Rundbrief für Göttinnen- Spiritualität

Hallo,

Herzlich Willkommen zur 28ten Ausgabe des Schlangengesangs.
Diese Ausgabe ist ganz dem Thema Luft gewidmet und eröffnet den Reigen des Elementezyklus. In den folgenden Ausgaben geht es dann um die Elemente Feuer, Wasser und Erde.

Wir haben wieder einmal viele Zusendungen von LeserInnen bekommen, über die wir uns immer sehr freuen. Bitte schickt uns auch weiterhin eure Texte.

Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,
Das Schlangengesang-Team
Annika, artemisathene, Caitlin, Cailynn, Gwenhwyfar, jana, Karmindra, Lilia, MedeaLaLuna



Inhaltsverzeichnis

Göttin:
- Nike
- Eurynome


Thema: Element Luft
- Das Element Luft - traditionelle Bedeutung und Symbole
- Spritualität in Verbindung mit dem Element Luft
- Luftmeditation
- Mit dem Wind fliegen
- Gedicht zum Thema Luft
- Kurznotiz (fast gedicht) Luft
- Die Schwerter des Tarot
- So vielseitig ist Luft
- Frühjahrs-Äquinoktium
- Gedicht zu Ostara

Pflanzen:
- TITEL PFLANZE

Praktisches:
- Mit den Elemente leben - Die Bedeutung der Elemente
- Mit den Elemente leben - Einführung und die erste Elementewoche
- Rezepte zum Thema Luft
- Bauanleitung für einen Räucherfächer
- Göttliche Düfte

Buchrezensionen:
- Göttinnen der himmlischen Galerie
- Der Kreis der Elemente

Netze weben:
- Linktipp: Spirit-Voice

Kalender:

- Der Schlangengesang Göttinnen-Göttinenkalender
- Feiertage im März
- Feiertage im April
- Feiertage im Mai

Veranstaltungen:
- Veranstaltungen

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Nike – die geflügelte Göttin des Sieges

Nike (griechisch = Sieg) ist die Tochter der Styx (Göttin des Unterweltflusses) und des Titanen Pallas. Ihre drei Geschwister heißen Bia (Gewalt), Zelos (Wetteifer) und Kratos (Kraft, Macht). Sie ist die Göttin des Sieges, der im Kampf oder friedlichen Wettstreit errungen werden kann. Ihr römisches Pendant ist die Göttin Victoria.
Gemeinsam mit ihren Geschwistern bekämpft und besiegt sie mit Göttervater Zeus die Titanen. Damit erkämpft sie sich das Recht auf einen Platz auf dem Olymp, an der Seite des Zeus. Der griechische Schriftsteller Nonnos beschreibt, wie Nike Zeus in flammender Rede zum Kampf gegen die Titanen aufruft. Sie bringt ihm Waffen und hält in der Schlacht im rechten Augenblick sogar einen Schild schützend über den Göttervater. Die Siegesgöttin scheut sich nicht aktiv ins Kampfgeschehen einzugreifen und verlässt das Schlachtfeld mit blutbesudeltem Gewand.

Nike wird als schlanke, elegante Frau dargestellt, deren hauchdünnes Gewand im Wind flattert. Berühmt ist ihre geflügelte Darstellung als "Nike von Samothrake". Als Siegesgöttin stand sie bei diversen Götterstatuen und Wandmalereien auf der Hand des Zeus, der Athene oder aber eines siegreichen Heerführers. Manchmal fliegt sie auch über dem Pferdegespann des Siegers und hält den Lorbeerkranz oder den Palmzweig über das Haupt des erfolgreichen Kämpfers.
Weitere Attribute der Göttin sind die Kithara/Lyra, ein Seiteninstrument ähnlich einer Leier, auf der bei festlichen Anlässen Lobeshymnen gesungen wurden, eine Phiale (Trinkschale für das Tankopfer), ein Krug (Oinochoe) oder ein Weihrauchgefäß (Thymaterion). Diese Symbole deuten auf einen Opferkult zu Ehren der Göttin hin.

Die Flügel sind das wichtigste Attribut der eilenden Göttin. Dennoch ist sie auf einem Fries am Nike -Tempel in Athen ohne Flügel, als Nike Apteros, dargestellt. Symbolhaft sollte Nike nicht mit dem Sieg wieder davonfliegen. Die Flügel sind natürlich metaphorisch für das Siegesglück. Dem Tapferen "fliegt" der Sieg förmlich zu. Aber oftmals wendet sich ja auch das Glück während einer Schlacht, die Kriegsparteien sehen förmlich wie Nike von einer Seite zur anderen fliegt.
Wie wertvoll dem Sieger die Gunst der Göttin war zeigt sich daran, dass die Statuen der Göttin, oft aber mindestens die Flügel, vergoldet wurden. In einer Erzählung des Nonnos trägt Nike geflügelte Sandalen, ähnlich dem Götterboten Hermes.

Durch ihren Einfluss auf das Kriegsgeschehen setzte man Nike häufig mit Athene, der Kriegsgöttin der Griechen gleich, sie verschmolzen förmlich zu einer Gestalt und so trug Athene auch oft den Beinamen Nike Athene. Bakchylides beschreibt Nike als dunkelgelockte "Hüterin des wahrhaften Rechts". Auch daran kann man die Nähe zur Göttin Athene erkennen.

Die Siegesgöttin Nike bekränzte und ehrte natürlich auch die Sieger von sportlichen Wettkämpfen. Vor dem Nike-Tempel in Athen fand die Siegerehrung der Panathenaien, der athenische Wettkämpfe und Feierlichkeiten zu Ehren Athenes, statt. Nur alle vier Jahre wurden die großen Panathenaien gefeiert, ein ähnlich großes und bedeutendes Spektakel wie die olympischen Spiele.

Nike ist aber nicht nur eine beherzte Kämpferin, in Friedenszeiten erfreut es sie auch als Brautjungfer und Ehestifterin aufzutreten. So beschreibt Nonnos: "Nike nahte, dem Zeus zu Gefallen, schwirrend auf Flügelsandalen; tätig als Brautjungfer, jauchzte Kadmos sie zu, dem tapferen Kämpfer des Zeus; und am Brautbett sang sie, mit reiner Mädchenstimme, das Hochzeitslied, kreiste dabei im Tanzschritt, in kunstvoll geschlungnen Figuren, und regte sittsam die Flügel neben dem heitren Geschwirr der Eroten." [Nonnos: Leben und Taten des Dionysos, S. 132. Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 8156 (vgl. Nonnos-W Bd. 1, S. 79) (c) Aufbau-Verlag]


Nike wurde in der bildenden Kunst häufig dargestellt. Berühmt sind ihre kleinen goldenen Figuren auf der Hand der Athene im Parthenon-Tempel in Athen, sowie auf der Hand des olympischen Zeus. Heute ist die "Nike von Samothrake" das berühmteste erhaltene Beispiel einer antiken Darstellung der Siegesgöttin. Diese Statue wird im Louvre in Paris aufbewahrt.
Als geflügelte, zarte Erscheinung gehört Nike zu den Vorbildern der späteren Engelsdarstellungen, vor allem in der Renaissance.
Auch in der neuzeitlichen Kunst hat man die Nike nicht vergessen. In München steht sie als "Friedensengel" auf der Siegessäule hoch über der Isar, in Berlin auf dem Olympiagelände von 1936 und in Warschau an der "Solidarnosci"-Allee.

Quellen, Literaturhinweise und Links:
Hesiod, Theogonie
Das Who´s who in der antike Mythologie, dtv
Lesikon alte Kulturen, Meyers Lexikonverlag
Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos
http://de.wikipedia.org/wiki/Nike_%28Siegesg%C3%B6ttin%29
http://www.sungaya.de/schwarz/griechen/nike.htm

Fotos: Nike Warschau: 24.01.2007, Pawel Dydak

artemisathene



Hymnos auf Nike

Mächtige Nike, dich ersehnen die Sterblichen innig,
du allein beschwichtigst den Kampfeseifer der Menschen
und den entsetzlichen Streit auf dem Schlachtfeld der feindlichen Heere
durch die Entscheidung über das ringende Streben zum Siege,
dem du die köstlichste Ehre verleihst in jähem Erscheinen.
Bist du doch stärker als alle, du birgst, Gepriesene, jeden
Zwistes herrlichen Ruhm, umtönt vom Jubel des Glückes.
Komm, du Ersehnte, du Selige, kröne strahlenden Auges
immer das ruhmvolle Werk durch einen erfolgreichen Ausgang!

Anonyma: Orphische Hymnen, S. 3. Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 144 (vgl. Griech. Lyrik, S. 456)


Gebet an Nike von Euripides in Orestes

Hochheilige Nike,
behüte mein Leben
und kränze mich immer aufs neue!

Euripides: Orestes, S. 86. Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 3826 (vgl. Euripides-W Bd. 2, S. 426) (c) Aufbau-Verlag





Eurynome

Eurynome ist die allerälteste der griechischen Göttinnen. Sie erhob sich nackt aus dem uranfänglichen Chaos und begann sofort zu tanzen. Mit ihrem Tanz schied sie das Licht von der Dunkelheit und das Meer vom Himmel. Sie war völlig dem Rausch der wirbelnden Bewegungen hingegeben. Aus diesen Wirbeln hinter sich entstand ein Wind, dessen Lust sie weckte. Sie drehte sich zu ihm um und packte den Wind mit ihren Händen. Die Göttin rollte ihn zu einer Schlange, als wäre er aus Lehm. Diese Windschlange nannte sie Ophion. Eurynome schlief mit Ophion und verwandelte sich anschließend in eine Taube. In dieser Gestalt legte sie das universale Ei, aus dem die gesamte Schöpfung schlüpfte. "Die großzügig Regierende" richtete sich hoch über der neuen Erde auf dem Berg Olympos ein und blickte sehr zufrieden auf ihre Schöpfung herab. Ophion jedoch brüstete sich damit, dass alles Materielle auf ihn zurück gehe. Für diese unverschämte Anmaßung schlug ihm Eurynome unverzüglich die Zähne aus und warf ihn in einen Kerker in der Unterwelt.

Claudia Schäffer
Leserin






Das Element Luft-Traditionelle Bedeutung und Symbole

Luft ist das Element, das traditionell im Osten an den Kreis gerufen wird. Es wird mit der aufgehenden Sonne und damit auch mit Kindheit/Jugend, Frühling, Morgen und Neubeginn in Verbindung gebracht.
Das ist der Grund, weshalb wir unsere Elementereihe kurz nach Imbolc mit dem Thema Luft beginnen.
Die junge Göttin kehrt auf die Erde zurück und wird sich ihrer selbst bewusst. Sie weiß, dass sie ist.
Mit sich bringt sie den Frühling und das Wiedererwachen der Natur. Die ersten lauen Winde wärmen die Erde, Bäume und Kräuter treiben aus, die Vögel kehren aus der Überwinterung zurück. Viele Tiere erwachen aus ihrem Winterschlaf oder ihrer Starre. Alles ist frisch, neu, grün und lebendig.

Im traditionellen Wicca beginnt man die Anrufung der Elemente mit der Luft im Osten, darauf bauen alle weiteren Elemente auf.
Das Element Luft wird mit dem Verstand in Verbindung gebracht und damit auch mit der Bewusstwerdung der eigenen Persönlichkeit, Sprache, Kommunikation, Gedanken, Rationalität, Wissen...Traditionell wird das Element dem Männlichen zugeordnet. Es steht dem weiblichen Element Wasser im Westen direkt gegenüber und ist sein genaues Gegenteil. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Polaritäten.
Seine Ritualwerkzeuge sind der Dolch oder auch das Schwert. Denn der Verstand und das rationale Denken trennen Dinge genauso, wie sie sie wieder miteinander in Verbindung bringen. Gedanken können freundlich und scheinbar belanglos sein, genau so wie eine warme Frühlingsbrise sacht mit den Ästen der Bäume spielt. Gedanken können aber auch vernichtend sein und unerbittlich, Worte können verletzen, genauso wie die Klinge des Dolches oder der Sturm, der mit seiner verwüstenden Macht über das Land fegt.

