), http://de.wikipedia.org/wiki/Salus

7./8. August (zweites Augustwochenende): Fische/Widder, abnehmender Mond
Brotfest: germanisches Fest zu Beginn der Getreideernte. (mehr im schlangengesang 5/04)
Quelle: Gardenstone: germanischer Götterglaube

8./9. August: Krebs/Löwe, abnehmender Mond: kleine Panathenaia:
Alle vier Jahre als mehrtätgiges, großes Fest, sonst nur eintägig, zu Ehren der griechischen Göttin Athene stattfindend. (siehe Text schlangengesang 4/04) Geehrt wurden Athene sowie Hygieia, Göttin der Gesundheit und Medizin, Nike, Göttin des Sieges und Pandrosos, der Legende nach die erste Priesterin der Göttin Athene.
Quellen: (5)

12. August: Jungfrau, zunehmender Mond
Einweihungsfest in Rom für die Tempel der Venus Victrix (Venus als Siegerin), der Virtus (Personifikation der Tugend) und der Felicitas (Personifikation des Glückes).
Quelle: (7)

13. August: Jungfrau/Waage, zunehmender Mond
Fest der Göttin Diana auf dem Aventin in Rom. Als Mondgöttin trägt sie alle Aspekte der jungfräulichen Göttin. Sie ist eine junge, schöne und ungebundene Jägerin.
Quelle: (3), (4), und Martial, Epigramme

Vertumnalia: römisches Fest zu Ehren des Vertumnus, Gottes der Jahreszeiten, der Pomona, Göttin der Gärten, der Diana natalis und der Fortuna equestri.
Quelle: (8)

Einweihungsfest des Tempels der Blumengöttin Flora.
Quelle: (8)

15.August: Skorpion, zunehmender Mond:
Fest der sieben Schmerzen Marias oder Mariä Himmelfahrt, Beginn des Frauendreißigers = Erntezeit für Heilkräuter

15. August: Iden des August: Fest zum Geburtstag Dianas.
Quelle: Martial, Epigramme

18. August: Schütze, zunehmender Mond
Sri Radhashtami: Fest der mystischen Liebe zwischen dem weiblichen und dem männlichen Prinzip. Liebesfest des Gottes Krishna und der (Göttin) Radha, seiner Lebensgefährtin. Es findet am 8. Tag in der hellen Mondphase von Badhrapada (August/September) statt, dem Geburtstag der Radha.
Quelle: http://chidananda.org/religions/radha.htm
http://www.divya-jyoti.de/Kalender/text_Religi%C3%B6se%20Feste.htm#Sri%20Radha%20-%20das%20g%F6ttliche%20Mysterium


19. August: Schütze/Steinbock, zunehmender Mond
Vinalia Rustica: römisches Fest zum Beginn der Weinernte. Gleichzeitig Tag der Einweihung des Tempels der Venus obsequens (die Erhörende) im Jahr 295 v.u.Z. Dieser Tempel wurde aus den Strafgeldern verheirateter römischer Patrizierinnen gestiftet und erhalten die Ehebruch begangen hatten.
Quelle: (4), (8)

21. August: Steinbock, zunehmender Mond.
Fest der indischen Göttin Lakshmi. Dieses Fest mit Namen „Vara Lakshmi Vrata“ findet am Freitag vor dem Vollmond im August/September statt. Gefeiert wurde die Göttin des Glücks, der Schönheit, des Wohlstandes und der Gesundheit mit einem Gelübde der Frauen. (siehe schlangengesang 4/04)
Quelle: http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/HinduistischeFest/hinduistischefesttage.htm

23. August: Wassermann, zunehmender Mond
Volcanalia: römisches Fest zu Ehren des Schmiede- und Feuer-Gottes Vulcanus und seiner Begleiterinnen: die Göttin Juturna und die Stata Mater.
Quelle: (8), Mayers Konversationslexikon
http://www.sungaya.de/schwarz/romer/juturna.htm


24. August: Wassermann, Vollmond
Fest des „Mundus Cereris“: wörtlich „die Welt der Ceres“, ein Erdspalt auf dem Forum Romanum, der als Kultplatz der Göttinnen Ceres und Proserpina an diesem Tag geöffnet wurde. Den Rest des Jahres blieb der Erdspalt verschlossen. (mehr im schlangengesang 5/04)
Quelle: (4), (8)

