| Hallo,
Herzlich Willkommen zur 25ten Ausgabe des Schlangengesangs. Diese
Ausgabe steht ganz unter dem Thema Heilung. Krankheit, Gesundheit,
Heilung und heil werden sind Themen, die uns alle beschäftigen. Deshalb
fiel es uns leicht, diese Ausgabe zu füllen. Dies ist aber nur eine
kleine Momentaufnahme an Themen. Wir möchten daher eine zweite
Heilungsausgabe anschließen, wenn Ihr uns Eure Artikel dazu bis zum
1.11.2007 sendet.
Bei Interesse und reichlichen Zusendungen gibt es vielleicht auch eine
dauerhafte Rubrik Heilung.
Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,
Das Schlangengesang-Team
Annika, ArtemisAthene, Cailynn, Caitlin, Gwenhwyfar, Gan-Chan, jana,
Karmindra, Lilia, Medea La Luna, Nebelweib, Temkes

Inhaltsverzeichnis
Göttin:
- Eir
- Hygieia
Thema:
- Persönliches zu Krankheit und Gesund werden
- Hinwendung und Heilung
- Die Medizin der Hildegard von Bingen
- Krankheiten und Schmerzen "wegsaugen"
Pflanze:
- Frauenheilkräuter
Praktisches:
- Rezepte Frauenkräuter
- Reise zum Lyfjaberg - Meditation Ergänzung zum
Eir-Artikel
- Reise zum inneren Kind
Aufgelesen:
- Buchrezensionen:
Hexenmedizin
Elisabeth Brook - Kräuter helfen heilen
Diane Stein - Die Weisheit der Göttin umarmen
Netze weben:
- Star Johnson-Moser
- Linktipp: Der sanfte Weg zur Gesundheit
- Frauenwissen weitergeben
Kalender:
- Feiertage
- Veranstaltungen
Impressum / Schlangengesanginfos / Kontakt / Abmelden
  
Göttin:
Eir, die Ärztin unter den Asen
Eir, auch Eira (altnord. "Hilfe, Gnade") ist eine germanische Göttin der
Heilung, die im Gylfaginning 35 (Ein Teil der Jüngeren Edda) in einer
Aufzählung der Asinnen erwähnt wird. Dort heißt es lediglich:
Die Dritte ist Eir, die Beste der Ärztinnen.
In vielen neuzeitlichen Quellen wird ihre Anrufung bei Heilungsarbeiten
empfohlen, die historische Quellenlage ist allerdings sehr spärlich.
Neben dem oben zitierten Satz findet sie noch im Fiölswinnsmal, dem Lied
des Fiölswidr (Ältere Edda, Götterlieder) als eine der Dienerinnen der
Menglöd ("Die Halsbandfrohe") Erwähnung. Unter Menglöd versteht man
einmal die Göttermutter Frigg, aber auch die Fruchtbarkeitsgöttin und
Seidhkona Freyja. (Zur Erklärung siehe dazu auch Artikel "Freyja",
Schlangengesang 24/07 ).
Der heilige Berg der Menglöd ist der Lyfjaberg (Übersetzung Genzmer),
auch Hyfiaberg (Übersetzung Simrock) genannt. In der Übersetzung von
Jordan wird er "Heilberg" genannt.. Er ist von einer Waberlohe umgeben
und wird von dem Riesen Fiölswidr bewacht. Im Fiölswinnsmal, Strophe 36
gibt er Auskunft über den Berg:
Hyfiaberg heißt er, Heilung und Trost,
Nun lange der Lahmen und Siechen.
Gesund ward jede, wie verjährt war das Übel,
die den steilen erstieg.
In der Übersetzung nach Jordan wird noch deutlicher betont, wer sich
Heilung erhoffen darf:
Verjährter Leiden ledig wird jede
Frau und gestärkt, die den Gipfel ersteigt.
Die Heilkunst war traditionell den Frauen vorbehalten, da sie sich um
die Sippe im Inneren kümmerten, Kinder erzogen und den Haushalt führten,
während die Männer eher im Außen beschäftigt waren, genau genommen durch
Politik.
Man könnte in der Besteigung des Berges auch einen Einweihungsweg für
junge Heilerinnen sehen.
Auf die Frage nach den Dienerinnen der Menglöd, gibt der Riese ebenfalls
im Fiolwinnsmal Auskunft (Strophe 38, 40, Simrock):
Hlif heißt eine, die andere Hlifthursa,
Die dritte Dietwarta,
Biört und Blid, Blidur und Frid,
Eir und Oerboda.
Jeglichen Sommer, so ihnen geschlachtet
Wird an geweihtem Orte,
Welche Krankheit überkommt die Menschenkinder,
Jeden nehmen sie aus Nöten.
Weiter taucht in den Thulur, eine Sammlung von altnordischen
Merkversreihen, die der Überlieferung von Kenntnissen an die Nachwelt
dienten, eine Walküre mit dem Namen Eir auf.
Cailynn
P.s.: Zuletzt noch einen sehr schönen Link, der persönliche Erfahrung
mit dieser Göttin wiedergibt (allerdings englischsprachig):
www.thewhitewillow.com/gallery/Eir.html
Quellen:
Aswynn, Freya: Die Blätter von Yggdrasil, Edition Ananael, 2005
Jordan, Wilhelm: EDDA- Die heiligen Lieder der Ahnen, Arun, 2001
Simek, Rudolf: Lexikon der germanischen Mythologie, Kröner, 2006
Stange, Manfred (Hrsg.): Die Edda, Marixverlag, 2004
Voenix: Der germanische Götterhimmel, Arun, 2003
Siehe auch Die Reise zum Lyfjaberg - Eine Meditation
in dieser Ausgabe unter "Praktisches".
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Hygieia - die griechische Göttin der Gesundheit
Hygieia heißt im Griechischen wörtlich "Gesundheit" und ist die
Personifikation der seelischen und körperlichen Gesundheit. Sie war
ursprünglich wohl eine eigenständige Gottheit. Später wird sie in der
Mythologie als die strahlende Tochter des Heilgottes Asklepios geführt.
Sie soll ihrem Vater in den Beruf der Ärztin und Heilerin nachgefolgt
sein. Hygieia hatte noch einige Schwestern, Panakeia, Akeso und Iaso,
sowie zwei Brüder, Podaleirios und Machaon. Alle waren in der Medizin
tätig, Hygieia aber setzte sich gegen die Geschwister durch.
Der Kult der Hygieia nahm wohl in Epidauros seinen Ausgang. Weitere
Stätten der Verehrung waren auf Cos, in Corinth und Pergamon. Der
Dichter Sophokles soll ihren Heilkult 420 v.u.Z. nach Athen gebracht
haben. Später fand ihr Kult auch in Rom, wie der ihres Vaters Asklepios/Aeskulap,
ein Zuhause. Sie verschmolz dort mit der einheimischen Göttin Valetudo
oder Salus, der römischen Personifikation von Gesundheit.
Hygieia ist die Schutzpatronin der Apotheker. Die Schlange ist ihr
heiliges Tier, in der Wirkungsstätte der Familie des Asklepios, im
Asklepeion in Epidauros, wurden heilige Schlangen gehalten.
Im Heilbetrieb des Asklepiostempels übernahm Hygieia bald als
Vertreterin der Frauen den Bereich der Frauenheilkunde. Frauen suchten
die Göttin besonders bei Kinderlosigkeit und den Problemen rund um die
Schwangerschaft auf.
Den Ablauf eines Heilbesuches im Tempel des Asklepios und der Hygieia
kann man sich in etwa so vorstellen: Aufgenommen wurde jeder
Heilungssuchende, unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Stand.
Lediglich Todkranke und Schwangere in den Wehen wurden abgewiesen. Nach
einer ausgiebigen Reinigung im heiligen Bezirk der Tempelanlage wurde
den Göttern geopfert. In der Regel waren dies tierische Opfer, es
konnten aber auch andere Naturalien oder Weihgaben sein. So berichtet
Pausanias, dass die Frauen die Statue der Göttin im Tempel mit ihren
Haaren und mit Gewändern in babylonischer Tracht schmückten. Nach einem
Gespräch mit einem Priester oder einer Priesterin begaben sich die
Hilfesuchenden zur Nachtruhe in die Ruheräume der Tempelanlage. Während
des Schlafes sollten die Kranken der Göttin bzw. dem Gott begegnen und
Heilung erfahren oder in Träumen von dem Weg zur Heilung oder dem
passenden Heilmittel träumen. War der Patient morgens geheilt, durfte er
den Tempelbezirk verlassen, war er noch nicht gesundet, bekam er ein
Quartier zugewiesen und musste sich Heilbehandlungen unterziehen, die
nach Beratung mit den Priestern aus seinen Träumen und den Anweisungen
des Gottes zusammengestellt wurden. Erst wenn die Heilungssuchenden
gesund waren, verließen sie das Heiligtum. In der Regel verzehrten sie
davor noch die Opfergaben des Tages mit den anderen Ratsuchenden.
Der hippokratische Eid, den Ärzte seit dem 4. Jahrhundert vor unserer
Zeit schworen, beginnt übrigens mit den Worten: "Ich schwöre bei Apollo
und Asklepios und bei Hygieia und bei allen Göttern und Göttinnen..."
Dieser Eid bietet die Grundlage der heutigen "Deklaration des
Weltärztebundes".
Hygieia in der Kunst: Hygiea wird in der Regel als schöne, junge Frau in
einem langen, faltenreichen Gewand dargestellt. Als Symbole für ihre
Zugehörigkeit zum Bereich der Heilkunde trägt sie oft einen Stab und ist
meist von einer Schlange begleitet. Häufig füttert sie diese mit der
Hand. Manchmal trägt sie auch eine flache Opferschale in der Hand, die
auf den Opferkult zu ihren Ehren hinweist. Aus dem Asklepieon von
Epidauros stammt eine berühmte Statue der Göttin die heute im
archäologischen Nationalmuseum in Athen ausgestellt wird.
Dort befindet sich auch ein Kopf der Göttin, der vermutlich aus dem
Tempel der Athena Alea in Tegea kommt. Im Asklepiostempel in Dion stand
eine Statue, die eine Schlange in der Hand hält. Moderne Darstellungen
der Göttin Hygieia findet man zum Beispiel bei Gustav Klimt. Er malte
1907 ein wunderschönes Bild der Hygieia mit Schlange. An Baudenkmälern
existieren in Hamburg vor dem Rathaus ein Brunnen, dessen Brunnenfigur
Hygieia darstellt und im Schlosspark von Machern ein klassizistischer
Hygieia-Tempel.