Die Qualität der Luft wird gut in der Tarotkarte des Magiers wieder gegeben. (Beispiel anhand des Rider-Waite-Decks). Die Karte hat die Nummer eins. Ihr zuvor kommt nur die Karte des Narren, die die Ziffer Null trägt. Der Narr ist die pure Potenz des Seins, praktisch wie ein Embryo im Mutterleib. Er ist da, aber noch nichts konkretes. Die ursprüngliche, formlose Kraft der Natur, ein göttlicher Funken. Dieser Funken bekommt Form und entwickelt sich zum Magier weiter. Der Narr wird sich seiner selbst bewusst und erkennt sich im Zusammenhang zu seiner Umgebung. Im Gegensatz zur Priesterin ist er rein rational orientiert. Er ist sich seiner selbst und seiner Fähigkeiten vollends bewusst. Er hat die Welt mit seinem Verstand erfasst und sie verstanden. (Auf dem Altar vor ihm liegen die magischen Waffen der vier Elemente, er hat den Stab hoch erhoben- weiß sie also auch einzusetzen.) Die eins ist unteilbar (lat. Individuum), der Anfang.
Eine weitere Entsprechung findet die Luft im Tarotdeck in der kleinen Arkana. Genauer in der Farbe der Schwerter.

Als zugehörige Farben zu dem Element findet man oft gelb, seltener hellblau. Die zugehörigen Tierkreiszeichen sind Zwillinge, Waage und Wassermann. Als entsprechende Naturgeister werden von Paracelsus die Sylphen angegeben.
Ein gängiges Symbol, das von vielen verschiedenen magischen, wie auch spirituellen Traditionen für die Luft verwendet wird, ist das von einer Linie durchzogene, aufrecht stehende Dreieck.
Zuletzt sei noch auf die zugehörigen Pentagramme verwiesen, die das erste Mal beim Golden Dawn in dieser Form Verwendeung fanden, inzwischen aber auch von weiteren ritualmagischen Strömungen und dem Wicca-Kult benutzt werden.



Für ein anrufendes Luft-Pentagramm (Soll die Eigenschaften oder Elementarwesen der Luft evozieren/anrufen.) wird rechts oben, wie in der Grafik beschrieben, mit dem Ziehen begonnen. Man folgt den Linien der Reihe nach und endet damit, dass man die erste gezogene Linie noch einmal zieht. Man endet also in der linken oberen Zacke des Pentagramms.
Zum Bannen (Ich hörte mal von jemandem, der dieses Pentagramm benutzte, um starken Wind Einhalt zu gebieten.) fängt man in eben dieser linken oberen Ecke an und zieht die Linie nach rechts. Das Pentagramm endet, indem man die erst gezogene Linie ein zweites Mal zieht. Man endet also in der Zacke oben rechts.



Um es zum Ende noch einmal mit den Worten einer Religion zu sagen, mit der viele von uns aufgewachsen sind: Am Anfang war das Wort.

Cailynn





Spiritualität in Verbindung mit dem Element Luft

Immer wieder hört und liest man davon, dass man Rituale ausführen soll, um sich mit der göttlichen Energie zu verbinden. Wobei dies ja gar nicht nötig und möglich ist. Denn jeder Mensch, jedes Lebewesen trägt das Göttliche in sich, ist Teil des Göttlichen. Daher braucht man sich nicht noch einmal damit zu verbinden oder überhaupt eine Verbindung herzustellen. Lediglich die vorhandene Verbindung verstärken und sich der Göttlichkeit, die in einem selbst schon ist, bewusst werden. Und genau das tun wir, am deutlichsten in Verbindung mit dem Element Luft.

Jeder Mensch erlebt täglich unzählige Male die Verbindung mit dem Element Luft. Alleine durch das Atmen (unbewusst) – ohne das der Mensch nicht leben könnte. Aber auch durch Meditationen und Atemübungen (bewusst) erleben wir die Verbindung mit der Luft. Doch die wenigsten machen sich Gedanken darüber, dass das Atmen an sich auch einen spirituellen Charakter haben könnte.

Zwar werden wir uns gewahr, dass die Atmung ein Mittel zur Konzentration, Zentrierung und Erdung sein kann – aber kaum hat man die Meditation oder Übung abgeschlossen, ist die vermeintliche Verbindung schon wieder weg – meint man. Doch das stimmt nicht. Wir sind uns dieser ständigen Verbindung nur nicht mehr bewusst. Dabei ist die Luft ständig um uns herum und in uns drinnen – womit ständig eine Verbindung besteht.

Außer bei einer Meditation, bei der es darauf ankommt durch konzentriertes Atmen ruhig zu werden, kann man die Luft durch Erfühlen, auch in folgenden Situationen wahrnehmen:
eine kräftige Bö, die uns fast den Atem nimmt;
ein laues Sommerlüftchen, das für angenehme Kühlung sorgt;
ein Sturm, der alles umherwirbelt
und in vielen anderen Situationen auch.

Luft kann man auch hören, was durchaus einen spirituellen Zug haben kann, z.B.: Wenn man im Wald das Flüstern des Windes in den Blättern wahrnimmt oder das Pfeifen des herannahenden Sturmes um die Häuserecken. Sogar das Erklingen eines Windspieles kann spirituellen Anstoß geben.

Man kann Luft aber nicht nur fühlen und hören, sondern auch schmecken. Jeder der schon mal durch den Wald gegangen ist und auf sich hat wirken lassen, kennt es, diesen seltsamen Geschmack, der dem Wald zu Eigen ist. Im Frühling schmeckt die Luft sauber und rein. Im Sommer eher staubig und nach einem Sommergewitter wie gereinigt (hier ist der Unterschied am besten zu schmecken). Wer durch den Herbstwald wandert wird feststellen, dass die Luft erdig, feucht, manchmal sogar leicht moderig und nach Pilzen schmeckt. Nur im Winter, da schmeckt die Luft wie frisches Quellwasser – rein, klar und eisig kalt.

Zudem fungiert die Luft auch als Hilfsmittel um bei Riten unsere Wünsche und Opfergaben (z.B.: Räucherungen) zu den Mächten zu transportieren– da man die Luft bzw. den Rauch bewusst einsetzt, um etwas zu erreichen.

Die spirituelle Verbindung mit dem Element Luft ist so vielfältig wie die Formen, die die Luft selbst annehmen kann. Wir müssen sie nur wahrnehmen.

Sassenach
Leserin






Eine kleine Luftmeditation

Dies soll nur eine von vielen Möglichkeiten sein, die Verbindung mit der Luft zu verstärken. Ich selbst führe sie gerne aus – da man sich so herrlich frei fühlt.

Suche Dir einen ruhigen Ort an dem Du ungestört bist – vorzugsweise im Freien (ich selbst gehe hierzu am liebsten auf eine Felsklippe im Wald)

Mache es Dir bequem und atme mehrmals tief und ruhig, bis aller Stress, Sorgen und Gedanken von Dir abfallen.

Betrachte deine Umgebung (auf einem Erhöhten Punkt im Wald ist das besonders schön – zu sehen, wie die Bäume im Wind hin und her schwanken) und versenke dich in die Luft.

Spüre sie – nicht nur wie sie um dich herum tanzt – sondern versetze Dich in die Luft selbst. Werde ein Teil der Luft.

Sassenach
Leserin






Mit dem Wind fliegen
Eine Erfahrung der besonderen Art

Ich sitze im Wald auf einem Felsvorsprung. Mein Blick geht in die Ferne – ich sehe, wie die Bäume sich im Wind neigen, höre das Flüstern des Windes in den Blättern der Bäume hinter mir. Wie ein zarter Hauch umspielt mich der Wind – fährt sachte durch mein Haar. Dann packt mich das Verlangen mit dem Wind um die Wette zu laufen. Ich stehe auf, trete an die Kante des Felsens. Mit ausgebreiteten Armen und geschlossenen Augen stehe ich da. Der Wind tanzt wilder um mich herum. Ich habe das Gefühl hochgehoben zu werden, zu fliegen. Er trägt mich – vertrauensvoll lehne ich mich nach vorne – er hält mich fest. Zerzauste Haare, das Rauschen der Blätter im Wind wird stärker. Ich höre den Wind lachen – wieder zieht mich etwas nach vorne – ich mache einen Schritt – der Abgrund schreckt mich nicht. Ich weiß, ich bin der Wind – mir wird nichts geschehen. Ob meines Leichtsinnes reißt mich der Wind fast rückwärts von den Füßen. Erschrocken öffne ich die Augen – sehe nach unten und stehe nur noch wenige Zentimeter auf dem Felsen. Eine kräftige Hand packt mich im Rücken und reißt mich zurück. Doch niemand ist da – niemand außer dem Wind. Ich.

Sassenach
Leserin






Luft

Ohne dich kann ich nicht leben
Liebevoll umgiebst du mich
in dich leis die Spinnen weben
unsichtbar trägst du das Licht
unfaßbar umgibst du alles
was die Mutter Erde trägt
und umhüllst sie wie ein Mantel,
der als Sturm das Laub wegfegt.

Des Verstandes scharfe Klarheit
und der Worte Widerhall
des Gesanges schlichte Wahrheit
Seufzen, Brüllen, Lachen, Knall
alles trägst du, still und gütig
und erträgst uns so demütig.

Fasziniert lass ich mich drehen
vom spiralig Wirbelwind
schau, wie Nebel sanft verwehen
wilde Böe Sand mitnimmt.
Heb ich staunend meine Sinne,
will ich fassen, wer du bist,
greift nur meine Hand ins Leere,
weil es nicht begreifbar ist.

Mach zum Freund mich, Lebensatem,
dass ich dich nicht schätz gering.
Und ich neig' den Kopf voll Achtung,
Dank der göttlich Weisheit bring,
die mich liebevoll beschenkte
mit dem allen, was ich brauch:
Atmen, Lachen, Singen, Denken,
Klang und Wind und Lebenshauch.

Truda
(Gertrud Kati Schwabach)
Leserin






Kurznotiz (fast gedicht) Luft

Füllt meine Lungen
läßt Düfte um meine Nase wehen.
Bist federleicht und ohne Form,
mal zündende Idee mal Spinnerei,
ein Kinderspiel ?
unbeschwert und frei.

Chandra
Leserin






Die Schwerter des Tarot

Bereits in Mittelalter und Renaissance gehörte das Kartenspielen zu den beliebtesten Freizeitmöglichkeiten und wurde über die Jahrzehnte hinweg äußerst populär. Im 18. und 19. Jahrhundert entstanden schließlich besondere Spielkarten mit meist symbolischem Inhalt, die zu Divinationszwecken eingesetzt wurden. Hierbei sind zwei unterschiedliche Grundhaltungen zu beobachten: die einen glauben an eine magische Kraft der Karten, welche uns die Zukunft voraussagen könnten. Andere sind eher der Meinung, dass die Karten nur unser Inneres widerspiegelt. Welche Überzeugung man auch vertritt, unbestritten ist, dass das kontinuierliche Legen von (Tarot-)Karten das Leben sehr gewinnbringend begleiten und uns im ständigen Dialog mit uns selbst halten kann.



Es gibt die unterschiedlichsten Kartendecks, wobei sich einige besonders beliebte und tradierte Kartensammlungen herausgebildet haben (Crowley-, Rider-Waite- und Marseille-Karten). Allen gemein ist die Aufteilung der insgesamt 78 Karten in die großen Arkana und die kleinen Arkana. Die großen Arkana (auch Trumpfkarten) bestehen aus 22 Bildern, die oftmals als Weg oder Geschichte verstanden werden. Die kleinen Arkana umfassen die restlichen 56 Karten, wobei diese wiederum in vier Gruppen unterteilt werden. Die Bezeichnung der Gruppen ist teilweise unterschiedlich (wie auch die Namen der großen Arkana je nach Kartendeck leicht voneinander abweichen), im Rider-Waite-Tarot heißen sie Schwerter, Kelche, Münzen und Stäbe. Innerhalb der Gruppen gibt es außerdem jeweils 4 Hofkarten, die beispielsweise im Rider-Waite-Tarot mit König, Königin, Ritter und Page bezeichnet werden.
Genau auf eine Gruppe dieser kleinen Arkana möchte ich heute zu sprechen kommen, da diese Gruppen ebenfalls den vier Elementen zugeordnet werden.