25. August: Fische, abnehmender Mond:
Opiconsivia: Stiftungsfest des Tempels der Göttin Ops (lat. opes = Reichtümer), die den Beinamen consiva = „sie soll die Erde sein“ trug. Als Göttin des Reichtums, materiell wie immateriell, war sie seit Gaius J. Caesar auch für den Reichtum des Staates zuständig. In ihrem Tempel auf dem Capitol lagerte der Staatsschatz. Zweiter Festtag: 19. Dezember, Opalia; (siehe Text im Schlangengesang 2/03).
Quelle: (2), (4), (8)

25./26. August = 16. Tag des Mondmonats Metageitnion. Fische abnehmender Mond
Opfer zu Ehren der Göttin Artemis Kourotrophos, der Beschützerin und Versorgerin der Kinder und Jugendlichen und zu Ehren der Hekate, der Göttin der Wegkreuzungen, der Unterwelt und der Magie.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm

26. August: Fische, abnehmender Mond:
Fest der finnischen Göttin Ilmatar. Sie wurde als Luft- und Meeresgöttin verehrt. Ihre Legende ist eine Art Schöpfungsmythos
Quelle: http://www.godchecker.com/pantheon/finnish-mythology.php?deity=ILMATAR

Volturnalia: Zwillinge, abnehmender Mond:
Fest des römischen Flussgottes Volturnus, Personifikation des Tiber und seiner Tochter Juturna, der Quellgöttin der Quelle des Vesta-Tempels in Rom.
Quelle: (4), http://en.wikipedia.org/wiki/Volturnalia

29./30. August = 20. Metageitnion: Widder/Stier, abnehmender Mond:
Opfer für die Göttin Hera Thelchinia / Thelkhinia, sie erhielt ihren Beinahmen nach einem Tempel auf Rhodos der vom Volksstamm der Thelchinen für die Göttin errichtet worden sein soll.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
http://www.antonineimperium.org/metageitnion.htm


Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann, wäre ich sehr dankbar: 1.8. Habondias (kelt.Göttin?), 2.8. Tag der Dryaden (Mazedonien), 12.8. Lichtfest der Göttin Isis, 22. 8. Aedesia (Philosophin), 23.8. Nemesis (Griechenland), 2. Augustwoche: Fest der Himalaya-Berggöttin Nanda Devi

Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.flyallnight.com/khaire/calendar/festivals.htm#Artemisia
(8)
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Feste_und_Feiertage_im_r%C3%B6mischen_Reich



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Feiertage im September


Der September teilt sich auf die antiken griechischen Mondmonate Metageitnion und Boedromion auf. Metageitnion ist benannt nach einem Fest zu Ehren des Apollon als Freund guter Nachbarschaft. Boedromion wurde benannt nach dem Gott Apollon als Helfer in der Not. Einer Quelle zufolge hieß der Monat auch Demetrion nach der Göttin Demeter, deren Fest der Eleusinischen Mysterien in diesem Monat gefeiert wurde.

Im römischen Reich hieß dieser Monat September, der siebte Monat nach dem alten Jahresbeginn im März. Er soll dem Gott Vulcan geweiht gewesen sein.

Im germanischen Sprachgebiet hieß der Monat Scheiding, von shei = trennen, scheiden. Er zeigt das „Scheiden“ des Sommers an und ist der Monat der Obsternte.
Um den 30. September fand auch das Ernte-Dankfest statt.
Es gibt aber auch die Monatsbezeichnungen: Holmonat; das bezieht sich auf das Holzholen für den Winter, Herbitsmânoth (der erste Herbstmonat), Halegmanoth (althochdeutsch) Herbstmond und Überherbst sind Namen neueren Datums, denn sie weisen auf die Jahreszeit Herbst.
Herbsting zeigt auf das Thing (germanische Versammlung), die in diesem Monat Brauch war. Früchtemonat, Obstmond oder Vollmonat beziehen sich auf die reichhaltige Ernte der Herbstfrüchte.
Wildmond erinnert an den Beginn der Jagdzeit, Saumond an das Treiben der Schweine in den Wald zur Eichelmast.
Silmand und Seelenmonat – der neunte Jahresmonat war der Opfermonat und diente dem Gedenken der Verstorbenen.

