| Hallo,
Herzlich Willkommen zur 19-ten Ausgabe des Schlangengesangs.
Zur Zeit erleben wir einen wunderschönen Spätsommer, doch bald ist
Herbst.- Tagundnachtgleiche.
In dieser Ausgabe legen wird besonderen Augenmerk auf die Rolle der
Göttin in den Jahreskreisfesten.
Die bereits angekündigte Avalon-Ausgabe wird somit dann die nächste
sein.
Wir wuenschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,
Das Schlangengesang-Team
ArtemisAthene, Caitlin, Gwenwyfar, Gan-Chan, jana, Karmindra, Lilia,
MedeaLaLuna, Nebelweib,

Inhaltsverzeichnis
Goettin:
- Fama
Jahrekreisfeste:
- Die Göttin in den Jahreskeisfesten
- Herbst-Tagundnachtgleiche
- Samhain
- Jul
Pflanzen:
- Kastanie
Praktisches:
- Kräutersteggerli
Aufgelesen Buchrezensionen:
Dorothy Morrison: „Jul“ – Fest der Wärme und der
Liebe
Silver Raven Wolf "Halloween" - Feste und Bräuche
Netze weben:
- Leserbriefe
- Kontaktanzeige
- Aufruf in eigener Sache
Kalender:
- Feiertage im September
- Feiertage im Oktober
- Feiertage im Novmeber
- Veranstaltungen
Impressum / Schlangengesanginfos / Kontakt / Abmelden

Fama, die römische Göttin des Gerüchts und des
Ruhmes
Noch heute sagt man: „es geht die Fama, dass …“ und meint damit, dass
ein Gerücht die Runde macht.
Fama ist die römische Göttin des Gerüchtes und des Ruhmes. Sie ist die
Personifikation einer von Mund zu Mund weitergegebenen Nachricht. Als
solche kann sie positive wie auch negative Neuigkeiten ausposaunen. Das
kann man sogar wörtlich nehmen, denn sie wird üblicherweise mit einer
Posaune dargestellt. Außerdem trägt sie Flügel, die sie so schnell
machen, dass sie noch vor der bestätigten Nachricht bei den
interessierten Menschen ist, um ihnen von den Gerüchten zu erzählen.
Ähnlich wie die Götterbotin Iris wird Fama meist losgeschickt, um von
Schicksalsschlägen, Kämpfen und Tod zu berichten. Manchmal aber eilt sie
auch zu den Menschen, um die heldenhaften Taten großer Kämpfer zu
besingen. Deshalb
trägt sie auch oft einen Siegeskranz in der Hand.
Vergil bezeichnet sie als die schnellste aller Unheilsgöttinnen. Er
zeichnet ein Bild von ihr das einem Scheusal gleicht
mit unzähligen Augen, Zungen, geschwätzigen Mäulern und ständig
lauschenden Ohren. Sie braucht so gut wie keinen Schlaf und ist immer
wachsam. Den Tag verbringt sie auf den Dächern und Türmen der Städte, um
auf jeden Fall „up to date“ zu
sein.
Ovid beschreibt in den Metamorphosen ihren Aufenthaltsort genauer: In
ihrem Haus sind die Türen und Fenster stets geöffnet, Tag und Nacht. Das
Haus besteht aus Metall, das den Klang von draußen verstärkt, es tönt
und klingt unentwegt.Ein gleichmäßiges Gemurmel ist zu vernehmen.
Die Menschen tragen dann die Gerüchte weiter und fügen das Ihre hinzu,
so dass die ursprünglich ganz kleine „Fama“ immer größer wird.
In seiner Äneis erklärt Vergil, dass sie die Tochter der Mutter Erde (Tellus,
Gaia, Gäa) sei, die diese aus Wut auf die Götter als Schwester der
Giganten erschaffen habe.Fama verkündet Wahres wie Falsches. Sie macht
keinen moralischen Unterschied. Bei den Griechen hieß sie Ossa (in
Homers Ilias und Odyssee) oder Pheme (bei Hesiod und Nonnos).
In der antiken Literatur hat Fama (Ossa, Pheme) vielfach Platz gefunden.
So zum Beispiel bei Homer: In der Ilias ist sie Botin, genauso wie in
der Odyssee. Dort verkündet sie den Bewohnern von Odysseus Heimat
Ithaka, dass er die aufdringlichen Freier seiner Gattin Penelope getötet
hat.
In der Äneis des Vergil „petzt“ Fama Äneas Inzest mit seiner Mutter Dido
und in den Metamorphosen des Ovid verrät sie den Trojanern die Ankunft
der griechischen Flotte, so dass diese schon am Strand erwartet werden.
Wer Fama hier in Deutschland begegnen will der kann sie als goldene
Figur auf der Kuppel der Kunstakademie in Dresden sehen. Mit Flügeln,
Posaune und Siegeskranz.
Literatur und Links:
Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos
Ovid, Metamorphosen (Tusculum Ausgabe)
http://de.wikipedia.org/wiki/Fama
http://www.dresden-und-sachsen.de/dresden/kunstakademie.htm
http://www.fama.ch/projekt.html (eine feministisch-theologische
Zeitschrift aus der Schweiz, seit den 80er Jahren aktiv
artemisathene

Fama in der Äneis des Vergil
Ohne Verzug durcheilte Fama Libyens große
Städte, Fama, sämtlicher Unheilsgöttinnen schnellste.
Ihre Beweglichkeit gibt ihr Bedeutung, die Schnelligkeit stärkt sie.
Anfangs nur winzig aus Scheu, erhebt sie sich bald in die Lüfte,
schreitet gewaltig einher und umhüllt das Haupt mit den Wolken.
Mutter Terra gebar sie zuletzt aus Wut auf die Götter,
heißt es, für Koios und für Enkélados einstmals als Schwester,
gab ihr geschwinde Füße und hurtige Schwingen. Ein Scheusal
wurde sie, fürchterlich, riesig. Soviel an den Schwingen ihr Federn
haften, so viele wachsame Augen besitzt sie darunter,
ebenso viele Zungen und schwatzende Mäuler und ständig
lauschende Ohren - ein Wunder! Nachts fliegt sie, bei Dunkelheit,
zwischen
Himmel und Erde und zischelt, verschmäht den erquickenden Schlummer.
Tagsüber hockt sie als Aufpasser lauernd an Dachfirsten oder
ragenden Türmen und setzt auch mächtige Städte in Schrecken,
hält die Verzerrung und Lüge nicht weniger fest als die Wahrheit.
Nunmehr verbreitete freudig sie neue weltweite Gerüchte,
mengte, ganz unterschiedslos übertreibend, Falsches und Wahres:
Angelangt wäre Aeneas, der Held von troischem Stamme,
Dido, die strahlende Fürstin, hätte zum Mann ihn erkoren;
über den langen Winter hin lebten sie nur dem Vergnügen,
hätten die Pflichten des Herrschers vergessen aus schimpflicher Neigung.
Unter das Volk trug solche Lügen die schreckliche Göttin,
wandte sich dann geradenweges zum König Iarbas,
hetzte ihn auf und entflammte zur Wut ihn mit ihrem Gerede.
Vergil: Lied vom Helden Aeneas, S. 140. Digitale Bibliothek Band 30:
Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 17659 (vgl. Vergil-W, S.
220-221) (c) Aufbau-Verlag
artemisathene

