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Hallo, Herzlich willkommen zur 34. Ausgabe des Schlangengesangs!
Diese Ausgabe ist der Göttin Tara gewidmet und wir haben uns von ihrer
Herkunftskultur inspirieren lassen.
Wir erhielten dieses Mal unabhängig vom Thema spannende Zuschriften. So
starten wir bunt und mit indischem Essen nun in den Frühling.
Die nächste Ausgabe wird dann rot - die bereits angekündigte
Themenausgabe zur Farbe Rot - wir hoffen auch hier auf Eure Zuschriften.
Annika, artemisathene, Cailynn, Esmerelda, jana, Lilia, MedeaLaLuna,
Sassenach

Inhaltsverzeichnis
Göttin:
- Tara
Thema:
- Tara-Meditation und Geschichte
- Göttin in Menschengestalt
- Eine alte Muttergöttin aus Zhangzhung
- Yoga - oder die Frage: Was macht Indien in
Deutschland?
- Buchtipp: Tara
- Buchtipp: Erleuchtung durch Ekstase
Pflanze:
- Lotus
Praktisches:
- Indische Rezepte (Lilia)
- Marma-Massage
Aufgelesen:
- Buchrezensionen:
Meditationen der Taras
Weidenfrau und Wiesenkönigin
Helfer am Wegesrand, DVD
Hexen - Wissen was stimmt
Netze weben:
- Meine Begegnung mit Luisa Francia
- Offener Brief - die Kraft der Kreise
- Leserbrief und Antwort
Kalender:
- Feiertage
- Veranstaltungen
Impressum / Schlangengesanginfos / Kontakt / Abmelden
  
Göttin:
Tara- das vielgesichtige Juwel
Tara, wörtlich übersetzt "der Stern" oder aber "die Retterin", ist im
indischen und tibetischen Buddhismus ein Bodhisattva des Mittgefühls.
Also eine "Erleuchtete", deren Ziel es ist anderen den Weg zur
Erleuchtung zu weisen. Als göttliches Wesen hat Tara 21 Gesichter, das
heißt, sie kann in 21 verschiedenen Gestalten auftreten. Manche sprechen
sogar von den 106 Namen der Tara. Sie erscheint immer in der Form, die
den Bedürfnissen der Lebewesen entspricht. Außerdem wird sie als Mutter
aller Buddhas, als Göttin der Himmel, der Erde und der Unterwelt, als
Spenderin des Wohlstands und Befreierin von den "acht großen Gefahren"
bezeichnet.
Tara hat ihren Weg ab dem 3. Jahrhundert über Indien nach Tibet gefunden
(ab dem 6. Jahrhundert in Tibet und Java). Es gibt eine Legende, die
besagt, dass Tara einst eine Prinzessin gewesen sei, die sich
aufopferungsvoll um andere Menschen kümmerte. Dabei erreichte sie
schrittweise eine sehr hohe Stufe der spirituellen Vollkommenheit. Ein
spöttischer Mönch riet ihr schließlich, sie solle sich als Mann
reinkarnieren, damit sie im nächsten Leben noch eine höhere Stufen der
Vollkommenheit erreichen könne (von Frauen wurde geglaubt sie seien
nicht zur Erleuchtung geschaffen). Tara legte daraufhin das Versprechen
ab, immer nur in einem weiblichen Körper zu inkarnieren und bezeugte mit
ihrem Handeln die Fähigkeit beider Geschlechter zur Erleuchtung zu
gelangen, denn ihr gelang die Entwicklung zur Vollkommenheit.
Eine weitere Legende spielt auf die irdischen Wurzeln der Tara an. Nach
dieser lernten sich Tara und Avalokiteshvara (ein männlicher Bodhisattva
des Mitgefühls) als Yeti und Affe kennen. Aus der Freundschaft wurde
eine Beziehung und der Yeti Tara vereinigte sich mit dem Affen
Avalokiteschvara. Gemeinsam schenkten sie den ersten sechs Menschen das
Leben. In weiteren Inkarnationen gelangten beide zur Erleuchtung und
schworen die Menschen zu führen auf ihrem Weg.
Wieder eine andere Legende besagt Tara sei aus einer Träne des
Mitgefühls des Bodhisattva Avalokiteshvara entstanden, der auf die Erde
herab blickte und weinen musste, weil der das Leid der Menschen sah.
In manchen Überlieferungen liest man Avalokiteshvara habe so lange
geweint bis seine Tränen einen See entstehen ließen. In diesem See
zeigte sich eine Lotusblüte aus der Tara hervorkam, um den Kummer und
die Leiden der Lebewesen zu lindern. Aus diesem Grund sieht man Tara in
Darstellungen häufig auf einer Lotusblüte sitzen.
Insgesamt gibt es 21 Taras, weshalb sie auch als "vielgesichtiger Juwel"
bezeichnet wird. In Hymnen und Gebeten werden diese 21 Erscheinungen der
Tara besungen. Tibetische Schulkinder müssen diese Gedichte auswendig
lernen, in den Klöstern werden sie nach dem Mondzyklus gesungen. Die
wichtigsten Vertreterinnen sind die "grüne Tara" und die "weiße Tara".
Es gibt aber auch die "goldene Tara", die "strahlende Tara", die "rote
und die blaue Tara" sowie die "schützende, heilende, erobernde,
leitende, reinigende, Glück bringende, bereichernde, tröstende,
befreiende, zornige, und ernährende Tara", um nur einige Beispiele zu
nennen. Wichtig ist noch Taras Gestalt als "Palden Lhamo", der
glorreichen Göttin. Diese furchterregende Erscheinung, die der Göttin
Kali ähnelt, ist die Verteidigerin der Dalai Lamas und der Stadt Lhasa.
Als "Retterin" bekämpft Tara die "acht großen Gefahren". Dazu zählen die
"acht äußeren und inneren Gefahren": "Der Löwe des Hochmuts, der Elefant
der Unwissenheit, die Feuer des Zorns, die Schlange der Eifersucht, der
Dieb der Täuschung, die Fesseln des Geizes, die tobenden Fluten der
Begierde und die Dämonen des Geizes". (zitiert nach (1))
Die grüne Tara
Als "Spenderin des Wohlstands" ist die grüne Tara sicher die bekannteste
und beliebteste Darstellung der 21 Taras. Ihre grüne Körperfarbe
verweist auf ihre Verwandtschaft mit der Buddha-Familie des Amoghasiddhi.
Sie ist eine sehr dynamische, aktive und Energie geladene Gestalt Taras.
Von ihren Verehrern wird sie als "Retterin" angerufen, um Böses zu
besiegen, Gefahren zu bestehen und die Menschen von Leid zu befreien.
Außerdem gilt sie als "Mutter aller drei Zeiten": Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft.
In Darstellungen sitzt die "grüne Tara" meist auf einer Lotusblüte. Sie
hat das lrechte Bein ausgestreckt, um ihre Bereitschaft einzugreifen
deutlich zu machen. Das linke Bein liegt in Meditationshaltung
(Yoga-Lotus-Sitz). Ihre Hände formen Mudras ("heilige Gesten"). Die
rechte Hand formt das Mudra der Wunschgewährung, die linke liegt meist
auf ihrem Herz und soll Hoffnung für die Zukunft vermitteln. Meist hält
Tara in dieser Hand eine blaue Lotusblüte (symbolisiert Reinheit und
Mitleid).
Die "grüne Tara" vermittelt den Menschen, die sich an sie wenden, die
Zuversicht für die Zukunft, weil Tara sich, wenn es nötig sein sollte,
auch aktiv für die Erleuchtungsuchenden einsetzt, keine Gefahren scheut
und nicht vor dem Leid zurückschreckt.
Die weiße Tara
Als Bodhisattva des Mitgefühls ist die "weiße Tara" eine häufig
angerufene Schutzgottheit. Es heißt von ihr sie "strahle mit der
Helligkeit von tausend Herbstvollmonden" (zitiert aus (1))
In Darstellungen sitzt sie im vollen Lotussitz, ihre Aufmerksamkeit ist
nach innen gerichtet. Aus der Meditation heraus schöpft sie ihre Kraft.
Sie verkörpert die Weisheit und die Innenschau, aber auch Mitgefühl und
Mütterlichkeit. Deshalb gilt sie auch als Verkörperung der mütterlichen
Liebe.
Eine Besonderheit der "weißen Tara" sind die 7 Augen. Sie trägt
zusätzlich zu ihren menschlichen Augen noch das "dritte Auge" auf der
Stirn, das Auge der Weisheit, sowie auf den Handflächen und Fußsohlen je
ein Auge. Diese symbolisieren ihre Fähigkeit sämtliche Leiden der Welt
zu sehen. Die rechte Hand zeigt wieder das Mudra der Wunschgewährung,
die linke liegt vor dem Herzen mit dem Lotuszweig zwischen Daumen und
Ringfinger. Dieser besteht aus Zweig, Knospe und Blüte an einem langen
Stängel und ist Symbol für die drei Zeiten: Vergangenheit, Gegenwart und
Zukunft.
Angerufen wird die "weiße Tara" mit der Bitte um ein langes Leben, zur
Milderung von Kummer und Schmerzen und als Patronin der Mütter, die für
die Kinder sorgen. Die Betenden sehen in Tara eine Göttin, die ihnen
zuhört, wenn sie körperliche und seelische Schmerzen haben und ihnen
hilft sich den oft schweren Aufgaben des Lebens mit Würde zu stellen.
In Indien und Nepal wird sie auch als Jenseitsgöttin verehrt. Sie nimmt
den Betenden die Angst vor einer schlechten Inkarnation und gibt
Hoffnung für die Zeit nach dem irdischen Leben.
Die strahlende Tara
Als Göttin des Lichts strahlt diese Tara im Regenbogenlicht. Sie ist
eine wahrhaft "erleuchtete" und somit ein Wesen aus purem Licht und
purer Energie. Das Strahlen geht von ihrer Mitte aus (Herzregion, in der
tibetischen Gedankenwelt der Sitz der Seele), sowie von ihrem "dritten
Auge", dem "Kehlchakra" und dem "Scheitelchakra". Bisweilen erscheint
das Strahlen auf traditionellen Thangkas (religiöse Stoffbilder) hinter
der Figur der Tara seinen Ursprung zu haben. Von diesen Stahlen geht
Heilkraft aus, weiß steht für ihre Eigenschaft Frieden zu stiften, gelb
für Wohlstand, Rot für die Energie gegen die Unterdrückung zu kämpfen,
grün für dynamisches Handeln und blau für die Koordination der aktiven
und passiven Hilfen. Die "strahlende Tara" vermittelt dem Betrachter die
beschützende Kraft dieses Lichtwesens, nimmt Ängste und vermittelt
Sicherheit. So soll die "strahlende Tara" den Betenden auch vor seinen
eigenen Schattenseiten schützen: vor Furcht, Zweifeln, Grübeleien,
Seelenschmerz und Unsicherheit.
Die goldene Tara
Als Flussgöttin verkörpert die "goldene Tara" Überfluss und Wachstum,
materiellen und geistigen Reichtum und Wohlstand. Die Hintergrundfarbe
ihrer Thangkas ist gold. Als Tochter des großen Flusses Ganges wurde die
"goldene Tara" im Schnee des Himalaja geboren. Später wird sie als
Partnerin des Gottes des Reichtums betrachtet. Sie verhilft ihren
Verehrern zu Großzügigkeit, Geduld, froher Gesinnung und starker Moral.
Zudem leitet sie an Faulheit, Habgier und andere negative Eigenschaften
zu überwinden.
Die rote Tara
Sie ist eine Göttin der Liebe und auch unter dem Namen Kurukulla
bekannt. Sie gilt allgemein als Friedensstifterin und hat die Macht
Bösewichte zu verzaubern und harmlos und freundlich zu machen. Die Farbe
rot symbolisiert natürlich auch Aktivität und Kraft und steht wieder für
eine sehr dynamischen Aspekt der Tara, der handelt um Unheil von den
Lebewesen abzuhalten.
Palden Lhamo
Diese "glorreiche Göttin" ist eine Gestalt Taras, die in vielem der
Göttin Kali ähnelt. Ihre Hautfarbe ist schwarz, ihre Haare gleichen
Feuerzungen, sie zeigt die Zähne eines Raubtieres in einer wild
verzerrten Fratze. Auf ihrem weißen Maultier reitet sie durch einen See
aus Blut, umgeben von den lodernden Flammen der Weisheit. Wild
entschlossen verteidigt sie die Dalai Lamas und die heilige Stadt Lhasa.
Trotz ihres furchterregenden Äußeren ist sie den Tibetern bekannt als
Verkörperung von Gelassenheit und Gerechtigkeit. Auch sie ist wie die
anderen Tara-Erscheinungen eine Gottheit des Mitleids.
Wenn sie aber die Gerechtigkeit mit Füßen getreten sieht, trifft ihr
Zorn mit absoluter Genauigkeit. Um die Lebewesen vor ungerechtem Handeln
und Egoismus zu bewahren greift sie zu drastischen Mitteln und wird zur
"glorreichen Göttin".
Häufig findet man an dem Sattel ihres Maultieres einen Sack mit
Wahrsagewürfeln. Der Palden Lhamo gehört ein Orakelheiligtum an dem
tibetischen See Lhamo Latso. Die Würfel dienen zur Orakelbefragung.
Jahrhunderte lang pilgerten die Dalai Lhamas zu diesem Heiligtum um über
ihr Land zu meditieren und das Orakel zu befragen.
Das Mantra Tara´s
Die Göttin Tara kann man nicht nur mit den Augen wahrnehmen und mit der
Seele erfahren, man kann sie auch als Klang wahrnehmen. Um sich mit ihr
in Verbindung zu setzen kann man ein Mantra ("heilgie Worte",
Beschwörungformel) benutzen. Das rezitieren, bzw. singen, eines Mantras
geht weit über ein Gebet hinaus, der Klang beinhaltet eine ganz
spezielle energetische Schwingung die es dem Betenden ermöglicht sich
auf einer Ebene mit der der Gottheit einzuschwingen und ihr Wesen ganz
persönlich zu erfahren.
Das Mantra von Tara ist:
OM TARE TUTTARE TURE SOHA
OM: steht für das göttliche Wesen Tara´s (Mantra um sich mit dem
göttlichen zu verbinden)
TARE: steht für die Befreiung von allen Leiden
TUTTARE: steht für die Befreiung von den acht inneren und äußeren
Gefahren
TURE: steht für das Erkennen der Ewigkeit der Seele
SOHA: heißt wörtlich: "Möge die Bedeutung des Mantra in meinem Herzen
Wurzeln schlagen" oder wie wir sagen würden: "So sei es!"
QUELLEN, LITERATURTIPPS UND LINKS:
- (1) GÖTTINNEN DER HIMMLISCHEN GALERIE, TASCHEN-VERLAG (REZENSION SIEHE
SCHLANGENGESANG AUSGABE 28/08)
LEXIKON DER BUDDHISTISCHEN SYMBOLE, TATJANA UND MIRABAI BLAU
- HTTP://WWW.ARYATARA.DE/BUDDHISMUS/TARA/INDEX.HTML
- http://de.wikipedia.org/wiki/Tara_(Bodhisattva)
HTTP://WWW.KUNST-KREATIV.DE/TARA.HTM
artemisathene
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Thema:
Tara – Göttin der Stille
Als das Mitgefühl weinte, entstand ein See. In diesem See sammelten sich
die Tränen des Mitgefühls. Eines Tages entsprang der Mitte des Sees ein
Lotus. Als sich der Lotus öffnete saß Tara in ihm
Die Ursprünge von Tara sind in Indien zu finden. Übersetzt bedeutet ihr
Name "die Retterin". Sie ist eine weibliche Manifestation von
erleuchteter Weisheit. Sie verhilft den Menschen zu innerer Ruhe und
Ausgeglichenheit, denn im ruhigen Atem liegt die Kraft. Auch steht sie
für Selbstbeherrschung.
Sie hilft dir zu lernen, dass du erst beobachtest und ruhst, bevor du
los läufst und am Ende siehst, es war die falsche Richtung.
Man sagt, sie sei vorher eine Prinzessin gewesen, die für das Wohl
anderer arbeitete. Bei Erreichen einer höheren Stufe der Verwirklichung
bekam sie das Angebot als Mann zu inkarnieren, da es doch einfacher sei,
als Mann zur Erleuchtung zu kommen. Tara lehnte dies strikt ab und
schwor sogar fortan nur noch als Frau zu inkarnieren, um mit und für die
Weiblichkeit Erleuchtung zu erlangen.
Um die Kraft Taras zu wecken, kann man ihr Mantra nutzen, welches
gedanklich oder laut oft hintereinander gesprochen wird: Om Tare Tutare
Ture Soha (Tara-Mantra Beispiel von Any Choying: http://www.youtube.com/watch?v=MY5wxOhlPig
)
Meditation um dein Zentrum zu finden
Setze oder lege dich bequem hin, schließe die Augen. Wenn du möchtest,
kannst du auch leise Musik anmachen.
Nun atme tief ein und beim Ausatmen lässt du alles los. Atme solange
alles aus, bis du wirklich einen freien Kopf hast. Dann kannst du
beginnen in deinen Unterleib zu atmen. Wie fühlt er sich an? Fühlst du
das Leben darin? Atme immer wieder tief in deine Gebärmutter. Wenn du
sie ganz intensiv fühlst, kannst du beginnen durch den Unterleib
auszuatmen. Lasse überschüssige Energien durch dein Wurzelchakra ab.
Nun bist du bereit, die folgende Übung oft zu wiederholen.
Atme nun in deinen Bauch ein und zähle dabei bis 6, halte den Atem kurz
und atme dann langsam wieder aus und zähle auch dabei bis 6. Wenn dir
das zu wenig ist kannst du auch bis 7 oder 8 zählen.
Beim Einatmen fühle wie du Kraft aufnimmst und deiner Mitte immer näher
kommst. Fühle deinen Mittelpunkt ganz bewusst. Alles andere bewegt sich
nun beim Ausatmen von dir weg, Alltag, Stress, Sorgen, all das
entschwindet in weite Ferne. Kehre erst wieder zurück, wenn du deine
Mitte gefunden hast.