Hygiea ist auch der Beinahme der Muttergöttin Rhea Koronia. Die Namen
der zwei Schwestern Hygieia und Panakeia sollen von den zwei
milchspendenden Brüsten der Rhea stammen, die diese Namen trugen.
artemisathene
Quellen: Antike Quellen: Homer, Ariphron, Pausanias, Pindar und
Apollodorus
Moderne Quellen: Lexikon alte Kulturen (Meyers Lexikonverlag), Das Who´s
who in der antiken Mythologie, dtv, Griechische Mythologie, Robert von
Ranke-Graves, B.Walker, Das geheime Wissen der Frauen.
Links: http://de.wikipedia.org/wiki/Hygeia_(Mythologie), http://www.theologie.uni-wuerzburg.de/kolleg/abstract_winklerh.php
, http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Hygieia?uselang=de
Hymnos auf Hygieia
Liebliche, nährende, innig ersehnte, allmächtige Herrin,
hör, Hygieia, du Glückliche, Mutter des Alls, die du Segen
spendest: Dein Wirken befreit von Krankheit die Menschen, dein Wirken
schenkt den Häusern innige Freude, der Kunst und dem Handwerk
hohes Gedeihen. Nach dir, Gebieterin, sehnt sich das Weltall,
Hades allein, der Mörder, verabscheut dich ständig, du ewig
Blühende, dringend Erwünschte, der Sterblichen süße Erquickung.
Ohne dein Walten entschwindet den Menschen jeglicher Nutzen:
Weder gewährt beglückender Reichtum festliche Freuden,
noch überwindet männliche Kraft das leidige Alter.
Du nur erweist dich stärker als alle, gebietest auch allen.
Nahe dich, Göttin, den Eingeweihten zu ständiger Hilfe,
schütze sie vor der bitteren Plage der lastenden Krankheit!
[Anonyma: Orphische Hymnen, S. 11. Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung
der Antike von Homer bis Nonnos, S. 152 (vgl. Griech. Lyrik, S. 460) (c)
Aufbau-Verlag]
Hymnos auf Hygieia
Mit dir, Hygieia, du Älteste unter den Seligen,
möchte ich wohnen die mir verbleibende Zeit,
steh mir zur Seite als gütige Freundin!
Lachen dem Sterblichen Freuden des Reichtums, Kinderglück,
ward ihm die gottgleiche Macht des Königs zuteil,
winkt ihm die Liebe, die mit Aphrodites
heimlichen Netzen wir eifrig zu haschen versuchen,
genießen die Menschen andere Wonnen
oder das Aufatmen auch nach leidiger Mühsal:
Mit dir, Hygieia, Glückselige,
kann alles blühen und leuchten im trauten Verein der
Chariten. Doch ohne dein Zutun lächelt keinem das Glück.
[Ariphron: [Lyrik], S. 2. Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung der
Antike von Homer bis Nonnos, S. 1218 (vgl. Griech. Lyrik, S. 300) (c)
Aufbau-Verlag]
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Thema:
Persönliches zu Krankheit und Gesund werden
Eine Kritik an der Schulmedizin
Mir ging es bisher in meiner Einstellung zu den Heilsystemen und
Gesundheitswegen so wie Vielen: Bei kleineren Problemen habe ich gerne
(sofern mir meine Faulheit nicht im Weg war) Alternatives ausprobiert,
bei ernsthaft diagnostizierten Krankheiten blieb ich bei der
Schulmedizin.
Letztes Jahr hatte ich eine Gürtelrose. Die Ärztin, die sie
diagnostizierte, hatte zwar Verständnis dafür, dass ich zu diesem
Zeitpunkt vollstillende Mutter war, sah aber nur die Möglichkeit im
Zeitraum der schulmedizinischen Behandlung die Milch abzupumpen und
wegzukippen. Nun war dies einfach keine Option für mich, weil das mir
und dem Baby (wir waren auch noch zum ersten Mal komplett alleine zu
diesem Zeitpunkt) nur einen großen Haufen zusätzliche Probleme beschert
hätte. So schaute ich mich also nach Alternativen um.
Freundinnen und Bekannte, die im schulmedizinischen Bereich arbeiteten,
reagierten indem sie mir die Gefährlichkeit dieser Krankheit erörterten
- die Schmerzen, die Heilungsprobleme und was alles passieren könne,
wenn die Krankheit nicht behandelt wird. Wahrhafte Horrorgeschichten.
Alle wahr, keine Frage. Aber das half mir nicht weiter- zumal alle
ignorierten, dass ich die Krankheit sehr wohl behandeln wollte -nur eben
auf anderem Wege. Dies gilt aber in der Schulmedizin allzu oft als "gar
nicht" behandeln - schließlich wollte ich ja die Medikamente nicht
nehmen.
Noch nie zuvor hatte ich so aktiv an meiner Heilung mitgewirkt. Anlass
war natürlich die schwierige äußere Situation. Ich konsultierte zwei
Heilpraktikerinnen und erhielt so eine umfassende heilpraktische
Behandlung aus Vitamin B12, Quaddeln und Homöopathie. Zusätzlich
recherchierte ich täglich nach den Ursachen und möglichen Heilungswegen
- dafür nutzte ich in erster Linie das Tarot und andere Orakelkarten.
Ich behandelte die Krankheit auch mental und in Ritualen. Besonders
beeindruckt hat mich bei all dem die Homöopathie, denn die Schmerzen
kamen schließlich doch. Aber wenige Minuten nach der Einname von drei
Kügelchen (und die auch nur insgesamt 3 Mal im Verlauf einer Woche)
waren sie für mehr als einen Tag komplett verschwunden. Ich habe die
Gürtelrose ohne ein Schmerzmittel problemlos überwunden.
Ich denke, dass dies nur möglich war, weil ich mit allen Sinnen und zur
Verfügung stehenden Mitteln aktiv war und der Angst keine Chance gegeben
habe. Meine Selbstwahrnehmung verbesserte sich in dieser Zeit erheblich
und ich entwickelte ein sicheres Gespür für meinen Gesundheitszustand.
Der Höhepunkt war schließlich, dass ich mich bei der Krankheit bedankte
und sie fortschickte. Erfolgreich.
Nun ist natürlich die Gürtelrose keine lebensbedrohende Krankheit. Aber
sie war so stark - und in der Theorie auch so gefährlich - um mich
völlig darauf einzulassen (bei einer leichteren Krankheit hätte ich dies
- paradoxer weise - vermutlich nicht getan).
Ich habe in Folge dessen viel über mich und die Medizinwege gelernt.
Ich habe gelernt, dass die Schulmedizin mit Angst arbeitet. Natürlich
habe ich auch Angst, wenn ich krank bin. Aber die Angst darf nicht die
lauteste Stimme sein, denn dann kann ich ja die anderen Stimmen nicht
hören. Zum Beispiel die Stimme des Vertrauens in mir, die mit der Göttin
verbunden ist. Der Teil in mir, der weiß, dass alles kommt, wie es
kommen muss und ich immer Hilfe bekommen werde, wenn ich darum bitte.
Die Stimme, die mir hilft aktiv zu werden. Die Stimme, die mir hilft
abzuwägen, ob ich Fortschritte mache und was ich als nächstes tun muss.
All diese inneren intuitiven Sinne werden von der Angst blockiert.
Der schulmedizinische Weg scheint Mittel gegen die Angst zu haben: Eine
Medizin, Tabletten. Zwar helfen die Tabletten gegen die Angst und in den
meisten Fällen auch gegen die Krankheit, aber sie nehmen dafür die
Eigenverantwortung. Ich will natürlich nicht dafür plädieren einen
schwierigeren Weg als nötig zu gehen. Mir persönlich fehlt jedoch das
Vertrauen in die schulmedizinischen Lösungen - das Vertrauen, dass die
Medizin tatsächlich gesund und gut wirkt. Für mich ist sie kein
Heilmittel sondern eher ein Kampfstoff. Ein Kampfstoff, der oft genug
andere Körperprozesse beeinträchtigt . Die Grundlage jeder "normalen"
Medizin ist das Bild vom Körper als Maschine - ich bin aber keine
Maschine.
Die Medizin ist ausgerichtet auf einen männlichen Durchschnittsmenschen.
Erst seit ca. sechs Jahren müssen die Arzneimittel vor der Zulassung
überhaupt an Frauen getestet werden. 1
Selbstverständlich ist es gut und wichtig, dass wir die Schulmedizin
haben und selbstverständlich liegt die Beurteilung dessen, was einer
hilft, nur bei der Einzelnen.
Wenn ich anschaue, wie mein Verhältnis zur Schulmedizin ist und war, so
war es zwar nie unkritisch, aber trotzdem war die Schulmedizin das Maß
aller Dinge. Eine ernsthafte Krankheit alternativ mit Homöopathie oder
etwas anderem zu behandeln, erscheint dem Gefühl nach immer noch als
Risiko für mich. Dabei halte ich es für kein größeres Risiko. Vor allem
bringe ich der Schulmedizin nicht genügend Vertrauen entgegen, denn das,
was ich von Ärztinnen und Ärzten brauchen würde, können diese mir fast
immer nicht geben. Tief in mir ist die Sehnsucht nach einer Heilerin
oder einem Heiler, der mir persönlich und mit Zeit zur Seite steht, zu
mir kommt und mir auch Mut macht, mir auch seelisch hilft. Dies ist aber
nun mal nicht das Berufsbild von ÄrztInnen. Ich fürchte, es ist auch
nicht das Berufsbild von HeilpraktikerInnen. Ich suche nach Verständnis,
Hilfe, Anleitung und auch danach aufgefangen zu werden. Die Realität
bietet aber neben Krankenkassenbudget und selbst zu zahlenden
HeilpraktikerInnenbesuchen nachweisbare Schlechterbehandlung von Frauen,
Fehldiagnosen (aufgrund des Gendergaps oder Uninformiertheit)2
und unnötige Operationen. Oder hirnverändernde Medikamente mit einer
unglaublichen Liste an Nebenwirkungen zur Behandlung von
diagnostizierten Psychosen, die bewiesenermaßen ebenso erfolgreich -
bzw. sogar erfolgreicher - mit "Hausmitteln" behandelt werden können (In
dem Fall, den ich kenne ,war die Psychose zudem nicht mal richtig
diagnostiziert, sondern es handelte sich um eine in Deutschland wenig
bekannte Krankheit). Realität ist auch, dass Ärzte und Ärztinnen wenig
über die von ihnen verschriebenen Medikamente wissen.3
Regelmäßig bekommen Schwangere und Stillende kontraindizierte Mittel
verschrieben.4 Auch die Wechselwirkung zwischen verschiedenen
Mitteln wird nicht beachtet und chronisch Kranke nehmen schließlich
Medikamente um die Nebenwirkungen der anderen Medikamente im Schach zu
halten - obwohl sich die Medikamente besser abstimmen ließen. Und all
dies ist nur die Spitze des Eisberges.