Fama in Ovids Metamorphosen
Mitten im Weltall ist ein Ort zwischen Erde und Meer und den Gefilden
des Himmels, die Grenzscheide der drei Reiche. Von hier sieht man alles,
was irgendwo vorhanden ist, mag es auch noch so entlegen sein, hierher
dringt jedes Wort zu offenen Ohren. Fama wohnt da, sie wählte als
Wohnsitz den höchsten Gipfel, gab dem Gebäude unzählige Eingänge und
tausend Gucklöcher und versperrte ihr Haus nicht durch Tore: bei Nacht
und bei Tag steht es offen, ist ganz aus tönendem Erz, ganz erfüllt von
Gesumme, lässt Stimmen widerhallen und spricht nach, was es hört. Keine
Ruhe herrscht darin, in keinem Winkel Schweigen, aber auch kein
Geschrei, nur ein dumpfes Rauschen wie von der Brandung des Meeres, wenn
man sie von ferne hört, und ein Grollen wie der letzte Nachhall des
Donners, wenn Jupiter schwarze Wolken zusammenprallen ließ. Gewimmel
erfüllt die Hallen; leichtfertiges Volk kommt und geht; mit Wahrem
vermengt, schwirren allenthalben tausend Lügen der Gerüchteköche herum
und verbreiten wirres Gerede. Von ihnen beschäftigen die einen müßige
Ohren mit ihrem Geschwätz, andere tragen Erzähltes weiter, und immer
wächst das Maß des Erdichteten, und jeder neue Erzähler gibt zum
Gehörten noch irgend etwas dazu. Dort ist die Leichtgläubigkeit daheim,
dort der unbesonnene Irrtum, die grundlose Freude, die atemlosen Ängste,
der plötzliche Aufruhr und das Geflüster unbekannten Ursprungs. Die
Göttin des Gerüchts selbst sieht, was im Himmel, im Meer und auf der
Erde vorgeht, und durchspäht die ganze Welt.
Sie hatte auch die Ankunft der Griechenflotte samt ihrer tapferen
Mannschaft ruchbar gemacht: so erscheint nicht unerwartet in voller
Rüstung der Feind. Die Troer suchen die Landung zu hindern und ihre
Küste zu schützen.
Ovid, Metamorphosen, zwölftes Buch, Zeile 40-67 (Tusculumausgabe)
artemisathene
  
Die Göttin in den Jahreskreisfesten
Unser besonderes Augenmerk legen wir diesmal auf die Rolle der Göttin in
den Jahreskreisfesten. Angeregt wurden wir dazu durch Tarania, die uns
in einer Email darauf aufmerksam gemacht hat, dass unser Kalender das
Lughnasad oder Lammas-Fest nicht aufführt. Danke an dieser Stelle noch
einmal für Dein aufmerksames Lesen.
Tatsächlich hatten wir bisher nur die Jahreskreisfeste in unseren
Schlangengesang-Kalender aufgenommen, die eindeutig einen Göttinnenbezug
haben (z.B. Lichtfest, Brigids-Fest). Schließlich heißt er ja auch
„Göttinnenkalender“ und es wäre schon allein räumlich unmöglich, die
Feste des Partners der Göttin in all seinen Erscheinungsformen mit
aufzunehmen.
Aber die Anfrage von Tarania hat uns dazu gebracht, die Rolle der Göttin
im Jahresrad ins Visier zu nehmen. Es steht ja außer Frage, dass die
Göttin in allen Festen des Jahres eine zentrale Rolle spielt, in jedem
der acht Feste eine ganz spezielle.
Wir haben also beschlossen, diese Ausgabe der Verehrung der Göttin in
den Jahreskreisfesten des vierten Quartals zu widmen, von Mabon bis zum
Julfest. Die anderen Feste werden wir im nächsten Jahr peut a peut
nachreichen.
Im Schlangengesang 5/04 hat Zauberweib bereits, anlässlich des
Mabon-Festes, ihre Gedanken zu den Jahreskreisfesten beschrieben. Wer
möchte, kann diesen Text im Archiv nachlesen.
Gerne seid aber auch Ihr aufgefordert, liebe Leserinnen und Leser, eure
Sichtweise der Rolle der Göttin in den Jahreskreisfesten zu beschreiben
und uns zuzuschicken. Ihr könnt euch auf ein bestimmtes Fest beziehen,
oder aber allgemein auf den Göttinnenaspekt in den Festen.
Ich erinnere hier nur an den schönen Text von Morgane, „Jahreskreisfese
– die Feste der Göttin“, im Schlangengesang 4/04, in dem sie von ihrem
ganz persönlichen Bezug zu den Jahreskreisfesten schreibt.
artemisathene
  
Herbst-Tagundnachtgleiche
„Oh segenreiche Göttin, Botin der Fruchtbarkeit.
Ich habe gesät und geerntet die Früchte meiner Taten, die guten wie die
schlechten.
Gib mir den Mut, die Samen für Freude und Liebe zu pflanzen für das
kommende Jahr und Hass und Elend zu vertreiben.
Lehre mich das Geheimnis, weise zu leben auf dieser Welt. Oh
Lichtgestalt der Nacht.“
(Aus Wicca von Scott Cunningham)