Du siehst, du bist nur einen Atemzug von deiner Mitte entfernt.
Melissa
www.lumnetta.de.vu
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Göttin in Menschengestalt
Es gibt zwei Frauen, beide in Indien geboren, die von sich sagen, sie
sind Inkarnationen der Göttlichen Mutter. Beide sind auf der Welt, um zu
heilen und zu helfen. Zu ihnen pilgern Hunderttausende.
Die berühmtere der Beiden ist
Amma (Mata Amritanandamayi)
Amma wurde 1953 in Indien geboren und fiel schon als Kind auf. Sie soll
als Kind sich mit spirituellen Übungen beschäftigt, fremde Menschen
umarmt und das Hab und Gut der Eltern verschenkt haben. Heute hat sie
einen eigenen Ashram, der Apartments, ein Krankenhaus, Geschäfte, eine
Kantine mit westlicher Küche und vieles mehr beinhaltet- eine eigene
kleine Stadt. Sie ist also eine spirituelle Führerin, ein weiblicher
Guru und vermarktet sich auch sehr gut.
Zumindest letzteres macht Menschen aus dem Westen oft stutzig, generell
ist uns das Konzept der Gurus ja eher fremd und auch sind wir es nicht
gewöhnt, dass jemand von sich sagt, sie sei die Inkarnation der Göttin.
Wir sind es aber auch nicht gewöhnt, dass dies jemand ernst nimmt.
Ammas Arbeit besteht neben den Hilfsprojekten und spirituellen Reden in
der Hauptsache darin, sogenannte Darshans zu geben. Darshan wird ein
Zusammentreffen der Schüler mit dem Guru genannt. Bei Amma besteht diese
Begegnung darin, dass sie die Anwesenden umarmt und ihnen Liebe schenkt.
Da zu solchen Darshans tausende Menschen kommen, dauert jede Umarmung
nur wenige Sekunden.
"Liebe ist eine universelle Religion, sie ist das, was die Gesellschaft
wirklich braucht. Sie sollte sich in all unseren Worten und Taten
ausdrücken. Diese Liebe wohnt bereits in all ihrer Vollkommenheit in
uns. Das Leben kann ohne Liebe nicht existieren; beide sind untrennbar.
Leben und Liebe sind nicht zwei Dinge; sie sind ein und dasselbe." Amma
sagt auch, dass Frieden nur erreicht werden kann, wenn Friede in uns
einzelnen Menschen einkehrt. Ihre Aufgabe ist es, uns dabei zu helfen.
Sie vermittelt keine eigene Religionen, sondern eben weltanschauliche
spirituelle Lehren zu den Themen Liebe und Frieden und wird von
Gläubigen verschiedener Religionen besucht.
"Für Amma bedeutet Spiritualität die Kunst und die Wissenschaft eines
Lebens in Harmonie, welches schließlich zu ewiger Glückseligkeit für den
einzelnen und für alle führt." (Amma.de)
Das Ziel des menschlichen Lebens ist es, das Selbst zu erkennen.
Menschen, die Amma trafen, berichten, dass ihre Präsenz und Energie
beeindruckend und belebend wirke - auch ohne Umarmung.
Mutter Meera
Mutter Meera nicht ganz so bekannt wie Amma. Sie lebt in Deutschland und
gibt fast täglich Darshans, zu denen tausende Menschen kommen. Gerade
ist sie auf Tournee und wird u.A. auch Berlin besuchen. Mutter Meera
hält keine Vorträge und verbreitet keine ausführlichen Lehren. Ihre
Darshans finden in absoluter Stille statt. Dabei hält sie den Kopf der
Person in Händen und sieht der Person in die Augen. Sie sagt von sich,
ihre Aufgabe ist es, das Licht herab zu bringen. Bei dem persönlichen
Kontakt klärt sie auf energetische Weise Blockaden in der spirituellen
Entwicklung und erinnert die Menschen an das Göttliche in ihnen.
"Mein Hauptanliegen ist es den Menschen zu helfen und sie glücklich,
ruhig, zufrieden, harmonisch und liebevoll zu machen. Glücklichsein und
spirituelle Entwicklung hängen miteinander zusammen. Voll Frieden und
glücklich zu sein sind die wichtigsten Grundlagen für spirituelle
Übungen; sie geschehen dann von alleine."
Auch Mutter Meera ist offen für alle Religionen und vermittelt eher
generelle Weltanschauung und spirituelle Weltsicht..
"Gehe zum Göttlichen nicht durch irgend etwas - gehe den direkten Weg.
Verwirkliche dich selbst und sorge dafür, dass all dein Tun mit Licht
erfüllt ist."
"Jeder Mensch hat seinen passenden Weg. Wähle den, der dir zusagt und
sich leicht und spontan ergibt."
Quellen: Wikipedia, Amma.de, http://www.mrreddy.org, Stern
jana
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~)O(~
Eine alte Muttergöttin aus Zhangzhung
Nur sehr wenig ist über das vortibetanische Reich Zhangzhung bekannt. Es
war jedenfalls noch nicht buddhistisch, sondern man verehrte die uralten
Gottheiten der Bon-Religion, die vom Schamanismus und von alten Ritualen
geprägt war, die noch heute als heilige Cham-Festspiele in Nepal
stattfinden. Es werden nicht nur die Dämonen des alten Jahres
vertrieben, die durch maskierte Tänzer symbolisiert werden, sondern es
findet auch die uns so bekannte Geschichte vom Kampf des Lichtes gegen
die kalten, dunklen Mächte des Winters statt.
Wo die Ursprünge des Bon liegen, wissen wir nur durch eventuelle
Vermutungen, aber wahrscheinlich ist es, dass sie mit
sibirisch-mongolischen Einwanderern nach Tibet kam. Bei dieser Angabe
gebe ich jedoch keine Sicherheit auf Richtigkeit, da es eben eine sehr
alte Religion ist, deren Ursprünge man im Schamanismus findet.
Bei der Bon-Religion handelt es sich um eine sehr alte, vorbuddhistische
Naturreligion, in der wahrscheinlich auch weibliche Gottheiten eine
wichtige Rolle spielten. Es herrschte das Prinzip der Einheit von
männlich und weiblich. Man sieht ein sich innig vereinendes Paar auf den
alten Tankas - den Rollbildern -, dass in vollkommener Ekstase weilt.
Doch diese sog. Yab-Yum-Haltung stammt - meines Wissens nach - eher aus
den indischen Tantralehren.
Im Bon-Glauben wurden oft einzelne Gottheiten dargestellt, u.a. eine
große Göttin.
Es gibt - und das wusste ich bis vor ein paar Monaten auch noch nicht -
eine große Göttin in Tibet! Es handelte sich um die "liebende
Weisheitsmutter". Anscheinend stammt sie noch aus den zeiten, in denen
Bon-Schamanen die Könige berieten und mit der Natur in Einklang lebten,
was sich jedoch auch mit dem Einzug der buddhistischen Lehre kaum
veränderte, denn die Tibeter sind ein friedliches Volk, worüber es
jedoch auch gegenteilige Berichte gibt, in denen handfeste
Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Stämmen stattfanden.
Die große Göttin heißt Sherab-Chamma oder Gyalyum "Mutter aller Buddhas"
und ist somit eine Urgöttin und vielleicht auch eine Lehrerin des alten
pfades, wie er in der Bon-Religion verstanden wurde. Vieles ist bis
heute geheim, da bestimmtes Wissen nur an Eingeweihte und von Meister zu
Schüler weitergegeben wurde und bis heute wird.
Sherab-Chamma erscheint oft in fünffacher Form, aber auch wie Tara, mit
der es anscheinend eine gewisse Ähnlichkeit gibt, in achtfacher Form und
in verschiedenen Farben. Jede dieser Aspekte wendet ein anderes Übel ab.
Sherab-Chamma erscheint auf den oben genannten Rollbildern als die
große, liebende Mutter der Weisheit, die den Betrachter - kennt er
bestimmte Meditationspraktiken und die dazugehörigen Mantras - zur
vollkommenen Erleuchtung führt, also auch zur Vereinigung mit der großen
Allmutter in sich selbst.
Die erscheint in einem fünffachen Mandala, indem sie selbst die Mitte
bildet und von ihren vier Begleiterinnen umgeben ist, die die Hüterinnen
der vier Himmelsrichtungen sind. Sherab-Chamma steht in Tanzpose auf
einer Mondscheibe, die aufrecht auf einer Sonnenscheibe ruht. Diese
wiederum liegt auf einem blauen Lotus, der auf einem von Löwen
gestützten Thron liegt. (Man stelle sich dieses alleine schon
beeindruckende Bild geistig vor und wie es auf die Gläubigen wirkte, die
es betrachteten und in tiefe Ehrfurcht und ein allumfassendes Gefühl der
Heiligkeit fielen!)
Sherab-Chammas Körper strahlt in rotgoldenem Licht und ist mit kostbaren
Juwelen geschmückt. Auf ihrem Kopf trägt sie das so typische Diadem aus
Schädeln und Edelsteinen, was man häufig bei tibetischen Göttern sieht.
Das Haar der Göttin ist zu einem Knoten geschlungen, der von einem
goldenen Netz gehalten wird.
Als Gewand trägt sie farbige Röcke und grüne Schleier. Bestimmt dies
auch ein Zeichen des erwachten Lebens im Geist des Meditierenden.
In der Linken trägt die Göttin einen Lotus mit einem Zauberspiegel
darin, in der Rechten hält sie eine Vase an ihr Herz. Diese Vase halten
viele Göttinnen in Asien am herzen, da in ihnen das Wasser des Lebens
und der Weisheit zu finden ist.
Oft sieht man über den fünf Göttinnen - Sherab-Chamma und ihre vier
Himmelsrichtungenwächterinnen -eine weitere Gottheit, die mich
persönlich sehr tief bewegt hat. Es ist eine männliche Figur, die als
Schützer des Schwarzhuttanzes bekannt ist und kurz Magyü (gesprochen
Madschü) bekannt ist. Der volle Name in tibetisch Name lautet Ma
rgyudgsang mchog thar thug und bedeutet "Letztendlicher, höchst Geheimer
der Muttertantras". Er trägt auch den Namen "höchst geheimer König" und
wird in dunkelblauer Körperfarbe dargestellt, wie er seine Gefährtin und
vielleicht auch Lehrerin Kyema-Marmo umarmt, die dunkelrot erscheint.
Magyü hält in seinen 16 Händen die Schädelschalen, die ebenfalls den
Nektar der Weisheit und Göttlichkeit enthalten. Seinen Rücken schmücken
große Flügel, die auch charakteristisch für Bon-Gottheiten sind.
Erklärung zu Muttertantras: Die Muttertantras sind eine Klasse von
Tantras, mit denen man Mitgefühl fördert und die zusammen mit den
Vatertantras und den neutralen Tantras eine ganze Reihe von Übungen,
Regeln, Mantras, Texten und Visualisationstechniken beinhalten.
Warum erwähne ich Magyü? Er verkörpert für mich eine Form des
Geheimnisses, wie es die große Sherab-Chamma vermittelt und welches man
nur durch vollkommene Disziplin und Selbsterkenntnis und Beherrschung
erlernen kann. Schon die Übersetzung seines Namens hat mich bewegt, denn
er strahlt für mich etwas von tiefem Mysterium aus und trägt ein
Stückchen Geheimnis der tibetischen Göttin in sich.
Es ist das alte Geheimnis der Überwindung von Zwang, Gier, Hass, Neid
und anderen Übels, was uns Menschen anhaftet, solange wir nicht in uns
selbst ruhen und uns ggf. auch abgrenzen können, wenn uns unsere Umwelt
binden, festhalten oder zwingen will.
Magyü ist eine mystische Gottheit, die es mit den Muttertantras
anscheinend zur Vervollkommnung brachte, da er innig mit seiner
Gefährtin umarmt abgebildet wird.
Für mich ist es immer ein sehr tolles Ereignis, wenn ich über solche
Götter schreibe, da ich sie mir während des Schreibens visuell vorstelle
- sie vor mir sehe und oft auch sehr nah spüre. Ich denke jedoch auch,
dass nicht nur ein flüchtiger Gedanke und ein geringes
Vorstellungsvermögen - wie es die meisten menschen leider nur haben -
hierfür nötig ist, sondern eine sehr intensive, magische und auch
erkenntnisreiche Auseinandersetzung mit der jeweiligen Gottheit, die
solche starken Bilder bewirken. Es sind aber nicht nur Bilder, sondern
vielmehr das Gefühl und das Hineinspüren in eine Gottform, die sie einem
näher bringt und den Kontakt herstellt. Bei den tibetischen Göttinnen
und Göttern fällt es oft schwer, die Symbole richtig zu deuten, da sie
für östliche Menschen in einem anderen Kontext stehen, als für uns
westliche Menschen. Wir sind mit der Welt der Griechen, Kelten,
Skandinavier oder auch den Etruskern vertraut und kennen ihre Göttinnen
und Götter, doch in östlichen bereichen gelten andere Gesetze, andere
Symbole und auch andere Denkweisen, die uns oft fremd erscheinen. Das
ist jedoch keinesfalls ein nachteil, sondern einfach Fakt. Beschäftigen
wir uns mit östlichen Gedanken, müssen wir uns im Klaren darüber sein,
dass wir, um diese verstehen zu können, wahrscheinlich Jahre des
Studiums bei einem Meister/einer Meisterin dieser Tradition bräuchten,
die in Europa sehr rar sind. Nicht umsonst heißt es im Sprichwort, dass
gewisse Menschen aus "anderem Holz geschnitzt" sind. Wir finden leichter
Zugang zu unseren Breitengraden, als zu den anderen, was nicht heißen
soll, dass wir die Finger von östlichen Gottheiten lassen sollten - im
Gegenteil - es wird nur komplizierter und erfordert mehr an Wissen,
Auseinandersetzung mit der jeweiligen Sichtweise und einiges an -über
den eigenen Tellerrand hinausschauen- und vor allem Geduld! Das kann ich
aus eigener Erfahrung absolut versichern und bestätigen.
Abschließend kann ich sagen, dass es mich sehr überraschte, als ich von
dieser eigenartigen Gottheit erfuhr, die im alten Tibet, also in
Zhangzhung, eine wichtige Rolle spielte. Man hört immer vom tibetischen
Buddhismus, jedoch nur selten, aber immer häufiger werdend, von den
alten Bon-Gottheiten, an deren Spitze oder unter den höchsten Göttern
anscheinend eine Muttergöttin steht.
Ich hoffe, euch inspiriert die Beschreibung von Sherab-Chamma, bringt
euch neue Erkenntnisse und Bilder. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich
einmal näher mit dem Thema Bon-Religion und dem Weiblichen darin zu
befassen.
Ascherah
Quellen : tom.bremen.de/info/nepal, Helma Marx "Das Buch der Mythen"
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Yoga - oder die Frage: Was macht Indien in Deutschland?
Aus gegebenem Anlass war es mir ein Bedürfnis einmal allgemein etwas
über Yoga zu schreiben und den Umgang mit indischem Gedankengut in
unserer westlichen Welt. Mein Text soll also zum Nachdenken anregen,
entweder über die eigene Beziehung zur Yoga-Praxis oder auch allgemein
über die Integration von kulturell oder religiös fremden Bestandteilen
in den eigenen Alltag.
Dazu muss zunächst geklärt werden, woher Yoga überhaupt kommt, aus
welcher Tradition und was es überhaupt will.
Yoga entstammt der vedischen Kultur, deren Ursprung bis 5000 Jahre
zurückreicht. "Veda" bedeutet Wissen. Mit "Veden" bezeichnet man eine
Sammlung von Urtexten der altindischen Kultur, die einst mündlich
weitergegeben wurde. In (Alt-)Sanskrit sind dort abertausende Hymnen und
Gebete an verschiedene Gottheiten verzeichnet. Yoga hatte in dieser
Kultur die Aufgabe, zu verbinden, nämlich den Körper, den Geist und die
Seele und mit dem Göttlichen. Es ist nur ein Schritt auf dem Weg zur
Erleuchtung, die Maharishi Patanjali etwa 400 v.u.Z. zu einem
achtstufigen System zusammenfasste:
1. Yama - moralische, ethische Grundsätze zur Natur und den Mitmenschen
Niyama - Grundsätze zum Umgang mit dem eigenen Selbst
Asana - Körperübungen, Disziplin des Körpers (Yoga)
Pranayama - Atemlenkung, Disziplin des Geistes
Pratyahara - Rückzug nach Innen, Disziplin der Sinne
Dharana - Konzentration auf einen Gedanken
Dyana - konzentrierte Meditation
Samadhi - Erfahren des kosmischen Wissens, Erleuchtung
Yoga darf also als solches nicht isoliert betrachtet werden, sondern als
eingebettet in eine Lehre der Lebensführung, wenn man so will, die nicht
nur körperliche Disziplinierung fordert. Sie gehört somit zur
hinduistischen Religion. Damit entsteht aber eine "cultural gap", eine
"Kulturlücke", denn wir übernehmen kulturelles, religiöses Gedankengut,
das eigentlich nicht in unsere Breitengrade passt. Und an diesem Punkt
entsteht ein Konflikt, der auf zweierlei Weise von Yoga-Praktizierenden,
die ich bisher kennen gelernt habe, gelöst wird. Dabei will ich nicht
werten, aber mal zum Nachdenken anregen, wie mit einem solchen Phänomen
umgegangen werden könnte.
Die eine Gruppe nimmt Yoga als Bestandteil des Hinduismus auf,
beschäftigt sich mit den alten Lehren, singt Mantras und arbeitet mit
den Chakren, stellt vielleicht auch die Ernährung nach Aryuveda um,
entzündet Räucherstäbchen und positioniert einen kleinen Buddha auf der
Kommode neben der Eingangstür. Es werden Gleichgesinnte gesucht, im
Yogazentrum oder Esoterikladen und vielleicht wird auch eine
Yoga-Zeitschrift abonniert. Die Strategie bei allem: die westliche
Kultur sagt mir nicht mehr zu, ich versuche die indische in mein Leben
und meinen Alltag überzuführen. Die "Kulturlücke" wird also durch
Transfer versucht zu überbrücken, indem möglichst viele "Originale" in
den eigenen Alltag integriert werden. Dies gelingt nicht immer und ist
mit großen Anstrengungen verbunden, denn es wir eine Art "Subkultur"
errichtet, die der "Mainstream-Kultur" des Westens in großen Teilen
sogar entgegen läuft!