Im Reigen der Tarotkarten werden die Schwerter traditionell dem Element Luft zugeordnet. Sie repräsentieren gedankliche Prozesse, Wissen und Intellekt, Vorstellungen und Entscheidungen und umfassen somit den Geist des Menschen. Das wohl berühmteste Schwert mag Excalibur sein, von dem behauptet wurde, dass es seinen Träger unverwundbar mache. Dies trifft auch gewissermaßen auf die Schwert-Karten zu, denn wer seinen Verstand benutzt und einen wachen und klaren Geist besitzt, der kann kaum besiegt werden. Auch die Justitia trägt neben der Waage ein Schwert bei sich. Hier sehen wir die enge Verbindung der Schwerter zur Fähigkeit Erkenntnisse zu sammeln, eine Sachlage zu durchdringen, zu zerteilen, zu durchschauen und sich schließlich auch ein Urteil zu bilden. Oftmals zeigen die Schwerter Chancen für einen Neuanfang und ermuntern uns, alte Fesseln zu lösen, um durch klare Entscheidungen unsere Stagnation zu überwinden. Sie führen uns aber auch die schmerzhaften Seiten des Schwertes vor Augen: ein erzwungenes Ende, Liebeskummer, Flatterhaftigkeit und Eitelkeit. Schwerter warnen uns immer davor, den "kühlen Kopf" zu verlieren und halten dazu an, einen Überblick zu gewinnen und daraus wichtige Erkenntnisse zu schöpfen.
Für mich repräsentieren sie also die "Schärfe des Geistes", die wichtigste Waffe, die uns im Leben mitgegeben wird.

Quellen: eigene Deutung und Erfahrung
Bürger/Fiebig: Tarot für Einsteiger/innen, Königsfurt Verlag 1999

Annika





So vielseitig ist Luft

Die Luft brauchen wir zum Atmen, ohne Sauerstoff kein Leben. Oft ist in alten Schöpfungsmythen vom "göttlichen Atem" die Rede, der einem Lebewesen eingehaucht wird. Luft ist überall um uns herum. Sie hat kein Gewicht und keine Gestalt. Sie ist das Sinnbild für unendliche Weite und Freiheit. Gedanken sind frei, heißt es. Dem Element Luft sind also die Welt der Gedanken zugeordnet, der Intellekt, der Verstand, das Ego sowie die Welt der Ideen, Pläne und Visionen - all das, was noch keine Gestalt angenommen hat.

In der Magie (und nicht nur dort) steht sie also für den Anfang eines Rituals, sowie für Reinigung durch Räuchern und natürlich für die Magie selbst - das Hantieren mit Energien. Luft hat die kühle Frische des Morgens, des Frühlings, der Jugend. Erneuerung ist ihre Kraft und ihre Energie geht von oben nach unten, daher wird ihr oft auch der Blitz zugeordnet - der Initiationsfunke, die göttliche Eingebung. Da ihre Energie frei und ungebunden ist, wird der Luft der Typ des Sanguinikers zugeordnet. Er ist begeisterungsfähig, bleibt aber nie bei einer Sache.

In der Luft finden wir Widersprüchliches und Ausgleichendes wie auch in ihren astrologischen Entsprechung von Waage, Zwilling und Wassermann. Der umherschweifende - möglicherweise sprunghafte, erfindungsreiche und flinke Geist auf der einen Seite und der scharfe, klare, ordnende Intellekt auf der anderen. Die Göttin Athene ist hier angesiedelt (Intellekt), Aurora, die Göttin der Morgenröte (Jugend), aber auch Artemis, als Königin der Amazonen und ihrer Schwertkraft. Im Tarot stehen die Schwerter für diese trennende, entscheidende und ordnende Kraft des Intellekts.

Zur Luft gehören die Düfte ebenso wie giftige Dämpfe, die sanften Brisen ebenso wie zerstörende Wirbelstürme, summende Bienen, schwirrende Falter, schwebende Falken, sowie herabstürzende Raubvögel, liebliche Klänge ebenso wie Geräusche. Die Luft ist leicht und wild, sie kann eine schweben lassen, abheben, streicheln, aber auch schütteln, niederdrücken und fortreißen. Mit dem Element Luft kann eine Luftschlösser bauen, exakte Pläne machen, umherschweifen und entdecken oder alles in Rauch aufgehen lassen - vom Winde verweht, wird das Haus, das auf Sand gebaut ist. Eine kann über den Wolken schweben (oder über die Tanzfläche) und Gleitschirm fliegen oder Bungee-Springen - das Gefühl des absoluten Loslassens erfahren.

In der Luft leben Geister, Engel, Slyphen, Feen und die Windsbraut. Ihr sind alle Blasinstrumente zugeordnet, sowie die Orgel. Die Planeten Merkur, Venus und Uranus gehören zur Luft. Das Weben und Spinnen sind luftige Künste sowie die Berufe Glasbläser, Erfinder, Elektriker, Programmierer oder Kommunikationstechniker. Die oberen Chakren sind diesen Welten zugeordnet: die Krone für die Verbindung zur geistigen Welt, das dritte Auge für die Visionen und das Kehlchakra für die Kommunikation. Auf der körperlichen Ebene wären also der Kopf und seine Sinnesorgane der Luft zugehörig. Luftige Symbole sind Federn, Räucherwerk, Messer und Schwerter, sowie Flöten.

Ein Mensch, der gern abhebt ist ein Luftmensch, ein ideenreicher, phantasievoller, sprühender Geist, aber ebenso einer, der sich ungern festlegt, entscheidungsunfreudig ist, sprunghaft, ein Rohr im Wind, ein Träumer, realitätsfern, oberflächlich, unzuverlässig, nervös, schusselig und unkonzentriert und extrem unausgeglichen, einer, der in vielen Häfen zu Hause ist - "heute hier, morgen dort". Ein Prototyp wäre hier der schusselige Erfinder Daniel Düsentrieb.


Chandra
Leserin






Frühjahrs-Äquinoktium

Rückkehr ins Leben - Die Zeit, in der Christen das Osterfest feiern - die Auferstehung Christi - ist eine Zeit, in die Natur ebenfalls ihre Wiederkehr ins Leben feiert. Das erste Grün zeigt sich an den Bäumen und erste Blüten repräsentieren die aufsteigenden Kräfte. Wie sich die Welt um uns herum im "neuen Kleide" präsentiert, so legen auch wir ein "neues Gewand" an.

Das Fest zum Beginn des Sternzeichens Widder ist ein Fest des Lebens und der Tatkraft. Es sagt uns: "Schön, daß du da bist!" Fruchtbarkeitssymbole wie Hasen, Marienkäfer und Eier finden sich nicht nur auf Ostergabentischen. Besonders die Tradition des Eies ist eine ganz alte. Vögel beginnen nun mit dem Nestbau. - Zu dieser Zeit lohnt sich eine Meditation über das "innere Ei", das wachsende Ich bzw. die wachsende Jahresaufgabe. Die Vision unseres diesjährigen Reifeprozesses hat sich bereits zu Imbolc (junge Mondsichel, um den 2. Februar herum) gezeigt, jetzt bringen wir sie in die Welt. Rituelles Aussähen bestärkt dies im Außen. Wir bereiten "unseren Garten" - auch im Konkreten. Es ist eine gute Zeit für Projektanfänge.

Das Äquinoktium pendelt für eine kurze Zeit zwischen Tag und Nacht wie ein Augenblick des Innehaltens bevor die Sonne die Oberhand gewinnt, ein Moment des Übergangs. Es balanciert sich Innen und Außen; die Phase der Innenschau weicht dem aktiven Abschnitt des Jahres. Es tut gut, die letzten Schlacken des Winters endgültig loszuwerden. Frische Keime und frischer Bärlauch bereichern unsere Nahrung im Frühjahr. Ich wünsche allen Frauen viel Glück und Kraft für ihre Projekte!

Chandra
Leserin






Ostara

Ich bin wieder zurück
mit grünen Spitzen an den Zweigen,
gelben Blüten und ersten lauen Tagen,
mit Vogelgezwitscher am Morgen,
das meine Schönheit preist,
mit bunten Tupfern im Garten
und ersten frischen Zutaten fürs Festmahl.
Unruhe und Erwartung
ist in allem, das sich paart
und es gibt nächtliche Konzerte
mir zu Ehren.
Ich bin wieder da
und streiche sanft übers Land
mit dem Wissen des ganzen Zyklus,
erstes neue Leben in mir und um mich herum.
Noch ein wenig fröstelnd
nach der langen Winternacht
stimmen alle ein
ins Lied, das das Leben feiert:
Frühling sei es nun,
säe aus, was wachsen soll!

Chandra
Leserin


Das Gedicht ist Teil des Gedichtzyklus "Göttinnenzyklus". Der Göttinenzyklus (als Heftchen im DIN-A 5 Format) kostet 2,- + Porto und als CD (Texte von mir gesprochen) 10,- + Porto, beziehbar unter www.frauenpfade.de






Die Schafgarbe- Achillea Millefolium

Du wächst im gesamten Europa. Äußerst genügsam überdauerst du Kälte und Hitze.
Du wächst auf trockenen Wiesen und an Wegen, auf Feldrändern, Brachen, an Hecken und auf Schuttplätzen. Zu viel Nässe magst du nicht. Während des Sommers hast Du viel Wärme getankt. Nach den ersten Frösten stehen immer noch einige deiner weißen Blüten aufrecht im welken Gras.
Deine zartgliedrigen Blättchen - millefolium - Tausendblatt, "Augenbraue der Aphrodite", werden sie auch genannt, sind in Wirklichkeit nicht zart. Pflücke ich eines deiner Blättchen und streiche damit über meine Wange, spüre ich, wie borstig rauh es ist. Überhaupt hast du erstaunliche Durchsetzungsstrategien. Ich bewundere dich, wie viele Ausläufer du in kurzer Zeit, in steiniger Erde und trotz Trockenheit bildest.
Im Frühling, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Erde erwärmen, sind auch deine Blattrosetten bald da. Du siehst dann sehr verletzbar aus. Ich pflücke immer nur 1 bis 2 Blättchen von jeder deiner Rosetten für unseren Frühlingssalat. Du sollst nicht durch mich leiden. Ich danke Dir für Deine Gabe, für die Kräfte, die du mir und meiner Familie schenkst.
Ich wünsche, es möge dir gut gehen. Später, von Mai bis in den Oktober hinein, sollst du ja aus deiner Blattrosette harte zähe Stengel herauswachsen lassen zu Blütenschirmen mit den würzig duftenden weißen Blütenköpfchen, von denen jedes einzelne wiederum ein ganzer Blütenkorb ist. Du hast in allen deinen Pflanzenorganen eine Vielzahl von Wirkstoffen.




Hauptsächlich in den Blütenköpfchen befindet sich ätherisches Öl mit dem Hauptwirkstoff Cham-Azulen, ähnlich dem der Kamille. Dieses azurblaue Öl kann erst durch Wasserdampfdestillation gewonnen werden. Es wirkt entzündungshemmend, schleimhautberuhigend und krampflösend. Der Bitterstoff Achillein wirkt anregend und tonisierend, sowohl auf die Schleimhäute und die Muskulatur, als auch auf das Gefäßsystem. In der Kombination deiner Inhaltsstoffe liegt eine seltene und große Kraft: Du wirkst einerseits entzündungshemmend und entkrampfend und andererseits anregend und tonisierend. Besonders günstig ist deine krampflösende Wirkung auf das Kreislaufsystem und die Arterien. Deine entkrampfenden Fähigkeiten sind eine Wohltat für die Gebärmutter, weil sie deren Durchblutung verbessern. Dich verwenden viele Menschen bei Angina pectoris, der so schrecklich schmerzhaften "Herzenge", bei Durchblutungsstörungen in den Beinen - dem intermittierenden Hinken, bei inneren Blutungen aller Art, bei Hämorrhoiden und Krampfadern, Magen-Darm-Koliken, Menstruationsbeschwerden und Atemwegserkrankungen.



Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) sagt von dir:
"Die Schafgarbe ist etwas warm und trocken und sie hat gesonderte und feine Kräfte für Wunden. Wenn ein Mensch durch einen Unfall verwundet ist, soll man, nach Auswaschen der Wunde mit Wein, (Wundalkohol), Schafgarbe leicht in Wasser kochen und das Wasser etwas ausdrücken und sie so noch warm zart über den Verband binden, der auf der Wunde liegt, und so nimmt es der Wunde das Eitern und Geschwürigwerden und heilt die Wunde. So verfahre man oft, solange nötig. Wenn sich die Wunde zusammenzieht und zu verheilen anfängt, dann kann man den Verband entfernen und die (gekochte/warme) Schafgarbe direkt auf die Wunde legen, und sie heilt noch komplikationsloser und vollkommener. Wer (durch Unfall) eine innerliche Verletzung erlitt, so dass er geprügelt oder innerlich verletzt wurde, der pulvere die Schafgarbe und trinke das Pulver in warmem Wein bis zur Heilung."

Du enthältst mehr als vierzig Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Gerbstoffe, Bioflavonoide, ätherische Öle, habe ich in "Große Hildegard-Apotheke" von Dr. Gottfried Hertzka und Dr. Wighard Strehlow gelesen.
Du bist, wie deine wilden Pflanzengeschwister, ein Geschenk von Mutter Erde.

Gefühle sind keine wissenschaftlich akzeptierte Form der Wahrnehmung. Schon lange weiß ich es, aber erst seit Kurzem spreche ich es auch aus: Ich bin behindert, wenn ich meine emotionalen Wahrnehmungen nicht genauso ernst nehme wie meine wissenschaftlich belegbaren. Ich habe deine Wärme und deine große Kraft gespürt, aber auch dein vielfältiges Wesen. Ich habe versucht, es zu verstehen. In "Medizin der Erde" von Susanne Fischer-Rizzi habe ich gelesen, dass Archäologen in einem 60 000 Jahre alten Grab Blütenpollen von deinen Geschwistern und von sieben weiteren Heilpflanzen gefunden haben.

Zäh und vielleicht unvernünftig hege ich meinen Traum von einer Zukunft, in der die Menschen mit der Natur und allen ihren Geschöpfen im Einklang leben und in der alle Menschen dieser Erde teilhaben an der üppigen Fruchtbarkeit von Mutter Erde und dass du, Achillea, zart und zäh, ganz deiner Art gemäß alle Versuche überstehst, dich und deine Heilpflanzengeschwister aus den Apotheken zu entfernen.


Ingrid Fröhlich Groddeck
Leserin


-> Dieser Textes ist stark gekürzt, die Originalfassung, in der beispielsweise auf die Bedeutung des Namens Achillea eingegangen wird, findet ihr unter www.kraeuterfrau-altmark.de, wenn ihr unter "Kräuterseminare" auf das Schafgarbebild klickt. <- Anmerkung der Redaktion





Die Bedeutung der Elemente

Es gibt fünf Elemente, davon die vier Urelemente Wasser, Feuer, Erde und Luft. Das fünfte Element ist der Äther, den Aristoteles als ein weiteres Element erkannte. Er symbolisiert den Geist, die Veränderung und Wandlung.

Luft
Das Element Luft beeinflußt den Geist. Es symbolisiert kosmisch belebende Kräfte und den Geist, der belebt und erschafft. Es steht für Verbindung und Beweglichkeit, aber auch Unfassbarkeit und Verlust, Aktivität und Durchdringung, Nichtigkeit und Auflösung.

Wasser
Das Element Wasser ist im Vergleich zu den anderen Elementen das mit der größten Bedeutungsvielfalt. Aus dem Wasser entstand alles Leben. Wasser birgt die Fülle aller Möglichkeiten in sich. Es symbolisiert eine reinigende, erneuernde und erfrischende Kraft. Wasser ist auch der Träger geistiger Kräfte.

Erde
Das Element Erde ist das Ursymbol und die Gottheit alles Weiblichen. Es steht für Körper, Wachstum, Natur und Nahrung. Die Werte sind bodenständig, und es gilt Dingen Form zu geben und Erschaffenes zu bewahren. Mit diesem Element ist der Bezug zur Realität sehr groß, weshalb Ideen leicht umgesetzt werden können und in unserer materiellen Welt konkret werden. Für magische Aktivitäten ist das Element Erde ein Symbol für Schutz und Materie.

Feuer
Das Element Feuer ist ein Symbol des Lebens und der Reinheit, aber auch der Zerstörung. Es ist die Macht des Willens, Alles was mit diesem Element in Berührung kommt, erfährt eine Vitalisierung, denn Feuer hat einen belebenden und Energie spendenden Charakter. Aufgaben werden als Herausforderungen verstanden, und Mut besiegt Angst und Zweifel. Mit Kreativität und Phantasie wird das Neue erobert.



Übersicht über die 4 Elemente als Hilfe für die Elementewochen

Element Luft/ Richtung Osten
Einflußbereiche: der Geist, jede geistige intuitive und psychische Arbeit, Erkenntnis, abstraktes Lernen, Theorie, windgepeitschte Hügel, windige Strände, hohe Berggipfel und Türme, Wind und Atem

Tageszeit: Morgendämmerung
Jahreszeit: Frühling
Farbe: gelb, weiß
Instrument: Flöte
Göttinnen: Aradia, Arianrhod, Minerva, Artemis
Pflanzen: Weihrauch, Myrrhe, Stiefmütterchen, Primel, Eisenkraut, Veilchen, Schafgarbe
Tarot: Schwerter
Sternzeichen: Zwilling, Waage, Wassermann
Geräte: Dolch, Schwert
Opfer: Blume
Planet: Jupiter
Tag: Mittwoch, Zahl 5
Engel: Raphael
Wesen: Elfen
Feste: Frühjahrstagundnachtgleiche
Sinn: Geruchssinn
Geschmack: süß
Mond: Neumond
Kristall: Topas
Baum: Espe
Tiere: Vögel, insbesondere Adler und Falke
Totems: Otter, Hirsch, Rabe

Die Korrespondenzlisten zu den anderen Elemente sind dann in den jeweiligen Themenausgaben zu finden.


MedeaLaLuna





Mit den Elemente leben - Einführung und die erste Elementewoche

Bevor ich auf die Luftwoche eingehe, möchte ich noch den Zusammenhang erklären. Ich denke, das es einleuchtender ist und letzten Endes ist die Luftwoche nur ein Teil der komplexen Aufgabe der Elementewochen gewesen.

Im Februar 2002 trafen wir erstmals auf den Kreis. Bereits zu Ostara war uns klar, das wir ein Teil dessen werden wollten und entschlossen uns, uns auf den Weg der Initiation zu machen. Nachdem die Spielregeln geklärt waren, erhielten wir unsere erste Aufgabe: Die Elementewochen. Zum einen verstanden wir nicht wozu wir das machen sollten, da es auch keinerlei Erklärung dazu gab, zum anderen hatten wir keinen blassen Schimmer was wir tun sollten. Es gab nur die Aufgabe: Macht bitte Elementewochen. Lebt jede Woche ein anderes Element. Sammelt alle Infos und setzt sie um, egal was es ist.

Woher die Infos kommen sollten und wie die Praxis dann aussehen sollte, davon hatten wir keinerlei Vorstellung. Wir entschlossen uns eine Vorbereitungswoche zu absolvieren und erstmal sämtliche Infos zu sammeln. Nein falsch, wir brauchten die Zeit erst einmal um überhaupt zu erahnen was wir tun sollten. Mittlerweile trafen wir uns schon zweimal die Woche um zu „lernen“, neben Job, Kinder, Haushalt, hatten wir schon den puren Streß. Wir sagten oft: "Hexe" sein zu wollen ist ein Fulltimejob. Von den anderen Frauen wussten wir, das sich das nach dem ersten Jahr etwas legen würde, weil wir einfach viele Dinge selbstverständlicher dann machen würden. Im ersten Jahr sei das normal, weil man einfach zuviel lernen muß/sollte und sich so vieles mühsam zusammensuchen musste. Großartige Einführungen gab es von der Seite des Kreises nicht. Learning by do it.

Zurück zu unserer Vorbereitungswoche: wir trugen alles zusammen was wir finden konnten, fertigten Listen an, sammelten Infos und bekamen so langsam einen kleinen Schimmer was uns die kommenden vier Wochen erwarten würde. Selbstverständlich dachten wir nicht im Traum daran, das uns diese Wochen auch persönlich verändern würden. Es war uns freigestellt mit welchem Element wir beginnen wollten und wir einigten uns dann untereinander auf ein Element, damit wir auch zusammen weiter arbeiten konnten.



Auszug aus den Schattenbüchern: Luftelement

Die Luftwoche war eine heiße Woche, für einen Mai, viel zu heiß. Da mir Hitze extrem auf den Kopf schlägt, plagten mich Migräneanfälle vom feinsten. Ich übte mich in täglichen Eigensegnungen und Andachten und versuchte so viel Zeit im Freien zu verbringen, wie mir sowohl zeitlich, als auch gesundheitlich möglich war. Mein Geist ratterte in dieser Zeit wie wild und von Tag zu Tag schärften sich meine Sinne. Mir war nie bewusst, wie unterschiedlich Luft riechen kann (ausgenommen wenn es durch Abgase einfach nur stinkt). Auch das empfinden wurde extremer, ich wurde einfach geruchsempfindlicher. Wenn ich abends mein Schattenbuch schrieb, puzzelte sich der Tag auf eine andere Art und Weise zusammen, als vor dem Start der Elementewochen. Zum anderen war gar nicht möglich die Elemente so zu trennen, weil gleichzeitig alle Sinne geschärft wurden. Wenn ich den Duft der Erde roch nach einem lauen Regen, dann war auch das Erdelement und das Wasserelement mit einbezogen, auch wenn es "nur" um den Duft ging. Bei gelber und weißer Kleidung hatte ich schon so meine Probleme, wie gut, das das Wetter wirklich gut war, doch an der Vielfalt der Kleidungsstücke haperte es dann doch arg. Mein Altar war gelb/weiß dekoriert, täglich brannte eine gelbe Kerze zu ehren des Luftelementes. Ich sammelte in dieser Zeit viele Federn, sie vielen mir einfach vor die Füße. An dem Hochtag der Luft (Mittwoch ist der Tag der Luft) eskalierte die Situation daheim. Für meine Familie war es eine heftige Umstellung als ich mich auf den Weg der Göttin machte. Nicht eine einzige Feder konnte ich an diesem Tag finden. Sonst war das in dieser Woche gar kein Problem gewesen. Abends, als sich unser Streit daheim wieder legte, lag in der Küche auf dem Küchenboden eine flauschige kleine Feder. Ich war mehr wie amüsiert, sondern mir war klar wie nah mir die Elemente gekommen waren und wie allgegenwärtig die Göttin ist.

Luft ist nicht einfach nur Luft die wir atmen und als so selbstverständlich erachten. Luft ist lieblicher Duft, leichte Winde und Brisen, das wiegen der Bäume im Wind. Luft ist der Geist der alles belebt und die Träume und Wünsche davon trägt. Luft ist Wirbel und Sturm und die Nähe von Oya wenn sie wütet und tobt. Luft ist der Orkan, der Wirbelsturm, der so zerstörerisch sein kann in nur wenigen Sekunden. Luft trägt Samen und Blütenpollen von einem Ort zum anderen und wenn ich heute in den aufsteigenden Rauch von Weihrauch blicke, fühl ich mich den Göttern so unendlich nahe.

MedeaLaLuna





"Luftige Rezepte"

Auf der Suche nach Rezepten, die zum Element Luft passen könnten, habe ich versucht vor allem leichte und süße Gerichte ausfindig zu machen, denn es war gar nicht so einfach zu definieren, was denn ein luftiges Rezept sein könnte. Bei den anderen Elemente schien mir das viel offensichtlicher: Fisch und Suppen als Repräsentanten für Wasser, scharfe Gewürze und Fleisch für Feuer und Wurzeln, Kartoffeln und Getreide für die Erde.