Herbst-Tagundnachtgleiche
Mabon
Erntedankfest
um den 21. September
Mabon, der Tag, an dem Tag und Nacht gleich lang sind, im Gleichgewicht
sind, dies ist der Tag des Erntedankfestes. Die letzte Ernte ist nun
eingeholt und auch wir können uns besinnen, auf die Ernte und die Gaben
des Jahres. Erinnern wir uns was wir eins gesät haben und für welche
Ernte wir nun der Göttin danken können. Oftmals verbinden wir mit Mabon
ein Opferritual als Dank an die Göttin. Der Sonnengott stirbt, seine
Saat fällt in den Boden um im kommenden Frühjahr zu neuem Leben zu
erwachen. Die Tage werden merklich kürzer, die dunkle Jahreszeit beginnt
und auch wir bereiten uns auf die kommende dunkle Zeit vor. Es ist Zeit
„danke“ zu sagen, Zeit zu „opfern“.
<
Zeit „Bilanz“ zu ziehen.
Uns sind Bräuche von den Germanen und den Völkern im Mittelmeerbereich
bekannt. Im alten Griechenland wurden Feste zu Ehren von Demeter
veranstaltet. Bei den Germanen fanden Herbsttreffen statt. Gedankt wurde
u.a. Wotan und Frigg für die Ernte. Keltisch wird dieses Fest Mabon
genannt, nach dem Gott der Jagd. Heute noch wird nach einer
erfolgreichen Jagd, auf die Göttin Diana getrunken. Ebenfalls Ende
September finden sog. Almabtrieb statt. Das Vieh wird und wurde von der
Alm hinab getrieben, die Leitkuh, geschmückt mit Kräuterkränzen mit
einem Geschirr aus Spiegelscherben. So soll das Vieh vor Dämonen und
bösen Geistern geschützt werden.
Unseren Altar können wir herbstlich schmücken mit Herbstfrüchten,
Blumen, Getreide, Eichenzweigen, Blättern, Mais. Vorzugsweise in den
Farben braun, orange, gold oder rot. Göttinnen wie Cerridwen oder
Demeter werden von vielen vorzugsweise geehrt und gerufen. Auch Trauben,
Reben, Kornpuppen, Getreidekränze können als Symbole mit auf den Altar
gelegt werden oder während des Festes rituell erstellt werden. Eine
Sichel wie an Lammas, als Symbol für den Schnitt des Korns und des Todes
des Sonnengottes, sowie Kräutersträuße des Herbstes können ebenfalls als
Altarschmuck dienen. Schön ist es, wenn man Gelegenheit hat, dieses Fest
noch draußen zu feiern. Beim anschließenden gemeinsamen Festessen,
sollten Gaben der 2. Ernte nicht fehlen (z.B. Getreide, Früchte,
Maisbrot oder auch einen gebackenen Kürbis). Weihrauch, Salbei,
Zypresse, Wacholder, wären klassische Kräuter für eine Mabon-Räucherung.

„Das Korn des Herbstes ist die Saat des Frühlings.
Gesegnet sei die Mutter allen Lebens.
Gesegnet sei das Leben, das aus ihr hervorkommt
Und in Sie zurückkehrt.
Wir haben gesät. Wir haben gehegt.
Wir haben gepflanzt und gesammelt. Wir haben reiche
Ernte gehalten.
Herrin, wir danken dir für deine Gaben.
Herr, wir danken dir für deine Freigiebigkeit.“
(Aus: Starhawk – Der Hexenkult als Ur-Religion der Großen Göttin)
(Quellen: Sylvia Leela Isani & Christine Janson „Ein Fest der Sinne“,
Smaragd Verlag/Morgaine „Hexenfeste“, Neue Erde Verlag/ Scott Cunningham
„Wicca“/ Starhawk „Der Hexenkult als Ur-Religion der Großen Göttin)
( Fotos: Korn, Ernte und Spinnennetz:
www.photocase.com)
MedeaLaLuna
Artikel
im Archiv in der Ausgabe 7 vom 13.09.2004. von Ulrike Zauberweib
Engelhardt über den Jahreskreis / Mabon.
  
Samhain
Dieses Fest ist das Fest der Ahnen, das Fest der Toten. Im christlichen
Kalender wird es Allerheiligen bzw. Allerseelen genannt. Es beschreibt
den Zeitpunkt im Jahreskreis an dem die Tore zur Unterwelt geöffnet
sind, durchlässig sind in beide Richtungen. Es fällt uns nun leichter
den Kontakt zu unseren Ahnen aufzunehmen, aber auch die Toten können uns
jetzt besonders leicht erreichen. In den herbstlichen Nebelschwaden
können wir diese leicht zu durchdringende Barriere erkennen.
Das Ahnenfest fällt in die dunkelste Zeit des Jahres. Die letzten Ernten
sind eingebracht. Mais und Kartoffeln, sowie die meisten anderen
Gemüsearten, sind geerntet und für den Winter eingelagert. Die Bäume
haben ihr Laub bereits zum größten Teil verloren und der erste Frost
erinnert uns an den nahenden Winter. Stürme brausen über die kahle Erde
und kündigen die Zeit der Göttin Holle/Hel, der Perchten und der „wilden
Jagd“ an. Das „Sterben“ der Vegetation kündigt die Phase der schwarzen
Göttin, der Weisen Alten an. Sie bereitet uns vor auf die
Transformation. Die Ruhephase der Natur soll uns erinnern an die eigene
Sterblichkeit, aber auch daran, dass mit der Wintersonnenwende die neue
Sonne geboren wird, so wie aus unserem Sterben neues Leben entstehen
wird. Das Rad dreht sich weiter, unaufhörlich, bis in alle Ewigkeit.
Nun beginnt die stille Zeit, die besinnliche Zeit, die Sonne besucht uns
nur noch wenige Stunden am Tag, wenn sie sich denn überhaupt blicken
lässt. Ihre Strahlen erwärmen uns nicht mehr so stark wie noch vor dem
letzten Fest. Die Zugvögel verlassen uns und mit ihrem Abzug wird es
still. Viele Tiere ziehen sich in ihr Winterquartier zurück. Sie werden
wie wir die nächsten Monate von ihren Vorräten leben müssen oder, wie
die Natur selbst, in Winterschlaf fallen. Wenn sich der Raureif und der
Frost eingestellt haben, aber spätestes, wenn der erste Schnee die Erde
bedeckt und einhüllt, können wir die Ruhepause der Natur geradezu
körperlich spüren.
In diese Zeit des Jahres fallen die Feste einiger vorchristlicher
Göttinnen. Persephone verabschiedet sich von ihrer Mutter Demeter und
tritt ihren Gang in die Unterwelt an. Dort wird sie für ein halbes Jahr
die Königin der Toten sein. Sie holt die Gestorbenen am Eingang der
Unterwelt ab und geleitet sie ins „Reich der Schatten“. Dieser
jahreszeitliche Mythos wurde in Griechenland mit den „Tesmophorien“
gefeiert, in Rom als Fest der Ceres mit dem Fest „Ieiunium Cereris“ und
der Öffnung des „Mundus Cereri“.
Die ägyptische Göttin Isis wurde zum Ende Oktober/Anfang November in
einem Fest in Rom geehrt, als Göttin, die Ihrem geliebten Gatten Osiris,
nach dessen Tod , durch ihre liebevolle Hingabe und ihre magischen
Fähigkeiten ein neues Leben verleiht. In Horus, seinem posthum gezeugten
Sohn, lebt Osiris fort.
Die keltische Mythologie assoziiert mit dem Samhainfest (oder Halloween)
die Göttin des Winters Cailleach. Sie reitet auf einem schwarzen Wolf in
die Welt und bringt Eis und Schnee mit. Ihre Regentschaft endet (je nach
Quelle) zu Imbolc/Brigits Fest oder sogar erst zu Beltane, wenn
sicherlich die letzten Fröste vorbei sind.
Die germanischen Göttinnen der dunklen Jahreshälfte habe ich bereits
genannt. Es sind zum einen Frau Holle oder Hel, die germanische
Unterweltsgöttin. Sie ist den meisten aus dem Märchen bekannt, in dem
sie es auf der Erde schneien lässt, wenn sie ihre Betten ausschüttelt.
Dieses Märchen zeigt ganz deutlich ihre Rolle als „Leben-Tod-Leben“-Göttin
in der germanischen Mythologie. Auch Berta/Perchta ist bekannt als
Göttin des Winters. In Bayern gibt es deshalb von Allerheiligen bis zum
Dreikönigsfest, in der Zeit in der auch „die wilde Jagd“ umgeht, die
wilden Perchtenläufe.
Sogar in Indien wird zu dieser Zeit eine Todesgöttin verehrt: Durga
(oder Kali), die schwarz dargestellte Erscheinungsform der Shakti. Als
schreckliche, grausame Dämonen-Vernichterin werden ihr in der Durga-Puja
blutige Opfer gebracht.
Nun haben wir uns ein wenig eingestimmt auf die dunkle Zeit der
schwarzen Göttin, der weisen Alten. Heißen wir sie willkommen mit einem
stimmungsvollen Fest!
artemisathene
  