Was macht nun die andere Gruppe mit Yoga? Jüngstes Beispiel ist die
Schauspielerin Michael May, die gerade das Buch "Mitten im Leben mit
Yoga: Meine besten Übungen für mehr Gesundheit, Ausgeglichenheit und
Körperbewusstsein" herausgebracht hat. In einer Talkshow auf einem
dritten Programm hat sie dazu gesagt, ihr Ziel sei es, Yoga von der
Vorstellung zu befreien, es beschäftigten sich nur Töpferkurs-besuchende,
strickende Frauen damit. Ohne Räucherstäbchen und "Om" soll ihr Yoga
sein - also wohl einfach ein anderes Wort für Gymnastik? Ihre Definition
in der Talkshow klang so ähnlich: es sei etwas wie Gymnastik, nur
ganzheitlicher. Die Strategie bei dieser Brücke über die "cultural gap":
die indische Kultur ist mir zu fremd oder fühlt sich zu unnatürlich an,
aber ich bin auf der Suche nach etwas, was mich körperlich anstrengt und
meine Stressblockaden löst. Yoga wird also aus dem kulturellen Kontext
herausgelöst und nur als Körperübung begriffen. Damit ist Yoga sehr
leicht in die eigene Kultur zu integrieren, es wird im Yoga-Zentrum
praktiziert, oder sogar im Fitnessstudio. Es wird eventuell mehr auf die
Ernährung geachtet, aber sonst wenig am Lebensstil geändert. Man lebt
eben in Deutschland, genießt die Annehmlichkeiten des Westens und
versucht gleichzeitig eventuelle Nachteile durch östliche Strategien zu
überwinden.
So oder so sind beide Integrationsversuche mit großer Kraftanstrengung
verbunden: einmal für die Errichtung einer fremden Kultur über der
eigentlich "heimischen" und einmal beim Ausblenden des kulturellen,
spirituellen Kontextes, in den Yoga eingebettet ist.
Ich persönlich bin der Meinung, man sollte sich zu jeder Zeit bewusst
machen, dass beim Yoga-Praktizieren eine "cultural gap" entsteht. Dieses
Spannungsverhältnis von Hineinfühlen in Fremdes und Aufrechterhalten von
Vertrautem sollte ausgehalten und genutzt werden. Man könnte sich zum
Beispiel fragen, was einen an Yoga so fasziniert und warum man es in
sein Leben integrieren möchte. Es könnte sich auch ein interessanter
Dialog über die Unterschiede zwischen westlicher und östlicher Kultur
entwickeln. Meiner Meinung nach ist es aber in jedem Fall notwendig, den
spirituellen Hintergrund von Yoga wahrzunehmen und nicht auszublenden.
Aber nur um Stretching oder Gymnastik mit einem etwas exotischeren Namen
bezeichnen zu können, sollte Yoga nicht ausgeübt werden. Denn dazu sind
die Weisheiten, die es umgeben, viel zu wertvoll.
Quellen:
eigene Beobachtung und Yoga-Praxis
Zeitschrift "Yoga aktuell", Nr. 51, 4/2008, Artikel: "Die Veden" von
Nishitha Müller, S. 95 - 97
Carrasco, Birgit F./ Kerscher, Angelika: Yoga Kalender 2009. Die lange
Geschichte des Yoga - Kurzgefasst, München: Knaur
Annika
Disktuieren? Im Forum:
http://www.gemeinschaft-der-goettin.de/sgforum/
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Buchtipp:
Tara - weiblich-göttliche Weisheitskraft im Menschen von M. Pema-Dorje
Da die letzte Auflage dieses Buches schon auf 1998 datiert, schreibe ich
keine Rezension, sondern nur einen Buchtipp. Da dieses Buch nicht nur
von der Thematik wunderbar in unsere Themenausgabe "Tara" passt, sondern
auch sonst gut zu uns passt. Der Autor hat ein Zentrum für Yoga und
Meditation in Neckarbischofsheim und ist ein Kenner der östlichen
Philosophien. Das Buch besteht aus drei Teilen: einem theoretischen Teil
über buddhistische Grundlagen, über Tara als Gottheit und ihre sechs
"wunderbaren Eigenschaften": Großzügigkeit, Geduld, Rechtschaffenheit,
Willensanstrengung und Fleiß, Güte und Sanftmut und Weisheit. Die
theoretischen Abhandlungen werden von abgesetzten Einschüben
unterbrochen, die zur Meditation über das angeschnittene Thema einladen.
Der zweite und dritte Teil ist der Praxis gewidmet. Im zweiten Teil geht
es um das Gebet, die Mantra-Praxis, die Visualisation und die
Tara-Zeremonie. Wobei Grundregeln für ein buddhistisches Ritual zu Ehren
Taras genauer erläutert werden. Der dritte Teil widmet sich der
Yoga-Praxis zur Reinigung von Körper, Gemüt und Geist. Dabei geht es
nicht nur um echte Reinigung im Sinne von Waschung, sonder auch um das
richtige Körpergefühl für die Yoga-Praxis: Haltung, Atmung und
Bewusstsein.
Illustriert wurde das Buch mit ein paar schönen Farbbildern und
Zeichnungen.
Dieses Buch ist wirklich eine Fundgrube für alle, die sich mit Tara und
der buddhistischen Praxis der Spiritualität am Beispiel Taras
beschäftigen wollen. Uneingeschränkt empfehlenswert und nach wie vor
aktuell.
M.Pema-Dorje
Tara- weiblich-göttliche Weisheitskraft im Menschen
Taschenbuch: 212 Seiten, Preis: 17 €
Diamant-Verlag 1998
ISBN-10: 3980579824
Artemisathene
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Buchtipp: Erleuchtung durch Ekstase - Frauen im tantrischen
Buddhismus
ein wunderbares Buch ist mir zum Thema Indien eingefallen, das nicht nur
mich begeisterte, sondern ein richtiger Schatz und eine Fundgrube von
Informationen über die Frau im tantrischen Buddhismus ist. Es wurde von
Miranda Shaw geschrieben und heißt "Erleuchtung durch Ekstase - Frauen
im tantrischen Buddhismus".
Es zeigt einiges an Grundinformationen auf z.B., was tantrische Frauen
ausmachte und wie sie lebten, was sie bewirkten und wie sie im 8. bis
11. Jahrhundert in Indien die Gesellschaft prägten und ihre
Schüler/innen unterrichteten. Viele Yoginis werden namentlich genannt,
porträtiert und man singt förmlich die Lieder der Verwirklichung mit,
mit denen sie ihre Göttinnen und ihre spirituellen Erfahrungen priesen.
Zwischen Schädeltrommeln, Knochentrompeten, mystischen Zusammenkünften
in lauschigen Wäldern und der eisernen Disziplin, mit der die Yoginis
zuweilen ihre Schüler anwiesen, sich zu vervollkommnen. Ein Traum
einfach! Besonders, wenn man tantrischen Buddhismus man außerhalb
unserer Pseudo-Tantrakurse betrachten will, die genauso viel mit dem
echten und heiligen Verwirklichungsweg gemeinsam haben, wie eine
Süßspeise mit einer Bratwurst - wenn mir der Vergleich gestattet ist.
Bei uns wird Tantra oft als bloße Sexpraktik abgetan und verklärt, doch
sich wirklich einer/einem Meisterin/Meister anzuschließen und den alten
Weg der indischen Tantrikerinnen zu gehen, sind wir nicht mehr bereit
und in unserer Gesellschaft auch nicht mehr fähig, die auf
Ruck-zuck-Magie aus ist.
Hier ist der Klappentext des Buches, der schon ein Bisschen die Magie
und Mystik des Buches aufgreift. Zum Schmökern, Weiterbilden, Träumen
oder sich zu informieren genau das Richtige.
(Hinweis aus eigener Erfahrung: Wahrscheinlich bekommt man das Buch
nicht mehr so leicht, aber in Bibliotheken oder Antiquariaten dürfte man
es noch finden.)
Zu den fortgeschrittenen Praktiken des tantrischen Buddhismus Tibets
gehört, daß seine Anhänger auf der Suche nach Erleuchtung in der
rituellen Vereinigung von Mann und Frau erotische Leidenschaft in
spirituelle Ekstase transformieren. Die sexuelle Symbolik des
tantrischen Buddhismus sowie seine ikonographischen Darstellungen
nackter Gottheiten und Yogis in Vereinigung mit ihrer
»Weisheitsgefährtin« haben im Abendland zu abenteuerlichen
Mißverständnissen dieses »schnellen Pfades zur Erleuchtung« geführt.
Eines der hartnäckigsten Mißverständnisse betrifft die Rolle der Frau.
Westliche Religionswissenschaftler haben lange die Meinung vertreten,
die vom tantrischen Buddhismus angestrebte Erleuchtung sei den Männern
vorbehalten und Frauen spielten hier im besten Fall eine unbedeutende,
dienende Rolle, im schlimmsten Fall würden sie sexuell ausgebeutet und
entwürdigt. Daß das Gegenteil der Fall ist, zeigt Miranda Shaw auf der
Grundlage verläßlicher historischer und zeitgenössischer Quellen und von
Zitaten aus bisher weitgehend unveröffentlichten tantrischen Texten: Von
Anfang an spielten Frauen im tantrischen Buddhismus eine wesentliche,
dem Mann gleichberechtigte und nicht selten sogar führende Rolle.
Erstmals wird dadurch deutlich, daß die sexuellen Praktiken des
tantrischen Buddhismus im wesentlichen gleichberechtigte Partner
verlangen, die in gleicherweise nach Erleuchtung streben und die gleiche
meditative Schulung aufweisen. Dieses Buch vertieft nicht nur unser
Verständnis der geheimsten Lehren und Praktiken des tibetischen
Buddhismus, sondern trägt auch zur religiösen Emanzipation der Frau und
zur Überwindung des sexistischen Vorurteils im abendländischen
Religionsverständnis bei.
Ascherah
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Pflanze:
Der Lotus - Nelumbo nucifera
"Am Anfang waren nur die Wasser.
Die Materie schuf sich da selbst.
Die Sonne erglühte.
Und langsam öffnete sich eine Lotosblüte,
in der das Universum lag."
(Indische Schöpfungsgeschichte, zitiert aus Christian Rätsch, "Pflanzen
der Venus"
Die Lotuspflanze hat ihre Heimat von Asien bis nach Japan und
Australien. In Ägypten wurde sie kultiviert. Sie wächst in stehenden
Gewässern, Teichen und künstlich angelegten Wassergärten. Die großen,
runden, dunkelgrünen Blätter stehen auf kräftigen, hohlen Stängeln, die
bis zur Wasseroberfläche oder darüber hinaus reichen. Sie schwimmen
nicht, sondern sind fest im Boden verankert. Je nach Klima können sie
bis zu 1 m Durchmesser erreichen. Wenn der Mensch nicht eingreift,
können die Seerosenblätter einen Teich innerhalb weniger Jahre komplett
zuwuchern. Diese enorme Wuchskraft und Vermehrungsleistung hat
sicherlich dazu beigetragen, dass der Lotus als Fruchtbarkeitssymbol
gilt.
Die wundervollen weißen oder rosafarbenen Blüten erheben sich über die
Blätterfläche hinaus. Zuerst erscheinen dicke Knospen, im Sonnenlicht
entfalten sich dann die Blüten und lassen ihre Schönheit bewundern. Sie
duften sehr angenehm. Bei Sonnenuntergang schließen sich die Blüten
wieder.
Nach dem Verblühen verholzen die Stängel mit den Samenständen, die
tellerartig geformt sind und eine Vielzahl von runden Samen enthalten.
Die Samen haben einen hohen Nährwert, enthalten Vitamine und
Mineralstoffe und werden als Nahrungsmittel und Heilmittel verwendet.
Sie sollen beruhigende, bzw. sogar berauschende Wirkung haben.
In Asien wird der Lotus auch als Gemüse und Salat geschätzt.
In der indischen Mythologie spielt der Lotus eine herausragende Rolle.
Mit dem Mantra: "O mani padme hum" (übersetzt in etwa: "Du Juwel in der
Lotusblüte") wird an die Schöpfungsmythen der indischen Götter erinnert.
Aus der "heiligen Blume" sollen die Götter hervorgegangen sein, die
Lotusblume ist sozusagen der Mutterschoß der Natur aus dem die Götter
geboren werden (siehe Tara). Deshalb wird der Lotus gerade in der Kunst
der asiatischen Völker so häufig dargestellt. Die Lotusblüte
symbolisiert die göttlich-weibliche Schöpferkraft. Deshalb bildet sie in
Darstellungen meist den Thron der Gottheit, Symbol für die
Vollkommenheit und Reinheit des oder der Thronenden.
Der Lotus symbolisiert aber auch die Einheit von Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft. Wenn eine Gottheit oder ein Boddhisattva einen
Lotuszweig in der Hand hält an dem sich Knospe, Blüte und Samenstand
befinden, ist dieser symbolisch für die Ewigkeit.
Auch in China ist der Lotus ein beliebtes Motiv und hat eine symbolische
Bedeutung. Weil sich die Blüten tagsüber öffnen und nachts schließen,
bzw. sogar untertauchen, steht der Lotus für die Harmonie zwischen Tag
und Nacht, zwischen Yin und Yang. Wegen der Lautgleichheit mit dem Wort
für Liebe und harmonische Ehe, gilt die Lotusblüte als Symbol für eine
gute Ehe und wird gerne für Hochzeiten verwendet.
Bilder von Lotusblüten finden sich häufig auf Glückwunschkarten, sind
sie doch auch Zeichen dafür, dass sich aus einem sumpfigen Grund eine
wunderschöne lichtvolle Schönheit erheben kann, symbolisch für Reinheit
und Unbestechlichkeit. Die letzte chinesische Kaiserin, Cixi (+1908)
liebte die Lotusblume. Sie soll ihr Volk dazu angespornt haben, aus den
seidenähnlichen Fasern des Lotusstängel Stoffe herzustellen. In der
chinesischen Mythologie tragen die Unsterblichen nämlich "Lotusseide".
Man schenkte ihr tatsächlich einmal zu ihrem Geburtstag einen Umhang aus
diesem Stoff (mit Pelz gefüttert), konnte aber keine gute Methode zur
industriellen Verarbeitung finden, weshalb es bis heute keine
"Lotusseide" zu kaufen gibt. Kaiserin Cixi war wohl die einzige Frau,
die jemals in Lotusseide gehüllt wurde.
Aus Ägypten ist die Verehrung des Lotus gut bekannt. Es ist aber eine
andere Gattung als der asiatische Lotus. Die blaue Seerose, Nymphea
caerulea, ist eher verwandt mit unserer einheimischen Seerose (Nymphea
alba). Alexander der Größe soll die asiatische Lotuspflanze mit nach
Ägypten importiert und ihre Kultivierung dort verbreitet haben. "Die
Braut des Nils", wie der Lotus auch genannt wurde, war Nahrungsmittel
und Heilmittel. Da Lotus sehr stärkehaltig ist wurde die Wurzel zu Mehl
gemahlen und auch die Samen wurden gegessen. Die jährliche
Nilüberschwämmung "erweckte" die im trocken Uferboden enthaltenen Samen.
Je stärker die Flut ausfiel, um so mehr Lotus gab es. Deshalb
symbolisierte der Lotus die Wiedergeburt, das sich ewig erneuernde
Leben. Die Knospen und Blüten wurden als Haarschmuck geschätzt. Wegen
ihres angenehmen Duftes flocht man Kränze aus ihnen.
Im Pharaonenkult spielte jedoch die blaue Seerose die Hauptrolle. Als
"heilige Blume", als Grabblume, symbolisch für die Wiedergeburt, findet
man sie auf unzähligen Wandbildern und Papyri. Wie in der indischen
Mythologie, gilt auch in der ägyptischen die Lotusknospe als
Geburtsstätte zahlreicher Götter. Im Grab von Ramses II. fand man
Girlanden aus weißen und blauen Seerosenblüten. Aus dem ägyptischen
Totenbuch ist folgender Spruch überliefert:
"Ich bin jene reine Lotusblüte, die hervorging aus dem Lichtglanz, die
an der Nase des "Re" ist.
Ich verbringe meine Zeit und messe sie mit Horus.
Ich bin die reine (Blüte), die hervorging aus dem Feld." (Totenbuch,
Spruch 81 A, 1-5)
In dem dazugehörigen Mythos vom Kampf des Horus mit Seth, reißt Seth dem
Horus die Augen aus und vergräbt sie im Sand. Daraus entwickeln sich
schließlich Lotusblüten, der "Lichtglanz" des Horus.
Verwendung des Lotus in der Medizin und Magie
Dioskurides beschreibt den medizinischen Gebrauch der Lotospflanze als
Stärkungsmittel nach langer, zehrender Krankheit. Auch gegen
Schlangenbisse und Giftstoffe, sowie zur Behandlung der Leber und des
Magen-Darmtraktes wurde Lotus verwendet. Innerlich wie äußerlich. Zum
Beispiel auch als Einlauf. Blasenleiden sollten kuriert und die Potenz
des Mannes verbessert werden.
Nicht zu unterschätzen ist die Verwendung des Lotus in der Magie. Lotus
gehörte zu den bekanntesten und beliebtesten Pflanzen für Liebeszauber.
Als Pflanze der Aphrodite wurde Lotus immer wieder in diversen Tränken
oder magischen Zubereitungen verwendet. Auch als Amulett wurde er
getragen um die Liebe anzuziehen. Es wurde empfohlen, die Blüten bei
Vollmond zu sammeln, sich aber dabei die Ohren zu verstopfen, um nicht
vom betörenden Gesang der Wassernixen (Nymphen) verführt und in die
Tiefe gezogen zu werden.