Für mich heißt das, dass ich wann immer es geht - also in allen nicht
akut lebensbedrohlichen Situationen - auf die Schulmedizin verzichten
möchte. Die Rechnung von Vor- und Nachteilen geht für mich bei normalen
kleineren und mittleren Erkrankungen nicht auf.
Ich arbeite nun daran mehr Heilungswissen und Heilkompetenz (für mich)
zu erlangen - auch im Bereich der Homöopathie. Damit kann ich besser für
mich sorgen und habe eine Basis für selbstständige Entscheidungen. Dazu
zählt für mich auch, dass ich bemuttert und gerettet werden will sobald
ich nur etwas stärkeres als einen Schnupfen habe - eine Tatsache, an der
ich arbeiten muss. Gesundheit kann nur ein ganzheitliches Thema sein und
der Umgang mit Krankheiten folglich auch. Ich denke ich werde genug noch
genug Gelegenheit zum Üben haben.
jana
1 Quelle: Dr. med Ingrid Olbricht "Frauengesundheit - Männermedizin" in
"Gesellschaft in Balance"
2 Quelle: Dr. med Ingrid Olbricht "Frauengesundheit - Männermedizin" in
"Gesellschaft in Balance"
3 Aussage einer Krankenhausapothekerin in leitender Position
4 Ist mir selbst schon passiert und kann man auf den großen
Schwangerschaftsforen wie zB. www.urbia.de immer wieder lesen.
Der Artikel kann auf dem Schlangengesang-Forum diskutiert werden
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Hinwendung und Heilung
Letzte Woche habe ich einen Artikel im "Spiegel" gelesen über die
Placebo-Wirkung in der Medizin. Darüber wie viel Prozent wohl die
Placebo-Wirkung zum Heilerfolg beiträgt. Es ging um Spritzen und
Tabletten, aber auch um Akupunktur und Homöopathie, sowie um die Wirkung
einer psychotherapeutischen Behandlung. Fazit war: mindestens 40 % einer
Besserung auf eine Behandlung ist dem sog. Placeboeffekt zuzuordnen.
Aha, na und?
Ich bin Physiotherapeutin, Osteopathin und Heilpraktikerin, seit Jahren
in eigener Praxis tätig und verbringe im Schnitt pro Behandlung
sicherlich eine Stunde mit meinen Patienten. Natürlich ist diese
Hinwendung an den Patienten, das offenen Ohr für körperliche, wie
seelische Beschwerden, zeit- und kraftaufwendig. Ist es da nicht
seltsam, warum unsere schulmedizinisch arbeitenden Kollegen besonders
bei chronischen Schmerzpatienten, besonders aber bei Frauen, nicht die
gleichen Erfolge verbuchen können, wie wir alternativ-medizinisch
arbeitenden Therapeuten? Nein, denn diese Hinwendung bewirkt die
Heilung! Nicht die Frage: Was kann ich Ihnen verschreiben? Wie lange
wollen Sie krank geschrieben sein? Ein Händedruck, auf Wiedersehen.
Welcher Arzt macht heute schon noch eine körperliche Untersuchung?
Welcher Arzt misst den Puls und kann diesen dann auch noch bewerten?
Welcher Orthopäde fragt nach dem Schlafverhalten, nach Sorgen, Beruf und
Familie? Wie oft wird man "berührt", wie oft kommt es in der Arztpraxis
zu fürsorglichem Körperkontakt?
All das kostet Zeit, Zeit ist Geld! Ich verstehe die Mediziner, die
klagen, dass die Vergütung für das Patientengespräch nicht ausreichend
ist. Aber ich denke auch, dass in den meisten Praxen ein riesiger
Apparatepark steht, der teuer bezahlt werden muss und sich erst über
einen langen Zeitraum amortisiert. Vielleicht bringt es an mancher
Stelle aber gerade das "Weniger" an Technik und dafür das "Mehr" an
Menschlichkeit.
Damit will ich nicht die Notwendigkeit der Apparatemedizin in
schwerwiegenden Fällen in Abrede stellen. Dafür werden wir immer
Spezialisten brauchen, aber vielleicht sollte sich der ein oder andere
Hausarzt überlegen, ob er nicht lieber weniger anschafft und dafür den
Patienten im Falle eines Falles zum Spezialisten überweist und dafür
mehr Zeit für seine Patienten aufbringt. Weniger Klagen, mehr "Hand
anlegen", könnte die Devise sein. Der Körperkontakt von Arzt zu Patient
beschränkt sich heute doch oft auf den Händedruck zur Begrüßung und
Verabschiedung. Ist das eine "Be-hand-lung"?
Als Anregung zur Diskussion und kleiner Denkanstoß.
Nix für ungut,
artemisathene
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Die Medizin der Hildegard von Bingen
Einleitung
Sicherlich wird man sich fragen, warum ich gerade in einer Webzine über
Göttinnen und weibliche Spiritualität über eine christliche Nonne aus
dem Mittelalter schreiben möchte. Aber beispielsweise die
Ernährungslehre der Hildegard von Bingen ist gerade in unserer heutigen
Zeit von erschreckender Aktualität, wie ich finde. Außerdem war Frau von
Bingen eine erstaunliche Persönlichkeit in einer von Männern dominierten
Welt im düsteren Mittelalter, in der es schwer war, eine (modern
ausgedrückt) Karriere zu machen. Und ob ihre Visionen und ihre Weisheit
nun von einem Gott oder einer Göttin stammen, will ich gar nicht
festlegen. Zwar war sie gläubige Christin, aber hätte sie überhaupt eine
andere Religion haben dürfen, um ihr Wissen weiterzugeben?
Zur Person
Hildegard von Bingen wurde 1098 in Bermersheim in Rheinhessen in ein
adliges Geschlecht hineingeboren. Schon als kränkliches Kind hatte sie
Visionen. Hildegard wurde bei ihrer Tante Jutta von Sponheimin in deren
Klause am Kloster Disibodenberg erzogen. Auch hier war sie immer wieder
krank, kaum fähig zu Gehen, oft auch mit Sehbehinderungen eingeschränkt.
Nach Juttas Tod 1136 wurde Hildegard deren Nachfolgerin als Priorin,
entschied aber, 1147/48 ihr eigenes Kloster zu gründen. Hildegard zog
mit 18 Schwestern in dieses Benediktinerinnenkloster auf den Rupertsberg
bei Bingen und war die Äbtissin. 1165 gründete sie das heute noch
bestehende Tochterkloster Eibingen bei Rüdesheim.
Ihr Wissen empfing sie durch göttliche Visionen oder (ganz trivial)
durch Beobachtungen im klösterlichen Kräutergarten oder allgemein in der
Natur. Aber auch im Umgang mit vielen Kranken und durch ihre eigene
Erfahrung (wie bereits erwähnt, war sie bereits als Kind sehr oft krank)
konnte sie ihr Wissen schöpfen.
Hildegards Ernährungslehre
Hildegard verband in ihrer Lehre den Zusammenhang zwischen Ernährung und
Gesundheit, in dem sie den einzelnen Lebensmitteln natürliche Heilkräfte
zuwies. Dabei kann ihre Arbeit als Kur verstanden werden, also punktuell
im Krankheitsfall eingesetzt werden oder auch auf das ganze Leben
angewendet werden.
Dabei gibt es, wenn man so will, sechs "goldenen Lebensregeln", die ich
wie folgt zusammenfassen würde:
1. die richtige Auswahl der Lebensmittel: "Eure Lebensmittel sollen eure
Heilkräfte sein", also eine gesunde und ausgewogene Ernährung
2. Entgiftung des Körpers in regelmäßigen Abständen: "Wenn die Säfte im
Menschen das rechte Maß bewahren, so ist der Mensch gesund. Haben sie
sich aber in Gegensatz zueinander gestellt, dann machen sie ihn
hinfällig und krank." Gerade heutzutage ist auf eine Entschlackung des
Körpers zu achten, da wir ihm ständig Konservierungsstoffe, Umweltgifte
oder auch oft chemische Medikamente zuführen
3. Entspannung und Arbeit (das Berühmte "Ora et Labora"), bzw. Ruhe und
Bewegung sollen eine gleichwertige Stellung im Leben erhalten und keines
davon darf überwiegen
4. Der richtige Schlafrhythmus, bzw. auch der Rhythmus von Schlafen und
Wachsein: "Denn wenn der Mensch schläft erholt sich sein Mark und macht
seine Knochen fest, stärkt das Blut, bildet neues Muskelfleisch,
vereinigt die Glieder und vermehrt Verstand und Wissen." Der Bezug zu
heute ist, denke ich, klar zu erkennen.
5. Seelische Abwehrkräfte stärken: "Die Seele ist für den Körper, was
der Saft für den Baum ist, und ihre Kräfte entfaltet sie wie der Baum
seine Gestalt." Hier wird der ganzheitliche Aspekt ihrer Lehre besonders
deutlich.
6. Lebensenergie aus positiven Naturerlebnissen und natürlichen
Heilmitteln schöpfen.
Heutzutage erlebt ein Getreide ein Revival, das bereits Hildegard als
wichtigstes Grundnahrungsmittel beschrieben hat: den Dinkel. Er liefert
als Brei, Müsli, Brot oder in sonstiger Form seinen entscheidenden
Beitrag an Aminosäuren, Spurenelementen und Vitaminen zur ausgewogenen
Ernährung:
"Dinkel ist das beste Getreide, er wirkt wärmend und fettend und
kräftig, und er ist milder als andere Getreidearten, er bereitet dem,
der ihn ißt rechtes Fleisch und rechtes Blut, und er macht frohen Sinn
und Freude im Gemüt des Menschen"
Bei Obst und Gemüse ist Vorsicht geboten: Bei Hildegard gehören zu den
schädlichen Lebensmitteln auch die Rohkost-Küche. Sie nennt Herz-,
Leber- und Lungenbeschwerden, sowie eine schlechte Verdaubarkeit die
schädlichen Folgen von ungekochtem Obst und Gemüse. Der Heilpraktiker
Dr. Wighard Strehlow schreib in seinem Buch "Hildegard-Medizin für alle
Tage" aus seiner Erfahrung heraus, dass Menschen, die sich nur von
Rohkost ernähren, oft unter Durchblutungsstörungen leiden, also über
kalte Hände und Füße und Gedächtnisstörungen klagen und eben durch die
von Rohkost veränderte Zusammensetzung der Darmbakterien ebenfalls unter
ständigen Blähungen leiden. Wir finden also auch hier wieder Hildegards
Beobachtungen bestätigt.