DEMETERS GESCHICHTE
Wir trauern mit Demeter:
Dies ist die Geschichte der Erdgöttin Demeter und ihrer Tochter
Persephone. Demeters Name bedeutet Mutter Vulva – der Torweg, durch den
alles geboren und wiedergeboren wird. Persephone die manchmal auch Kore
genannt wird, bedeutet Saatkorn oder Sprosse.
Das Kind der Mutter ist die Saat der Mutter, die in der Erde versunken
ruht, bis sie als junge sprießende Pflanze hervortreibt. Diese reift bis
zur Ernte, und der Prozeß beginnt von vorne.
Wir trauern mit Demeter, denn:
An einem wunderschönen Frühlingstag wurde Demeters Tochter Persephone
von Hades, dem Gott der Unterwelt entführt. Trauer und tiefer Schmerz
erfüllten Demeter. Sie suchte sie allerorten. Während sie ihre Suche
fortsetzte, begann die Erde durch Demeters Klagerufe zu verdorren, bis
kaum noch Nahrung für die Menschen und Opferspeisen für die Götter übrig
waren. Der Winter zog seine kalte Decke über das Land. Zeus wurde
alarmiert. Dieser überredete Hades, den Gott der Unterwelt, daß
Persephone zu ihrer Mutter zurückkehren dürfte. Hades willigste ein,
doch, er benutzte einen Trick um seine Gattin Persephone doch bei sich
zu behalten: Er gab ihr einen Granatapfel zu essen -–die Nahrung der
Toten. Niemand konnte zu den Lebenden zurückkehren, wenn er einmal davon
gegessen hatte. Persephone aß sechs Kerne des Apfels, somit durfte sie
sechs Monate eines Jahres bei ihrer Mutter leben. Die anderen sechs
Monate mußte sie aber bei Hades in der Unterwelt verbringen.
Mit dem Fest des Frühlings kehrt Persephone zu ihrer Mutter Demeter
zurück. Der jahreszeitliche Zyklus beginnt, wenn die Erdgöttin ihr Kind
an die Unterwelt verliert. Ihre Trauerzeit entzieht der Erde die
Lebenskraft. Der Winter, die dunkle Jahreszeit beginnt mit der Saat, die
in der Erde ruht, bis sie im Frühling als grüner Schößling wiederkehrt.
Der Mythos von Demeter und Persephone ist, daß das Leben nicht endet,
sondern sich endlos wandelt............
In Gedenken an Persephone essen wir nun diesen Granatapfel und beleben
das Mysterium des sich ständig wandelnden Lebens erneut...........
MedeaLaLuna
(Samhain 2003)

Jul
Der dunkelste Tag des Jahres ist auch der hoffnungsvollste, denn nun
werden die Tage wieder länger. Das Leben pulsiert noch im Verborgenen,
die große Göttin Hel - Holla, Berchta, Percht - hütet es in ihrem
unterirdischen Reich. Hier herrschen Dunkles und Helles nebeneinander.
Frau Percht erscheint doppelgesichtig, in häßlicher Fratze vorderseits
und leuchtend in Sonnengestalt am Hinterkopf. Die Janusköpfigkeit der
Erdgöttin, gefahrbringend und segenspendend symbolisiert exakt den
Übergangscharakter der Julzeit. Am 6. Januar - kommt dann Frau Percht
als Mächtigste zu Wotans „wilder Jagd“ hinzu. Ihre Lichtseite bringt
Hoffnung und Zuversicht in uns. Aus Tod gebiert sich neues Leben.
Ich trauere nicht, auch wenn die welt in Schlaf verharrt.
Ich trauere nicht, auch wenn einsige Winde wehen.
Ich trauere nicht, fällt noch so tief der Schnee und hart.
Ich trauere nicht, denn dies wird alles bald vergessen sein.
(Quelle: „Wicca“ von Scott Cunnigham)
Die große Göttin Holla ist eine Hausgöttin, den Menschen wohlgesinnt.
Sie hilft den Frauen – aber nur den tüchtigen – in allen häuslichen
Belangen. Nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren und Pflanzen
bietet sie Schutz und wird deshalb auch als Fruchbarkeitsgöttin
gehuldigt.
Im Archiv Ausgabe
1 vom 09.09.2003 findet ihre einen ausführlichen Artikel über die
Göttin Holda. Ebenso findet ihr einen Artikel über die Percht und den
Brauchtum darüber
in der
Ausgabe 2 vom 06.11.2003.
Caitlin
  
Die Rosskastanie
(Aesculus hippocastanum)