Plinius hingegen schreibt der Lotuspflanze eher eine anaphrodisische
Wirkung (Minderung des Geschlechtstriebs) zu und spielt dabei auf die
Legende von der Nymphe "Nymphea" und dem Helden Herakles an. Der
griechische Name der Seerose (Nymphea) leitet sich von der Sage her,
nach der die verliebte Nymphe verzweifelt versuchte bei Herakles zu
landen. Sie starb aus Verzweiflung über die Verschmähung ihrer Zuneigung
und verwandelte sich in eine Seerose. Plinius empfiehlt nun die Seerose
einmal zu trinken, um dann für vierzig Tage frei von Geschlechtstrieb zu
sein. Nüchtern getrunken oder gegessen soll sie erotische Träume
verhindern. Mönche und Nonnen des Mittelalters kannten die Seerose als
"Blume der Keuschheit".
Scott Cunningham schreibt der Lotusblume Schutzwirkung zu. Wer ihren
Duft einatme, stehe unter ihrem persönlichen Schutz. Die Wurzel unter
die Zunge gelegt, soll mit dem passenden Zauberspruch alle Türen öffnen.
Ein beliebiger Teil der Pflanze, am Körper getragen oder mitgeführt,
soll den Schutz und Segen der Götter verheißen und als Glücksbringer
fungieren.
Lange Zeit glaubte man auch an eine berauschende Wirkung der
Lotuspflanze. Es gab diverse Zubereitungen zu diesem Zwecke und Berichte
über die ekstatischen Zustände nach dem Genuss des Lotus. Heute lässt
sich diese Wirkung allerdings pharmakologisch nicht nachweisen. Es
existieren Beschreibungen nach denen ägyptische Priester sich mit dem
blauen Lotus in schamanische Ekstase versetzt haben sollen. Gemischt mit
Alraunen und Mohnblüten oder Mohnkapseln ist eine solche Wirkung
durchaus vorstellbar. Die Pflanze enthält Alkaloide, je nach Art können
diese durchaus Erregungszustände und Atemlähmung bewirken.
"Siehst du der Lotusblumen Frische,
den süßen Duft, der ihre Mitte trägt
Sie gleicht dem Glanz der Schale voller Perlen,
In die man schwarze Ringe eingelegt."
(Ibn Abschad, 11. Jhd., zitiert nach Christian Rätsch, Pflanzen der
Venus)
Literatur und Links:
Christian Rätsch: "Pflanzen der Venus", "Pflanzen der Liebe" und
"Heilkräuter der Antike"
Scott Cunnigham: "Enzyklopädie der magischen Kräuter"
Marianne Beuchert: "Symbolik der Pflanzen"
Tatjana und Mirabai Blau: "Lexikon der Buddhistischen Symbole"
http://de.wikipedia.org/wiki/Lotosblumen
artemisathene
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Praktisches:
Selbstgemacht
Indische Küche - Rezepte für die Seele
Ich habe euch ein paar Rezepte von meiner Lieblingsseite ausgesucht.
Dort gibt es viele Videos, die das Nachkochen einfach machen.
Wunderschön finde ich, dass Anuja und Hetal ganz normal kochen und keine
Show machen - und dass das Essen am Ende auch so aussieht, wie es
hinterher bei mir aussieht. Ich liebe es, den beiden Frauen zuzusehen,
wie sie mit viel Liebe und Humor Rezepte aus Indien vorstellen.
Chapattis
Kein indisches Mahl ist vollständig ohne dieses ungesäuerte Brot,
welches zu Currys gereicht wird.
Zutaten:
180 g Weizen- oder Dinkel(vollkorn)mehl
3 TL Öl
130 ml warmes Wasser
60 g Mehl zum Ausrollen
Öl zum Ausbacken
Zubereitung:
Zuerst Mehl und Salz in einer großen Schüssel gut mischen, dann das Öl
hinzufügen und wiederum gut durchmischen, bis sich das Öl gleichmäßig
verteilt hat. Langsam und portionsweise das warme Wasser zugeben und
einen elastischen und glatten Teig kneten. Den Teig zu einer Kugel
rollen, mit etwas Öl einreiben und abgedeckt mindestens 15 Minuten ruhen
lassen.
(in diesi Stadium kann der Teig sehr gut eingefroren werden)
Den Teig noch einmal gut durchkneten und in 9 tischtennisballgroße
Kugeln teilen. Die kleinen Kugeln etwas flach drücken, mit Mehl
bestäuben und zu dünnen Kreisen von der Größe eines Desserttellers
ausrollen. Dabei immer wieder mit Mehl bestäuben, damit nichts klebt.
Eine Pfanne auf mittlerer Hitze vorheizen und einen Chapatti hineingeben.
Wenn der Teig Blasen wirft, umdrehen. Nach ca. 10 bis 15 Sekunden den
Chapatti mit wenig Öl bestreichen und umdrehen. Mit di Pfannenwender die
Blasen flachdrücken, damit der Chapatti überall aufbläht. Diese Seite
auch dünn mit Öl bestreichen, umdrehen und wieder die Blasen
plattdrücken, bis der ganze Chapatti aufgegangen ist. Dann ist der
Chapatti fertig.
Bis zum Servieren warm halten und die anderen Chapattis backen.
Pakki-Biryani
Zutaten:
ca. 900 g, klein geschnittenes Hühnchen mit Knochen
240 g Basmati Reis
2 l Wasser
200 g Yoghurt
1 große gewürfelte Kartoffel
3 EL Öl
2 EL Ghee (geklärte Butter)
2 TL gehackter Knoblauch
2 TL gehackter Ingwer
grüne Chilischote - nach Belieben
ca. 5 cm Zimtstange
2 Lorbeerblätter
1 Kapsel schwarzer Kardamom (Nepal-Cardamom, Brauner Cardamom)
3 Muskatblüten (Macis)
4 Kapseln grüner Kardamom (der "normale" Kardamom)
4 Gewürznelken
ganze Pfefferkörner - nach Belieben
1
EL Sultaninen
1 gehäufter EL Cashewnüsse
Salz nach Geschmack
1 TL Schwarzkümmel, ganz
1 TL Kreuzkümmel, giahlen
1 TL Koriander, giahlen
1/4 TL Kurkuma, giahlen
roter Chili, giahlen - nach Belieben
1/4 TL Safran
2 Handvoll gehackte Minzblätter
1/4 Tasse gehackte Korianderblätter
1 Tasse Röstzwiebeln
Zubereitung:
Den Reis waschen und mindestens eine halbe Stunde einweichen lassen.
Dann das Wasser aufkochen und 2 Kapseln grünen Kardamom, 1 Lorbeerblatt,
Salz und 1 TL Öl dazugeben. Den gewaschenen Reis ins Wasser und wieder
zum Kochen bringen. Den Reis 5 Minuten kochen, abgießen und zur Seite
stellen.
In eini kleinen Schälchen oder einer Tasse den Safran in 1 EL Wasser
einweichen und zur Seite stellen.
Eine Pfanne auf mittlere Tiperatur erhitzen, das Öl und die geklärte
Butter hineingeben. Die Cashews und die Sultaninen einige Minuten
rösten, bis die Cashews eine goldene Farbe bekommen. Aus der Pfanne
nehmen und zur Seite stellen.
Jetzt die Zimststange, die Muskatblüten, den Lorbeer, den grünen und
schwarzen Kardamom, die Pfefferkörner und die Gewürznelken ins Öl geben
und eine Minute anrösten. Den Schwarzkümmel hinzufügen und etwas
brutzeln lassen. Anschließend den Knoblauch und Ingwer dazugeben und
eine weitere Minuten rösten lassen. Dabei ständig rühren.
Dann die gewaschenen und klein geschnittenen Hühnerteile hinzufügen und
unter ständigi Rühren anbraten bis sich die Poren geschlossen haben.
Dann den Yoghurt, die Hälfte der Röstzwiebeln, die Minz- und
Korianderblätter (einige aufbewahren zum Garnieren), die grüne
Chilischote, die gewürfelte Kartoffel und die giahlenen Gewürze
(Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma, roter Chili und Salz) unter Rühren
dazugeben und alles gut vermengen. Deckel drauf und 10 bis 15 Minuten
bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
Den Backofen auf 121°C vorheizen.
Eine ofenfeste Form einfetten und eine Schicht Hühnerfleisch einfüllen.
Darauf eine Lage Reis, dann wieder Hühnerfleisch mit den Kartoffeln und
der Soße, dann wieder eine Lage Reis einfüllen. Zum Abschluss die
Cashews, die Sultaninen, die Röstzwiebeln und die Korianderblättern auf
di Reis verteilen. Das Wasser vom Safran und den Safran auf das Ganze
träufeln, dann mit ein wenig Öl beträufeln.
Mit Alufolie die Form luftdicht verschließen, damit die Flüssigkeit
nicht verkocht. Ungefähr eine Stunde im Ofen garen. Das Gericht ist
fertig, wenn die Kartoffeln gar sind.
5 Minuten ruhen lassen mit Chapatti und Koriander-Minz-Raita servieren.
Koriander-Minze-Raita
Zutaten:
15 bis 20 kleine Zweige Koriander
eine
Handvoll Minzeblätter (ohne Stängel)
150 g Yoghurt, glattgerührt
Salz - nach Belieben
grüne Chilischote - nach Belieben
1/2 TL Kreuzkümmel, geröstet und giahlen
1/4 TL Chaat Masala
Zubereitung:
Die Korianderblätter zusammen mit den Minzeblättern, di Chili und
einigen Löffeln Yoghurt zu einer Paste verreiben. Löffelweise den Rest
des Yoghurts hinzufügen und gut verrühren. Die Gewürze dazugeben, gut
vermischen und mindestens eine Stunde kalt stellen und durchziehen
lassen.
Passt perfekt zu Biryani.
Coconut Burfi
Zutaten:
500 g Kokosraspeln
400 ml gezuckerte Kondensmilch
1/2 TL Kardamom, giahlen
1/2 TL Butter oder Ghee
Zubereitung:
In einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze die Kokosraspeln
erwärmen bis sie anfangen wunderbar zu duften. Nicht braun werden
lassen!
Die gezuckerte Kondensmilch und den Kardamom dazugeben, gut vermischen
und köcheln bis alles zusammenklumpt (da. 2 bis 3 Minuten). Vom Herd
nehmen.
Ein Backblech oder mehrere flache Formen mit Butter oder Ghee einfetten
und die Masse gleichmäßig dünn verteilen. Für eine Stunde in den
Kühlschrank stellen und in Rechtecke oder Rhomben schneiden.
Hält sich in eini luftdichten Behälter lange im Kühlschrank. Schmeckt
bei Zimmertiperatur am besten.
Lassi
Lassi ist ein ein indisches Yoghurtgetränk, welches im Sommer durchaus
mal eine Mahlzeit ersetzen kann.
Grundrezept:
Joghurt und (Mineral)Wasser (oder Eiswürfel)zu gleichen Teilen mischen -
das wars auch schon.
Entweder pur trinken oder mit pürierti Obst oder Giüse mischen. Ein
leckerer Sirup geht natürlich auch.
Meine Favoriten:
pur
mit Rooh Afza (das ist ein Blumensirup aus Pakistan)
mit Salatgurke und etwas Salz und Dill
mit Mango
mit roter Paprika
mit Banane
mit Apfel und/oder Birne
mit Erdbeere
Lilia
Rezepte und Fotos mit freundlicher Genehmigung von:
http://showmethecurry.com/
Thank you Anuja and Hetal for your permission to use your recipes.
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Marma-Massage
Marmas sind Punkte an denen, aus Sicht der Ayurvedischen Medizin, der
Energiefluss des Menschen zugänglich ist und auch körperliche und
psychische Beschwerden diagnostiziert und behandelt werden können. Man
kann die Marmas mit den Akupunktur- bzw. Akupressurpunkten der
chinesischen Medizin vergleichen, wenn es auch deutlich weniger
Marmapunkte als Akupunkturpunkte gibt, nämlich 107 (in der TCM sind es
361).
Es gibt Muskel-, Gefäß-, Sehnen-, Knochen und Gelenk-Marmas. Meist sind
sie am Körper symmetrisch angeordnet, d.h. sowohl auf der rechten, wie
auch auf der linken Körperhälfte. Manche sind auf der Körpermittellinie
und damit nur einmal vorhanden. Meist findet man sie an Körperstellen,
an denen Sehnen, Bänder, Muskeln, Nerven, Knochen und Gefäße
zusammentreffen.
Wie die Akupunkturpunkte sind die Marmapunkte in unterschiedlicher
Gewebstiefe, manche oberflächlicher und andere wiederum sehr tief im
Gewebe. Aktiviert werden sie über bestimmte Massagetechniken.
Über die Marmamassage kann man Einfluss auf die Doshas
(Grundkonstitutionen des Menschen: Vata, Pitta, Kapha) ausüben. Außerdem
stehen die Marmas in Korrespondenz mit den Dhatus (Körpergeweben), den
Srotas (Körperkanälen) und den Chakren (Energiezentren). Nadis
(Energiekanäle) verbinden die Marmas untereinander. Prana (die
Lebenskraft, vergleichbar mit dem Qi der TCM) fließt durch die Nadis und
versorgt die Marmas mit Lebensenergie. Dazu zählt neben der körperlichen
Leistungsfähigkeit auch die geistige Gesundheit des Menschen.
Man schreibt die Entdeckung der Marmas den Meistern der Kampfkünste zu.
Sie sollen festgestellt haben, dass die Verletzung bestimmter Marmas
über Leben und Tod entscheidet und auch wie schnell der Tod eintritt,
wenn es zu einer Verletzung gekommen ist. Daraus folgerten sie, dass an
diesen Punkten die vitale Lebensenergie des Menschen zugänglich ist,
d.h. reguliert oder auch verletzt werden kann.
Schmerzen im Bereich eines Marmas, aber auch Druckempfindlichkeit
während einer Massage kann einen Hinweis auf Störungen des betroffenen
Marmas und der mit ihm verbundenen Strukturen (Dhatus, Chakren, ect.)
geben. In der Therapie werden Streichungen, Knetungen und sanfte
kreisende Massagegriffe mit dem Daumen oder einem anderen Finger
ausgeführt. Um die Massage angenehmer zu gestalten, sollte großzügig mit
Öl (typischerweise Sesamöl) gearbeitet werden. Kreisende Bewegungen im
Uhrzeigersinn führen Energie zu und kreisende Bewegungen gegen den
Uhrzeigersinn leiten überschüssige Energie ab. Es gibt natürlich noch
viel mehr regulierende Maßnahmen, aber für diese kurze Anleitung soll
das erst einmal genügen.
Ich möchte hier jetzt nur drei Beispiele geben für eine Marmamassage.
Wer mehr zu dem Thema wissen möchte, kann sich ja in einschlägiger
Fachliteratur damit beschäftigen (siehe Literaturliste).
1. Marma: "Nabhi"
Lage: Dieses ist sicher eines der bekanntesten Marmas. Es liegt in der
Region rund um den Nabel und kontrolliert das Solarplexus-Chakra.
Körperliche und psychische Wirkungen: Über Nabhi können die
Verdauungsorgane angeregt, Verdauungsäfte ausgeschüttet werden (Galle,
Enzyme, Pankeassekret), die Menstruation kann reguliert, der Kreislauf
und das Prana angeregt werden. Aus Ayurvedischer Sicht ist dieses Marma
der Ursprungspunkt aller Blutgefäße, es ist ein Gefäß-Marma.
Psychologisch geht es um den Themenkreis "geben und nehmen", "Burnout-Syndrom",
sich total verausgaben und zu wenig regenerieren können, es geht aber
auch um Essstörungen und Übergewicht.
Massage: Üblicherweise massiert man dieses Marma für einige Minuten mit
dem Handballen im Uhrzeigersinn.
2. Marma: "Talahridaya"
Lage: "Talahridaya" ist ein Marma, das es sowohl an den Händen, als auch
an den Füßen gibt, es kommt also 4 mal vor. Es ist in der
Handflächenmitte bzw. in der Fußsohlenmitte lokalisiert.
Körperliche und psychische Wirkungen: Talahridaya hat Auswirkungen auf
Herz, Kreislauf und Lunge, sowie auf den Wärmehaushalt der Haut. Es
gehört zu den Muskel-Marmas.
Die "Talahridaya"-Marmas der Hand stehen in der psychologischen
Bewertung für das Thema "festhalten - loslassen", besonders in Bezug auf
Familie und Partnerschaften. Die "Talahridaya"-Marmas des Fußes hingegen
stellen einen Zusammenhang zur Standfestigkeit und Stabilität im Leben
her, sie sagen etwas über das eigene "Auftreten" aus und darüber wie man
anderen "gegenüber-tritt".
Massage: Massiert man den Punkt in der Handfläche für einige Minuten, so
aktiviert man damit die eigenen Heilkräfte. Die Massagerichtung ist im
Uhrzeigersinn, man bevorzugt die Massage mit dem Daumen. Die Massage
sollte beidseitig erfolgen.
Die Mitte der Fußsohle kann über die gleiche Technik aktiviert werden.
Die Massage bewirkt hier eine bessere Erdung und eine Stärkung der
Stabilität (des Erdelementes im Körper).
3. Marma: "Adhipati"
Lage: "Adhipati" liegt auf der höchsten Stelle des Schädeldaches in der
Mitte des Kopfes.
Körperliche und psychische Wirkungen: Dieses Marma ist dem Kronen-Chakra
zugeteilt, es ist ein Gelenk-Marma und kontrolliert und reguliert den
Geist, das Gehirn, die hormonellen Systeme des Gehirns, das Nervensystem
und das Immunsystem. Es aktiviert die geistigen Fähigkeiten, den
Intellekt und die Lebenskraft. Außerdem ist es an der Steuerung des
Tag-und Nachtrhythmus und damit des Schlafes beteiligt.
Die psychologischen Themen sind: "ist mein Leben im Fluss?", "Stimmt der
Rhythmus meines Lebens?" und "Vertrauen auf die natürlichen Rhythmen".
Massage: In der Regel wird auch hier im Uhrzeigersinn geknetet. Dazu
kann man gut die Handfläche mit dem aktivierten "Talahridaya" verwenden.
Es geht aber auch der Daumen.
Tipp: eine wunderbare Methode zur Steigerung der Denkfähigkeit vor einer
Prüfung: erst "Talahridaya" kneten, dann mit diesem das "Adhipati"-Marma
kneten.