Auch der Fleischgenuss gehört bei Hildegard zur ausgewogenen Ernährung
dazu, allerdings werden auch hier wieder bestimmte Heilkräfte bestimmten
Fleißsorten zugewiesen, so beispielsweise beim Schweinefleisch, dass nur
Kranke zu essen bekommen, da es beim gesunden Menschen schädigend wird.
"Neuere" und "exotische" Pflanzen wie Avocados, Kiwis, Tomaten und auch
Kartoffeln waren Hildegard noch nicht bekannt, weshalb diese Früchte und
Gemüsesorten außen vor sind. Oft wird in Ratgebern trotzdem auf sie
verwiesen, meist aber mit dem Ergebnis, dass man sie nicht verwenden
soll, da besonders die Nachtschattengewächse zu viele Alkaloide
enthalten und den Körper schädigen können.
Ein Rezept will ich vorstellen, das ich schon sehr oft selbst
ausprobiert habe und einfach nur gut und lecker finde:
Das schwäbische Habermus, das man als warmes Frühstück genießen
kann:
Zutaten für eine Person:
1 Tasse Dinkelschrot
2 Tassen Wasser
1 kleingeschnittener Apfel
je 1 Messerspitze Galgant- und Bertrampulver
2 Teelöffel Honig
Zimt
Den Dinkelschrot in das kalte Wasser einrühren und unter Umrühren 5
Minuten vorsichtig aufkochen. Apfel, Galgant, Bertram und Honig
hinzufügen. Bei kleiner Hitze 10 Minuten quellen lassen und
schlussendlich etwas Zimt (je nach Belieben) unterrühren.
Annika
Wichtige Originalschriften zur Heilkunde von Hildegard
Liber Subtilitatum Diversarum Naturarum Creaturarum
Teil I: Physica Naturkunde
Physica ist in 9 Bücher gegliedert. Sie handeln in 513 Kapiteln über
Pflanzen, Elemente, Bäume, Steine, Fische, Vögel, Säugetiere, Reptilien
und über den Ursprung der Metalle.
Teil II CAUSAE ET CURAE Heilkunde
Causae Et Curae befasst sie sich mit den Krankheiten des Menschen von
Kopf bis Fuß, mit der Ernährung und Verdauung, mit den Gemütsbewegungen,
mit Wachen und Schlafen, Gehen, Stehen, Reiten. Sie gibt Anweisungen
über die gesunde Lebensführung.
Hinweis: Die Hildegard-Medizin ist seit ihrer Neuentdeckung reichlich
umstritten. Bei Beschwerden sollte immer zunächst ein Heilpraktiker oder
Arzt befragt werden. Vieles gilt bereits als überholt, wie z.B. der
Aderlass und das Schröpfen, weshalb ich darauf auch nicht eingegangen
bin. Wichtig fand ich, die Parallelen zu heutigen Sichtweisen
aufzudecken und vielleicht Interesse zu wecken, sich damit weiter zu
beschäftigen. (vgl. Hierzu auch : www.promed-ev.de/modules/wfsection/article.php?articleid=39
Quellen:
www.wolfgang-schuhmacher.de/hildegardvonbingenspiritualitaet/hildegardinfo1.htm
www.uni-mainz.de/~horst/hildegard/
www.hildegard.de/
www.st-hildegard.com/
www.reikibuch.de/edelsteine_bingen.html
www.wikipedia.de/Hildegard-Medizin
Dr. Wighard Strehlow: Hildegard-Medizin für alle Tage, Knaur MensSana
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Krankheiten und Schmerzen "wegsaugen"
Ich habe mir angewöhnt Schmerzen und auch Erkrankungen im Anfangsstadium
(z. B. Halsentzündung) wegzusaugen. Das geht ganz einfach und ist
erstaunlich effektiv.
Dazu stelle ich mir erst einmal meinen Körper als Haus mit vielen
Zimmern vor. Dort wo ich z. B. Schmerzen habe (also zum Beispiel im
Hals) stelle ich mir ein Zimmer vor, das komplett von Staub, Ruß o.ä.
verschmutzt ist. Mit meinem imaginären Staubsauger sauge ich dann den
Schmutz in diesem Zimmer weg (und somit die Schmerzen bzw. die
Entzündung). Ich sauge so lange, bis das ganze Zimmer schmutzfrei ist
und die Farben wieder leuchten. Schon beim Saugen merke ich, wie die
Schmerzen nachlassen bzw. die Entzündung zurückgeht.
Manchmal kommt es vor, das man den selben Raum mehrfach saugen muss (im
Abstand von einigen Stunden).
Natürlich darf man nicht vergessen, den vollen Staubsaugerbeutel zu
entsorgen. Ich tue das, indem ich den Beutel in eine imaginäre Mülltonne
stopfe und diese in die Unendlichkeit des Universums verschwinden lasse.
Silver RavenWolf hat diese Technik in ähnlicher Form in einem ihrer
Bücher beschrieben. Allerdings hat sie keinen Staubsauger benutzt
sondern einen Saugball.
Achtung!!! Diese Methode kann nur unterstützend angewandt werden und
erübrigt keinen Besuch beim Arzt. Besonders bei Verletzungen und
Krankheiten der inneren Organe sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen
und sich an dessen Anweisungen halten. Bei akuten Erkrankungen (z.B.
Erkältung) kann diese Methode Linderung verschaffen. Sollten die
Beschwerden allerdings länger als 24 Stunden anhalten, sollte auch hier
ein Arztbesuch der nächste Schritt sein.
Sassenach
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Pflanze:
Frauenheilkräuter
Frauen lieben Blumen und Kräuter. Das ist schon seit Menschengedenken
so. Sie erfreuen sich an der Farbenpracht und dem Duft der Pflanzen, sie
nutzen die Aromen zum Würzen ihrer Speisen und viele Frauen nutzen auch
die Heilkräfte mancher Kräuter für ihre Gesundheit. Die Vielfalt von
"Mutter Natur" hat auch für jedes Lebensalter und die meisten
Beschwerden, die "Frau" haben kann, etwas zu bieten.
Kräuterweiblein, Kräuterhexen und kräuterkundige Zauberinnen gibt es in
Erzählungen und Märchen rund um den Globus, von der Antike bis zu
Neuzeit. Ebenso reicht die Vielzahl der Pflanzenrezepte von ägyptischen
Papyri über die Aufzeichnungen griechischer und römischer Ärzte, den
Schriften mittelalterlicher Mönche und Nonnen, sowie den hermetischen
Schriften der Alchemisten der Renaissance bis zu den modernsten
Abhandlungen über die chemischen Zusammensetzungen der Heilpflanzen.
Viele so genannte "Hexenpflanzen" waren und sind heilkräftige Kräuter
für Frauenleiden. Da sie manchmal auch zum Beenden einer ungewollten
Schwangerschaft hergenommen wurden, sind sie in Verruf geraten. Heute
gibt es zur Verhütung einer Schwangerschaft bessere und sicherere
Methoden, in der Geschichte aber blieb vielen Frauen nur die gefährliche
Variante eines "frucht-tötenden" Tranks.
Heute werden Frauenheilkräuter zum Glück wieder häufiger zur Behandlung
von Krankheiten eingesetzt und es mehren sich sogar die Fürsprecher aus
den Reihen der Schulmedizin.
Durch alle Lebensphasen können uns die Helferinnen von "Mutter Natur"
begleiten. Sie können Beschwerden lindern, Krankheiten heilen und uns
unterstützen im "Frau sein". Nicht selten helfen sie uns einen Bezug zu
unserer Weiblichkeit überhaupt erst herzustellen, damit wir uns so
annehmen und lieben können wie wir sind.
Ich kann an dieser Stelle nur eine kleine Auswahl der hilfreichen
Heilpflanzen für Frauenkrankheiten nennen, verweise aber auf die reiche
Literatur zum Thema, sowie auf unsere Serie zu Pflanzen der Göttin im
Schlangengesang. Dort findet auch immer wieder einmal eine Frauenpflanze
Platz.
Zu meinen Lieblingskräutern in der Frauenheilkunde gehören:
Zu meinen Lieblingskräutern in der Frauenheilkunde gehören:
Der
Frauenmantel, Alchemilla vulgaris: diese unscheinbare Wiesen- und
Wegrandpflanze ist aus der Frauenmedizin nicht mehr wegzudenken. Sie
begleitet schon die jungen Frauen und hilft die Regel zu harmonisieren,
PMS-Beschwerden und Mentruationskrämpfe zu lindern. Sie kuriert sanft
Unterleibsentzündungen und kann auch bei Kinderwunsch eine hilfreiche
Begleiterin sein. Wie ihr Name schon sagt, legt sie sich schützend um
die Frau wie ein Mantel und hüllt sie liebevoll ein. Man nimmt sie als
Tee oder aber als Urtinktur zu sich.
Die Schafgarbe, Achillea millefolium:
auch sie ist ein häufiger Gast auf Wiesen und Weiden. Da ihr Blatt so
wunderschön gefiedert ist, wird sie auch "Augenbraue der Venus" genannt.
Die ätherischen Öle der Pflanze enthalten Azulen, das blutstillend,
entzündungshemmend und krampflösend wirkt. Deshalb ist die Schafgarbe
eine wertvolle Helferin bei starken Menstruationsblutungen mit Krämpfen.
Sowohl als Tee, aber auch als krampflösender Badezusatz wirkt die
Schafgarbe wunderbar.
Der Beifuß, Artemisia vulgaris: Die der griechischen Mond- und
Jagdgöttin Artemis geweihte Pflanze galt schon seit alter Zeit als
Frauenheilpflanze. Sie hilft bei stockender, unregelmäßiger Blutung,
aber auch bei Menstruationskrämpfen. Ein Tee aus Beifußkraut bringt
nicht nur die Regelblutung in Gang, er fördert auch die Verdauung und
den Gallefluss. Vorsicht: nicht in der Schwangerschaft verwenden!Der
Beifuß, Artemisia vulgaris: Die der griechischen Mond-und Jagdgöttin
Artemis geweihte Pflanze galt schon seit alter Zeit als
Frauenheilpflanze. Sie hilft bei stockender, unregelmäßiger Blutung,
aber auch bei Menstruationskrämpfen. Ein Tee aus Beifußkraut bringt
nicht nur die Regelblutung in Gang, er fördert auch die Verdauung und
den Gallefluss. Vorsicht: nicht in der Schwangerschaft verwenden!