1. September: Stier/Zwillinge, abnehmender Mond:
Fest der Juno Regina auf dem Aventin in Rom. Juno als „Herrscherin“ wurde ursprünglich im Etruskischen Veji verehrt, fand dann aber Eingang in die capitolinische Trias (Juno, Minerva, Jupiter). Der Kult der Juno auf dem Aventin war griechisch geprägt, mit Mädchenchören und weißen Opferrindern.
Quelle: (4), http://students.roanoke.edu/groups/relg211/minor/festivals.html

10. September: Waage, zunehmender Mond:
Fest der Asclepigenia. Philosophin, Priesterin der Demeter und Zeitgenossin der Hypatia. (Siehe schlangengesang 4/05))
Quelle: http://www.geocities.com/Paris/Metro/3936/womenphilo3.html
Wilson’s Almanac http://www.wilsonsalmanac.com/september.html


10/11. September = 2 Boedromion: Skorpion, zunehmender Mond
Niketeria: Fest der griechischen Siegesgöttin Nike. (siehe Schlangengesang)
Quelle: (6)

13. September: Skorpion/Schütze, zunehmender Mond:
Bankett zu Ehren der kapitolinischen Trias in Rom: Juno, Minerva und Jupiter. (mehr im schlangengesang 5/04)
Quelle: (1), (7)

13./14. September = 5. Boedromion: Skorpion/Schütze, zunehmender Mond
Genesia: griechisches Fest zu Ehren der Toten und zu Ehren der Erdgöttin Gaia und des Todesgottes Thanatos. Opfergaben waren: Trankopfer, Milch, Honig, Butter und Blumen. Auch die Lebenden beschenkten sich untereinander.
Quelle: (6)

14./15. September = 6. Boedromion: Schütze/Steinbock, zunehmender Mond
Kharisteria Ursprünglich Geburtstags-Fest der griechischen Göttin Artemis Agrotera, der „Jägerin“ Artemis. Nach dem Sieg bei Marathon wurde an diesem Tag ein Dankesfest als Erinnerung an den wichtigen Sieg der Athener gefeiert.
Quelle: (6)

15./21. September = 15.–21. Boedromion:
Beginn der großen Eleusinischen Mysterien in Griechenland. Dieses 9tägige Mysterien-Fest um die Legende von Demeter und Persephone hatte die Aufgabe den Teilnehmenden die Angst vor dem Tod zu nehmen und sie am Mysterium von Tod und Wiedergeburt teilhaben zu lassen. (siehe Schlangengesang 1/03)
Quelle für das Datum: (5), (6)

16./17. September = 27. Boedromion: Steinbock, zunehmender Mond
In Griechenland: Opfer zu den Nymphen und Gaia (Erdmutter) in Erchia und zu Athene in Teithras.
Quelle: (6)

17. September: Steinbock, zunehmender Mond:
Byzantinisches Fest zu Ehren der Heiligen Sophia, der Göttin der Weisheit und ihrer drei Töchter: Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe.
Quelle: ?

23. September: Fische/Widder, Vollmond
Fest der Göttin Latona (lateinischer Name der griechischen Göttin Leto), Mutter der Zwillinge Artemis und Apollon.
Quelle: (3)

25. September: Widder/Stier, abnehmender Mond
Durga Puja: Fest der indischen Göttin Durga. Je nach Region konnte dieses Fest zwischen 2 und 9 Tage dauern.
Quelle: http://www.durga-puja.org/durga-puja-calendar.html, http://www.divya-jyoti.de/Kalender/text_Religi%C3%B6se%20Feste.htm, http://hinduism.about.com/library/weekly/extra/bl-alm.htm

26. September: Stier, abnehmender Mond:
Festtag der Venus Gen(e)trix, der Stammmutter Roms durch ihren Sohn Äneas. (mehr im schlangengesang 5/04)
Quelle: (3), http://de.wikipedia.org/wiki/Venus_%28Mythologie%29

Ende September: genauer Termin war leider nicht feststellbar: Fest der ägyptischen Göttin Hathor.
Quelle: http://www.land-der-pharaonen.de/Wissenschaften/body_wissenschaften.html