Die Marmas lassen sich auch über gezielte Yoga-Übungen aktivieren. Dazu
verweise ich auf die Literaturliste.
Diese Massagetechniken können keinen Arztbesuch ersetzen. Bei
anhaltenden Beschwerden und ernsthaften Erkrankungen muss unbedingt ein
Spezialist aufgesucht werden.
Ich wünsche viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren.
Artemisathene
Literaturliste:
- Nathalie Neuhäusser: Die heilende Kraft der ayurvedischen Massage (Schirner
Verlag)
Heidrun Ruff: Die Marma-Lehre im Yoga (Schirner Verlag)
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Aufgelesen
Buchrezension
Meditationen der Taras
Sadhanas der weißen und grünen Tara
"Meditationen der Taras" ist ein schmales Heftchen aus einem Verlag mit
einem lustigen Namen: "verückter yogi verlag". Es beinhaltet neben dem
"buddhistischen Bekenntnis" zwei Meditationen, eine auf die grüne und
die andere auf die weiße Tara. Diese bauen sich auf aus grundlegenden
Gedanken und Einstimmungen, einer Visualisation und den Mantren der
jeweiligen Tara-Manifestationen. Den Abschluss bildet der
Zukunftswunsch, die Erkenntnisse aus der Meditation in den Alltag zu
übernehmen.
Den zweite Teil des Heftchens füllt eine historische Herleitung der
Tara-Verehrung und eine Erläuterung zur grünen und weißen Tara, mit
Symbolik und Darstellung.
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Büchlein eine schöne Ergänzung
und Anregung für diejenigen darstellt, die sich mit dem Buddhismus bzw.
Lamaismus schon einmal befasst haben und nicht bei Null beginnen müssen.
Da die Erläuterungen knapp und informativ sind, die Bebilderung aber
spartanisch ausfällt, ist es sicher kein Grundlagenwerk, sondern nur
eine schöne Anregung und Meditationshilfe. Es könnte durchaus
ausführlicher sein.
Meditationen der Taras
verrückter yogi verlag
52 Seiten, 10,50 €
ISBN 978-3-940197-06-1
artemisathene
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Weidenfrau und Wiesenkönigin
Luisa Francia: Weidenfrau und Wiesenkönigin
Verlag Nymphenburg 2009
ISBN: 978-3-485-01169-3
Wie schon bei "Das magische Kochbuch" und "Hexenbesen Zauberkraut"
handelt es sich beim neuen Werk der Autorin um eine Mischung aus
Bildband, Frauenbuch, Koch- und Rezeptbuch. Sie bezeichnet die einzelnen
Kapitel mit Überbegriffen, wie "Magie als ökologisches Konzept",
"Pflanzen, Steine, Göttinnen" oder "Anwendungen" und führt so die
Leserin Schritt für Schritt an die Pflanzennatur heran, so wie sie der
Autorin am Herzen liegt. Leicht und schlüssig lassen sich die einzelnen
Sequenzen lesen und das zeigt an, mit wieviel Liebe und Freude die
Erarbeitung dieses Themas gestaltet wurde. Ein Buch, das lt. Aussage der
Autorin, eine klare "Liebeserklärung an die Natur und ihre Helferinnen"
ist.
Jede einzelne Seite ist mit Bilder von Göttinnen, Ahninnen,
Ritualfrauen, Schöpferinnen oder Geberinnen verziert und kleine
Zeichnungen - die an alte Höhlendarstellungen erinnern vom pflanzen,
säen, ernten, tanzen, lachen, feiern, freuen - zeigen schon beim
Umblättern den Bezug zum Thema bildlich auf. Jede Malerei lädt auch zur
Meditation ein, denn immer wieder gibt es was Neues darauf zu entdecken.
Alle Malereien, Zeichnungen und Fotos hat die Autorin selbst hergestellt
bzw. beigesteuert. Ein kleiner Salamander führt mit den Seitenzahlen
durch das Buch, in Anlehnung an die Homepage der Autorin
www.salamandra.de.
Als Pflanzenheilerin im Bereich Tier- und Frauenmedizin ist dieses Buch
ein wahrer Schatz für die Erweiterung meines Wissens in Sachen
Pflanzensignaturen, Verbindung mit Pflanzen und Kraftausstrahlung.
Genossen habe ich es in "homöopathischen" Dosen, damit ich recht lange
daran zu "schlemmen" habe; wie leckere Trüffel habe ich mir die Worte
und Bilder im Kopf "zergehen lassen", damit die Erinnerung noch lange
nachwirkt.
Das Buch ist als Ganzes so perfekt, dass die zwei kleinen, versteckten
"Gegenanzeigen" fast nicht auffallen und ich erwähne diese nur der
Vollständigkeit halber:
Anwendungen mit Kamille dürfen nie im Auge gemacht werden (S. 45) und
die Baumnymphe Daphne wurde auf der Flucht von Apollon in einen Lorbeer
verwandelt und nicht in einen Olivenbaum (S. 69, 148).
Schon jetzt, nach dem ersten Duchlesen, bin ich mir sicher, dass dies
für mich "ein Buch für die einsame Insel" wird, weil ich immer wieder
Neues darin entdecken kann, so oft ich es auch lese.
Ina-Lena
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Helfer am Wegesrand
Wolf-Dieter Storl - "Helfer am Wegesrand"
DVD: 95 Min. von der weltinnenraum.de - Mediengruppe Kamphausen
ASIN-Nr: 3899011473, Euro 24,95
Als "Pflanzenpapst" ist der Ethnobotaniker und Kulturantropologe von mir
seit vielen Jahren bekannt und geschätzt. Viele meiner eigenen Skripten,
Arbeiten und Ideen haben ihre Grundlage auf seinen Büchern und
Vorträgen. Die ersten Berührungen mit seinen Büchern bekam ich im
Studium der Phytotherapie durch meinen Dozenten, der Herrn Storl zu
seinem "inneren Kreis" zählen darf (ebenso wie Christian Rätsch und
seine Frau Claudia Müller-Ebelin). Diese Erzählungen haben mir die Nähe
zu dem charismatischen Heiler ganz intensiv vermittelt und auch dieser
Film ließ mich "kopfüber" ins Planzenreich stürzen. Seine Erklärungen
z.B. über die Gundelrebe, den Hopfen, das Zinnkraut, die Birke, die
Goldrute, die Pestwurz, den Frauenmantel und die drei
"Hexen-Hauptkräuter" Beifuß, Wacholder und Holunder sind so
faszinierend, dass ich total vergessen habe vor dem Fernseher zu sitzen,
sondern eher das Gefühl hatte, mitten durch seinen Garten im Allgäu zu
wandeln. Auch andere Kräuter erwähnt er, wie z.B. die sagenumwobene
"Bella Donna" oder die allheilende Brennessel und lässt uns an seinem
Wissen über die Feinstofflichkeit und Heilkraft der Pflanzen teilhaben.
Er scheut sich auch nicht, seine Beziehung zu den "Heinzelmännchen" kund
zu tun, die in Form von Gartenzwergen seine Pflanzungen bevölkern, die
aber wohl nichts anderes sind, wie die Verbindung zur Anderwelt und die
Personifizierung von Naturgeistern.
Ina-Lena
Cover-Text:
Wolf-Dieter Storl nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise in die Welt
der Pflanzen und der Heilkunde - eine andere Sicht auf die Welt und die
Natur, die uns umgibt.
Die wilde, ursprüngliche Natur, die Wildpflanzen und Tiere, waren immer
schon eine Quelle der Inspiration für ihn und formten seine
Lebensphilosophie: Wolf-Dieter Storl ist Deutschlands bekanntester
Kräuterkundige und präsentiert auf dieser DVD einige seiner
Lieblingspflanzen und deren innewohnenden Kräfte. Pflanzen sind für ihn
nicht botanische Dinge, sondern haben, durch ihre Wechselbeziehung mit
den Menschen, auch eine kulturelle, sprachliche, heilkundliche und
mythologische Identität. Aufgenommen auf seinem Grundstück im Allgäu
spricht Wolf-Dieter Storl in dieser faszinierenden Dokumentation über
das Wesen dieser Pflanzen und ihre spirituelle Dimension. Wolf-Dieter
Storl gewährt tiefe Einblicke in sein persönliches Verhältnis zu den
Pflanzen, in seinen Alltag und seine Rituale. "Der Mensch ist Teil der
Natur, jedes Tier und jede Pflanze ist beseelt. Und je weniger wir das
begreifen und zulassen, desto mehr verirren wir uns", sagt er und ist
selbst der lebendige Beweis dafür, dass es auch einen anderen,
heilsameren Weg gibt.
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HEXEN - Wissen was stimmt
von Rita Voltmer
ISBN: 978-3-451-05868-4
Verlag Herder GmbH
Freiburg i. Br. 2008
128 Seiten, EUR 7,95
Sieben Jahre liegt sie nun schon zurück, die große und viel Aufsehen
erregende Präsentation "Hexenwahn - Ängste der Neuzeit" des Deutschen
Historischen Museums zu Berlin. Wer sich noch daran erinnert, weiß, dass
damals auf Grund wissenschaftlich nachprüfbarer Fakten eine ganze Reihe
altbekannter Spekulationen ins Reich der Phantasie verbannt werden
mussten. Manches Vorurteil erwies sich allerdings als äußerst zählebig,
und mensch sollte - speziell auf dem Göttinnenpfad - die wirklichen
Zusammenhänge kennen, um in religiöser Beziehung nicht aufs Glatteis zu
geraten.
Zu diesem Zweck liegt nun ein übersichtlich aufgebautes und auch für
historische Laien verständlich geschriebenes Taschenbuch vor, bei dem
noch dazu das Preis-Leistungs-Verhältnis geradezu ideal ist. Die 1961
geborene Autorin, Dr. phil. Rita Voltmer, ist schon Mitherausgeberin des
hervorragenden Katalogs zu der erwähnten Berliner Ausstellung gewesen.
Sie lehrt Geschichte an der Universität Trier und hat sich mit
zahlreichen Arbeiten zur Hexenthematik einen Namen erworben, was diese
ihre jüngste Veröffentlichung für uns um so interessanter macht.
Reihenweise stellt sie lieb gewordene Klischees, von denen nicht wenige
auf Pseudoforschungen im sog. "Dritten Reich" zurück gehen, vom Kopf auf
die Füße. Es beginnt schon damit, dass die Hexenverfolgungen keine
Erscheinung des "finsteren Mittelalters" waren, sondern erst in der
Neuzeit stattfanden. Zynischer Weise ist die Epoche, während der dieser
Wahn sich ungleichmäßig über das Abendland ausbreitete, in den
Geschichtsbüchern noch heute mit "Zeitalter des Humanismus"
überschrieben!
Auch auf die weit verbreiteten Opferzahlen geht die Verfasserin
nachvollziehbar ein. Wirklich vertrauenswürdige Quellen dafür existieren
nicht. Vor Begründung der Soziologie gab es keine auch nur grob
zuverlässigen Statistiken, die mensch heute zu Rate ziehen könnte. Zudem
waren Stadt und Land vergleichsweise dünn besiedelt. Nach derzeitiger
Schätzung der HistorikerInnen wurden europaweit wahrscheinlich 50 000
bis 60 000 "Hexen" hingerichtet; eine geringe Anzahl "Zauberer" war
ebenfalls darunter. Von diesen Tötungen erfolgten wohl mindestens 25 000
im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.
Nicht immer und allerorten und nicht in gleichbleibender Intensität
wurden die Prozesse betrieben. Dr. Voltmer weist nach, dass die
"Rechtsfindungs-Aktivitäten" je nach Region lokal begrenzt sein konnten,
sich aber nicht selten auch dynamisch ausbreiteten. Fest steht, dass
hinter den vielen, vielen erbarmungslosen Einzelfällen kein
einheitliches Konzept, sondern eine Vielzahl verschiedener Ursachen
steckte. Sowohl Theologen als auch Juristen sämtlicher konfessioneller
Lager schufen den rechtlichen Boden, auf dem DenunziantInnen aus allen
Kreisen der Bevölkerung gegen Leute jeglichen Alters, Standes oder
Geschlechtes vorgehen konnten. Hochherrschaftliche Gerichte förderten
dies - oder traten dem Treiben entgegen; denn nicht überall ließ man die
Verfolgungen zu. Die Gegner fanden sich in den gleichen Kreisen wie die
Befürworter.
All das beschreibt Dr. Voltmer durchgehend stringent. Sie vermittelt
außerdem die erschütternde Erkenntnis, dass in Afrika und andernorts
selbst dieser Tage abertausende von Frauen - und auch Männer - wegen
angeblicher Hexerei ermordet werden und skrupellose GeschäftemacherInnen
sogar versuchen, dies tourismusfördernd zu vermarkten!
Das spannende Buch lässt seine LeserInnen nachdenklich zurück und ist
gerade deshalb ein absolutes Muss für alle, die sich seriös mit
Frauengeschichte auseinandersetzen möchten.
(Für die zweite Hälfte des Jahres 2009 plant übrigens das Historische
Museum der Pfalz in Speyer, dessen Präsentationen schon des öfteren auf
internationales Interesse gestoßen sind, eine aktuelle Ausstellung zur
Hexenthematik. Sobald mir nähere Informationen vorliegen, werde ich die
Schlangengesang-Redaktion informieren.)
Al Terego
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Netze weben
Meine Begegnungen mit Luisa Francia
Seit vielen Jahren begleitet mich Luisa Francia durch mein Leben; vor
ca. 25 Jahren hat meine Luisa-Sucht mit "Mond, Tanz, Magie" begonnen.
Seit dieser Zeit haben mich immer wieder ihre Bücher begleitet und seit
ich in München wohne hatte ich auch endlich das Glück, meine Mentorin
bei Lesungen und Workshops kennen zu lernen und seit einigen Jahren auch
persönlichen Kontakt mit ihr zu pflegen, z.B. durch Besuche in ihrer
Wohnung, Feiern und Rituale an der Isar oder auf der Straße und
Flohmarktveranstaltungen in ihrem Viertel.
Im August 2006 war ich das erste Mal bei einem Göttinnentreffen in
Luisas Wohnung - es war übrigens auch ihre erste "Veranstaltung" dieser
Art - und ich war sehr aufgeregt, endlich meinem "Idol" direkt gegenüber
zu stehen. An der Türe wurde ich total herzlich von ihr empfangen,
sofort in die Küche geleitet und mit leckerem Tee bewirtet. Wir saßen in
ihrer gemütlichen Wohnküche und die kleine Bank mit dem alten
Bauerntisch davor nimmt mir jede Scheu vor meiner "Eckbankphobie" aus
Kinderzeiten. Wir warten, Tee trinkend (echte Pfefferminze aus dem
tunesischen Viertel von Paris), auf den Rest der Frauen und beginnen
dann, ein kleines Wunschritual vorzubereiten, das wir nach den
Göttinnengeschichten vollziehen wollen. Jede schreibt einen
Herzenswunsch auf einen Zettel, der am Ende des Tages verbrannt werden
soll.
Wir gingen ins Göttinnenzimmer und kamen aus dem Staunen nicht mehr
raus. So viele Göttinnen - als Statuen, Masken oder Fetische - habe ich
noch in keinem Museumsraum gesehen. Natürlich sind die verschiedensten
Kulturen dabei, doch es ist einfach grandios; Luisa weiß selbst nicht,
wie viele sie davon besitzt, da sie diese noch nie gezählt hat. Wir
setzten uns auf die Bodenkissen und sie erzählte erst mal, dass sie nie
den Wunsch hatte, direkt eine Sammlerin zu werden - bei ihr muss auch
eher alles fließen - doch irgendwie haben diese Göttinnen immer den Weg
zu ihr gefunden. Aus den verschiedensten Ländern, sei es an
Originalschauplätzen oder auf Flohmärkten, hat sie diese Pracht zusammen
getragen.
Sie begann mit einer meiner Lieblingsgöttinnen - nämlich Kali - und
erzählt auch kurz noch von ihrem damaligen Motorradunfall, den sie nur
mit einer "Kali im Nacken" überlebt hat (sie flog vom Motorrad und
knallte auf die Straße; da ja oft den Fahrern mit Helm dabei das Genick
bricht, so war es ihr Glück, dass sich die im Rucksack in Papier
gewickelte Kalistatue in ihren Nacken schob und ihr somit das Leben bzw.
eine Lähmung ersparte). Sie hat ca. acht versch. Statuen der Göttin und,
obwohl sie viele gemeinsame Zeichen haben, ist doch jede von ihnen
anders im Ausdruck und in der Energie. Sie reichte uns die Statuen, ohne
irgendwelche Scheu. Sie meinte: die Göttinnen hätten soviel Energie,
dass diese für alle reicht; wieso sollte nur sie dadurch profitieren -
da zeigte sich dadurch als absolute Geberin!
Nach ein paar sumerisch und babylonischen Statuen kamen wir dann auch
gleich zum Großteil ihrer Sammlung, den afrikanischen Göttinnen.
Natürlich erzählte sie uns nicht nur die Geschichte, wie sie an die
Statuen gekommen ist, sondern - was ja am interessantesten ist - die
Geschichte der Göttinnen. Dies kann sie so farbig und bildlich - ihr
ganzer Körper beginnt dabei zu strahlen - dass ich wirklich alles andere
vergaß. Was allerdings absolut bemerkenswert war, das war die Hitze, die
sich im Raum breit machte - es hatte nichts mit wohliger Wärme zu tun,
sondern es war eher eine energetische Ausstrahlung, die mir das Wasser
aus allen Poren trieb; einigen von den anderen Frauen ging es ähnlich.
Die Zeit verflog und nach 2 Std. machten wir eine kleine Pause; ich
hatte den Eindruck, ich war gerade erst in diesen Raum getreten.
Wir gingen in ein weiteres Zimmer, wo Luisa die Tarot-Karten vom
Motherpeace-Deck im Kreis ausgelegt hatte - nicht ohne vorher noch
einige kleine griechische Bronzestatuen zu zeigen (es sind Kore,
Persephone und Demeter-Statuetten); wir stellen diese dann in die Mitte
vom Kartenkreis.