Als entfernte Verwandte der Eiche vereinigt die Kastanie in sich die
Klarheit der Buche und die Schönheit des Nußbaumes.
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Kastanie waren die Berg.- und
Schluchtwälder des Balkans. Erst Ende des 16 Jahrhunderts gelangte sie
durch die Verbreitung des Menschen nach Westeuropa. Die Kastanie ist
meist als Einzelbaum zu finden. Sein dichtes Blätterwerk erzeugt wie
kaum bei einem anderen Baum einen dunklen Schatten auf dem Boden. Sie
erreicht eine Höhe von bis zu 30m, einen Stammdurchmesser bis zu 10m und
ein Alter von bis zu 500 Jahren. Sie liebt durchlässige, meist saure
Böden. Durch eine Kreuzung der europäischen Rosskastanie mit der hellrot
blühenden Kastanienart aus Kalifornien ist eine etwas kleinere Kastanien
entstanden die wegen ihrer Größe gern vielerorts als Zier.- und Parkbaum
angepflanzt wird.
Ihre Blätter sind sehr groß fingerförmig gefiedert. Der Blattstiel ist
bis zu 20cm lang. Die Knospen sind sehr groß, bis zu 3cm lang, breit
kegelförmig vom Zweig abstehenden. Sie sind rotbraun und kahl und im
Frühjahr sind sie stark klebrig.
Die Rosskastanie wird mit ca. 15-20 Jahren geschlechtsreif und blüht
bzw. fruchtet dann jedes Jahr. Die Blütezeit ist im Mai/Juni. Die weißen
Blüten stehen sehr zahlreich in großen, bis 30cm hohen, aufrechten
Rispensträußen.
Ihre Früchte reifen im September-Oktober. Die grüne, kugelige stachlige,
5 bis 6cm große Kapselfrucht fällt ab, platzt auf und gibt ein bis drei
rundliche oder abgeflachte, rot-braune, glänzende Samen bzw Kastanien
frei. Diese Früchte dienen insbesondere Wildschweinen und Rotwild in den
Wäldern als Nahrung.

Den Name Rosskastanie bekam sie , weil sie ein altes Heilmittel bei
Pferden war, die an Husten litten. Statt Hopfen nahm man zum Bierbrauen
Kastanien, dafür wurden sie klein geschnitten. Aber auch als
Kaffeeersazt, wie die Eichel, wurde die Kastanie verwendet. Ebenso
stellten die Buchbinder aus Kastanien einen Leim her, der besonders
insektenabwehrend war und vor vor Faulnis schützte. Ja und wer kennt
nicht die Edelkastanie, die Maroni. Lecker heiß aus den Ofen sollte sie
in keiner Julzeit fehlen.
Zu Heilzwecken werden Blüten, Blätter, Früchte und Rinde verwendet. Der
Hauptwirkstoff der Kastanie ist heute genau erforscht. Das Aesculin,
kommt hauptsächlich aus der Rinde, wirkt anregend auf den Stoffwechsel
und fördert die Durchblutung. Das Aescin ist ein Seifenstoff, was man
schön sehen kann wenn man ein Vollbad mit Kastanien macht, wird es schön
schäumen. Ein weiterer Wirkstoff wären die Flavone. Flavone festigt die
Aderwänden und fördert die Durchblutung. Die Kastanie ist eines der
wichtigsten Venenheilmittel. Sie hilft bei venösen Stauungen wie zum
Beispiel Hämorrhoiden und Krampfadern.
Blütentee wird bei Husten als schleimlösendes Mittel getrunken. Er wirkt
gleichzeitig entwässernd und festigend auf das Gewebe.
Eine Tinktur aus den Blüten ist ein gutes Einreibemittel bei
rheumatischen Schmerzen.
Rheumageist
2 Teile Kastanienblüten,1 Teil Farnkrautwurzel und 70%iger Alkohol. Die
frischen Kastanienblüten vom Stengel zupfen, die frischen Wurzel des
Farnkraut klein schneiden, alles mit den Alkohol übergießen und gut
verschlossen 3 Wochen an einen schönen warmen Ort stellen.
Quelle: „Blätter der Bäume“ von Susanne Fischer-Rizzi / „Der Keltische
Baumkalender“ von Michael Vescoli /
Caitlin 08/2006

Praktisches
Kräutersteggerli
Nachdem der Sommer vorbei ist, Kräuter gesammelt und getrocknet sind,
geht es nun ans "Einmachen" derselben. Das bedeutet meist: abzupfen,
zerkleinern und in (am besten braune) Schraubgläser füllen. Beschriften
(Datum bzw. Jahresangabe nicht vergessen), fertig.

Eine andere Möglichkeit sind Kräutersteggerli ("Stöckchen") zu binden.
Das geht schnell und einfach, es können verschiedene Kräuter nach
Belieben kombiniert werden und die fertigen Steggerli sind u.a.
hervorragend zum Reinigungsräuchern geeignet.
Du brauchst:
Zwirn- oder Bindfaden (Baumwolle, kein Plastikzeugs!)
getrocknete Kräuter "am Stück": Alles, was wenigstens 5 cm lang oder
stabil (z.B. getrocknete Salbeiblätter) ist, ist geeignet.
Bei meinen Steggerli habe ich mit Lavendelkraut begonnen. Das fand ich
zum Entsorgen viel zu schade und hat auf diese Weise wunderbare
Verwendung gefunden. Stielende nach oben, Spitze nach unten legen -
gewickelt wird vom Ende zur Spitze.
Vom Faden ca. 1 m abschneiden und mittig am Stiel verknoten. Rechts und
links vom Kraut hängen jetzt zwei lange Fäden weg. Den einen Faden ca.
5-6 mal rumwickeln: Um die Kräuterstange sowie den 2. Faden. Danach die
beiden Enden wieder doppelt verknoten. Nun das nächste Büschelchen
leicht unter dem Knoten anlegen, mit der einen Hand etwas festdrücken,
mit der anderen Hand den das andere Fadenende rumwickeln. Verknoten. So
abwechselnd weitermachen, bis die gewünschte Größe erreicht ist.

Am Stiel können die fertigen Steggerli gut gehalten und räuchernd durch
die Wohnung getragen werden. Auch für den Altar, Rituale und praktisch
alle Räucherzwecke sind sie gut geeignet. Außerdem eine schöne
Geschenkidee.
Mein Tipp: nicht alle Kräuter auf einmal zu Steggerli verarbeiten.
Lieber öfter mal neue Kreationen ausprobieren. Wer weiß, wie lange der
Winter diesmal wird.
Brennende (oder genauer: glimmende) Steggerli nicht unbeaufsichtigt
lassen, von leicht entflammbaren Stoffen fernhalten, etc. usw.
Ulrike Zauberweib Engelhardt
  