Ebenso ohne festes Datum, wahrscheinlich um den 29./30. September: Wotanstag, mit dem Erntefest und Wodansblot im germanischen Kulturkreis. Es ist Zeit, dass man Besuch von Wodan erwarten kann, der überprüft ob man bereit ist den neuen Reichtum auch zu teilen. Es wird ein Bierfest veranstaltet, Tisch und Raum werden mit Hopfenblättern geschmückt.
Quelle: Gardenstone: germanischer Götterglaube

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann, wäre ich sehr dankbar: 17.9. Fest der Sophia (Byzanz), 22.9. Fest der Seegöttin (Sedna?) bei den Eskimos, 27.9. Varuni (Indien), 28.9. Baubo (Giechenland)

Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.flyallnight.com/khaire/calendar/festivals.htm#Artemisia
(6) http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
(7) http://home.scarlet.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm


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Veranstaltungen


Giftpflanzen-Exkursion

Viele wundervolle Heilerfolge haben wir der
Homöopathie zu verdanken.
Einige Pflanzen sind durch ihre „Giftigkeit“ nur
bedingt in der Phytotherapie anwendbar, werden
aber durch die homöopathische Aufbereitung zu
nützlichen Helfern in der Heilkunde.
Erleben Sie die Intensität einiger Pflanzen in
einer Exkursion duch den Münchner Giftgarten.
Ich erzähle ihnen Allgemeines und Spezielles zu
einigen der dort Blühenden.



Bitte vorab Kontakt aufnehmen, um die Größe der
Gruppe einzuschätzen.
Anmeldungen bitte unter:
phyto@animali-cooking.de oder  0176-51232203
Terminangebot: FREITAG – 13.00 & 17.00 Uhr
Unkostenbeitrag: 10 Euro pro Teilnehmer

Dozentin: Ina-Lena Wähner
Phytotherapeutin & Tierheilpraktikerin


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Gott weiblich. Eine vergessene Seite des biblischen Gottes


Das Diözesanmuseum Bamberg zeigt bis 3. Oktober 2010 Kunstwerke aus mehr als zehn Jahrtausenden.
„Gott kann Brüste und ausladende Hüften haben. Gott kann mütterlich und kämpferisch auftreten - als Frau.“ An 250 Exponaten soll die Entwicklung des biblischen Gottesbildes nachgezeichnet werden. So stammen die Statuen, Amulette und Rollsiegel aus dem antiken Orient. Natürlich haben auch mittelalterliche und neuzeitliche Mariendarstellungen ihren Platz in der Ausstellung. Sie zeigt den Weg von der Darstellung weiblicher Gottheiten aus der Frühzeit in die heutige christliche Ikonographie. Initiatoren sind der Fachbereich Frauenpastoral, die Erwachsenenbildung im Erzbistum Bamberg und der Lehrstuhl für Alttestamentliche Wissenschaften der Universität Bamberg.

Bamberger Diözesanmuseum
Domplatz 5
Dienstag bis Sonntag 10- 17 Uhr
Eintritt: 3€, ermäßigt 2,50€ (Schwerbehinderte und Studierende), Kinder bis 15 Jahre frei; Ausstellung „Gott weiblich“ inklusive Diözesanmuseum 5€, erm. 4€
Jeden Sonntag wird es um 15 Uhr eine öffentliche Führung geben, Kostenbeitrag: 3€ plus Eintritt.

www.dioezesanmuseum-bamberg.de


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21.- 24.10.2010 Göttin in Deutschland


Göttin Retreat mit Workshops, Zeremonien, Tanz und Musik

mit internationalen Göttinpriesterinnen, -künstlerinnen und -forscherinnen

In diesem viertägigen Göttinretreat wollen wir unsere Liebe zur Göttin feiern.
Im Mittelpunkt steht die Wiederbelebung der Verehrung unserer eigenen
einheimischen Göttinnen, die hier in Deutschland in der Vergangenheit angebetet
wurden und deren Energien das Land bis heute durchdringen, z.B. Perchta, Skadi,
Artio, Sunna, Loreley, Sirona, Ran, Matrona, Rosmerta, Caiva, Hertha und Holle.
Daneben würdigen wir alle Erscheinungsformen der Göttin auf unserer Mutter Erde.
Die TeilnehmerInnen können aus einem Füllhorn von unterschiedlichen Workshops,
die von bekannten und beliebten internationalen Priesterinnen und
Workshopleiterinnen angeboten werden, wählen. Den Rahmen des Retreats bildet das
deutsche Göttinrad, das Rad von Holle, mit Anrufungen und Zeremonien. Dadurch
kann die Göttin im Körper, in der Bewegung, im Land, im Gefühl und mit allen
Sinnen erlebt werden.