Luisa teilte Trommeln und Rasseln aus und wir brachten "uns in Schwung"
- keine gab den Takt vor, wir ließen uns einfach, jede von ihrer eigenen
Energie, mitreißen. Der Klang verebbte und wir zogen jede ihre Karte.
Als wir alle mit der Vorstellung unserer Karten und dem Vergleich mit
unserem Leben fertig waren, lädt und Luisa noch zu einer Suppe ein, die
sie für uns gekocht hatte - sie meint, nach soviel "Futter für den Geist
und die Geister", soll der Körper auch nicht zu kurz kommen. Während der
Suppentopf blubberte, schürte sie noch einen kleinen Eisenofen an, in
dem wir unsere Wunschzettel verbrannten; jede selbst für sich, denn wir
hatten soviel Göttinnenenergie angereichert, dass wir das auch alleine
schafften. Dann war das Süppchen warm, Luisa hatte frisches Baguette
besorgt und wir löffelten aus Tellern und Schüsseln eine köstliche
Gemüsesuppe, die ihr genial gelungen ist; genau das brauchten wir zum
Erden. Wir saßen schwatzend und plaudernd um den Tisch herum, kichern
und erzählen und wünschen uns noch viele solche Nachmittage mit.
Im November 2006 war ich dann auf einem Workshop mit dem Titel "Vom
Schöpfen aus der spirituellen Vielfalt"
Luisa sprach vom "Besprechen" - "Rufen" - "Binden" - "Lösen" - vom
Wunder der Worte und dem Unsinn der Liebeszauber, die mehr Machtausübung
als Vertrautheit bringt.
Wir kamen zu Themen, wie "Kulturspiritualität", "Mode-Schamanismus",
"Ritual-Strenge" und andere "Gebundenheiten" an Regeln - warum machen
wir es uns immer sooo schwer.
Dann erzählte sie noch von ihren Helferwesen, Trancereisen und
Verbindungen mit Verbündeten und gibt Auskunft über ihre Wurzeln und
Einblick in 30 Jahre Magie.
Eine Lesung zum Frühlingsanfang 2007 zum Thema "Beschützt, bewahrt,
geborgen" hat mich ebenso fasziniert, denn:
Sie las aus ihrem neuen Buch die Geschichte mit der Lebensrettung der
Spinne und den Gedanken übers "Erstarren bei Gefahr". Dann zitiert sie
aus dem Kapitel "Ausatmen", dem wahren Beschüter des Atems! Er gilt als
Fluß des Lebens und ist Inbegriff von Schutz, wenn er richtig eingesetzt
wird. Der Übergang zum Kapitel "Lachen" war somit ganz einfach; Lachen
ist der elementarste "Kraftakt" gegen jeglichen Angriff und ist total
gewaltlos. Aus dem Kapitel "Der Widerspenstigen Heilung" las sie und
erzählte auch von ihren eigenen Erlebnissen im Krankenhaus, damals bei
der OP und dann machte sie uns mal wieder durch den Abschnitt "Aus dem
Tagebuch einer Fee" klar, wie ungeschickt wir Menschen mit Wünschen oder
gut gemeinten Ratschlägen umgehen.
Nach dem Gedicht "Schutzzauber" begann eine lockere Diskussion über
Schutz allgemein, den Wandel der Frauenpower von den 80er bis jetzt und
vom Ausweichen der Gefahr als erste Schutz-Instanz. Die Gemeinschaft um
Luisa beginnt allmählich lebendig zu werden und es stellte sich wieder
dieses Zusammengehörigkeitsgefühl ein, das oft bei unseren
Zusammentreffen fühlbar ist und nun war die Zeit für das Frühlingsritual
und sie rutschte das Lesetischchen in die Mitte und legte drei Äpfel
bereit und ein Zweigerl Grün von der Holler.
Wir stellten uns im Rund um dieses Zentrum auf und sprachen auf den
Tisch Worte des Glücklichseins und Gefühle zu. Bei mir kamen Silben wie:
"Meereswellenrauschen, Hängematte, Zabaione, warmer Kiesstrand, Gras im
Rücken, Herzensstärke und Kichern" über die Lippen und fast jede Frau
rief ihren Beitrag dazu in die Runde. Luisa machte dann den Schluß mit
"Wonne genießen" und wir streckten unsere Hände über den Tisch, klimpern
mit den Fingern und bestätigen mit dreimal "so sei es". Die drei Äpfel
werden unter uns weitergegeben und Jede sollte einen Biß davon nehmen -
sozusagen die Frühlingskraft und Verbindung gleich in sich mit
aufnehmen. Bei mir landete dann noch ein Restviertel, das ich mit Genuß
verputzte und in die kalte Frühlingsnacht hinaus"schwebte".
Im Dezember 2007 war ich noch einmal bei einem Göttinnentag in Luisas
Wohnung und diesmal waren wir nur wenige Frauen, doch passte die
Intensität der Gruppe gut zusammen = zwei weiße Göttinnen-Vertreterinnen
(die jungen Frauen), zwei rote Göttinnen-Sybolisierende (wir in den
40ern) und unsere weise Alte in Schwarz (Luisa) - genauso kam diese
Konstellation für den Tag zusammen.
Im ersten Teil des Nachmittags erzählte sie uns ein bißchen über die
Kulturgeschichte der Frau in der Archäologie und sie hatte auch einige
schöne Fundstücke zuhause - manches ist bearbeitet worden und deutlich
ein Altertumsstück und andere Darstellungen haben ihr die Natur
geschenkt (u.a. ein versteinertes Stück Stock, das wie eine kleine
Göttin aussieht, oder Steine aus den Bergen oder von der Isar, die wie
kleine Göttinnen-Statuen sitzen). Sie zeigte uns auch Abbildungen aus
archäologischen Büchern und wir diskutierten noch ein bißchen über die
Irrtümer der männlichen Doktrine in der Wissenschaft.
Nach einer kleinen Pause gingen wir ins Göttinnenzimmer und verteilten
uns auf den Bodenkissen; mit staunenden Augen betrachteten wir die
Kostbarkeiten und Weiblichkeiten um uns herum.
Jede von uns ging durch das Zimmer und schaute nach Figuren, die sie
besonders ansprachen und wir versuchten intensiven Kontakt mit den
Geschichten jeder einzelnen Darstellung aufzunehmen.
Luisa erklärte uns die Geschichten und ihre Herkunft, immer unter dem
Aspekt, wie die Figuren zu Ihr gelangt sind. Teilweise sind das
wundersame oder auch lustige Geschichten; wir amüsieren uns in einem
Schutzraum, umgeben von weiblicher Kraft in allen Facetten: ob
Schönheiten, oder gar Grausige, ob Vollbusige oder Flachbrüste, ob
Riesenarsch und -bauch oder schmal und grazil wie ein Baum. Die
Mächtigkeit umfloß uns wie ein wohlig-duftendes Badeöl, das unsere Seele
pflegt. So unterschiedlich, wie die Schicksale dieser Göttinnen - oder
Kultfrauen, die durch ihre Verehrung zu Göttinnen wurden - so
verschieden sind auch wir Frauen in diesem Raum und werden es noch viele
weitere Frauen sein, die bei Luisa zu Gast in diesem magischen Zimmer
sein dürfen. Trotzdem ist eine Verbundenheit zu erkennen, denn wir
wollen alle unseren Weg zu uns selbst finden und hoffen dabei auf die
Unterstützung der Göttinnen-Kraft. Es verwob sich wie von selbst ein
Zusammenhalt und es bestand Akzeptanz und Respekt vor dem Leben der
Anderen.
Wir ließen uns noch etwas unsere Zellen "aufpumpen" von den Schwingungen
in diesem Raum; hier durften wir berühren, befühlen und bestaunen -
nichts war tabu und bei jedem Stück fühlte ich die Seele, die darin
steckt.
Zum Abschluss zog jede eine Karte aus dem Deck "Daughters of the moon"
für ihre momentane Situation und ein Karte, bei der sie eine Frage
stellte.
Nach einer herrlichen Wurzel-Suppe (ist auch im Magischen Kochbuch
beschrieben) waren wir gestärkt, gesättigt und doch beschwingt; ich
hatte den Eindruck, als würde ich auf dem Besen nach Hause düsen.
Im August 2008 hatte Luisa dann den herrlichen Gedanken, an ihrem
Geburtstag einen Flohmarkt in ihren Räumen zu veranstalten; es war ein
wundervoller Nachmittag mit Lachen, Kramen und großer Frauenenergie. Wir
schlenderten durch ihre Wohnung, labten uns an verschiedenen Tees und
leckeren Kuchen, den einige Frauen mitgebracht hatten. Wir machten uns
bekannt, schauten, quatschten und fühlten uns richtig wohl. Das Lockere
war so herrlich in dieser Gruppe: jede bediente sich, teilte aus und wir
näherten uns an.
Wieder war das Göttinnen-Zimmer unser Ziel und Luisa stellte uns einige
ihrer Schätze vor - jetzt war ich zwar schon dreimal bei Ihr, aber es
gab doch immer noch mehr zu sehen und zu entdecken. Oft hat sie ja auch
wieder Neues erstanden (deshalb muß eben anderes weichen - das ist der
Kreislauf des Universums). Durch die Energie des Raums und unsere eigene
entstand eine glühende Atmosphäre, passend zum Lammas-Fest.
Wir hatten heute sogar eine neue Generation dabei, denn die Jüngste im
Kreise der Frauen ist gerade mal 10 Jahre alt und sogar aus Wien waren
Frauen angereist, um mit Luisa zu feiern - das macht eben das offene
Herz von Luisa.
Bei ihr ist das eben alles sehr einfach: da sie jederzeit mitten im
Leben steht, verbunden mit Mutter Erde und geführt vom Universum, ist
eine gesonderte Erdung auch nicht nötig. Sie gibt uns von Ihrer Kraft
und ihrer Kunst ab und somit kommen wir ebenso in den Genuß der Wunder,
die sie umgeben. Ich finde es genial, an solchen Frauen-Erfahrungen
teilhaben zu dürfen.
Bei einer Lesung im Oktober 2008 ging es über Ihr Buch "Hundstage,
Krokodilstränen: Leben mit dem Klimawandel".
Nach einigen Erklärungen über die Scheinheiligkeit von Al Gore und die
amerikanischen, genmanipulierenden Landwirtschafts-Konzerne, kam uns die
erste Gänsehaut, wie sehr unser "freier Wille" durch solche Großfirmen
manipuliert wird.
Bei einer kleinen Zwischendiskussion sind wir uns einig, dass sich die
Menscheit mit ihrem Konsumstreß ihr eigenes Grab schaufelt. Im Jahre
2035 braucht die Erde einen "Rohstoffplanet", weil bei uns kein Platz
mehr für den Anbau bzw. alles Nutzbare bereits verseucht ist. Und ist
"Bio" wirklich tragbarer - wenn Bio-Supermarktketten ihre exotischen
Früchte aus Asien oder Südamerika "ankarren", das ist bestimmt auch kein
Öko-Schutz.
Nach der Lesung ging die Diskussion etwas zäh an, doch dann kamen
Fragen, Antworten und Ideen wie Wasserfälle; wir haben noch viel
gelacht.
Es war wieder ein sehr energetischer Abend mit Luisa, der mir viel Kraft
gespendet hat.
Mein nächstes Treffen mit Luisa kam dann im Dezember 2008 und es war
wieder bei Ihr zuhause, wo die verschiedensten Frauen aufeinander
trafen: Eine Frau hat den Workshop als Geschenk von ihrem Mann zum
Geburtstag erhalten, eine ältere Dame - eine leidenschaftliche Oma -
hatte gemerkt, dass sie auch noch in späten Jahren neue Eindrücke
erhalten kann, alternative, "Aussteiger"-Frauen, die schon zu Luisas
Kreis gehörten und solche, die neu in die Runde kamen.
Dann hörten wir sehr viel über die Wege der Göttin und ihre Abstammungen
aus den verschiedenen Kulturkreisen; ihre Wanderung von einer Nation zur
anderen und die Namenswandlung im Laufe der Jahrhunderte. Dazu durften
wir viele ihrer Statuetten, Relikte aber auch Replike anfassen,
streicheln und bewundern. Natürlich kam es auch dazu, mit ihrem
Meteoriten-Ei "zu schmusen und zu kosen", das sie über wundersame Kanäle
erhalten hat und das immer wieder zurück zu ihr kommt, auch wenn sie oft
länger getrennt waren. Die bekanntesten Meteoriten-Eier werden ja von
Männerhänden verwahrt (in der Kaaba von Mekka und im Vatikan) und so
verschleiert, wie man es in diesen Kulturen gerne mit Frauen macht.
Haben sie bereits die Kraft der uralten Weiblichkeit erkannt und
fürchten sich so davor, dass alles weggesperrt werden muß ... dann
hätten sie aber mehr Wissen und Durchblick, als ich ihnen persönlich
zutraue.
Lange saßen wir und haben die Kraft der Göttinnen in uns einfließen
lassen und den interessanten Erzählungen Luisas gelauscht, die uns quer
über den Erdball führten.
Zum zweiten Teil kamen wir dann, als wir das dunkle Göttinnen-Zimmer
betraten; nur ein paar Kerzen erhellten den wundersamen Raum, den ich
nun schon mehrmals genießen durfte, und die im Rund ausgelegten Kissen
und Schemel warteten bereits auf uns. Um ein glitzerndes Lotoslicht
herum hatte sie bereits die Karten aus dem "Daughters of the Moon"-Tarot
ausgelegt und bei einer kleinen Trommelsession hatte sie uns in die
Schwingung gebracht, so daß jede ihre Karte ziehen konnte.
Nach einer genüßlichen Essensrunde - Luisa hatte uns wieder eine ihrer
zauberhaften Gemüsesuppen serviert - mit herrlichen Gaben aus dem
niederbayerischen dazu, wie z.B. echtes Steinofenbrot, würzigem Käse und
"Oma"-Stollen.
Mit gestärktem Geist durch die Nähe der vielen Göttinnen, kam nun die
Beglückung des Körpers (Magen) dazu; unsere Seele stärkten wir im
nachfolgenden Ritual.
Wir gingen nun in den dritten Raum, der ebenso zauberhaft und kraftvoll
eingerichtet ist, wie der Rest der Wohnung von Luisa und gaben zum
"Wunschtopf" (wir hatten unsere Wünsche auf kleine Zettel geschrieben
und darin gesammelt) noch "drei Runden" gute Gedanken und gestärkte
Eigenheiten dazu. In der Mitte des Raums bildeten wir dann einen Kreis
und bestärkten alle unsere Wunschzettel mit einem juchzenden Sprung -
einen "Feuerhupferer" konnten wir ja in der Wohnung schlecht durchführen
und trotz der Mieterin im Untergeschoß machten wir zuvor noch einen
Stampfkreis.
Der Holzofen im Hauptzimmer diente uns dazu, die Wünsche durchs Feuer zu
transformieren - fasziniert blickten wir hinein, um zu beobachten, wie
die Flammen unsere Papierzettel zerleckten.
Eigentlich war die vereinbarte Zeit bereits vorüber, doch Luisa war so
entspannt, hatte noch Lust zum erzählen und wir nahmen dies dankend an.
Wir sprachen noch verschiedene Themen an (sie erzählte auch von ihrem
afrikanischen Schulprojekt, das sie mit Aktionen wie dieser finanziert)
und dann lernte sie uns noch einen Jodler. Da sie seit einiger Zeit mit
einer Jodelgruppe arbeitet und der Meinung ist, dass das Jodeln und "Goatzen"
eine uralte schamanische Sprache unter den Bergvölkern war (ist).
Endlich bestätigt mich jemand in diesem Eindruck. Als Kind war das jetzt
nicht so doll für mich, aber mit den Jahren machte ich mir selbst so
meine Gedanken und wenn ich manche schamanische und indianische Gesänge
anhöre, dann finde ich mich bestätigt. Dieses Jodeln hat aber nichts mit
dem "Zuckerguß-Marinne-Michael-Gequietsche" zu tun, sondern es sind
Jahrhunderte alte Melodien und Töne zur Verständigung und auch, um sich
in einem Zwischen-Bewußtseinszustand zu bringen.
Nach einer ganzen Stunde Überziehung haben wir uns dann voneinander
verabschiedet - glücklich beschwingt, von soviel Frauenenergie.
Mein nächstes Event mit Luisa ist auch schon geplant; es geht um einen
Tag im Frauentherapiezentrum München zu den Themen "Frauenkraft und
Schutz" und "Im Frieden mit dem eigenen Körper" und ich freue mich schon
sehr darauf und werde auch darüber wieder ausführlich berichten. Mehr
Neuigkeiten zu magischen Themen, Lesungen, Workshops und Events findet
ihr imm wieder in meinem Blog www.amore-animali.blog.de.
Ina-Lena

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Die Kraft der Kreise
Offener Brief von Kreis-der-großen-Mütter-Kraft / Mutterland e.V.
Die Erde ist unsere Mutter und Heimat einer wundervollen Gemeinschaft
einzigartiger Lebewesen,
deren Geschwister wir sind. Wir sind alle Kinder der Erde.
Das Leben auf der Erde ist von Zerstörung bedroht.
Krieg beherrscht alle Bereiche des Lebens.
Die Menschheit leidet unter der mangelnden Achtung mütterlicher Kraft
als Quelle allen Lebens. Familien und Völker, die aus mütterlicher
Weisheit leben
gedeihen fried- und freudvoll. Immer, wenn Leben bedroht oder verletzt
wird,
ist es unsere Pflicht als Menschen, schützend einzugreifen.
Dies verlangt, uns auf unsere Möglichkeiten zu besinnen
und diese wahrhaftig zu leben – mit all unserer Kraft in jedem
Augenblick.
Es ist an der Zeit, die Verantwortung für das Leben zum Wohle des Ganzen
endlich wieder
gemeinsam wahrzunehmen und auszufüllen
- durch jede Frau und jeden Mann an jedem Ort.
Was wir nicht zum Wohle des Ganzen nutzen,
beraubt Andere ihrer rechtmäßigen Lebenskraft.