Darum möchte ich gerne den Rezepten eine kurze Zusammenstellung von Zutaten voranstellen, die ich passend zum Element Luft herausgesucht habe. Dies ist natürlich keine vollständige oder allgemeingültige Liste, sondern soll (wie die Rezepte) mehr eine Inspirationsquelle als ein fixierter Katalog sein. Die Zutaten sind außerdem nach Empfinden gewählt, d.h. ich persönliche empfinde Salat als sehr leichtes Gericht, auch wenn es eigentlich sonst nichts mit Luft zu tun hat.

Obst:
Apfel, Birne, Honigmelone, Zitrone, Orange, Pfirsich, u.ä.

Gemüse:
Gurke, Zucchini, Salat, Paprika, u.ä.

Gewürze/Kräuter:
Pfefferminze, Basilikum, Borretsch, Kresse, Honig, Dill, Waldmeister, Zitronenmelisse, u.ä.

Milchprodukte:
Quark, Joghurt, Milch, Käse (z.B. Frischkäse, Mozarella, Feta, etc), Crème Fraîche, u.ä.

Tierische Produkte:
Hähnchen, Pute, Eier, u.ä.

Desserts:
Milch- und Quarkdesserts mit den oben genannten Gewürzen, Kräutern und Obstsorten, u.ä.

Geflügel-Brot mit Orangenpesto

Zutaten:
200 g Hähnchenbrustfilet
50 g Frischkäse
40 g Eisbergsalat
2 dunkle Vollkornbrotscheiben
1 EL Öl
Pfeffer, Salz, Basilikum

Für das Orangenpesto:
10 g geröstete Pinienkerne
10 g Petersilie
10 g Basilikum
Saft und Schale einer Orange
etwas Safranessig


Hähnchenbrustfilets in Öl kurz von beiden Seiten anbraten, dann etwa 10 Minuten in der Pfanne weiter garen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Filets entnehmen und nach dem Abkühlen in Scheiben schneiden.
Für das Pesto die zerkleinerten Kräuter mit Orangensaft, Bratenfond der Filets und Safranessig im Mörser zerstampfen. Danach die geriebene Orangenschale und die kleingehackten Pinienkerne untergeben.
Die Vollkornbrotscheiben mit Frischkäse bestreichen und mit Eisbergsalat garnieren, entweder als kleine Salatschnipsel oder ein Blatt auf das ganze Brot legen. Danach können die Filetscheiben ebenfalls auf das Brot gegeben werden und mit dem Pesto angereichert werden. Je nach Vorliebe mit Basilikum verfeinern.


Bresso-Snack

Zutaten:
½ Baguette in handliche Scheiben zerschnitten
10 g Butter
20 g Kopfsalat
50 g Bresso
Kresse, kleine Salzbrezeln und rote Paprika zur Dekoration

Baguettescheiben mit Butter bestreichen und mit kleinen Kopfsalatblättern belegen. Den Bresso entweder mit einem Spritzbeutel auf die Scheiben verteilen oder mir einem Löffel kleine Flocken ausstechen und darüber geben. Fein gewürfelte Paprika ohne Kerne und Haut hinzugeben und mit Kresse und einer Salzbrezel dekorieren.

Annika





Bauanleitung für einen Räucherfächer aus Federn



Zutaten:
Feste Federn
Leim
Ein Stift für Markierungen
Nähzeug/Nähmaschine
Stoffreste (am besten Leder)
eventl. Schmuckelemente





Schritt 1:
Wähle für deinen Räucherfächer sorgfältig die Materialen aus, die du verwenden möchtest. Naturmaterialen, wie echte Federn, echtes Leder und Baumwollgarn zum Nähen, sind synthetischen Materialien vorzuziehen.
Wenn du in der Stadt wohnst, kannst du auf nahegelegenen Bauernhöfen, aber auch in Zoos und botanischen Gärten nach Federn fragen. Wichtig ist, dass es feste Schwungfedern aus Flügel oder Schwanz sind.





Schritt 2:
Schneide zwei Stücken Stoff oder Leder so zurecht, wie du es in der Skizze siehst. Berechne jeweils einen Zentimeter als Nahtzugabe für den Saum (falls nötig) und die Randnähte ein. Lege die ausgewählten Federn auf dem Stoff zurecht und markiere die Zwischenräume- hier werden später die Nähte verlaufen. Lass genug Platz, dass du die Federn später bequem in die Halterung hineinschieben kannst.





Schritt 3:
Sollte dein ausgewählter Stoff kein Leder sein und "triefeln", ist es wichtig, dass du zuerst die oberen und unteren Kanten versäumst.
Nähe dann beide Stoffstücken auf links an den äußeren Kanten zusammen und drehe das Ganze auf rechts.
Passe noch einmal kurz die Federn an und fertige dann in ihren Zwischenräumen gerade, durchgehende Nähte. (Federn befinden sich beim Nähen nicht im Stoff!)





Schritt 4:
Schiebe die Federn an ihren vorgesehenen Platz und befestige sie mit etwas Leim, damit sie sich später beim Fächern nicht verdrehen.
Solltest du deinen Fächer noch verzieren wollen, ist es notwendig, dass du das tust, bevor die Federn fixiert sind.

Über zugesendete Fotos von fertigen Fächern würde sich die Redaktion sehr freuen, aber auch für Fragen stehen wir jederzeit gern zur Verfügung.

Cailynn





Göttliche Düfte

Götter und ganz besonders Göttinnen lieben aromatische Düfte! Schon immer wurden ganz bestimmte Düfte mit ganz bestimmten Gottheiten assoziiert. Seit undenklichen Zeiten waren ganz bestimmte Bäume, Kräuter oder Blumen bestimmten Göttinnen (oder Göttern) geweiht. Die aus diesen Pflanzen gewonnen Duftstoffe wurden somit im Dienst für diese Gottheit, als Räucheropfer auf dem Altar, als Blumen-Schmuck für Haus und Tempel oder aber in Form von duftenden Balsamen und Ölen am eigenen Körper verwendet, um der Gottheit nahe zu sein.

Da die Luft, das Element dieser Themenausgabe, Trägerin dieser Duftstoffe ist, habe ich mich einmal mit den Überlieferungen zum Thema Duftstoffe vertraut gemacht. Aus überlieferten Texten, Büchern über Aromatherapie und Räucherungen und eigenen Erfahrungen und Überlegungen habe ich eine Liste der "göttlichen Düfte" zusammengestellt.

Die Verwendung aromatischer Pflanzensubstanzen ist uralt. Aus der schamanischen Tradition der Urbevölkerung und der Verehrung der großen Göttin, entwickelten sich Räucherrituale zu verschiedenen Zwecken und damit auch für unterschiedliche Götter. Nachdem die "Aufgabenbereiche" der Göttinnen und Götter klar verteilt waren, kristallisierten sich auch entsprechende Duftstoffe heraus.


Die Kunst der Destillation und damit der Herstellung ätherischer Öle hat auch bereits eine lange Geschichte. In Pakistan hat man in einem 5000 Jahre alten Grab ein Destillationsgerät gefunden. Das heißt, man konnte damals schon ätherische Öle und Essenzen herstellen. So haben dann auch die Ägypter schon früh Öle, Balsame und Puder verwendet, sowohl in der Körperpflege, als auch in der Einbalsamierung ihrer Toten. Berühmt wurde das sagenhafte "Punt", ein Ort mit geradezu mythischem Klang, aus dem große Mengen der feinsten Räucherstoffe kamen. Archäologischen Erkenntnissen nach lag es wohl in Ostafrika. In Indien und Südostasien ist die Verwendung von ätherischen Ölen wie Sandelholz und Tulsi bereits früh belegt.

Die griechischen und römischen Adeligen und Priester verwendeten die aromatischen Öle und Räucherungen in geradezu verschwenderischen Mengen. So soll Kaiser Nero bei der Totenfeier seiner Frau Poppea mehr Weihrauch verbrannt haben als in Nordafrika in einem Jahr produziert wurde. Römer und Griechen benutzten die wohlriechenden Harze von Weihrauch, Myrrhe und Galbanum auch zum Aromatisieren ihres Weines.
Noch heute ist der Gottesdienst im Katholizismus untrennbar mit den aromatischen Stoffen des Weihrauches und der Myrrhe verbunden.

Plinius beschreibt in seiner Naturkunde den Gebrauch vom Aromapflanzen zur Verwendung in Kränzen, bei Opfern, zum Schmuck der Tempel und Privathäuser und zur Auszeichnung von Siegern bei Wettkämpfen oder Kriegen. Hier beschreibt er ausdrücklich, dass nicht nur die Farben der Blumen von Wichtigkeit waren, sondern gerade auch ihr Duft. Man verehrte die Götter des Pantheons und auch die Schutzgötter des Hauses mit duftenden Girlanden und Blumenkränzen. Rose, Lilie und Veilchen waren besonders geschätzte Düfte.

Ätherische Öle:

Oud/Aloeholz: das aus Indien stammende, von einem Pilz befallene und dadurch dunkel gefärbte Holz wird sowohl geräuchert, als auch zu ätherischem Öl verarbeitet. Es ist unglaublich teuer und verströmt einen balsamischen, betörenden Geruch. Man kann es somit wunderbar der Göttin Lakshmi zuordnen. Sicher ist es auch für die Liebesgöttinnen Venus und Aphrodite geeignet.

Eisenkraut (Verbene): Das Öl der zitrusartig duftenden Heilpflanze wird ihres Namens wegen der Isis zugeordnet. Frau Eysen soll ein Name der Isis in unseren Gefilden gewesen sein. Tatsächlich ist der Isiskult im romanisierten Germanien mehrfach nachgewiesen worden. Es gibt auch esoterische Zuordnungen zu Cerridwen und Venus.

Kampfer: in Südindien ist der Kampferbaum, Cinnamomum camphora, der lokalen Göttin "Arunachala" = "roter Berg" heilig. Ihr zu Ehren verbrennt man einmal im Jahr auf dem Gipfel des Berges ein Feuer, das mit Kampfer genährt wird.

Kassia-Zimt und echter Zimt: beide Öle werden, wie auch die Rinde als Gewürz oder Räucherwerk den Liebesgöttinnen Venus und Aprhodite zugeordnet. Durch ihren süßlichen, würzig-balsamischen Duft gelten sie als aphrodisisch. Zimt spielte aber bereits bei der Einbalsamierung der Pharaonen und im Gottesdienst Altägyptens eine Rolle, weshalb man ihn auch der Göttin Isis zuschreiben kann.

Koriander: Korianderöl wird wie das Gewürz in aphrodisischen Speisen und Liebestränken verwendet. Das war bereits in der Antike so. Deshalb benutzt man Koriander in der Verehrung der Liebesgöttinnen Venus und Aphrodite.

Myrte: diese immergrüne Pflanze mit ihren duftenden weißen Blüten wurde auch Brautmyrte genannt, weil man ihre Kränze bei Hochzeiten trug. Der Duft war der Aphrodite/Venus heilig, als Parfum, Badeöl und als Räucherwerk. Seine stark betörende Wirkung wurde wohl auch für Prophezeiungen verwendet. In Ägypten war die Myrte beliebter Totenschmuck und somit der Göttin Isis verbunden.

Patchouli: das aus Indien und Indonesien stammende aufregend und schwer duftende Öl wird gerne in Liebesmischungen verwendet. Es ist somit wunderbar der Göttin Lakshmi, aber auch Shakti, dem weiblichen Prinzip, zuzuordnen. Manche Autoren sehen den Duft im Zusammenhang mit Hekate.

Rose: die wohl berühmteste Blume der Aphrodite und ihres römischen Pendants Venus. Der Rosenduft wurde nicht nur von den Priesterinnen und Tempelhetären der Leibesgöttinnen verwendet, sondern natürlich auch von den Schönen und Reichen der Antike. Der Duft der Rose wird auch mit den drei Grazien Aglaia, Eurphrosyne und Thalia in Verbindung gebracht sowie den Göttinnen Flora, Ceres/Demeter und Eos zugeordnet. Die Ägypter verehrten Isis mit dem Duft der Rose.