Mit Joanne Foucher, Cassandra, Kathy Jones, Elin Heijl-Guest, Miriam Raven u. v.
a.

Der Retreat ist darauf angelegt, den Teilnehmenden eine tiefgehende
Göttinerfahrung zu ermöglichen. Ein offenes Herz und Bereitschaft, sich
einzulassen und mitzumachen, sind deshalb wichtig. Zum Teil findet der Retreat
im Freien statt. Denkt deshalb bitte daran, warme und wetterfeste Kleidung und
Schuhe mitzubringen.

Informationen und Buchung unter

www.diegoettinindeutschland.wg.vu und

www.sternschnuppe-oldenbuettel.info


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19.-21. November 2010 Schattenfrau & Seherin - zuhause in der dunklen Kraft


Im persönlichen Horoskop weist die Position Plutos (Kali-
Ma) auf die Transformationskräfte hin, die sich aus dem
Loslassen, Überlassen und dem Kontrollverlust ergeben.
Auf Zerstörung und Wandel. Mit Kalis Weisheit können wir
hinter das Offensichtliche schauen und lernen, uns in das zu
ergeben, was aus der Tiefe heraus wirkt. Wir lassen uns ein
ohne „Wenn und Aber“. Die Seherinnenkraft entspringt
einem tiefen Vertrauen – auch in das Ungeliebte der
Schattenreiche. Sie wächst in den dunklen Tabuzonen und
reift mit jedem Überschreiten von inneren Verboten.



Ein Wochenende für Frauen mit Ulla Janascheck

Kali-Ma, die „dunkle Mutter“ der Schöpfung ist eine Schatten-
Ermächtigte, die das Leben hervorbringt und wieder zu sich nimmt. Sie
ist die Alte Weise im großen Kreislauf. Als Himmelwandlerin bringt sie
die Seele zum Zeitpunkt des Todes auf die andere Seite. Im Diesseits
zauberkräftig ist sie direkt mit der magischen Quelle des Lebens
verbunden und verfügt über die Kraft der Verwandlung.
Sie birgt die Kraft, Ängste zu überwinden, das zu zerstören, was nicht
zur inneren Wahrheit gehört und regiert das Schattenreich, die
Tabuzonen des Lebens. Ihr Geschenk ist das tiefe Vertrauen in den
ungeborenen Raum, den Allschoß.
An diesem Wochenende wollen wir unsere persönliche Schattenfrau
finden und diese mitsamt ihren seherischen Fähigkeiten ins Leben
einladen. In die Keller des Unbewussten verdrängt führt sie ansonsten
ein unerwünschtes abgetrenntes Eigenleben, was viel Lebenskraft
bindet. Wenn meine Schattenfrau zu meiner Freundin wird, dient mir ihre
Energie als starker Schutz. Häufig können Schattenfrauen hinter das
Offensichtliche blicken und Ungesagtes hören, besitzen einen sicheren
Spürsinn ... Ihre Wahrnehmung stellt öfter mal das Gewohnte auf den
Kopf, nicht selten die ganze Sicht der Welt.
Zentrale Fragen beschäftigen uns: Wie bin ich, wenn ich mich häute,
und das zeige, was in meinem Umfeld tabuisiert wird, aber dennoch zu
mir gehört? Wenn ich meine Ängste zulasse und wage, was sonst nicht
geschieht? Welche Kraft steht mir dann zur Verfügung? Die Seherin
blickt durch die Schleier der Kompromisse und falscher Harmonie. Sie
ist authentisch und ehrlich.