Wenn wir in lebendigem Austausch mit der Erde leben,
reichen ihre Gaben auch für die Nachkommen.
Doch die notwendige Veränderung findet nur statt, wenn wir
Bequemlichkeit, Kleinmut,
Selbstzweifel und Ohnmachtsgefühle hinter uns lassen
und unsere eigene Beteiligung an der Zerstörung beenden.
Wir sind alle verantwortlich für unser Tun:
Für alles, was wir denken, träumen und gestalten und für alles, was wir
unterlassen.
Wenn wir wagen, die alles bedrohende Zerstörung wahrzunehmen,
finden wir gemeinsam Wege des Heilens, um miteinander wieder
in Wahrheit, Liebe, Freiheit und Würde zu leben.
Durch unsere verbundene Kraft können notwendige Veränderungen geschehen.
Lasst uns zusammenkommen und gemeinsam Heilung bewirken.
Die Menschheit braucht die heilende Kraft der Kreise in allen
Lebensbereichen.
Jeder Kreis ist wichtig, denn die Kraft der Kreise befähigt alle
Mitwirkenden,
ihre eigene Kraft zu finden und die eigene Wahrheit zu leben.
Es besteht höchste Dringlichkeit.
Wir bitten alle Menschen, wieder als Geschwister in Frieden und Liebe
zusammen zukommen.
Lasst uns gemeinsam alle Wunden heilen.
Wir haben nichts zu verlieren. Gemeinsam können wir das wirkliche Leben
wieder gewinnen,
in echter Verbundenheit, die alles achtet und schützt.
Lasst uns dies miteinander und füreinander tun.
JETZT.
Wenn eine entscheidende Anzahl von Menschen
ihr Denken und ihr Verhalten verändert,
dann verändert sich auch unsere Welt,
und ein neues Zeitalter beginnt.
WIR ALLE SIND DIEJENIGEN, AUF DIE WIR GEWARTET HABEN.An alle Menschen,
die guten Willens sind,
gemeinsam zum Wohle des Ganzen zu wirken
Angesichts der zunehmenden Bedrohung des Lebens auf der Erde
kommen weltweit Menschen in Kreisen zusammen.
Kreise unterstützen Verbindung und Zusammenwirken.
Im Kreis finden Menschen gemeinsam Wege des Heilens
aus der Kraft der Mütterlichkeit. Mütterlichkeit ist die den Menschen
innewohnende Fähigkeit
beständiger Fürsorge, liebevollen Nährens und verlässlichen Schützens
des Lebens in allen Formen.
Kommt in Kreisen zusammen, um miteinander Lösungen für das Leben der
Menschheit zu
finden: In allen Bereichen unseres Lebens, an allen Orten, zu jeder
Zeit.
Gebt diesen Brief bitte an viele Menschen weiter!
Verbindet Kreise miteinander, um das Netz des Heilens zu stärken.
Wir freuen uns über Austausch, Vernetzung und Zusammenwirken.
Auf unseren Webseiten könnt ihr euch für eine Adressensammlung
eintragen, die uns gestattet
einander zu finden, um regional zusammenzuwirken und uns miteinander zu
vernetzen,
um unsere Gesellschaft gemeinsam aus der Kraft der Kreise zu gestalten:
www.kraft-der-kreise.de/offenerbrief,
www.kreis-der-grossen-muetter-kraft.de/offenerbrief
http://frauen-kreise-weltweit.be2web.de
Schon 1/100 000 bis 1/10 000 einer Menge
(800 - 8 000 Menschen in Deutschland)
vermögen - nach Überlieferungen der Völker
sowie nach dem Wissensstand der Quantenphysik -
Veränderungen in der Gesamtmenge zu bewirken.
Aus der Kraft der Kreise:
Hiltrud Marianne Bonk, Lioba Soreia Gebauer, Anita Katharina Miller,
Helga Maria Cichos,
Sabine Anomatey Fabian, Armaiti Christa Ahlborn, Rakuna Kerstin Schön,
Pea Krämer,
Elske Margraf, Sybille Kröger, Margit Schulte-Kellinghaus, Heide Wende,
Martina vom Hövel,
Petra Gräfje-Larm, Christa Mulack, Conny Giese, Petra Helmensdorfer,
Lucia Lommel,
Marianne Krüll, Ilse Südmersen, Petra Gerbode
Kontakt:
Kreis-der-großen-Mütter-Kraft / Mutterland e.V.
Mühlenbergweg 4, 31855 Aerzen, Deutschland
Die Kraft der Kreise ist die Kraft des Lebens,
ist die Kraft des Liebens, wir sammeln uns im Kreis.
Die Kraft der Kreise ist die Kraft des Teilens,
ist die Kraft des Heilens, wir sammeln uns im Kreis.
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Leserbrief und Antwort
Die Redaktion des Schlangengesangs erhielt einen ausführlichen und
interessanten Leserbrief einer Person die für die katholischen Kirche
arbeitet und anonym bleiben möchte.
"Sehr geehrte Damen und Herren,
eine religiöse Grundsatzdiskussion halte ich hier für wenig Erfolg
versprechend.
Neben anderen Beiträgen Ihres Rundbriefes, die ich überflogen habe,
beweist
besonders der Aufsatz „Bäume des Wasserelements“ in der Nummer 31 gut,
dass Sie
und Ihre Anhängerschaft einer postmodernen Religion huldigen, zu deren
Legitimierung man heidnische Kulte neu beleben möchte. Gegenüber dem
Christentum
verhält sich das diametral. So viel sei jedoch bemerkt: Die Kirchen
bemühen
sich, im Dienste des Menschen Gottes ewige Wahrheit zu vermitteln,
während
Publikationen wie Ihre ausschließlich im Trend des Zeitgeistes liegen.
In
auffälligem Gegensatz zu themenverwandten Internetprodukten muss man den
Beiträgen Ihres Rundbriefes aufrichtiger Weise ausnahmslos ständiges
Ringen um
Seriosität bescheinigen. Und genau da liegt das Problem. [..]"
Passend zur Tara-Ausgabe antworten wir an dieser Stelle nur mit einem
Zitat:
"Die unendliche Wirklichkeit, diesseits und jenseits, übersteigt die
menschliche Faßbarkeit räumlich, zeitlich und qualitativ in so
ungeheuerlicher Weise, daß es nicht wundert, wie vielfältige Formen
philosophischen Verständnisses, theologischer Erklärungsversuche und
religöser Praktiken entwickelt worden sind und immer wieder erneuert
werden. Dies sollte uns nicht irritieren und schon gar nicht die
Menschen gegeneinander aufbringen! Das Denken, in welchem sich die
Religionen engstirnig, eifersüchtig und fanatisch gebärden und
gegenseitig bekämpfen, muß endgültig überwunden werden zugunsten einer
universalen, kosmopolitischen Offenheit und Weite des Geistes, wie ihn
all die "Großen Seelen" - Mahatmas - verwirklicht hatten."
(M.Pema-Dorje, Tara - weiblich-göttliche Weisheitskraft im Menschen,
Seite 111)
Der volle Brief sowie eine ausführliche Antwort ist im
Forum zu lesen - im Unterforum Leserbriefe:
http://www.gemeinschaft-der-goettin.de/sgforum/index.php.
  
Der Schlangengesang – Göttinnenkalender
Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren
vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten
aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es
gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber
deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das
Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine
Lebensaufgabe.
Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und Bezeichnungen
eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen. Sollte jemand einen
Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer gesicherten Quelle
hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu eingeladen.
Artemisathene
  
Feiertage im März
Der März entspricht dieses Jahr den alt-griechischen Mondmonaten
Elaphebolion und Mounychion. Dieser hatte den Namen von dem Fest
Mounychia, bei dem Artemis als Mondgöttin und Herrin der Tiere geehrt
wurde. Elaphebolion ist der Göttin Artemis in ihrem Aspekt als Jägerin
geweiht. Das dazugehörige Fest findet am 6. Tag des Mondmonats statt.
Im römischen Reich ist dieser Monat Mars gewidmet, dem Kriegsgott.
Die germanische Bezeichnung des Monates war Lenzing. Von "Lenz" = der
Frühling oder auch etymologisch aus "lang" über eine Wortverschiebung,
weil die Tage nun deutlich länger werden.
In den März fiel das Fest des Frühlingsbeginns: die Fruchtbarkeitsgöttin
Nerthus wurde mit einem Umzug mit geschmückten Wagen auf denen ihr
Abbild stand gefeiert. Diese Prozession sollte für eine reiche Ernte
sorgen. (vgl. unser Karneval). Der genaue Tag des Festes ist nicht
überliefert.
In der 3.Märzwoche soll die Göttin Idunna mit einem Fest der Jugend
gefeiert worden sein.
Mitte März, wann genau ist unbekannt
Tag des Martyriums der Hypatia, griechische Philosophin von Christen
ermordet 415 n.u.Z. (siehe Schlangengesang 1/04)
Quelle: http://www.fh-coburg.de/2717.html , http://en.wikipedia.org/wiki/Hypatia_of_Alexandria
Marit Rullmann: Philosophinnen (Teil 1)
15.-27. März: 15.3. Beginn der Hilarien: Feierlichkeiten zu Ehren der
phrygischen Göttin Kybele und ihres Heros Attis in Rom (siehe
Schlangengesang 2/04)
Quelle: E.O.James: der Kult der großen Göttin, Hans Kloft:
Mysterienkulte der Antike,
Marion Giebel: das Geheimnis der Mysterien
17. März: abnehmender Mond, Schütze:
Liberalia: römisches Frühlingsfest zu Ehren des Götterpaares Liber und
Libera; Götter des pflanzlichen, tierischen und menschlichen Wachstums
Quelle: (2) und (3)
21. März: abnehmender Mond, Steinbock
Ostara: Vollmond: damit wahrscheinlich der Tag des Ostara-Festes, des
Frühlingsfestes in der germanischen Religion. Symbole des Frühlings und
der Fruchtbarkeit sind sowohl Hasen wie auch Eier. Ob es eine
namensgleiche Göttin Ostara/Eostre wirklich gibt ist nach wie vor
umstritten.
Quelle: Gardenstone: der germanische Götterglaube
19. -23. März: Quinquatrus: Fest der römischen Göttin Minerva: Göttin
der Kunst und des Handwerks (siehe Schlangengesang 2/04)
Quelle: (1), (2), (3) und (4)
23. März: abnehmender Mond, Wassermann:
Tubilustrium: die Miltärtrompeten der römischen Armee werden gereinigt
und der Göttin Minerva geweiht.
Quelle: (1)
25. März: abnehmender Mond, Fische:
Lady Day / Mariä Empfängnis: der heutige christliche Festtag ist der
alte Festtermin der Empfängnis des Kindes der Großen Göttin, welches sie
zur Wintersonnenwende gebiert. Um diese Zeit wurde im alten Rom das Fest
der Kybele und des Attis gefeiert. Da Kybele lateinisch als "Domina" =
Herrin, babylonisch "Beltis", engl. Lady bezeichnet wurde, ist die
Herkunft des Lady Day klar.
Quelle: http://philologos.org/__eb-ttb/sect31.htm
26. März: Schwarzmond/Neumond nach dem 21.3. und damit in Phönizien und
Syrien Festtag der Göttin Astarte: Mond und Vegetationsgöttin oft als
Kuh oder mit den Kuhhörnern/Mondhörnern dargestellt.
Quelle: ? Ursprüngliche Quelle nicht mehr vorhanden. Keine überzeugende
gefunden…
30. März: zunehmender Mond, Stier:
Fest der Tempelgründung der Concordia: die römische Göttin der
Eintracht.
Quelle: (1)
Tempelgründungs-Fest der Göttin Salus: römische Göttin des Wohlbefindens
, der Gesundheit und der staatlich garantierten Sicherheit
Quelle: (1)
Fest zum Aufstellen des Friedensaltars für die römische Göttin Pax.
Quelle: (1)
31. März: zunehmender Mond, Zwillinge:
Tempelgründungs-Fest der römischen Göttin Mondgöttin Luna.
Quelle: (1)
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf
eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen
belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann
wäre ich sehr dankbar: 7.3. Junonalia (angeblich bei Livius zu finden,
die genaue Textstelle konnte ich noch nicht verifizieren), 8.3.
Geburtstag der Mutter Erde (China), 14.3. Tag der Ua Zit (Ägypten),
18.3. Sheela na Gig,
Quellenangaben: (1) Ovid: Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html
artemisathene

Kalender für April 2009
Im antiken Griechenland gehört der April 2009 zu den Mondmonaten
Mounychion und Thargelion. Mounychion hatte den Namen von dem Fest
Mounychia, bei dem Artemis als Mondgöttin und Herrin der Tiere geehrt
wurde. Thargelia, das Geburtstagsfest der Artemis und des Apollon, gab
dem Monat Thargelion seinen Namen.
In Rom war der April der Monat der Liebesgöttin Venus (griechisch
Aphrodite). Entstanden ist diese Zuordnung aus dem Mythos, dass
Aphrodite nach ihrer Geburt im April den Boden Zyperns betreten haben
soll. Wo sie hintrat wuchsen Gras und Blumen.
Im germanischen Gebiet hieß dieser Monat Ostermond. Ob die Göttin Ostara
damit in Verbindung gebracht werden kann, bleibt noch zu klären.
Festtage sollen Ostara und Walpurgis gewesen sein. Für das Ostarafest
gibt es kein überliefertes Festdatum aus vorchristlicher Zeit. Es ist
aber anzunehmen, dass der 1. Vollmond nach dem Frühlingsanfang nicht
eine christliche Erfindung ist, sondern schon vorher zu diesem Vollmond
das Frühlingsfest Ostara gefeiert wurde. Das jüdische Passah-Fest wird
übrigens auch am Sonntag nach dem Vollmond gefeiert. Dieses Jahr ist der
Vollmond am 9. April.
1. April: Zwillinge, zunehmender Mond
Veneralia: Festtag der römischen Liebesgöttin Venus. Ihr war im
römischen Reich der gesamte Monat April geweiht. Sie wurde an diesem Tag
speziell auch als Venus verticordia, welche die Herzen verändern kann,
in ihrem Tempel geehrt. (siehe Schlangengesang 10/05)
Am 1. April wurden ebenso die Fortuna Virilis, die Göttin des Glücks der
Frauen bei den Männern verehrt.
Quellen: (1) und (3)
2. April: Krebs, zunehmender Mond:
damit wahrscheinlich der Tag des Ostara-Festes, des Frühlingsfestes in
der germanischen Religion. Symbole des Frühlings und der Fruchtbarkeit
sind sowohl Hasen wie auch Eier. Ob es eine namensgleiche Göttin Ostara/Eostre
wirklich gibt, ist nach wie vor umstritten.
Quelle: Gardenstone: der germanische Götterglaube
2. April: bzw. 4.-10. April: Megalesia: kultisches Fest der Göttin
Kybele in Rom.
Quellen: (1) und "der Kult der großen Göttin", E.O.James
5. April: Löwe, zunehmender Mond
Tempelweihungstag der römischen Göttin Fortuna Publica auf dem Quirinal.
Quelle: (1)
7. April: Jungfrau, zunehmender Mond
Akitu:12-tägiges babylonisches Neujahrsfest dessen Höhepunkt die heilige
Hochzeit der Göttin Inanna mit ihrem Partner, dem Hirtengott Dumuzi war.
Sie fand am 10.Tag des Festes, dem Neumondtag statt.
Quelle: http://www.gatewaystobabylon.com/religion/akitu.htm
9. April:
Ostara: Vollmond: damit wahrscheinlich der Tag des Ostara-Festes, des
Frühlingsfestes in der germanischen Religion. Symbole des Frühlings und
der Fruchtbarkeit sind sowohl Hasen wie auch Eier. Ob es eine
namensgleiche Göttin Ostara/Eostre wirklich gibt ist nach wie vor
umstritten.
Quelle: Gardenstone: der germanische Götterglaube
11./12. April = 16. Tag des griechischen Mondmonats Mounychion,
Skorpion, abnehmender Mond: Fest der griechischen Göttin Artemis
Mounychion: Artemis in ihrem Aspekt als Mondgöttin und Herrin der Tiere
(siehe Schlangengesang 03/04)
Quellen: (5)
13./14. April = 17. Tag des griechischen Mondmonats Mounychion, Schütze,
abnehmender Mond: Brabroneia: Fest der griechischen Göttin Artemis
Brabroneia (siehe Schlangengesang 2/04)
Quellen: (5)
12. April: Skorpion, abnehmender Mond
Cerealia: römisches Fest der Göttin Ceres, Göttin der Erdkräfte,
Vegetationsgöttin (von lat. crescere = wachsen, bzw. wachsen lassen)
Quelle: (1), (2) und (4)
13. April: Schütze, abnehmender Mond
Tempelgründungstag der Göttin Libertas, der römischen Personifikation
der Freiheit.
Quelle: (1)
15. April:Schütze, abnehmender Mond
Fordicidia/Fordicalia: Fest der römischen Göttin Tellus Mater: ein
uraltes Fest zu Ehren der Erdmutter. (siehe Schlangengesang siehe
Schlangengesang 10/05)
Quellen: (1), (2) und (3)
21.April: Fische, abnehmender Mond
Parilia/Palilia: Fest der Pales, der römischen Göttin der Weiden und der
Herden, Wächterin über die Herden.
Quellen: (1), (2), (3), (4)
23. April: Widder, abnehmender Mond
Tempelgründungstag der Venus Erucina, der römischen Göttin der
Straßenmädchen und Huren.
Quelle: (1)
25.April: Stier, Schwarzmond
Robigalia: römisches Fest der Göttin Robigo: Göttin des Gertreiderostes
oder des Getreidebrandes, einer Pilzerkrankung des Getreides, die
Ernteminderung bis sogar Komplettausfälle verursachen konnte.
Quellen: (1) und (2)
28. April: Zwillinge, zunehmender Mond
Tempelgründungstag der römischen Göttin Vesta auf dem Palatin durch
Kaiser Augustus.