Halloween -Feste und Bräuche- Silver Raven Wolf
Halloween –Feste und Bräuche- von Silver Raven Wolf ist nicht wirklich
als Hexenneujahrsbuch zu gebrauchen. Dennoch bietet die Autorin einen
Streifzug rund um Halloween. Beginnend im ersten Kapitel „Auf der Suche
nach Halloween“ beleuchtet sie dieverse Zeitabschnitte und Richtungen
wie die der Ur-Heiden, Kelten, Christen, Druiden. Aber auch die
Hexenverbrennungen, der christliche Ansatz durch
Allerheiligen/Allerseelen oder auch das amerikanische Halloween. Als
LeserIn erhält man einen Einblick in verschiedene Bräuche und Kulturen.
Schwer nachzuvollziehen, ob alles einen belegbaren Hintergrund hat. Im
Buch selber findet man noch neben den Bräuchen Abschnitte zu Symbolen,
Aberglauben, Rezepte, Zaubereien zu Halloween aber auch Halloween als
Zeit zur Ehrung der Toten. Silver Raven Wolf hat eine lockere leicht
verständliche Schreibweise. Für manch einen sicherlich zu leicht
geschrieben, zu locker, dennoch ist sie in die Tiefe gehend und spricht
somit sicherlich eine breite LeserInnenschaft an.
Ich persönlich mag Ihre Art zu schreiben, weil sie sehr LeserInnen-Nah
schreibt, natürlich und leicht und eine Frau der Neuzeit, des 21. Jh
ist. Sie ist weder stock steif noch oberflächlich. Mutter von 4 Kindern,
eine typische Jungfrau laut Eigenbeschreibung. Sie ist seit Jahren in
der amerikanischen Wicca-Bewegung aktiv und ist heute Clan-Chefin der
Black Forest Family mit 28 Coven in 19 amerikanischen Bundesstaaten.
Neben Halloween, hat sie zahlreiche Bücher zum Thema Hexenkunst
verfasst, die durchgängig im eigenwilligen Stil der Autorin geschrieben
sind. Auf den ersten Blick locker, leicht, oberflächlich; bei genauerer
Betrachtung oder beim „Nachzaubern“ bemerkenswert in die Tiefe gehend.
Rituale, die ich persönlich aus ihren Büchern gewirkt habe, hatten auch
den vorher angesprochenen und gewünschten „Erfolg“.
Fazit: Angesprochen wird sicherlich eine breite LeserInnenschaft, für
Nichthexen die Anregungen und Infos rund um Halloween benötigen und auch
für sog. „Neulinge“ weil leicht verständlich geschrieben, aber auch für
rituell arbeitende Hexen ist dieses Taschenbuch aus meiner Sicht kein
rausgeschmissenes Geld.
MedeaLaLuna
Halloween -Feste und Bräuche-/ Silver Raven Wolf / Ullstein Verlag /
ISBN 3-548-74142-8
294 Seiten 8,95 Euro
Dorothy Morrison: „Jul“ – Fest der Wärme und der
Liebe
Die Autorin ist Hohepriesterin in der amerikanischen Wicca-Tradition.
Ihr Buch widmet sich dem Jul-Fest, dem letzten Jahreskreisfest des
Sonnenjahres.
Im ersten Teil des Taschenbuches beschreibt sie die Traditionen der
Mittwinterfeste weltweit und die damit verbundenen Bräuche und Symbole.
Im zweiten und dritten Teil beschäftigt sie sich mit den rituellen
Vorbereitungen und Dekorationen zur Weihnachtszeit und zum Sonnwendfest.
Anregungen für Geschenke, Tischdekorationen und Rezepte rund um
Weihnachten gehören dazu. Der letzte Teil schließt einen
Festtagskalender ein.
Das Buch ist eine nette Sammlung bekannter und weniger bekannter Bräuche
rund um die Weihnachtszeit. Sowohl der theoretische als auch der
praktische Teil des Buches, lässt die christliche Prägung der Autorin
und ihrer Umgebung doch sehr deutlich erkennen.
Die Sprache ist teilweise holprig und oftmals auch widersinnig in den
Formulierungen, ob das Dorothy Morrison oder der Übersetzerin
zuzuschreiben ist, muss ich offen lassen.
Was mich ganz persönlich gestört hat, ist die kalendarische Festlegung
der Autorin. An mehreren Stellen in ihrem Buch beschreibt sie Festtage
von Göttinnen und Göttern des griechischen Pantheons und legt sich dabei
auf ein bestimmtes Datum fest (z.B. 6. und 15. Februar: Aphrodite). Da
die Griechen ihre Feste aber nach dem Mondkalender ausrichteten, ist es
unmöglich diese auf ein fixes Datum unseres Sonnenkalenders zu legen. Es
wäre also korrekt, wenn die Autorin den Tag des griechischen Mondmonats
angäbe oder aber auf eine ungenauere Datierung (z.B. Februar/März)
ausweichen würde. Auch viele der anderen Göttinnen-Festdaten lassen sich
nicht mit Quellen belegen.
Ein weiteres Minus ist in meinen Augen die auffällige Amerikanisierung
bei den praktischen Beispielen. Die Bastelarbeiten sind geprägt von
Glitter, Plastik und künstlichem Schnee und damit für mich als
naturreligiös ausgerichteter Heidin nicht wirklich passend.
Erschrocken bin ich über die Rezepte, die mit teilweise doch für unsere
europäischen Gourmetzungen fragwürdig erscheinenden Zutaten wie 1200g
Dosenmilch, Kochanweisungen mit der Mikrowelle und Rezepten wie
„Kirsch-Cola-Salat“ erneut zeigen, was europäische Köche/Köchinnen von
amerikanischen Kochkünsten halten dürfen.
Fazit: „Jul“ ist ein nettes Buch für die Vorweihnachtszeit, wenn der
heidnische Leser/in keine gehobenen Ansprüche stellt. Das
Preis-Leistungsverhältnis stimmt.
artemisathene
Jul – Fest der Wärme und der Liebe / Dorothy Morrison / Ullstein-Verlag
/ ISBN-10 3-548-74281-5
256 Seiten, 8,95 €
Der Jahreskreis
Der Jahreskreis
Martina Kaiser
Den Rhythmus der Natur als unsere Kraftquelle nutzen
Aurum Verlag
Ein etwas anderes Jahreskreisbuch. Die Autorin Martina Kaiser stellt
jeden Monat einzeln vor. Herausgekommen ist ein heidnisches Buch, das
sich an eine breite –nicht nur heidnische LeserInnenschaft wendet – und
damit erfrischend undogmatisch und vielfältig ist – an manchen Stellen
auch etwas zurückhaltend. Es ist allerdings etwas ungewohnt, ein Buch
mit heidnischen Inhalten für eine breitere Zielgruppe zu lesen . Jeden
Monat stellt die Autorin unter ein Thema, ein Thema das im Jahreskreis
der Natur zu diesem Monat passt.
Die heutigen Kalendermonate sind dabei aus praktischen Gründen statt der
Mondmonate verwendet. Jedes Monatskapitel beinhaltet Naturbetrachtungen
– was ist Thema der Natur in dieser Zeit des Jahres. Es folgen dann die
Themen, die mit dem jeweiligen Monat zusammenpassen – zum Beispiel für
den September „Gleichgewicht finden“, „Ausgleich und Gerechtigkeit“,
„Annehmen und Danken“. Es folgt dann ein Abschnitt über Mythen, Bräuche
und göttliche Wesen des jeweiligen Zeitraums. Für jeden Monat gibt es
sehr schöne und stimmige Vorschläge für Meditationen und oder Rituale
und gegebenenfalls wird das in dem Monat liegende Jahreskreisfest
angesprochen. Ich finde das Buch sehr empfehlenswert – gerade für
Großstadt-Menschen mit tendenziell weniger Naturbezug. Es bietet eine
schöne und sinnvolle Möglichkeit, sich den Jahreskreis zu erarbeiten –
nicht nur anhand der großen Feste.
jana