Hilfsmittel: Mythos und Märchen, das persönliche Horoskop
(Plutostellungen), Traumreisen, Körperübungen und darstellende
Rollenspiele zur Schattenfrau, Papier, Farbe, ein Seherinnenritual.
Termin: Fr. 19.11.10 19 – 21 Uhr, Sa. 20.11.10 10 – 18 Uhr, So.
21.11.10 10 – 18 Uhr

Ort: Institut für Entwicklungsbegleitung 1060 Wien, Millergasse 40/9
Teilnehmerinnenbeitrag: € 180.-

Anmeldung bitte mit Geburtsdaten ( Tag, Zeit und Ort soweit möglich)
bei Lisa Giefing-Leb Tel. 01-419 82 11


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03.-09.12.2010 Topografie eines weiblichen Pfades


Die sieben Richtungen des Pfades-nach-innen-ins-AllEinSein

Eine schamanische Unterweisung mit
Ute Schiran

Trink aus den vier Quellen der Winde
Speise erhältst du von Feuer & Licht
Erde bist du und kehrst zur Erde zurück

In drei Sequenzen von jeweils 7 Tagen stelle ich Lesben/Frauen als Anregung auf dem eigenen Pfad einige Ortungspunkte, Wesenheiten, Räume & Ebenen vor, die sich mir in meiner bald 36-jährigen Praxis des Pfades-nach-innen-ins-AllEinSein als richtungsweisend, mächtig und fördernd erwiesen haben.
Dieser Pfad beinhaltet:
Das Niederlegen dessen, was wir uns als Ich-Identität zusammengebaut haben;
Das Erlernen, Körper als Ortungs-& KOREspondenzKlangRaum für lebendige Berührungen zu erkennen;
Die Stärkung der elementaren, jenseits von Polaritäten angesiedelten Felder des „Weiblichen Traums“.

Die erste Sequenz der Unterweisungen kann als eigenständige Veranstaltung besucht werden.
Für die beiden nächsten Termine ist die Teilnahme an den vorangegangenen Seminaren Voraussetzung.
Die hier angegebenen Termine und Orte sind voraussichtliche Daten. Die endgültigen Termine und Veranstaltungsorte sind bis spätestens Anfang April 2010 bekannt. Die Reihe beginnt im Winter 2010/2011.

Termin I: Trink aus den vier Quellen der Winde
3.-9.12.2010 Honorar 420.-Euro dazu kommt Unterkunft + Vollwertverpflegung

Termin II Speise erhältst du von Feuer & Licht
2.-8.Juni 2011 Honorar 380 Euro, dazu kommt Unterkunft + Vollwertverpflegung

Termin III Erde bist du und kehrst zur Erde zurück
2.-8.12.2011 Honorar 380 Euro, dazu kommt Unterkunft + Vollwertverpflegung

Bei Interesse an der Veranstaltungsreihe, bitte an die unten angegebene Adresse/mail-adresse schreiben.

Anmeldung bei:
info@ute-schiran.de oder meiner Postadresse: Ute Schiran, poste restante,
7630-536 Saõ Martinho das Amoreiras, Portugal
Nach der Anmeldung erhältst du eine genaue Information wie’s dann verbindlich weitergeht.
Anmeldeschluss für die Sequenz I: Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche 2010


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Impressum


Schlangengesang – der Rundbrief für Göttinnenspiritualität wird von keiner Organisation herausgegeben, sondern von Privatpersonen, die sich zu diesem Zweck zusammen fanden.

V.i.S.d.P.: Nora Bugdoll, Holzkircher Str. 12, 13086 Berlin

Bilder:
Schlangengesanglogo von Distelfliege
Zierelemente von Aruna, Caitlin, Jana, Lilia, Marion
Fotos: artemisathene, Marion
Foto 42_Pripoldnica_1.jpg von Qualia
Foto 42_sommeruni.jpg;42_sommeruni1.jpg;42_Taimalie_Jean.jpg;42_Taimalie.jpg von Irka
Foto 42_Rosa_canina_in_Donetsk.jpg von Andrew Butko
Foto 41_giftgarten.jpg von Ina Lena Wähner
Foto 42_schattenfrau.jpg von Ulla Janascheck

Astrologiebilder: Gisa

Dieser Rundbrief darf nur als Ganzes und unverändert in der vorliegenden Form weiter verbreitet werden. Eine Weiterverbreitung als Ganzes ist erwünscht.
Das Copyright des vorliegenden Materials (Bilder, Texte, Grafiken, Dateien u.ä.) liegt bei den jeweiligen AutorInnen, KünstlerInnen, die im Einzelnen der Redaktion namentlich bekannt sind. Jegliche Weiterverwendung des Materials ist nur mit Genehmigung des jeweiligen Autoren, der jeweiligen Autorin, erlaubt.


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