Mönchspfeffer,
Agnus castus: dieser hübsche Strauch aus dem Mittelmeerraum hat als
Tinktur oder in homöopathischen Tropfen schon vielen Frauen geholfen
ihre PMS-Beschwerden zu lindern, den Zyklus zu harmonisieren oder die
Milchbildung anzuregen. Er hat Einfluss auf den
Gelbkörperhormon-Haushalt und soll auch schon bewirkt haben, dass sich
eine lang ersehnte Schwangerschaft eingestellt hat.
Die weiße Taubnessel, Lamium album:

wird häufig eingesetzt bei übermäßigem und auffälligem Ausfluss. Sie
ist aber auch eine hilfreiche Begleiterin bei unregelmäßigen Blutungen,
bei Zysten und Entzündungen der Genitale. Innerlich wie äußerlich ist
ihre sanfte Heilkraft wirkungsvoll.
Der
Rotklee, Trifolium pratense: diese allseits bekannte und häufige
Wiesen- und Weidenpflanze findet, durch ihren Gehalt am pflanzlichen
Östrogenen, verbreitet Einsatz in der Behandlung von
Wechseljahresbeschwerden. Sie gleicht sanft die Schwankungen des
Hormonhaushaltes aus, lindert Hitzewallungen und wirkt sich günstig auf
die Vaginalschleimhaut aus.
Liebstöckel,
Levisticum officinale: ist als Gewürzkraut in vielen Gärten
anzutreffen. Verwendet werden sowohl die Wurzel, wie auch Blätter und
Stiele. Heilkräftig sind die enthaltenen ätherischen Öle. Man verwendet
den Liebstöckel in der Frauenheilkunde zur Linderung krampfartiger
Menstruationsbeschwerden, sowie bei PMS-Symptomen wie Völlegefühl,
Blähungen oder Migräne. Außerdem gilt er als Aphrodisiakum (für
Männer!). Während der Schwangerschaft sollte man ihn allerdings meiden!
Diese Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Die Einsatzmöglichkeiten
für Heilpflanzen in der Frauenheilkunde sind immens. "Mutter Natur"
schenkt uns in ihrer unendlichen Weisheit viele hübsche, kleine
Helferinnen, wir müssen nur wissen wie wir sie einsetzen können. Dafür
gibt es ausgebildete "Kräuterhexen", die auf altes Wissen zurückgreifen
und es täglich durch eigene Erfahrungen erweitern. Wendet Euch also
vertrauensvoll an eine von ihnen oder erlernt selbst die Schätze der
Erde zu be-greifen und einzusetzen.
Literaturhinweise: Margret Madejski, Alchemilla
Rätsch, Storl, Müller-Ebeling, Hexenmedizin
Elisabeth Brook, Kräuter helfen heilen
Kräuterseminare und Exkursionen: www.krauterhexenschule.de
artemisathene
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Praktisches
Rezepte mit Frauenheilkräutern
Schafgarben-Badezusatz für ein Vollbad
80-100 g Schafgarbenkraut mit 1 Liter kochendem Wasser überbrühen, 20
Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Dem fertigen Badewasser
zusetzen und 15-20 Minuten baden.
Einsatzmöglichkeiten: als schmerzlinderndes und krampflösendes Bad
während der Menstruation. Bei starken Menstruationsblutungen und
PMS-Beschwerden. Als Teilbad oder Waschung bei Wunden und entzündeten
Hauterkrankungen. Dazu entsprechend weniger Teekraut verwenden, ca. 1
Hand voll auf ¼ bis ½ Liter Wasser. Vorsicht: bei Allergikern kann es zu
Hautausschlägen kommen
Teemischung bei Menstruationskrämpfen
Frauenmantelkraut, Schafgarbenkraut, Gänsefingerkraut und
Melissenblätter zu gleichen Teilen mischen. 1-2 TL der Kräutermischung
mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. 2-3
x täglich eine Tasse davon trinken.
Der Frauenmantel wirkt harmonisierend auf den Hormonhaushalt, Schafgarbe
und Gänsefingerkraut lindern die Krämpfe und vermindern besonders starke
Blutungen. Die Melisse hat sanft beruhigende, und mild krampflösende
Wirkung, sie stärkt zudem Kreislauf und Nervensystem und verleiht dem
Tee einen angenehm frischen Geschmack.
Liebstöckelwein nach Hildegard von Bingen
Hildegard von Bingen empfiehlt bei Krämpfen und Schmerzen einen
Liebstöckelwein. Dafür legt man eine Hand voll frisches,
kleingeschnittenes Liebstöckelkraut in einen ¼ Liter Weisswein und lässt
diesen über Nacht ziehen. Am nächsten Tag erhitzt man den Wein bis zum
Sieden und seiht ihn nach wenigen Minuten ab. Liebstöckelwein sollte
warm getrunken werden. Er findet seinen Einsatz bei Krämpfen aller Art:
bei Menstruationskrämpfen genauso, wie bei rheumatischen
Muskelverspannungen, krampfartigem Husten und Magen-Darmkrämpfen. Auch
bei Migräne ist ein Versuch sinnvoll. Natürlich kann genausogut ein Tee
aus dem Kraut hergestellt werden. Vorsicht: Schwangere sollten weder den
Tee noch den Wein trinken!
Diese Rezepte sind nur als Anregung gedacht, sie sind kein Ersatz für
eine Therapie durch eine qualifizierte Fachfrau oder einen Fachmann!
artemisathene
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Die Reise zum Lyfjaberg - Eine Meditation
Bei diesem Text handelt es sich um eine Meditationsvorlage, die den
Meditierenden auf den Lyfjaberg zur jungen Göttin Eira führt. Der Text
kann während der Meditation von einer zweiten Person langsam vorgelesen
werden oder man spricht ihn vorher langsam auf Band, um ihn dann während
des Meditierens abzuspielen.
Zum Meditieren empfiehlt sich eine aufrechte, sitzende Position
(Drachensitz oder Lotussitz für Geübte, für eher Ungeübte ein Stuhl mit
Lehne) oder - vor allem beim Hang zu Rückenschmerzen, die störend wirken
würden - im Liegen. Dazu legt man sich auf den Rücken, die Arme locker
neben dem Körper ruhend, die Beine nicht überkreuzt, da diese sonst
einschlafen können. Bei der liegenden Position sollte man vorher sicher
gehen, dass man wach genug ist, um nicht einzuschlafen. Der Raum sollte
angenehm temperiert sein, ansonsten empfiehlt sich eine leichte Decke.
Dem gesprochenen Text muss während der Meditation nicht zwanghaft Folge
geleistet werden. Sollten sich dem Meditierenden spontan andere
Szenarien darbieten, sind diese für ihn gerade wichtiger. Der gelesene
Text kann dann einfach ignoriert werden.
An den Stellen, an denen im Text ein [...] eingefügt ist, muss der
Sprechende eine kurze Pause machen, um dem Meditierenden etwas Zeit für
eigene Eindrücke zu lassen. Die Länge der Pausen liegt dabei im eigenen
Ermessen. Eine vorherige Absprache mit dem Meditierenden ist eventuell
von Vorteil.
Atme ruhig und entspannt. Spüre, wie du einatmest und die Luft tief
in deinen Bauch vordringt. Atme aus, alle Anspannung weicht aus deinen
Beinen. Sie werden angenehm weich und schwer. Entspanne deinen
Bauchraum. Entspanne deine Schultern, lass sie leicht zusammensacken.
Entspanne dein Gesicht und werde ruhig.
Du stehst an einem angenehmen Ort, um dich herum ist nur Dunkelheit. Du
siehst in die Dunkelheit hinein und erkennst schemenhaft ein Tor. Du
gehst langsam darauf zu. Es ist weit offen und hinter ihm leuchten zwei
Runen: Berkana und Uruz. Du weißt, dass Berkana für die Göttin und die
Frau steht und Uruz für Stärke und Gesundheit. Sie scheinen dich zu
rufen, also gehst du weiter auf sie zu. Du stehst nun direkt vor dem
offenen Tor und die Runen leuchten so stark, dass du glaubst, sie
berühren zu können. Lass ihr Wesen auf dich wirken und gehe durch sie
und das Tor hindurch.

Du befindest dich nun auf einem Weg, du atmest frische Luft und die
Sonne streichelt dir über dein Gesicht. Es riecht nach jungem Gras und
den Bäumen, die sich am Wegesrand leicht im Wind wiegen. In einiger
Entfernung erkennst du einen Berg, der Weg führt direkt auf ihn zu. Du
näherst dich ihm und findest dich vor einer riesigen Waberlohe, einem
Ring aus Feuer, wieder, die den Berg als schützender Wall umgibt. Du
hörst die Flammen knistern und spürst ihre Hitze in deinem Gesicht.
Langsam, sehr langsam gehst du auf das Feuer zu und hinein. Während du
hindurch schreitest, spürst du, wie du dich in ihnen auflöst und kurz
verlierst. Ihr Licht und ihre Hitze durchfluten deinen gesamten Körper.
Die Glut verbrennt alles, was du nicht mehr brauchst. Unversehrt und
rein kommst du aus der Waberlohe heraus. Du scheinst zu leuchten, als du
deinen Weg zum Berg fortsetzt.
Ein Riese stellt sich dir in den Weg, es ist Fiölswidr, der Wächter des
Lyfjaberges. Er fragt dich, wer du bist und was du auf dem Berg willst.
Du antwortest ihm und er lässt dich weiter gehen.
Der Berg ist steil und du musst dich sehr anstrengen, um ihn zu
besteigen. Du erreichst seinen Gipfel und siehst vor dir ein Holzhaus.
Du gehst hinein. Innen sind neun junge Frauen damit beschäftigt
unterschiedliche Arbeiten zu verrichten. Alles redet und lacht
durcheinander, außer einer. Sie steht an einem Kessel, der über dem
Feuer hängt. Das ist Eira, die beste Ärztin der Asen. Sie dreht sich zu
dir herum. Du stehst nun kurz vor ihr. Der Duft von würzigen Kräutern
steigt dir in die Nase. Ihr langes Kleid ist in einem satten dunkelgrün
und ihre dunkelbraunen, langen Haare sind zu einem Zopf verflochten. Du
grüßt sie höflich und respektvoll, sie erwidert dies mit einem
freundlichen Nicken. Ihre grünen Augen scheinen direkt auf den Grund
deiner Seele zu blicken und du berichtest ihr, weshalb du sie aufgesucht
hast. [...]