Rosmarin: Das ätherische Öl des Rosmarins, aber auch die Räucherung der Nadeln wurde den römischen Hausgöttern geweiht. In Häusern und Tempeln sollte Rosmarin die bösen Geister vertreiben. Auch im Totenkult spielte Rosmarin, zusammen mit Wachholder eine wichtige Rolle als Räucherstoff und kann deshalb der Persephone oder auch der Hekate zugeschrieben werden.
Die Pflanze gilt als Wohnort von Elementarwesen wie Feen und Elfen.

Sandelholz: dieses Öl, des in Indien als heilig verehrten weißen Sandelholzbaumes, ist mit dem Schlangenkult der Kundalini-Schlange (einer Metapher für die Lebensenergie) verwoben. Sandelholzöl soll die Meditationspraxis und die Öffnung für Wahrnehmungen erleichtern.

Tulsi/Tulasi: Das indische Basilikum gilt als Inkarnation der Glücksgöttin Lakshmi. Diese wird auch "Mutter Tulsi" genannt. Die Pflanze war Bestandteil eines Unsterblichkeitselixiers. Tulsi wird bei den Tempeln angebaut oder in Hausgärten gezogen und als Heil- und Zauberkraut genutzt. Es heißt Tulsi schütze Tempel, Haus und Familie.

Räucherstoffe:

Aloe: Leider ist in den Überlieferungen selten eindeutig, ob die Aloepflanze oder aber das Aloeholz = Oud oder Adlerholz gemeint ist. Allerdings wird die Aloe vera im Himalayagebiet als "Kumari" = "lebende Göttin" bezeichnet. (siehe Schlangengesang 17/06) Die Kumari ist die Personifikation der Göttin Taleju. In Mexiko wird die Aloe "Sabía = "weise Schamanin" genannt.

Beifuß/Artemisia: wie der Name schon sagt, war der Beifuß die heilige Pflanze der griechischen Göttin Artemis, der römischen Diana. Da der Beifuß aber auch bei uns heimisch ist, kann man ihn auch den einheimischen Göttinnen Holle, Percht oder Nerthus zuordnen.

Bernstein: Ovid nennt den Bernstein "Tränen der Sonnentöchter" und so ist es nur sinnvoll den Bernstein der nordischen Sonnengöttin Sunna zuzuschreiben. Die orangerot leuchtenden, fossilen Harztränen können ihr zu Ehren geräuchert werden.

Drachenblut: ist das gemahlene Harz aus den Blüten und Früchten der Drachenblutpalme. Das rote Pulver wird u.a. der Hawaianischen Vulkangöttin Pele zugesprochen.

Galbanum: Dieses duftende Harz wurde bereits in Persien und in Rom in der Gynäkologie und der Geburtshilfe eingesetzt. Deshalb kann man es der Artemis, der Eileithya, deren Beinamen Artemis manchmal benutzt und der Hygieia zurechnen.

Kaneelrinde: die Rinde des aus der Familie der Zimtbäume stammenden Baumes, ist in der Karibik zuhause. Folglich spielt er im Santería-Kult eine Rolle. Er untersteht der Göttin Oshun, die sowohl die Göttin der Lust und der sinnlichen Liebe ist, wie auch eine Schutzgöttin der Schwangeren und Gebärenden.

Ladanum: Das Harz der Zistrose war bereits in der Antike ein Räuchermittel und eine Medizin. Es kam aus Arabien, aber auch von der Insel Zypern, weshalb man es der Liebesgöttin Aphrodite geweiht hatte. Auch von den Priesterinnen der "großen Göttin" auf Kreta wird angenommen, dass sie mit Ladanum umgingen.

Myrrhe: Das Harz des Strauches der Gattung Commiphora wird seit je her als Räucherstoff geschätzt. Aber auch das ätherische Öl nutzt man medizinisch und magisch. Es ist als Aphrodisiakum der ägyptischen Göttin Hathor = "Herrin der Trunkenheit" geweiht, aber auch der Aphrodite und in Rom der Venus. Um den Namen Myrrha ragt sich eine Legende um ein inzestuöses Verhältnis eines Mädchens und ihrem Vater. Um dem Ehrenmord durch den Vater zu entgehen wird sie von den Göttern in den Myrrhenstrauch verwandelt. Die griechische Unterwelts- und Wegegöttin Hekate wurde ebenso mit Myrrhe geehrt, wie die Priesterin Pythia in Delphie den Rauch für ihre Prophezeiungen nutzte. Sunningham weist die Myrrhe der Demeter zu.

Olibanum/Weihrauch: Das Harz der Boswellia sacra Pflanze ist eines der ältesten und beliebtesten Räuchermittel. Es wurde bei den Assyrern, den Hebräern, Arabern, Ägyptern, Griechen und Römern verehrt. Besonders war es der Himmelgöttin Ischtar heilig, aber auch der Unterweltsgöttin Hekate. Es wird aber kaum eine Gottheit gegeben haben, die nicht mit Weihrauch beschenkt wurde.

Pinie: das Harz der Pinenarten wurde rund um Welt für Räucherzwecke hergenommen. Besonders in den Mysterienkulten der Kybele und der Demeter fand das Harz Verwendung. Da es als Symbol der Fruchtbarkeit galt war es ein beliebtes Aphrodisiakum und der Aphrodite und der Venus zuzuordnen.

Sage/Steppenbeifuß: Der Rauch der Sage genannten Artemisiaart ist bei den Lakotaindianern der Erdmutter "Maka" geweiht und wird bei Schwitzhüttenritualen und Reinigungszeremonien verwendet.

Schwefel: ist zwar wahrlich kein Wohlgeruch, aber seit alters her ein beliebter Stoff um negative Mächte zu bannen. In Rom war der Schwefel der Venus Mefitis, der "Herrin der Übel", zugeschrieben. Sie wurde angerufen, um Übel zu bannen und Häuser und Tempel zu reinigen.

Styrax/Storax: Harz eines Strauches aus dem Mittelmeerraum. Es war einer der wichtigsten Räucherstoffe für die griechische Zaubergöttin Hekate. Auch Kali wird mit dem Styraxharz verehrt.

Wacholder: Der würzig, harzige Geruch des Wacholder ist auf der ganzen Welt geschätzt als Räuchermittel. In der Regel wird er zur Reinigung von Räumen, zum Schutz und zur Bannung von negativen Energien verwendet. Wacholder ist eine typische Schamanenpflanze. Der lateinische Name "Juniperus" legt die Nähe zur römischen Muttergöttin Juno/Hera nahe.

Zypresse: Der Name zeigt die Verbindung zur Insel Zypern, der Insel der Aphrodite. Aber nicht nur die Liebesgöttin beansprucht diesen Nadelbaum für sich: Beim Demeter-Tempel vom Troja stand eine als heilig verehrte Zypresse.
Die Zypresse assoziiert man jedoch in erster Linie mit dem Tod und der Unterwelt. Die Zweige wurden bei Totenfeiern geräuchert und die Bäume bevorzugt neben die Gräber gepflanzt. Damit ist sie eine Pflanze der Persephone, der Hekate und der Inanna/Ereschkigal.

Diese Aufstellung ist nur beispielhaft und subjektiv. Wahrscheinlich habt ihr schon eure eigenen Erfahrungen gemacht und würdet diverse andere Zuordnungen vornehmen. Es lohnt sich auf jeden Fall mit den flüchtigen Duftstoffen der Aromaöle und Räucherstoffe zu experimentieren und eigene Erfahrungen zu sammeln.

Quellen und Literaturtipps:
Der Atem des Drachen, Christian Rätsch
Das große Buch von Weihrauch, Aromaölen und magischen Rezepten, Scott Cunningham
Botschaften an den Himmel, Susanne Fischer-Rizzi
Portraits der wichtigsten etherischen Öle, Prof. Wabner

Viel Spaß dabei
artemisathene





Buchrezensionen

Göttinnen der himmlischen Galerie

Der Taschen-Verlag hat uns mit diesem großformatigen und farbenprächtigen Buch ein Kleinod geschenkt. Romio Shrestha hat für dieses Buch unglaublich schöne Thangkas gemalt, die mit wenigen, kurzen Begleittexten versehen wurden. Der im Himalya ausgebildete Künstler widmet sich den Göttinnen und Bodhisattvas der buddhistischen und hinduistischen Tradition, er erschafft "Bilder des Göttlich-Weiblichen". In diversen, zum Teil ausklappbaren Thangkas verherrlicht er die grüne, weiße, strahlende und goldene Tara, die Göttinnen Saraswati, Kali und Palden Lhamo, sowie Buddha und Avalokiteshvara, den Bodhisattva des Mitleids. Zu jeder Gottheit gibt es eine kurze Beschreibung. In erster Linie aber lädt das Buch zur Betrachtung und meditativen Versenkung in die farbenfrohe Welt der tibetischen Gottheiten ein. Die Thangkas sind seitenfüllend, sie sind also mindestens 61x42 cm groß, einige sogar doppelseitig! Sie sind somit perfekt als Meditationsvorlage oder Altarbilder geeignet.


Ich kann dieses Buch aus vollem Herzen empfehlen, gerade da der Preis sensationell ist. Für nur 29,99 € ist es im Handel erhältlich. Um mit der Autorin des Einführungstextes, Caroline Myss, zu sprechen: "Jeder, der dieses Buch im Haus hat, lässt eine Galerie von Göttinnen in diesem Haus wohnen und räumt der Seele einen größeren Raum darin ein. Diesen Menschen sage ich: Ihr seid wahrhaft gesegnet, dass ihr in Gesellschaft dieser Göttinnen seid."

Romio Shrestha: Göttinnen der himmlischen Galerie
Taschen-Verlag, ISBN: 978-3-8365-0166-8
65 großformatige Seiten, Preis: 29,99 €

artemisathene





Der Kreis der Elemente

Neben der theoretischen Annäherung an die Elemente ist eine praktische unabdingbar, um sie wirklich kennen zu lernen, sie in ihrem Ausmaß zu begreifen und mit ihnen arbeiten zu können.
Nicht jeder hat das Glück einen geeigneten Lehrer zu haben, der ihn in diese Praxis einführt. Und manch einem, der noch neu in der Materie ist, fehlt noch die Erfahrung und das nötige Wissen, um für diesen Zweck selbstständig sinnvolle Rituale zu entwickeln.

Ash hat mit dem Kreis der Elemente ein knappes, aber vollkommen ausreichendes Grundlagenwerk für die praktische Arbeit mit den Elementen (inkl. Äther) geschaffen. Und hilft damit jedem Neuling erste Erfahrungen auf dem Gebiet der Elementearbeit zu sammeln und einen guten Eindruck davon zu bekommen. Aber auch erfahrene Leser werden noch den einen oder anderen neuen Ansatzpunkt für sich entdecken können.

Zuerst geht die Autorin kurz auf allgemeine Grundlagen der magischen Arbeit und die benötigten Werkzeuge ein.Danach ist jedem Element ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem zunächst auf die traditionelle Bedeutung des Elementes, Symbole und Korrespondenzen eingegangen wird. Mit Assoziation-, Körper- und anderen praktischen Übungen, genauso wie stillen und aktiven Meditationen wird dann ein Gefühl für die jeweilige Qualität des Elementes geschaffen. Jedes Kapitel enthält noch eine sehr ausführliche und wunderschöne Meditationsvorlage für die Reise ins Reich des jeweiligen Elementes, in der nochmal alles zusammen gefasst ist. Diese kann man sich vorlesen lassen oder auch vor der Meditation langsam auf Band sprechen.

Alles in allem schaffte es die Autorin mit einer einfachen, anschaulichen Sprache und guten Beschreibungen und Erklärungen ein perfektes Arbeitsbuch zum praktischen Umgang mit den Elementen zu schreiben, das ohne viel Schnörkel das Wichtigste behandelt, aber noch genug Freiraum für eigene Erfahrungen lässt ohne unpräzise zu sein.

Ich kann es jedem nur unbedingt empfehlen! Gerade weil das Preis-Leistungs-Verhältnis mehr als stimmig ist.