Quelle: (1)
28./29. April: 4. Tag des griechischen Mondmonats Thargelion: Opfer an
Leto, die Mutter der Göttin Artemis und ihres Zwillingsbruders Apollon
in Erchia.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
29./30. April: 5. Tag des Mondmonats Thargelion, Löwe, zunehmender Mond:
Opfer für Demeter Chloe in Athen, ihr wurde an diesem Tag auf der
Akropolis ein Widder als Opfertier dargebracht. Chloe bedeutet "das
junge Mädchen", "die junge Saat" und war ein Beiname der Demeter.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
30.April:Krebs, zunehmender Mond
Walpurgisnacht: Germanischer Festtag zu Ehren der Göttin Walpurga.
Gardenstone gibt in seinem Buch "germanischer Götterglaube" zwei
Möglichkeiten für die Herkunft des Namens Walpurga/Walburga: zum Einen
von Wald-Burga, was soviel wie Schutz des Waldes heißen soll, zum
Zweiten könne der Name von einer germanischen Seherin aus dem
2.Jahrhundert stammen, die dem Volksstamm der Semnonen angehörte und
Waluburg geheißen haben soll. In diesem Fall käme der Name von "Walus",
dem Stab der Seherin.
Beginn des zweitägigen Geburtsfestes (Thargelia) von Artemis und
Apollon. Reinigungsriten. (siehe Schlangengesang 10/05)
Quelle: (5), http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
Ende April bis Anfang Mai: Floralia: Fest der römischen Flora, Göttin
des Frühlings und der Blumen (siehe schlangengesang 2/04 zur Göttin
Flora)
Über die Dauer und das genaue Datum des Festes gibt es unterschiedliche
Meinungen; der Grund könnte sein, dass es sich bei den Floralia laut des
"römischen Festkalenders" von Reclam um einen Festtag der feriae
conceptivae = bewegliche Feiertage gehandelt habe.
Quellen: 28.4.-3.5. www.imperiumromanum.com
Ebenso: http://ancienthistory.about.com/library/bl/bl_ludiflorales.htm
28.4 -1.5. Ovid: Fasti
Ebenso: http://www.pantheon.org/areas/mythology/europe/roman/articles.html
27.4.-2.5. www.novaroma.org
3.5. der römische Festkalender; Reclam
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf
eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen
belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann,
wäre ich sehr dankbar: 5. April, Kwan-Yin, 21./22. April bzw. 13.
Mounychion: Demetreia, ein Demeter-Fest,
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html
artemisathene

Kalender für Mai 2009 - erste Hälfte
Dieser Mai wird bestimmt von den antiken Mondmonaten Thargelion und
Skirophorion. Thargelia, das Geburtstagsfest der Artemis und des
Apollon, gab dem Monat Thargelion seinen Namen. Skirophorion erhielt
seinen Namen von dem der Göttin Demeter geweihten Fest am 12. Tag des
Monats.
Die Herkunft des römischen Monatsnamens Mai ist nicht restlos geklärt.
Ovid gibt in seinen "Fasti" 3 Möglichkeiten für die Herkunft an: 1. von
Maiestas = die Hoheit, 2. von maiores = die Älteren (bezogen auf die
Senatsmitglieder) oder von Maia (Göttin, eine der Pleiaden).
In der germanischen Welt hieß der Mai "Wonnemond", von "winne" = Weide.
Es war die Zeit in der die Hirten Weiden für ihre Tiere suchten.
1. Mai: Krebs, zunehmender Mond:
Fest der römischen Göttin Maia, Muttergottheit und Fruchtbarkeitsgöttin
Quellen: (3) und (4), (Text: schlangengesang 2/04)
Festtag der Eröffnung des Tempels der römischen Göttin Bona Dea, Göttin
der Fruchtbarkeit, der Heilpflanzen und der Prophezeiungen.
Quelle: (1) und (4)
Maifest im germanischen Festkalender. Der Brauch des Maibaumaufstellens
geht weit in die vorchristliche Zeit zurück. Er stammt wahrscheinlich
aus dem Kyblele und Attis-Kult Kleinasiens.
Quelle: Gardenstone: Germanischer Götterglaube
E.O.James: der Kult der großen Göttin
Beltane / Beltain: keltisches Fest, Maifeiertag. Fest der walisischen
Göttin Creiddylad.
Quelle: Mabinogion
1./2. Mai = 7. Tag des griechischen Mondmonates Thargelion, zweiter Tag
des Festes Thargelia: Tag der Opfer für Artemis, Apollon aber auch die
Horen (Göttinnen der Jahreszeiten) und die Göttin Selene.
Quellen: (6)
2. Mai: Löwe, zunehmender Mond:
Ende der Floralia in Rom: Fest zu Ehren der Frühlings- und Blumengöttin
Flora (siehe April)
9., 11. und 13. Mai:
Lemuria: römisches Fest zu Ehren der Totengeister.
Quellen: (1), (2),(3) und (4)
14. Mai: Steinbock, abnehmender Mond:
Argeis: uraltes römisches Opferfest. Eine vestalische Priesterin wirft 2
menschlich geformte Binsenpuppen, die wie Greise aussehen, in den Tiber.
Es gibt 2 Varianten der Erklärung: Variante 1: Als Erinnerung an
vorrömische Menschenopfer für Saturn. Variante 2: um die Seelen der
verstorbenen griechischen Einwanderer übers Meer nach Hause zu schicken.
Quellen: (1) und (3)
15. Mai: Steinbock, abnehmender Mond:
Fest der griechischen Göttin Maia in Rom. Maia ist Fruchtbarkeitsgöttin,
Erdgöttin und Herrin der Schätze. (Text: schlangengesang 2/04)
Quellen: (4),
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm

Veranstaltungen
Das Fest der Erdgöttin
"Dupi, ein indisches Urwalddorf"
Sonderpräsentation des Erkenbert-Museums bis einschl. 3. Mai 2009
Rathausplatz
67227 Frankenthal (Pfalz)
Tel: 06233/89-495, -535
Fax: 06233/89-553
erkenbert-museum@frankenthal.de
Eintritt frei (Spenden willkommen)
Öffnungszeiten:
Di 10.00 bis 18.00 Uhr
Mi-So von 14.00 bis 18.00 Uhr
(Geschlossen am 10. und 13. April)
Zur Präsentation:
Das Interesse an Kulten und Ritualen sogenannter "Naturvölker" nimmt
allenthalben zu. So erwies sich die Eröffnung der ersten ethnologischen
Ausstellung des ehrwürdigen Frankenthaler Erkenbert-Museums als großer
Erfolg. Im Mittelpunkt steht ein vielfach bedrohtes,
göttinnenspirituelles kleines Volk: Die Kondh am Golf von Bengalen im
ostindischen Bundesstaat Orissa, von denen niemand weiß, wie lange es
sie als soziale Einheit noch geben wird...
Der Tagesablauf in archaischen, uns vollständig fremden Verhältnissen
wird auf gelungene Weise anschaulich gemacht. Die große Erdgöttin, der
alle Wesen dieser Welt ihr Leben verdanken, ist bestimmend für ein
freundliches, heiteres Völkchen, das nach wie vor keine Schrift kennt
und seine Mythen ausschließlich mündlich weitergibt. Dieser Göttin wird
an ihrem größten Fest alljährlich ein Büffel geopfert - laut
Überlieferung der Kondh soll sie vor langer Zeit gar Menschenopfer
begehrt haben! Aber ihr Ehrentag ist ein ungemein fröhliches Fest, an
dem Alt und Jung ausgelassen teilhaben.
Werkzeuge, Schmuck und diverse Musikinstrumente sind in der Präsentation
ebenso zu bestaunen wie Behältnisse - eine geflochtene Tasche oder aus
Flaschenkürbissen hergestellte Schöpfkellen, aus denen die Kondh
herrlichen Palmenwein genießen -, kunstvolle Malereien, rituelle
Plastiken aus Bronze und vieles mehr.
Die Göttin spricht aus dem Mund des Dorfschamanen, den sie sich selbst
aussucht. Solche interessanten Einzelheiten erfahren wir in großer Zahl
durch die hervorragend beschrifteten Aufnahmen des völkerkundlichen
Fotografen Albert Götzelmann. Er besucht das Kondh-Dorf Dupi seit 1984
immer wieder und ist dort ein gern gesehener Gast, weil er die
EinwohnerInnen so akzeptiert, wie sie sind und sie nicht in
neo-kolonialistischer Manier "zivilisieren" will.
Originalgegenstände und Fotos ergänzen einander und machen mit einer
bedrohten Kultur bekannt, die durch die Moderne hindurch dem Glauben an
die große Erdgöttin treu geblieben ist - eine Austellung, ebenso
informativ wie menschlich berührend.
Topografie eines weiblichen Pfades
Die sieben Richtungen des Pfades-nach-innen-ins-AllEinSein
Eine schamanische Unterweisung mit
Ute Schiran
Trink aus den vier Quellen der Winde
Speise erhältst du von Feuer & Licht
Erde bist du und kehrst zur Erde zurück
In drei Sequenzen von jeweils 7 Tagen stelle ich Lesben/Frauen als
Anregung auf dem eigenen Pfad einige Ortungspunkte, Wesenheiten, Räume &
Ebenen vor, die sich mir in meiner bald 34-jährigen Praxis des
Pfades-nach-innen-ins-AllEinSein als richtungsweisend, mächtig und
fördernd
erwiesen haben.
Dieser Pfad beinhaltet:
Das Niederlegen dessen, was wir uns als Ich-Identität zusammengebaut
haben;
Das Erlernen, Körper als Ortungs-& KOREspondenzKlangRaum für lebendige
Berührungen zu erkennen;
Die Stärkung der elementaren, jenseits von Polaritäten angesiedelten
Felder des "Weiblichen Traums".
Die erste Sequenz der Unterweisungen kann als eigenständige
Veranstaltung besucht werden.
Für die beiden nächsten Termine ist die Teilnahme an den vorangegangenen
Seminaren Voraussetzung.
Termin I: Trink aus den vier Quellen der Winde 11. - 17. Juni 2009
In der Frauen-Sommerfrische-Mecklenburg
Termin II Speise erhältst du von Feuer & Licht 30.Jan.-5.Feb. 2010
Auf dem Frauenhof im Allgäu
Termin III Erde bist du und kehrst zur Erde zurück 11. - 17. Juli 2010
Im Frauenraum Talanith, Toscana
Anmeldung bei:
uteschiran@chymorgen.plus.com oder meiner Postadresse: Ute Schiran,
poste restante,
7630-536 Saõ Martinho das Amoreiras, Portugal
Nach der Anmeldung erhältst du eine genaue Information wie's dann
verbindlich weitergeht.
Anmeldeschluss für die Sequenz I: Walpurgis (1.Mai) 2009
Berlin: Tag für die Göttin
2. Mai 2009
10.00 -18.00 Uhr
Rituale, Vorträge und Meditationen zur Göttinnen- und
Götterspiritualität
Ort: Aquariana, Am Tempelhofer
Berg 7d, 10965 Berlin
(U-Bhf. Platz der Luftbrücke)
Veranstalter:
Iseum Berlin der Fellowship of Isis
c/o Erik Natter,
Weitere Infos und Anmeldung unter:
www.iseum-berlin.de, iseum-berlin@web.de
sowie unter 0177/5134003
Unkostenbeitrag: 5,00 €
Das Iseum Berlin bietet auch Veranstaltungen zu den Jahreskreisfesten
an.
KÜNSTLERIN, MAGIERIN, HEILERIN -
IM RAD DES LEBENS
Wir werden aufbrechen von den Ländern des Südens, den Westen bereisen,
die weiße Winterkrone im Norden berühren und in die aufgehende Sonne
nach Osten fliegen. Die Kraft der vier Schilde kennenlernen, die Essenz
des Lebensrades erspüren und in Bildern sichtbar machen.
Das Lebensrad ist ein altes Heilwerkzeug, mit dem wir eigene Prozesse
besser verstehen und ins Gleichgewicht bringen können. Es ist auch
hilfreich, um andere auf ihren Veränderwegen zu begleiten.
Im Wirken mit den Bildern geht es darum, dem authentischen Ausdruck Raum
zur Entfaltung zu geben, Kunst als Fachsprache der Heilerin, der
Schamanin zu verstehen und anzuwenden.
Es werden verschiedene Maltechniken vermittelt, mit denen wir aus
Ritualen und Visionen entstandene Bilder entwickeln.
Keine Vorkenntnisse erforderlich.
LEITERIN Cambra Maria Skadé
TERMIN Freitag, 26.Juni bis Sonntag, 28. Juni 2009
ORT Frauenheilehaus Wennenden bei Blaubeuren
144 Eurakel + 20 Eurakel Übernachtung + Selbstverpflegung
Übernachtung im eigenen Schlafsack auf Matratzen im Gemeinschaftsraum
oder im eigenen Zelt.
Weitere Seminare http://www.arkuna.de
URSYMBOL LABYRINTH
DREIfaltigkeit ist die EINfachste ART größtmöglicher VIELfalt.
Wieder erwarten uns zwei reichhaltige, lebendig gestaltete Tage, die für
Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet sind wie für Neueinsteigerinnen.
Li Shalima vermittelt uns mit ihrer erfrischenden Art, welche
lebensnahen Erfahrungen im Labyrinth möglich sind, wenn wir dem Ursymbol
seine EINdeutigkeit zurückgeben und es in Zusammenhang mit den
Erkenntnissen moderner Matriarchatsforschung stellen.
Auf spielerische Weise verbindet sie theoretisches, philoso-phisches,
spirituelles und intuitives Wissen. Mit Leichtigkeit wechseln wir von
besinnlich tiefgreifenden Einzel-Erfahrungen zu fröhlich bewegenden
Gruppen-Erlebnissen, von Konzentration zu Entspannung.
Unter anderem stellt sie ihre Forschungsergebnisse zu den geometrischen
Grundlagen des Labyrinths vor, mit denen sie in den letzten zehn Jahren
ihre farbintensiven Ölbilder als neue zukunftsweisende Symbole
entwickelt hat.
Auch die historischen Hintergründe für die Entwicklung vom ältesten
Labyrinth zum heutigen Irrgarten hat sie eingehend untersucht und lässt
uns, je nach Bedarf und Wunsch der Gruppe, daran teilhaben.
Vor allem aber werden wir uns vertiefend die einfachen Choreographien
und Lieder erarbeiten, die sich für besondere Anlässe wie Geburtstage,
Jubiläum, Taufe, Verbindungs-rituale, Initiation und auch
Jahreskreisfeste eignen. Sie sind so konzipiert, dass sie immer und
überall und auch sehr spontan mit Gästen jeder Couleur angeleitet werden
können.
Und nicht zuletzt kommt in den immer wieder eingeschobenen
Gesprächskreisen jede einzelne Teilnehmerin selbst ausführlich zu Wort.
LEITERIN Li Shalima
TERMIN Samstag, 11. Juli, 10 Uhr bis Sonntag, 12. Juli 2009, 16 Uhr
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111 Eurakel + 10 Eurakel Übernachtung + Selbstverpflegung
Übernachtung im eigenen Schlafsack auf Matratzen im Gemeinschaftsraum
oder im eigenen Zelt.
Weitere Seminare http://www.arkuna.de
DIE MAGIE DER WEISEN FRAUEN
Einführung in die spirituelle Tradition der Frauen Europas
Kraftvoll - wild - weise
ist dieser Weg, der die Heiligkeit der Erde und alles Lebendige ehrt.
In dieser Spiritualität stehen Göttinnen im Mittelpunkt. Vor allem die
Göttin, die durch jede von uns verwirklicht werden will. Sie regt die
Möglichkeit an, mit sich selbst, der Erde und der Welt in Einklang zu
kommen und bekräftigt uns, sich liebend und streitend für das Leben auf
allen Ebenen einzusetzen.
Sie fordert verbindliches Engagement für die eigene Entwicklung und die
Entwicklung der Welt.
Es ist eine Weltanschauung, die uns stärkt, unser Schicksal in die
eigenen Hände zu nehmen und ein Leben in Kraft und Schönheit und
bedingungsloser Selbstliebe zu leben.
Wir vermitteln die Tradition der Weisen Frauen in aufeinander
aufbauenden Gruppenangeboten. Die Themen dieser ersten Gruppe sind unter
anderem:
Das verborgene Bild der Göttin in uns selbst; Mondin-Zauber;
Jahreskreisfeste; die magischen Elemente; Ritual; die Kunst des
Zauberwirkens und vieles andere mehr.
Zu jedem dieser Themenkreise zeigen wir alte und neue Zeremonien und
Rituale, Übungen, vermitteln Wissen, Geschichte und Geschichten, Mythen.
Für manche Frauen ist der Weg der Weisen Frauen ein Weg nach Hause, zu
sich selbst und zur persönlichen spirituellen Heimat.
Die vermittelten Fertigkeiten dieses Kurses ermöglichen es, eine
eigenständige Ritualgruppe zu gründen.
Und hier die aktuellen Termine:
In Stuttgart:
Samstag 4.4.09
Samstag 25.4.09 und abends Beltaneritual
Samstag 9.5.09
Samstag 23.5.09 und abends Abschlussritual
In Baden-Baden:
Samstags: 7. März / 4. April / 16. Mai / 20. Juni 09
Dienstags: 10. März / 24. März / 7. April / 21. April / 5. Mai / 30.
Juni / 7. Juli 09
2010 wird es auch Termine in Oberschwaben geben, in Biberach und
Ravensburg.
20.2.; 6.3; 20.3; 10.4; 1.5.; 15.5; 12.6. 2010, 10 bis 18 Uhr + 2
Ritualtermine.
Mehr findet Ihr ab Juli 2009 im nächsten gedruckten Arkuna-Programm oder
auf der Homepage http://www.arkuna.de.
169 Eurakel
  
Impressum
Schlangengesang – der Rundbrief für Göttinnenspiritualität wird von
keiner Organisation herausgegeben, sondern von Privatpersonen, die sich
zu diesem Zweck zusammen fanden.
V.i.S.d.P.: Nora Bugdoll, Kantstr. 11, 16225 Eberswalde
Bilder:
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Tara von jana, Tara von Esme
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vorliegenden Form weiter verbreitet werden. Eine Weiterverbreitung
als Ganzes ist erwünscht.
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ist ein offener Rundbrief für alle Menschen, die sich mit der Göttin
beschäftigen.
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