Nachdem
du ihr alles erklärt hast, legt sie dir ihre Hände auf den Kopf. Danach
führt sie dich zu ihrem Kessel. Auf ihm erkennst du die Rune Kenaz, die
Fackel der Erkenntnis. Sie heißt dich in den Kessel hinein zublicken.
Zuerst siehst du darin nur dein Spiegelbild, doch dann offenbart er dir
Einblick in dein Inneres.[...] [...]
Am Ende siehst du wieder dein Spiegelbild. Du bedankst dich bei Eira,
die dich zum Abschied lächelnd segnet.
Vor dir erscheint wieder das Tor, durch das du gekommen bist. Dahinter
erkennst du das Dunkel. Du verabschiedest dich und gehst hindurch.
Langsam bewegst du deine Finger und deine Füße. Atme noch einmal tief
ein und kehre zurück, sobald du bereit dafür bist.
Das Besteigen des Lyfjaberges bringt laut dem Fiölswinnsmal der Edda
jeder Frau Heilung und Stärke. Trotzalledem darf man nicht erwarten,
dass man mit einem gebrochenen Arm hinaufsteigt und komplett geheilt
herunter kommt. Die Reise zum Lyfjaberg bietet vielmehr einen
entscheidenden Anstoß für den Heilungsprozess.
Die Reise empfiehlt sich besonders bei chronischen oder austherapierten
Krankheiten. Sie kann zur Klärung der Ursachen der Krankheiten sehr
nützlich sein.
Meine Vorlage ist dabei nur eine Möglichkeit ihn zu bereisen und kann
individuell verändert werden.
Über Anmerkungen und Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen.
(Nachricht an die Redaktion.)
Cailynn
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Reise zum inneren Kind
Zu unserer Themenausgabe "Heilkunst und Göttinnen der Heilkunst" möchte
ich einen kleinen meditativen Beitrag beisteuern. Es handelt sich dabei
um eine Art Traumreise zu seinem "inneren Kind". Soweit ich weiß, ist
die Arbeit mit einem "inneren Kind" ein Bestandteil von Psychotherapien,
um Schäden und Traumata in der Kindheit aufzuarbeiten. Dabei wird die
Persönlichkeit bewusst in zwei Teile gespalten: einmal das kindliche Ich
und das Erwachsenen-Ich. Alle unsere Gefühle, unbewussten Reaktionen,
unsere Kreativität und Spontaneität und noch viele andere Eigenschaften,
so heißt es in der psychologischen Deutung, entstammen kindlichen
Erfahrungen, die unser inneres Kind erlebt und tief in uns verwahrt.
Ich selbst habe diese Übung als spielerische Meditation kennen gelernt,
die mir schon vielfach gezeigt hat, wer ich bin und wie ich glücklich
sein kann.
Die Kontaktaufnahme mit dem "inneren Kind" kann auf verschiedene Art und
Weisen geschehen. Man kann Briefe schreiben, musizieren, malen, tanzen
usw. Ich habe die Reise zum "inneren Kind" mit Yoga-Übungen verbunden,
die ich als sehr schön und passend empfinde und je nach Lust und Laune
benutze. Wer im Yoga ungeübt ist, sollte das Ganze langsam angehen. Es
muss aber jeder selbst entscheiden, wie weit seine Gesundheit und seine
Gelenkigkeit das Ausüben zulassen.
Yoga-Stellung "Das Kind"

Zu dieser Stellung ("Asana") :
Diese Stellung eignet sich sehr gut, um die Aufmerksamkeit nach innen zu
richten und ein Gefühl für den eigenen Atem und Körper zu bekommen. Der
gesamte Rücken wird dabei sanft gedehnt und entspannt. Besonders
angenehm finde ich diese Asana während meiner Mensbeschwerden oder bei
leichten Magenproblemen.
Ausführung:
a) Auf die Fersen setzen und das Brustbein aufrichten, dabei die
Schultern entspannen und die Arme seitlich herabhängen lassen. Rücken
und Wirbelsäule strecken, die Augen schließen.
In dieser Asana verweilt man eine Weile, während vor seinem inneren Auge
vielleicht eine Treppe erscheint oder eine Tür, man visualisiert eine
Art "nach innen laufen" und sucht sein "inneres Kind". Dabei fand ich es
immer hilfreich, wenn ich mir zuvor ein Kindheitsbild vor mich hingelegt
habe oder mir ein bestimmtes Alter oder einen bestimmen Ort überlegt
habe. Wenn man sich bereit fühlt, ihm zu begegnen, atmet man tief ein.
b) Beim Ausatmen langsam nach vorne sinken und dabei das Kinn so
einziehen, dass die Stirn den Boden berührt. Die Hände liegen seitlich
neben den Füßen mit den Innenflächen nach oben. Dadurch werden die
Schultern leicht nach unten gedrückt. Wenn der Kopf beim ersten Mal
nicht gleich auf den Boden kommt, kann man ihn auch auf die geballten
Fäuste legen, einen kleinen Schemel oder ein etwas festeres Kissen zu
Hilfe nehmen.
In dieser Stellung kann man nun konkreten Kontakt zu seinem inneren Kind
aufnehmen. Man kann es Dinge fragen, sich an Situationen erinnern, die
einem Freude gemacht haben oder, wenn man in stabiler Verfassung ist,
kann man auch einmal etwas fragen, wovor man sich vielleicht fürchtet
oder gefürchtet hat.
c) Entweder nach einem Sinnabschnitt in der Begegnung oder nach deren
Beendigung die Handflächen auf den Boden legen und langsam aufsetzen.
Jetzt kann man entweder die Übung wieder fortsetzen oder das Ganze
beenden. In jedem Fall lohnt es sich die Reise danach schriftlich oder
bildlich festzuhalten.
Wer sich gerne mehr über dieses Thema wissen möchte, dem empfehle ich
die Audio-Datei "Psychologische Schlüsselbegriffe: Das innere Kind",
eine Vorlesung vom Bildungsserver Hessen (http://lernarchiv.bildung.hessen.de/archiv/hr/2003/psychologie/show_more?item_id=3620)
Annika
Quellen:
Yoga for Life "Stress bewältigen", Dorling Kindersley Verlag
www.yoga-vidya.de
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Aufgelesen
Buchrezension
Hexenmedizin
die Wiederentdeckung einer verbotenen Heilkunst - schamanische
Traditionen in Europa
Claudia Müller-Ebeling, Christian Rätsch, Wolf-Dieter Storl
Dieses Buch wurde von drei Autoren verfasst, jeder für sich eine
Persönlichkeit mit interessantem Hintergrund, und bietet somit auch drei
unterschiedliche Schwerpunkte bei der Betrachtung der Hexenmedizin. Den
ersten Teil schrieb Wolf-Dieter Storl, Kulturanthropologe und
Ethnobotaniker, der weltweite Forschung betrieben hat und heute als
"Allgäuer Schamane" lebt. Er betrachtet die gesellschaftliche und
historische Stellung der "Hexe" aus anthropologischer Sicht. In seinen
von historischen Quellen geprägten Text schleichen sich einzelne
Heilpflanzenportraits und deren Einsatz im Laufe der Geschichte ein.
Claudia Müller-Ebeling führt uns, als Kunsthistorikerin und Ethnologin,
das sich wandelnde Bild der weisen Frauen und Hexen in der Kunst vor
Augen. Sie befasst sich dabei auch mit der Symbolwirkung bestimmter
Heilpflanzen. Christian Rätsch, der sich einen Namen gemacht hat als
Kenner psychoaktiver Pflanzen, ist schamanisch initiierter
Ethnopharmakologe. Er beleuchtet natürlich den Aspekt des Einsatzes
psychoaktiver und giftiger Pflanzensubstanzen in der Medizin. Seine
fundierten Kenntnisse der antiken Quellen und Mythen macht das Lesen zu
einem echten Kurzlehrgang der Medizingeschichte.
Pflanzenportraits und Rezepte sind immer wieder passend in den Text
eingefügt und farblich abgesetzt. Sie bilden aber nicht den Schwerpunkt
dieses medizingeschichtlich geprägten Buches. Wer vor wissenschaftlichen
Texten nicht zurückschreckt wird seine Freude an diesem reichbebilderten
Buch aus dem AT-Verlag haben. Reine Unterhaltungslektüre ist es
allerdings nicht.
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: AT Verlag (Juni 1998)
ISBN-10: 3855026017
ISBN-13: 978-3855026012
Preis: 31,90€
artemisathene
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Elisabeth Brook - Kräuter helfen heilen
Dieses Buch der englischen Autorin ist 2004 im Schirner-Verlag als
Taschenbuch erschienen. Sie hat dieses Buch ganz bewusst für
praktizierende Hexen und Zauberer geschrieben und lässt Übungen und
Symbolik der Wicca-Praxis einfließen. Elisabeth Brook teilt die
Heilpflanzen nach Gesichtspunkten der Astrologie ein. Sie unterscheidet
Sonnen-, Mond-, Merkur-, Venus-, Mars-, Jupiter- und Saturnkräuter. Für
jede Kategorie gibt sie mehrere Beispiele. Brooks erläutert die Namen
und historischen Erkenntnisse über die Heilpflanzen, deren Wirkung auf
den Körper wie auch auf die Psyche des Menschen. Rezepte und rituelle
Verwendung der Pflanzen finden ausführliche Erwähnung. Oft gibt sie
Hinweise zur Mythologie oder aber Anleitungen zu Ritualen, Meditationen
und Visualisierungen. Gerade die Verbindung bestimmter Göttinnen zu
ausgewählten Pflanzen spielt in diesem Buch eine wichtige Rolle.
Die enthaltenen Rezepte sind abwechslungsreich, sie bieten vom Tee über
Salben, Tinkturen, Heilwein, Sirup und Pastillen alles aus der
Hexenküche.
Das Register ist in Bezug auf Erkrankungen recht gut, Heilpflanzen
klammert es aber leider aus. Da auch eine ordentliche Inhaltsangabe
fehlt, gestaltet sich die Suche nach bestimmten Pflanzen äußerst mühsam.