Ash: Der Kreis der Elemente
Taschenbuch: 132 Seiten
Verlag: Heiden Verlag; Auflage: 2 (Dezember 2003)
ISBN-10: 3937674004
ISBN-13: 978-3937674001
Preis: 12,50€

Cailynn





Netze weben

Linktipp: Spirit-Voice
Ein Magazin zum Hören

Seit Jahresbeginn gibt es ein neues interessantes Projekt im Netz. Die Macherin des Göttinnenklangs Wurzeline gibt zusammen mit Dorina ein Audio-Magazin zu den Jahreskreisfesten heraus.
Die Erstausgabe mit ca 1 Stunde Hörlänge hatte das Thema Imbolc und war ein voller Erfolg. Die Ostara-Ausgabe ist in den kommenden Tagen online und kann angehört werden.

www.spiritvoice.de





Der Schlangengesang – Göttinnenkalender

Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine Lebensaufgabe.

Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und Bezeichnungen eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen. Sollte jemand einen Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer gesicherten Quelle hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu eingeladen.

artemisathene





Kalender für März 2008

Dieser Monat entspricht dieses Jahr den alt-griechischen Mondmonaten Anthesterion und Elaphebolion. Anthesterion bedeutet "der Blumenmonat", Elaphebolion ist der Göttin Artemis in ihrem Aspekt als Jägerin geweiht. Das dazugehörige Fest findet am 6. Tag des Mondmonats statt.

Im römischen Reich ist dieser Monat Mars gewidmet, dem Kriegsgott.

Die germanische Bezeichnung des Monates war Lenzing. Von "Lenz" = der Frühling oder auch etymologisch aus "lang" über eine Wortverschiebung, weil die Tage nun deutlich länger werden.
In den März fiel das Fest des Frühlingsbeginns: die Fruchtbarkeitsgöttin Nerthus wurde mit einem Umzug mit geschmückten Wagen auf denen ihr Abbild stand gefeiert. Diese Prozession sollte für eine reiche Ernte sorgen. (vgl. unser Karneval). Der genaue Tag des Festes ist nicht überliefert.
In der 3.Märzwoche soll die Göttin Idunna mit einem Fest der Jugend gefeiert worden sein.

Mitte März, wann genau ist unbekannt
Tag des Martyriums der Hypatia, griechische Philosophin von Christen ermordet 415 n.u.Z. (siehe Schlangengesang 1/04)
Quelle: http://www.fh-coburg.de/2717.html , http://en.wikipedia.org/wiki/Hypatia_of_Alexandria
Marit Rullmann: Philosophinnen (Teil 1)

15.-27. März: 15.3. Beginn der Hilarien: Feierlichkeiten zu Ehren der phrygischen Göttin Kybele und ihres Heros Attis in Rom (siehe Schlangengesang 2/04)
Quelle: E.O.James: der Kult der großen Göttin, Hans Kloft: Mysterienkulte der Antike,
Marion Giebel: das Geheimnis der Mysterien

17. März: Krebs, zunehmender Mond:
Liberalia: römisches Frühlingsfest zu Ehren des Götterpaares Liber und Libera; Götter des pflanzlichen, tierischen und menschlichen Wachstums
Quelle: (2) und (3)

21. März: Jungfrau
Ostara: Vollmond: damit wahrscheinlich der Tag des Ostara-Festes, des Frühlingsfestes in der germanischen Religion. Symbole des Frühlings und der Fruchtbarkeit sind sowohl Hasen wie auch Eier. Ob es eine namensgleiche Göttin Ostara/Eostre wirklich gibt ist nach wie vor umstritten.
Quelle: Gardenstone: der germanische Götterglaube

19. -23. März: Quinquatrus: Fest der römischen Göttin Minerva: Göttin der Kunst und des Handwerks (siehe Schlangengesang 2/04)
Quelle: (1), (2), (3) und (4)

22./23. März = 15. Elaphebolion: Waage, abnehmender Mond:
Galaxia: Fest der Göttin Rhea und des Gottes Kronos in Griechenland. Es wurde ein Brei aus Gerste und Milch gekocht und die Jugendlichen opferten "goldene Töpfchen" und tauschten untereinander Süßigkeiten aus.
Quelle: (5) und http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html

23. März: Waage, abnehmender Mond:
Tubilustrium: die Miltärtrompeten der römischen Armee werden gereinigt und der Göttin Minerva geweiht.
Quelle: (1)

24./25. März: = 17. Elaphebolion: Waage/Skorpion, abnehmender Mond:
Pandia: Fest der Göttin Pandia, Tochter des Zeus und der Selene, Göttin der Helligkeit, sowohl der Sonne wie auch des Vollmondes
Quellen: (5) und http://www.numachi.com/%7Eccount/hmepa/calendars/696.3.Elaphebolion.html

25. März: Skorpion, abnehmender Mond:
Lady Day / Mariä Empfängnis: der heutige christliche Festtag ist der alte Festtermin der Empfängnis des Kindes der Großen Göttin, welches sie zur Wintersonnenwende gebiert. Um diese Zeit wurde im alten Rom das Fest der Kybele und des Attis gefeiert. Da Kybele lateinisch als "Domina" = Herrin, babylonisch "Beltis", engl. Lady bezeichnet wurde, ist die Herkunft des Lady Day klar.
Quelle: http://philologos.org/__eb-ttb/sect31.htm

30. März: Steinbock, abnehmender Mond:
Fest der Tempelgründung der Concordia: die römische Göttin der Eintracht.
Quelle: (1)

Tempelgründungs-Fest der Göttin Salus: römische Göttin des Wohlbefindens , der Gesundheit und der staatlich garantierten Sicherheit
Quelle: (1)

Fest zum Aufstellen des Friedensaltars für die römische Göttin Pax.
Quelle: (1)

31. März: Steinbock, abnehmender Mond:
Tempelgründungs-Fest der römischen Göttin Mondgöttin Luna.
Quelle: (1)

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar: 7.3. Junonalia (angeblich bei Livius zu finden, die genaue Textstelle konnte ich noch nicht verifizieren), 8.3. Geburtstag der Mutter Erde (China), 14.3. Tag der Ua Zit (Ägypten), 18.3. Sheela na Gig,

Quellenangaben: (1) Ovid: Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html


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Kalender für April 2008

Im antiken Griechenland gehörte der April zu den Mondmonaten Elaphebolion und Mounychion. Dieser hatte den Namen von dem Fest Mounychia, bei dem Artemis als Mondgöttin und Herrin der Tiere geehrt wurde. Elaphebolion war der Göttin Artemis in ihrem Aspekt als Jägerin geweiht. Das dazugehörige Fest fand am 6. Tag des Mondmonats statt.

In Rom war der April der Monat der Liebesgöttin Venus (griechisch Aphrodite). Entstanden ist diese Zuordnung aus dem Mythos, dass Aphrodite nach ihrer Geburt im April den Boden Zyperns betreten haben soll. Wo sie hintrat wuchsen Gras und Blumen.

Im germanischen Gebiet hieß dieser Monat Ostermond. Ob die Göttin Ostara damit in Verbindung gebracht werden kann, bleibt noch zu klären. Festtage sollen Ostara und Walpurgis gewesen sein. Für das Ostarafest gibt es kein überliefertes Festdatum aus vorchristlicher Zeit. Es ist aber anzunehmen, dass der 1. Vollmond nach dem Frühlingsanfang nicht eine christliche Erfindung ist, sondern schon vorher zu diesem Vollmond das Frühlingsfest Ostara gefeiert wurde. Das jüdische Passah-Fest wird übrigens auch am Sonntag nach dem Vollmond gefeiert. Dieses Jahr ist der Vollmond bereits am 21. März.

1.April: Wassermann, abnehmender Mond
Veneralia: Festtag der römischen Liebesgöttin Venus. Ihr war im römischen Reich der gesamte Monat April geweiht. Sie wurde an diesem Tag speziell auch als Venus verticordia, welche die Herzen verändern kann, in ihrem Tempel geehrt. (siehe Schlangengesang 10/05)

Am 1. April wurden ebenso die Fortuna Virilis, die Göttin des Glücks der Frauen bei den Männern verehrt.
Quellen: (1) und (3)

2. April: Wassermann, abnehmender Mond:
damit wahrscheinlich der Tag des Ostara-Festes, des Frühlingsfestes in der germanischen Religion. Symbole des Frühlings und der Fruchtbarkeit sind sowohl Hasen wie auch Eier. Ob es eine namensgleiche Göttin Ostara/Eostre wirklich gibt, ist nach wie vor umstritten.
Quelle: Gardenstone: der germanische Götterglaube

2.April: bzw. 4.-10. April: Megalesia: kultisches Fest der Göttin Kybele in Rom.
Quellen: (1) und "der Kult der großen Göttin", E.O.James

5. April: Fische, abnehmender Mond
Tempelweihungstag der römischen Göttin Fortuna Publica auf dem Quirinal.
Quelle: (1)

6. April: Schwarzmond/Neumond nach dem 21.3. und damit in Phönizien und Syrien Festtag der Göttin Astarte: Mond und Vegetationsgöttin oft als Kuh oder mit den Kuhhörnern/Mondhörnern dargestellt.
Quelle: ? Ursprüngliche Quelle nicht mehr vorhanden. Keine überzeugende gefunden…

7. April: Widder, zunehmender Mond
Akitu:12-tägiges babylonisches Neujahrsfest dessen Höhepunkt die heilige Hochzeit der Göttin Inanna mit ihrem Partner, dem Hirtengott Dumuzi war. Sie fand am 10.Tag des Festes, dem Neumondtag statt.
Quelle: http://www.gatewaystobabylon.com/religion/akitu.htm

12. April: Krebs, zunehmender Mond
Cerealia: römisches Fest der Göttin Ceres, Göttin der Erdkräfte, Vegetationsgöttin (von lat. crescere = wachsen, bzw. wachsen lassen)
Quelle: (1), (2) und (4)

13. April: Krebs, zunehmender Mond
Tempelgründungstag der Göttin Libertas, der römischen Personifikation der Freiheit.
Quelle: (1)

15. April: Löwe, zunehmender Mond
Fordicidia/Fordicalia: Fest der römischen Göttin Tellus Mater: ein uraltes Fest zu Ehren der Erdmutter. (siehe Schlangengesang siehe Schlangengesang 10/05)
Quellen: (1), (2) und (3)

21.April: Skorpion, abnehmender Mond
Parilia/Palilia: Fest der Pales, der römischen Göttin der Weiden und der Herden, Wächterin über die Herden.
Quellen: (1), (2), (3), (4)

21./22. April = 16. Tag des griechischen Mondmonats Mounychion, Skorpion, abnehmender Mond: Fest der griechischen Göttin Artemis Mounychion: Artemis in ihrem Aspekt als Mondgöttin und Herrin der Tiere (siehe Schlangengesang 03/04)
Quellen: (5)und http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html

22./23. April = 17. Tag des griechischen Mondmonats Mounychion, Schütze, abnehmender Mond: Brabroneia: Fest der griechischen Göttin Artemis Brabroneia (siehe Schlangengesang 2/04)
Quellen: (5) und http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html

23. April: Schütze, abnehmender Mond
Tempelgründungstag der Venus Erucina, der römischen Göttin der Straßenmädchen und Huren.
Quelle: (1)

25.April: Schütze, abnehmender Mond
Robigalia: römisches Fest der Göttin Robigo: Göttin des Gertreiderostes oder des Getreidebrandes, einer Pilzerkrankung des Getreides, die Ernteminderung bis sogar Komplettausfälle verursachen konnte.
Quellen: (1) und (2)

28. April: Wassermann, abnehmender Mond
Tempelgründungstag der römischen Göttin Vesta auf dem Palatin durch Kaiser Augustus.
Quelle: (1)

30.April: Wassermann, abnehmender Mond
Walpurgisnacht: Germanischer Festtag zu Ehren der Göttin Walpurga. Gardenstone gibt in seinem Buch "germanischer Götterglaube" zwei Möglichkeiten für die Herkunft des Namens Walpurga/Walburga: zum Einen von Wald-Burga, was soviel wie Schutz des Waldes heißen soll, zum Zweiten könne der Name von einer germanischen Seherin aus dem 2.Jahrhundert stammen, die dem Volksstamm der Semnonen angehörte und Waluburg geheißen haben soll. In diesem Fall käme der Name von "Walus", dem Stab der Seherin.