Der Schlangengesang Goettinnenkalender
Es existieren schon tausende Kalender fr Festtage der Goettin in ihren
vielen Aspekten. In unserem Kalender bemhen wir uns nur Daten
aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es
gibt wie gesagt viele Websites und Bcher die Termine verbreiten, aber
deren Quellen sind oft zweifelhaft oder berhaupt nicht genannt. Das
Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine
Lebensaufgabe.
Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und Bezeichnungen
eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen. Sollte jemand einen
Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer gesicherten Quelle
hinzufgen wollen, so ist sie/er herzlich dazu eingeladen.
artemisathene
  
Feiertage im September 2006
Im antiken Griechenland fallen in unseren September die Mondmonate
Boedromion und Pyanepsion. Boedromion wurde benannt nach dem Gott
Apollon als Helfer in der Not. Einer Quelle zufolge hieß der Monat auch
Demetrion nach der Göttin Demeter, deren Fest der Eleusinischen
Mysterien in diesem Monat gefeiert wurde. Der Name Pyanepsion kommt vom
gleichnamigen Fest zu Ehren der Göttin Artemis und ihres Bruders Apollon
sowie der Horen (Personifikationen der Jahreszeiten).
Im römischen Reich hieß dieser Monat September, der siebte Monat nach
dem alten Jahresbeginn im März. Er soll dem Gott Vulcan geweiht gewesen
sein.
Im germanischen Sprachgebiet hieß der Monat Scheiding, von shei =
trennen, scheiden. Er zeigt das „Scheiden“ des Sommers an und ist der
Monat der Obsternte.
Um den 30. September fand auch das Ernte-Dankfest statt.
Es gibt aber auch die Monatsbezeichnungen: Holmonat das bezieht sich auf
das Holzholen für den Winter, Herbitsmânoth (der erste Herbstmonat),
Halegmanoth (althochdeutsch). Herbstmond und Überherbst sind Namen
neueren Datums, denn sie weisen auf die Jahreszeit Herbst.
Herbsting zeigt auf das Thing das in diesem Monat Brauch war.
Früchtemonat, Obstmond oder Vollmonat beziehen sich auf die reichhaltige
Ernte der Herbstfrüchte.
Wildmond erinnert an den Beginn der Jagdzeit, Saumond an das Treiben der
Schweine in den Wald zur Eichelmast.
Silmand und Seelenmonat – der neunte Jahresmonat war der Opfermonat und
diente dem Gedenken der Verstorbenen.
1.September: Schütze, zunehmender Mond:
Fest der indischen Göttin Lakshmi. Dieses Fest mit Namen „Vara Lakshmi
Vrata“ fand am Freitag vor dem Vollmond im August/September statt.
Gefeiert wurde die Göttin des Glücks, der Schönheit, des Wohlstandes und
der Gesundheit mit einem Gelübde der Frauen. (siehe schlangengesang
4/04)
Quelle:
http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/HinduistischeFest/27.htm
Sri Radhashtami: Fest der mystischen Liebe zwischen dem weiblichen und
dem männlichen Prinzip. Liebesfest des Gottes Krishna und der (Göttin)
Radha, seiner Lebensgefährtin. Es findet am 8. Tag in der hellen
Mondphase von Badhrapada (August/September) statt, dem Geburtstag der
Radha.
Quelle:
http://de.geocities.com/preciousprabhupada/add/bow_down_mister.html
http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/HinduistischeFest
6./7. September: Wassermann, zunehmender Mond, Fische, Vollmond:
Fest der Santeria/Yoruba-Göttin Yemaya, Muttergöttin, All-Mutter, Göttin
der Meere und Seen.
Quelle: :
http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/HinduistischeFest
7./8. September = 15. Boedromion: Fische, Vollmond/ Fische, abnehmender
Mond:
dieses Jahr: Beginn der großen Eleusinischen Mysterien in Griechenland.
Dieses 9tägige Mysterien-Fest um die Legende von Demeter und Persephone
hatte die Aufgabe den Teilnehmenden die Angst vor dem Tod zu nehmen und
sie am Mysterium von Tod und Wiedergeburt teilhaben zu lassen. (siehe
Schlangengesang 1/03)
Quelle für das Datum:
http://www.numachi.com/%7Eccount/hmepa/calendars/695.4.Metageitnion.html
10. September: Widder, abnehmender Mond:
Fest der Asclepigenia. Philosophin und Zeitgenossin der Hypatia. (Siehe
schlangengesang 4/05))
Quelle:
http://www.geocities.com/Paris/Metro/3936/womenphilo3.html
Wilson’s Almanac
http://www.wilsonsalmanac.com/september.html
11./12. September: Stier, abnehmender Mond:
Fest der Santeria/Yoruba-Göttin Oshun: Fluß-Göttin, Liebesgöttin, Göttin
des erotischen Tanzes und Heilerin. Sie erneuert die Welt, wenn sie
zerstört wird.
Quelle:
http://www.church-of-the-lukumi.org/celebrations.htm
13. September: Zwillinge, abnehmender Mond:
Bankett zu Ehren der kapitolinischen Trias in Rom: Juno, Minerva und
Zeus). (mehr im schlangengesang 5/04)
Quelle: (1),
http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
14. September: Zwillinge, abnehmender Mond:
Lichtfest im alten Ägypten. Vor den Statuen der Götter und der
Verstorbenen wurden Feuer entzündet, die die ganze Nacht hindurch
brannten. Möglicherweise als Wegweiser für die Seelen der Verstorbenen,
damit es ihnen dadurch möglich war, die Lebenden zu besuchen.
Quelle: (7),
http://paganinstitute.org/e-sacred_times.html
17. September: Krebs, abnehmender Mond:
Byzantinisches Fest zu Ehren der Heiligen Sophia, der Göttin der
Weisheit und ihrer drei Töchter: Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe.
Quelle:
http://paganinstitute.org/e-sacred_times.html
19./20. September = 27. Boedromion: Löwe, abnehmender Mond/ Jungfrau,
abnehm.
In Griechenland: Opfer zu den Nymphen und Gaia (Erdmutter) in Erchia und
zu Athene und Teithras.
Quelle:http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
23. September: Waage, zunehmender:
Fest der Göttin Latona (lateinischer Name der griechischen Göttin Leto),
Mutter der Zwillinge Artemis und Apollon.
Quelle:
www.novaroma.org
26. September: Skorpion, zunehmender Mond:
Festtag der Venus Gen(e)trix, der Stammmutter Roms durch ihren Sohn
Äneas. (mehr im schlangengesang 5/04)
Quelle:
www.novaroma.org
Ende September: genauer Termin war leider nicht feststellbar: Fest der
ägyptischen Göttin Hathor.
Quelle:
http://www.land-der-pharaonen.de/Wissenschaften/body_wissenschaften.html
Ebenso ohne festes Datum, wahrscheinlich um den 29./30. September:
Wotanstag, mit dem Erntefest und Wodansblot im germanischen Kulturkreis.
Es ist Zeit, dass man Besuch von Wodan erwarten kann, der überprüft ob
man bereit ist den neuen Reichtum auch zu teilen. Es wird ein Bierfest
veranstaltet, Tisch und Raum werden mit Hopfenblättern geschmückt.
Quelle: Gardenstone: germanischer Götterglaube
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf
eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen
belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann,
wäre ich sehr dankbar: 22.9. Fest der Seegöttin (Sedna?) bei den
Eskimos, 27.9. Varuni (Indien), 28.9. Baubo (Giechenland)
Quellenangaben:
(1) Ovid Fasti,
(2) der römische Festkalender, Reclam,
(3)
www.novaroma.org,
(4)
www.imperiumromanum.com,
(5)
http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6)
http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7)
http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar
artemisathene