Insgesamt kann man dieses Buch sehr empfehlen für Therapeuten, die schon
Erfahrung mit Heilpflanzen haben, oder für diejenigen Laien, die ein
besonderes Interesse an der esoterischen Betrachtung von Heilpflanzen
haben. Wer medizinisch-pharmakologische Informationen erwartet, wird
hier enttäuscht werden. Es zählt aber dennoch zu meinen ganz
persönlichen Lieblingsbüchern über Heilpflanzen.
350 Seiten (Paperback)
sagenhafte 8,95 €
artemisathene
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Diane Stein, Die Weisheit der Göttin umarmen
Das spirituelle Heilbuch für Frauen.
Innere Transformation durch die Kraft des Weiblichen und feinstoffliche
Energien
Diane Stein arbeitet seit vielen Jahren als Heilerin für sich und
andere. Durch ihre eigene Lebensgeschichte suchte und fand sie Wege zur
Heilung: Methoden, Konzepte und Erfahrungen, die ihr körperlich und
seelisch halfen, Heilerin zu werden. Von Diane Stein gibt es einiges an
Literatur zum Thema Heilung, aber dieses Buch scheint mir das Beste zu
sein.
Ich halte das Werk für eines der besten Heilbücher, die ich gelesen
habe. Nun hat das sicherlich auch damit zu tun, dass es mich in einer
Situation, wo ich Heilung brauchte, direkt ansprach. Der objektive
Vorteil des Buches ist, dass Diane Stein sehr ausführlich
Meditationspraxis und -übungen, die die Grundlage von all ihren
Heilungsansätzen sind, vorstellt. Dabei beschreibt sie auch in einfachen
Worten, wie sich die Selbstversenkung anfühlt und wie sie geübt werden
kann; wie es sich anfühlt Führung und Unterstützung zu erhalten. Die
Heilweisen, um die es in "Die Weisheit der Göttin umarmen" geht, sind
rein feinstofflicher Natur: Imagination, die Verwendung von Energien,
Reiki, Heilen mit Edelsteinen. Nicht zuletzt geht es auch um
Kontaktaufnahme zu Wesen, die uns bei der Heilung helfen können, und
darum Heilsitzungen an sich und anderen durchzuführen - sowohl direkt,
als auch über weitere Entfernungen hinweg. Ein Kapitel beschäftigt sich
mit der Möglichkeit des Auflösens des Karmas. Alles ist sehr ausführlich
und durch die vielen Handlungsvorschläge auch mehrschichtig beschrieben.
Sehr detailliert stellt Diane Stein vor, wie die verschiednen
Energiekörper und Energiezentren zusammen hängen und miteinander und
aufeinander wirken. Mir persönlich war das mitunter schon etwas zu viel.
Nichts davon ist für Diane Stein bloße Theorie. Alles wird von ihr
gelebt, verwendet und mit ihren Erfahrungen zusammen geschildert. Sie
ermutigt jede Frau ihre eigene Heilung anzugehen.
Was ich stellenweise als sehr anstrengend empfand, ist Diane Steins sehr
esoterisches Weltbild - eine sehr individuelle Mischung aus
buddhistischen Ansätzen, Wicca, Göttinnenglauben und
Aufstiegs-Licht-und-Liebe-Esoterik mit außerirdischer Führung. Es ist
für sie schlüssig, hilfreich und wegleitend und zieht sich von daher
durch das ganze Buch. Obwohl ich persönlich damit im Detail nichts
anfangen konnte und zum Teil konträre Ansichten vertrete, ist das, was
sie an Heilungswissen weitergibt, so gut und wichtig, dass ich das Buch
sehr gut finde und sehr gerne gelesen habe.
Diane Stein, Die Weisheit der Göttin umarmen.
Das spirituelle Heilbuch für Frauen.
Innere Transformation durch die Kraft des Weiblichen und feinstoffliche
Energien
Ansata Verlag, ISBN 3778771361, 368 Seiten, 45 Euro
Anmerkung: Das von Diane Stein erschienene Buch "Heilerinnen" behandelt
ähnliche Themen, ist aber nicht so tiefgehend. Es liest sich auch
deutlich trockener und langweiliger und kommt nicht an "Die Weisheit der
Göttin umarmen." heran.
jana
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Netze weben
Zusendung /Veranstaltung:
Star Johnsen-Moser

Unser schöner Planet macht zur Zeit sehr schnelle und schwere
Erfahrungen der Transformation durch. Während wir gemeinsam aufsteigen
in höhere Oktaven von Licht, Klang und Frequenzen.
Alles bewegt sich schneller, während wir am planetarischen Aufstieg
teilhaben. Viele Lichtwesen und Meister helfen uns dabei, loszulassen
von begrenzter Spiritualität, Glaubenssystemen und Ängsten. In unserem
Körperbewußtsein hindern sie uns, unsere eigene Göttlichkeit
wahrzunehmen.
Während ihrer 30-jährigen Erfahrung als Heilerein hat Star, viele für
sie neue Schwingungen und heilende Eigenschaften erforscht und erfahren.
Sie arbeitete einige Jahre mit Bruder Angel Domingo.
Er gab bis zu seinem Tode 1990 sein Wissen an Star weiter.
Star arbeitet mit dem „axiotonalen“ Gitter, ein zirkuläres
fünfdimensionales Feld, durch welches wir mit unserem feinfühligen
Körper andere Frequenzen und multidimensionale Erinnerungen erfahren.
Diese Erinnerungen sind in uns gespeichert und können somit abgerufen
werden. Star hat lange Zeit mit Max (ein alter Maya Kristallschädel)
gearbeitet. Dank ihrer erfahrenden Fähigkeiten konnte sie den
Kristallschädel mit seinem einprogrammiertem Wissen nutzen. Dieser
Schädel ist von den Schöpfern mit dem mulitdimensionalen Bewußtsein
programmiert worden.
Seit längerer Zeit arbeitet sie mit dem Kristallschädel XA-MU-KU.
Star leitet die Cahokia Mysteries School for Cosmic Education in Texas,
zusammen mit Mayapriestern und dem Schamanen Hunbatz Men.
Star´s Homepage:
www.ponyexpress.net/~starseed
Von der Naturheilpraxis Annerose Brandt finden in München im November
ein Intensiv-Workshop und Einzelsitzungen mit Star statt. Siehe
Kalender.
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Frauenwissen weitergeben
Das Projekt Roter Mond sucht Unterstützung.
Das Webprojekt www.rotermond.de beschäftigt sich mit der Menstruation
und dem weiblichen Zyklus auf spirituelle, heilkundliche und politishce
Art und Weise. Leider sind dem Projekt aber die Mitweberinnen abhanden
gekommen. Monatlich treffen Fragen und Hilferufe von Frauen per Mail
ein, viele spannende Themen sind unbehandelt und die Homepage veraltet
langsam.
Wer hat Lust:
- sich inhaltlich mit anderen auszutauschen über oben genannte Themen
- Rezepte und Erfahrungen einzusenden
- Artikel zu schreiben
- ...
Kontakt: jana@rotermond.de oder Post an Schlangengesang, PF 87 03 52,
13162 Berlin
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Links
Der sanfte Weg zur Gesundheit
Verändere Dein Leben und heile Dich selbst
In meinem Buchregal gibt es ein abgegriffenes Buch, das bald auseinander
fällt. Es heißt "Der sanfte Weg zur Gesundheit" und ist von meiner
favorisierten und erfahrenen Heilpraktikerin mit dem Pseudonym Gisa
geschrieben. Gisa listet hier eine große Anzahl an Erkrankungen auf,
schreibt über deren seelische Ursachen, bietet Affirmationen an, gibt
Hinweise zu homöopathischen Mitteln, Heilsteinen und Farben. Mir hat es
schon sehr oft geholfen.
Es war im Heidenverlag erschienen - nun aktuell im Alraunenverlag - und
leider wegen der Herstellungskosten kleiner Auflagen sehr teuer. Es ist
es wert, aber wer kann schon 59,90 Euro für ein Buch ausgeben?
Nun ist ein großer Teil des Buches online zu lesen.
Ich kann es nur wärmstens weiter empfehlen und freue mich sehr, dass
diese Informationen nun allen zugänglich sind.
http://www.alraunen-verlag.de/literaturinsel/cd-dvd/index.html
bzw über die Startseite www.alraunen-verlag.de und dort "kostenloses
Wissen" im Menü auswählen.
Eine Rezension zu dem Buch ist auf
www.nebelpfade.de zu finden.

Der Schlangengesang – Göttinnenkalender
Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren
vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten
aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es
gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber
deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das
Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine
Lebensaufgabe.
Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und Bezeichnungen
eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen. Sollte jemand einen
Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer gesicherten Quelle
hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu eingeladen.
artemisathene
  
Feiertage im September
Zweite Hälfte des September
Im antiken Griechenland fallen in unseren September die Mondmonate
Metageitnion und Boedromion. Boedromion wurde benannt nach dem Gott
Apollon als Helfer in der Not. Einer Quelle zufolge hieß der Monat auch
Demetrion nach der Göttin Demeter, deren Fest der Eleusinischen
Mysterien in diesem Monat gefeiert wurde.
Im römischen Reich hieß dieser Monat September, der siebte Monat nach
dem alten Jahresbeginn im März. Er soll dem Gott Vulcan geweiht gewesen
sein.
Im germanischen Sprachgebiet hieß der Monat Scheiding, von shei =
trennen, scheiden. Er zeigt das "Scheiden" des Sommers an und ist der
Monat der Obsternte.
Um den 30. September fand auch das Ernte-Dankfest statt.
Es gibt aber auch die Monatsbezeichnungen: Holmonat das bezieht sich auf
das Holzholen für den Winter, Herbitsmânoth (der erste Herbstmonat),
Halegmanoth (althochdeutsch) Herbstmond und Überherbst sind Namen
neueren Datums, denn sie weisen auf die Jahreszeit Herbst.
Herbsting zeigt auf das Thing das in diesem Monat Brauch war.
Früchtemonat, Obstmond oder Vollmonat beziehen sich auf die reichhaltige
Ernte der Herbstfrüchte.
Wildmond erinnert an den Beginn der Jagdzeit, Saumond an das Treiben der
Schweine in den Wald zur Eichelmast.
Silmand und Seelenmonat - der neunte Jahresmonat war der Opfermonat und
diente dem Gedenken der Verstorbenen.
23. September: Zwillinge, abnehmender Mond:
Fest der Göttin Latona (lateinischer Name der griechischen Göttin Leto),
Mutter der Zwillinge Artemis und Apollon.