Ende April bis Anfang Mai: Floralia: Fest der römischen Flora, Göttin des Frühlings und der Blumen (siehe schlangengesang 2/04 zur Göttin Flora)
Über die Dauer und das genaue Datum des Festes gibt es unterschiedliche Meinungen; der Grund könnte sein, dass es sich bei den Floralia laut des "römischen Festkalenders" von Reclam um einen Festtag der feriae conceptivae = bewegliche Feiertage gehandelt habe.
Quellen: 28.4.-3.5. www.imperiumromanum.com
Ebenso: http://ancienthistory.about.com/library/bl/bl_ludiflorales.htm
28.4 -1.5. Ovid: Fasti
Ebenso: http://www.pantheon.org/areas/mythology/europe/roman/articles.html
27.4.-2.5. www.novaroma.org
3.5. der römische Festkalender; Reclam

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann, wäre ich sehr dankbar: 5. April, Kwan-Yin, 21./22. April bzw. 13. Mounychion: Demetreia, ein Demeter-Fest,

Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html

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Kalender für Mai 2008

Dieser Mai wird bestimmt von den antiken Mondmonaten Mounychion und Thargelion. Mounychion hatte seinen Namen von dem Fest Mounychia, bei dem Artemis als Mondgöttin und Herrin der Tiere geehrt wurde. Thargelia, das Geburtstagsfest der Artemis und des Apollon, gab dem Monat Thargelion seinen Namen.

Die Herkunft des römischen Monatsnamens Mai ist nicht restlos geklärt. Ovid gibt in seinen "Fasti" 3 Möglichkeiten für die Herkunft an: 1. von Maiestas = die Hoheit, 2. von maiores = die Älteren (bezogen auf die Senatsmitglieder) oder von Maia (Göttin, eine der Pleiaden).

In der germanischen Welt hieß der Mai "Wonnemond", von "winne" = Weide. Es war die Zeit in der die Hirten Weiden für ihre Tiere suchten.

1.Mai: Fische, abnehmender Mond:
Fest der römischen Göttin Maia, Muttergottheit und Fruchtbarkeitsgöttin
Quellen: (3) und (4), (Text: schlangengesang 2/04)

Festtag der Eröffnung des Tempels der römischen Göttin Bona Dea, Göttin der Fruchtbarkeit, der Heilpflanzen und der Prophezeiungen.
Quelle: (1) und (4)

Maifest im germanischen Festkalender. Der Brauch des Maibaumaufstellens geht weit in die vorchristliche Zeit zurück. Er stammt wahrscheinlich aus dem Kyblele und Attis-Kult Kleinasiens.
Quelle: Gardenstone: Germanischer Götterglaube
E.O.James: der Kult der großen Göttin

Beltane / Beltain: keltisches Fest, Maifeiertag. Fest der walisischen Göttin Creiddylad.
Quelle: Mabinogion

2. Mai: Fische, abnehmender Mond:
Ende der Floralia in Rom: Fest zu Ehren der Frühlings- und Blumengöttin Flora (siehe April)

9., 11. und 13. Mai:
Lemuria: römisches Fest zu Ehren der Totengeister.
Quellen: (1), (2),(3) und (4)

9./10. Mai: 4. Tag des griechischen Mondmonats Thargelion: Opfer an Leto, die Mutter der Göttin Artemis und ihres Zwillingsbruders Apollon in Erchia.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm

11.Mai:Löwe, zunehmender Mond: Holdatag. Der 50. Tag nach Ostara (Ostern) war der Tag der germanischen Göttin Holda. Heutzutage feiern die Christen das Pfingstfest zu diesem Termin. Auf Grund der Verbindung von Holle/Holda mit dem Brunnen als Symbol für den weiblichen Schoß der Gebärenden, wurden an diesem Tag Quellen und Brunnen besucht und geschmückt.
Quelle: Gardenstone: Germanischer Götterglaube

11./12. Mai: 5. Tag des Mondmonats Thargelion, Löwe, zunehmender Mond:
Opfer für Demeter Chloe in Athen, ihr wurde an diesem Tag auf der Akropolis ein Widder als Opfertier dargebracht. Chloe bedeutet "das junge Mädchen", "die junge Saat" und war ein Beiname der Demeter.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm

Beginn des zweitägigen Geburtsfestes (Thargelia) von Artemis und Apollon. Reinigungsriten. (siehe Schlangengesang 10/05)
Quelle: (5), http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html

12./13. Mai = 7. Tag des griechischen Mondmonates Thargelion, Löwe, Jungfrau, zunehmender Mond: zweiter Tag des Festes Thargelia: Tag der Opfer für Artemis, Apollon aber auch die Horen (Göttinnen der Jahreszeiten) und die Göttin Selene.
Quellen: http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm

14. Mai: Jungfrau, zunehmender Mond:
Argeis: uraltes römisches Opferfest. Eine vestalische Priesterin wirft 2 menschlich geformte Binsenpuppen, die wie Greise aussehen, in den Tiber. Es gibt 2 Varianten der Erklärung: Variante 1: Als Erinnerung an vorrömische Menschenopfer für Saturn. Variante 2: um die Seelen der verstorbenen griechischen Einwanderer übers Meer nach Hause zu schicken.
Quellen: (1) und (3)

15. Mai: Fische, abnehmender Mond:
Fest der griechischen Göttin Maia in Rom. Maia ist Fruchtbarkeitsgöttin, Erdgöttin und Herrin der Schätze. (Text: schlangengesang 2/04)
Quellen: (4),

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Veranstaltungen:


Frauenpfade -Erdspiritualität

Jahreskreisrituale im FGZ Bochum
sonntags 16-19 Uhr am: 3.2./30.3./4.5./22.6.2008

FrauenKraftreise zum Odilienberg
4.-10.8.2008
Tanz, Trance, Meditation und Körperarbeit sowie Wanderungen rund um den Odilienberg bringen uns in Kontakt mit unseren Kraftquellen.
Infos unter: www.frauenpfade.de und: 0162 - 4546283





Medizin, Magie und Mythologie

Woher hat die Tollkirsche ihren Namen? Welche Verbindung hat sie zu
den Schicksalsgöttinnen im alten Griechenland? Warum wird das
Eisenkraut als Druidenkraut bezeichnet? Wozu pflanzte man einen
Hollerbusch ans Haus oder eine Hauswurz aufs Dach?
Medizin und Magie waren Jahrhunderte lang nicht von einander zu
trennen. Den meisten in der Volksmedizin verwendeten Heilpflanzen
sprach man neben der medizinischen auch eine magische Wirkung zu.
Folgen Sie mir auf den alten Pfad der volksmedizinischen Kräuterkunde
und erfahren Sie erstaunliche, gruselige und erheiternde Geschichten
rund um die gängigsten Heilpflanzen.

Vortrag von Sabine Zeitler, Heilpraktikerin
am Donnerstag, den 17.4.2008 um 19.30
im KUBIZ Unterhaching, Jahnstr. 1
Zimmer 222, im 2. OG Süd
Kosten: 6,50 €
Anmeldung: www.vhs-unterhaching.de


Aus dem Garten der Venus
Kräuter, Gewürze und Nahrungsmittel für die Liebe


Aphrodisiaka gibt es in allen Kulturen der Erde. Die Hoffnung, die
Liebesgöttin mit Hilfe von Kräutern und Nahrungsmitteln für sich zu
gewinnen, durchzieht die Kräuter- und Kochbücher von der Antike bis
heute.
So gibt es Pflanzen, welche die Anziehungskraft verstärken und uns
helfen können der Venus Konkurrenz zu machen. Daneben kennen wir
Nahrungspflanzen, die über appetitliche Gaumenfreuden die Angebetete
oder den Angebeteten becircen sollen. Schließlich wird dann noch
gemunkelt über Heilpflanzen, die die körperliche Leistungsfähigkeit
für das Liebesabenteuer verbessern sollen. Dieser Vortrag soll dazu
beitragen, Sie über Wahrheit und Mythos der Aphrodisiaka aufzuklären.

Vortrag von Sabine Zeitler, Heilpraktikerin
am Donnerstag 08.5.2008 um 19.30 Uhr
im KUBIZ Unterhaching, Jahnstr. 1,
Zimmer 222, im 2.OG Süd
Kosten: 6,50 €
Anmeldung: VHS Unterhaching, www.vhs-unterhaching.de





Sag an wer ist doch diese...
Göttinnenfiguren und Marienbilder


Ausstellungseröffnung
Sonntag 13.4.2008, 12.00 Uhr
Frauenmuseum Wiesbaden

Cambra Skadè
Die heilige Clownin – Performancekünstlerin, Heilerin, universelle Närrin


Diese Veranstaltung ist Teil des großen Themas "Kunst als Fachsprache des
Schamanischen", "Künstlerin – Magierin – Heilerin".
Hier ist der Schwerpunkt Performance als Sprache der Clownfrau. Wer sind die
Heyokas, Contraries, Kojotefrauen? Was ist ihre Aufgabe? Wie können wir sie
in uns selbst finden? In ihr Spiel begeben wir uns, dorthin, wo eine mit
Lachen heilt und ermutigt.
Kunstmagisches Vortragswirken in Bild, Wort und Klang.

Sonntag 27.4.2008, 12.00 Uhr, Euro 7,50
Frauenmuseum Wiesbaden





Die Göttin
Neue Bilder von Peter Engelhardt


www.diegoettin.com
Ausstellung von Originalbildern

4. - 6. April 2008
Dresden, Messe "Aktiv + Vital"
in der Art-Lobby der Galerie Gaia



Die Göttin
Neue Bilder von Peter Engelhardt


Ausstellung von Originalbildern und Verkauf von signierten Drucken

Konzert mit Keruna
...Mit dreistimmigem Gesang begleitet von Monochord, Tanpura, Geige, Flöten
und Rhythmen an Schlitztrommeln, Djembé und Congas, verstehen es Brigitte
Geuß, Rina Blum und Jürgen Rübig das Publikum mit ihren archaischen und
urtümlichen Klängen zu begeistern und zu berühren...

11. April 2008
GEISTREICH
Esoterik, Bücher, Seminare
91161 Hilpoltstein, Christoph-Sturm-Str. 13,
info: Brigitte Stimpl, Tel. 09174 49416
Eintritt 15,- €





Astrowoche in der Toskana vom 05. – 11.10. 2008
Von der Vision zur Schöpferin


Manchmal gibt es Lücken im Leben. Verborgenes ruft, der Weg ist noch nicht klar. Es fehlt vielleicht etwas – eine Vision oder der Mut zur Umsetzung. Nicht immer wartet ein Neubeginn, sondern eher eine Neuorientierung.

Ist die Vision geboren, kann sie als Schöpferinnenkraft verankert und umgesetzt werden. Dabei sind uns das persönliche Horoskop, intuitives Malen und die erlebnisorientierte Astrologie (Astrodrama) Hilfsmittel. Wir erfahren das Rad des Lebens, den Tierkreis mit all unseren Sinnen.

Verzaubert und abgeschieden liegt das urgemütliche Farmhaus (14. Jhd.) im Herzen eines Vulkans eingebettet in die immergrünen bewaldeten Hügel der Toskana. Die Zimmer sind wunderschön, der Seminarraum lädt zum Träumen ein. Nicht weit entfernt befinden sich die heilenden heißen Quellen. In der Küche verwöhnen uns reichhaltige vegetarische Köstlichkeiten und wer bei einen Ausflug in eine Trattoria Wildschwein essen möchte, kann dies ohne weitere Kosten tun. Ein besonderer magischer Ort für eine wunderbare Woche.

Seminarleitung: Ulla Janascheck, mehr unter www.ulla-janascheck.de

Veranstaltungsort: www.ebbio.com
Kosten: insgesamt 650 Euro (ohne Fahrt, Fahrgemeinschaften können organisiert werden.)

Anmeldung bei:
Renate Moser, Atelier für Kommunikation, Interaktion & Selbsterkenntnis, Pier Fortunato Calvi Straße 4, I-39100 Bozen, Tel.: 0039 / 0471 / 982037 Moser.renate@rolmail.net, www.atelier-seminare.it





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