Quelle: (3)
23. September: Tag- und Nachtgleiche
26. September: Krebs, abnehmender Mond:
Festtag der Venus Gen(e)trix, der Stammmutter Roms durch ihren Sohn
Äneas. (mehr im schlangengesang 5/04)
Quelle: (3), http://de.wikipedia.org/wiki/Venus_(Mythologie)
26./27. September = 15. Boedromion -2./3.Oktober = 21. Boedromion:
dieses Jahr: Beginn der großen Eleusinischen Mysterien in Griechenland.
Dieses 9tägige Mysterien-Fest um die Legende von Demeter und Persephone
hatte die Aufgabe den Teilnehmenden die Angst vor dem Tod zu nehmen und
sie am Mysterium von Tod und Wiedergeburt teilhaben zu lassen. (siehe
Schlangengesang 1/03)
Quelle für das Datum: http://www.numachi.com/%7Eccount/hmepa/calendars/696.3.Boedromion.html
29/30. September oder 31.9./01. Oktober = 7.oder 8. Pyanepsion:
Steinbock/Wassermann, zunehmender Mond:
Oskhophoria: ein Traubenernte und Traubenkelterfest. In erster Linie war
es ein Fest des Gottes Dionysos, aber auch Apollon und die Athene Skira
bzw. die Göttin Skira wurden bei diesem Fest verehrt. Die Geschichte des
Theseus und der Ariadne, bzw. der Mythos vom Minotauros spielte im
Verlauf des Festes eine wichtige Rolle.
Quelle: (5), (6)
Ende September: genauer Termin war leider nicht feststellbar: Fest der
ägyptischen Göttin Hathor.
Quelle: http://www.land-der-pharaonen.de/Wissenschaften/body_wissenschaften.html
Ebenso ohne festes Datum, wahrscheinlich um den 29./30. September:
Wotanstag, mit dem Erntefest und Wodansblot im germanischen Kulturkreis.
Es ist Zeit, dass man Besuch von Wodan erwarten kann, der überprüft ob
man bereit ist den neuen Reichtum auch zu teilen. Es wird ein Bierfest
veranstaltet, Tisch und Raum werden mit Hopfenblättern geschmückt.
Quelle: Gardenstone: germanischer Götterglaube
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf
eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen
belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann,
wäre ich sehr dankbar: 22.9. Fest der Seegöttin (Sedna?) bei den
Eskimos, 27.9. Varuni (Indien), 28.9. Baubo (Giechenland)
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7) http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar
artemisathene

Feiertage im Oktober
Der Oktober teilte sich im antiken griechischen Kalender für dieses Jahr
auf die Mondmonate Boedromion und Pyanepsion auf. Der Name Pyanepsion
kommt vom gleichnamigen Fest zu Ehren der Göttin Artemis und ihres
Bruders Apollon sowie der Horen (Personifikationen der Jahreszeiten).
Boedromion wurde benannt nach dem Gott Apollon als Helfer in der Not.
Einer Quelle zufolge hieß der Monat auch Demetrion nach der Göttin
Demeter, deren Fest der Eleusinischen Mysterien in diesem Monat gefeiert
wurde.
Im römischen Kalender war der Oktober der achte Monat nach dem alten
Jahresbeginn im März.
Der alte Name dieses Monats im germanischen Sprachraum wird als
"Gilbhart" angegeben. Es bezeichnet die Zeit des Welkens und Vergehens
des Laubes. Etymologisch ist anzunehmen, dass sich Gilbhart aus den
Bezeichnungen gilb = gelb und hart = viel, sehr zusammensetzt.
26./27.September - 2./3.Oktober: die großen Eleusinischen Mysterien in
Griechenland. Dieses 9tägige Mysterien-Fest um die Legende von Demeter
und Persephone hatte die Aufgabe den Teilnehmenden die Angst vor dem Tod
zu nehmen und sie am Mysterium von Tod und Wiedergeburt teilhaben zu
lassen. (siehe Schlangengesang 1/03)
Quelle für das Datum: http://www.numachi.com/%7Eccount/hmepa/calendars/696.3.Boedromion.html
1. Oktober: Zwillinge, abnehmender Mond
Fest der römischen Göttin Fides, der Göttin der Treue (mehr dazu im
schlangengesang 7/04)
Quelle: (4),
Ebenso Festtag der römischen Göttin Juno Sororia: es war wohl ein Fest
zur Einweihung der jungen Mädchen ins "Frau-sein". Ein Pubertätsfest für
die Mädchen Roms.
Quelle: (3), http://students.roanoke.edu/groups/relg211/minor/festivals.html
4. Oktober: Krebs, abnehmender Mond
Ieiunium Cereris: römisches Fest zu Ehren der römischen Göttin Ceres.
Der Ritus geht auf Anweisungen in den Sibyllinischen Büchern zurück und
ist daher sicherlich eher griechischen Ursprungs. An diesem Festtag
wurde gefastet.
Quelle: http://societasviaromana.org/Collegium_Religionis/caloct.php
5. Oktober: Löwe, abnehmender Mond
Öffnung des Mundus Cereri: Die "Welt der Ceres", ein Erdspalt auf dem
Forum Romanum, der nur dreimal jährlich geöffnet wurde und einen Eingang
zur Unterwelt darstellte. Diese Öffnung zur Unterwelt steht sicherlich
im Zusammenhang mit Proserpinas Winterhalbjahr in der Unterwelt.
Quelle: (3)
Ebenso an diesem Tag: "Fest der alten Weiber" in Litauen.
Quelle: Bericht von Litauern.
8./9. Oktober = 27. Boedromion: Jungfrau, abnehmender Mond/ Jungfrau,
In Griechenland: Opfer zu den Nymphen und Gaia (Erdmutter) in Erchia und
zu Athene und Teithras.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
9. Oktober: Jungfrau, abnehmender Mond
Fest der Fausta, vergöttlichte Frau des römischen Kaisers Constatin und
Fest der Felicitas, der Göttin des Glücks sowie der Venus Victrix, der
Göttin des Sieges in Rom.
Quelle: http://societasviaromana.org/Collegium_Religionis/caloct.php
10. Oktober: Waage, abnehmender Mond
Fest der Juno Moneta, einer römischen Göttin, der "mahnenden, warnenden"
Juno. Sie galt als Beschützerin der Stadt gegen Überfälle von Feinden,
war aber auch Schutzherrin der Münzprägestätte in Rom. Ihr Tempel war
gleichzeitig auch Prägestätte. Sie hat einen weiteren Festtag am 1.Juni.
Quelle: (3), http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
11. Oktober: Waage, abnehmender Mond
Meditrinalia: Festtag der römischen Göttin Meditrina, Göttin der
Gesundheit und des Weines. (siehe Text im schlangengesang 05/4)
Quelle: (3)
12. Oktober: Skorpion, zunehmender Mond
Augustalia: Fest der Fortuna Redux: römische Göttin der glücklichen
Heimkehr nach Reisen, Abenteuern oder Feldzügen. Mehr dazu im
schlangengesang 5/04
Quelle: (3), http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
13. Oktober:Skorpion, zunehmender Mond
Fontinalia: Fest zu Ehren des Gottes Fontus, Sohn des Janus und der
Nymphe Juturna. An diesem Tag wurden die Quellen Roms besucht und mit
Blumen geschmückt und ein Weinopfer wurde dargebracht. Man dankte den
Quellgöttern und Quellgöttinnen für die Heilkraft des Quellwassers.
Quelle: (7), http://www.ancientworlds.net/aw/NewsStory/194879
17./18. Oktober = 6.Pyanepsion: Steinbock, zunehmender Mond:
Proerosia: Übersetzt heißt dieses Fest "Einleitung zum Pflügen" und ist
ein landwirtschaftliches Fest der Göttin Demeter in Eleusis. Mehr dazu
im schlangengesang 5/04
Quelle: (6)
18./19. Oktober = 7.Pyanepsion: Steinbock, zunehmender Mond:
Pyanepsia: Fest der herbstlichen Früchteernte in Griechenland und bitte
um den göttlichen Segen für die Aussaat. Es war ein Fest zu Ehren
Apollons, Helios (Sonnengott) und der Horen (Jahreszeitengöttinnen).
Quelle: (5), (6)
18.-21.Oktober: Durga Puja: Fest der indischen Göttin Durga. Je nach
Region konnte dieses Fest zwischen 2 und 9 Tage dauern.
Quelle: http://www.durga-puja.org/durga-puja-calendar.html, http://www.divya-jyoti.de/Kalender/text_Religi%C3%B6se%20Feste.htm
20./21. Oktober = 9.Pyanepsion: Wassermann, zunehmender Mond
Stenia: In Eleusis und Alimountas stattfindendes nächtliches Fest zu
Ehren der Göttinnen Demeter und Persephone. Es war der Auftakt zu den
Tesmophorien und nur Frauen vorbehalten. (siehe Text schlangengesang
5/04)
Quelle: (5), (6)
22./23. Oktober - 24./25. Oktober = 11.-13. Pyanepsion: Thesmophorien:
Feier zu Ehren Demeters und Persephones zu Beginn der Saatzeit (Sporetos).
Die Feierlichkeiten waren auf Frauen beschränkt und gehörten zum Bereich
der weiblichen Mysterien. (siehe Text schlangengesang 5/04)
Quelle: (5), (6)
25. Oktober: Widder, zunehmender Mond
Lakshmi-Puja: zum Vollmond nach dem Durga-Fest feiern die Hindus zuhause
das Fest der Mutter-Göttin Lakshmi. Sie laden dazu ihre Nachbarn ein und
beten zu Lakshmi um Gesundheit und Wohlstand. Die Hindus glauben, dass
Lakshmi zu diesem Vollmond die Häuser der Menschen besucht.
Quelle: http://hinduism.about.com/library/weekly/extra/bl-alm.htm
29. Oktober - 2. November: Isia: Fest der ägyptischen Göttin Isis in
Rom. Früher war dieses Fest vom 13. bis 16.November gefeiert worden. In
der späteren Zeit des römischen Reiches wurde das Fest vorverlegt.
(siehe Text schlangengesang 5/04)
Quelle: Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
Dann gibt es noch zwei nicht näher spezifizierte Feste im Oktober:
Apaturia: Opfer zu Ehren des Zeus Phratios und der Athena Phratia.
Gefeiert wurde in Athen und bei den Ioniern.
Marawu und Owaqlt: Zeremonien der Frauenbünde der Hopi-Indianer: Fest
für Fruchtbarkeit und Heilung.
Quelle. http://bauerw.tripod.com/indianer/hopi.htm#hopi_zeremonien
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7) http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar
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