Feiertage im Oktober 2006
Der Oktober teilte sich im antiken griechischen Kalender für dieses Jahr
auf die Mondmonate Pyanepsion und Maimakterion auf. Der Name Pyanepsion
kommt vom gleichnamigen Fest zu Ehren der Göttin Artemis und ihres
Bruders Apollon sowie der Horen (Personifikationen der Jahreszeiten).
Der Name Maimakterion war von einem Beinamen des Zeus hergeleitet und
bedeutete soviel wie der zürnende, tobende Zeus. Das Fest mit gleichem
Namen (Maimakteria) stand für den Winteranfang, ein genaues Datum dafür
ist aber nicht überliefert.
Im römischen Kalender war der Oktober der achte Monat nach dem alten
Jahresbeginn im März.
Der alte Name dieses Monats im germanischen Sprachraum wird als
„Gilbhart“ angegeben. Es bezeichnet die Zeit des Welkens und Vergehens
des Laubes. Etymologisch ist anzunehmen, dass sich Gilbhart aus den
Bezeichnungen gilb = gelb und hart = viel, sehr zusammensetzt.
29.September – 1.Oktober: Durga Puja: Fest der indischen Göttin Durga.
Je nach Region konnte dieses Fest zwischen 2 und 9 Tage dauern.
Quelle:
http://www.durga-puja.org/durga-puja-calendar.html,
http://www.divya-jyoti.de/Kalender/text_Religi%C3%B6se%20Feste.htm
1.Oktober: Steinbock, zunehmender Mond
Fest der römischen Göttin Fides, der Göttin der Treue (mehr dazu im
schlangengesang 7/04)
Quelle: (4),
Ebenso Festtag der römischen Göttin Juno Sororia: es war wohl ein Fest
zur Einweihung der jungen Mädchen ins „Frau-sein“. Ein Pubertätsfest für
die Mädchen Roms.
Quelle: (3),
http://students.roanoke.edu/groups/relg211/minor/festivals.html
01./02. Oktober = 9.Pyanepsion: Steinbock/Wassermann, zunehmender Mond
Stenia: In Eleusis und Alimountas stattfindendes nächtliches Fest zu
Ehren der Göttinnen Demeter und Persephone. Es war der Auftakt zu den
Tesmophorien und nur Frauen vorbehalten. (siehe Text schlangengesang
5/04)
Quelle: (5), (6)
2.Oktober: Wassermann, zunehmender Mond
Marawu: Zeremonie der Frauenbünde der Hopi-Indianer: Fest für
Fruchtbarkeit und Heilung.
Quelle.
http://bauerw.tripod.com/indianer/hopi.htm#hopi_zeremonien
03./04. Oktober – 05./06. Oktober = 11.-13. Pyanepsion: Thesmophorien:
Feier zu Ehren Demeters und Persephones zu Beginn der Saatzeit (Sporetos).
Die Feierlichkeiten waren auf Frauen beschränkt und gehörten zum Bereich
der weiblichen Mysterien. (siehe Text schlangengesang 5/04)
Quelle: (5), (6)
4.Oktober: Wassermann, zunehmender Mond
Ieiunium Cereris: römisches Fest zu Ehren der römischen Göttin Ceres.
Der Ritus geht auf Anweisungen in den Sibyllinischen Büchern zurück und
ist daher sicherlich eher griechischen Ursprungs. An diesem Festtag
wurde gefastet.
Quelle:
http://societasviaromana.org/Collegium_Religionis/caloct.php
5. Oktober: Fische, zunehmender Mond
Öffnung des Mundus Cereri: Die „Welt der Ceres“, ein Erdspalt auf dem
Forum Romanum, der nur dreimal jährlich geöffnet wurde und einen Eingang
zur Unterwelt darstellte. Diese Öffnung zur Unterwelt steht sicherlich
im Zusammenhang mit Proserpinas Winterhalbjahr in der Unterwelt.
Quelle: (3)
Ebenso an diesem Tag: „Fest der alten Weiber“ in Litauen
Quelle: Bericht von Litauern.
7. Oktober: Widder, Vollmond:
Lakshmi-Puja: zum Vollmond nach dem Durga-Fest feiern die Hindus zuhause
das Fest der Mutter-Göttin Lakshmi. Sie laden dazu ihre Nachbarn ein und
beten zu Lakshmi um Gesundheit und Wohlstand. Die Hindus glauben, dass
Lakshmi zu diesem Vollmond die Häuser der Menschen besucht.
Quelle:
http://hinduism.about.com/library/weekly/aa100900a.htm
9. Oktober: Stier, abnehmender Mond
Fest der Fausta, vergöttlichte Frau des römischen Kaisers Constatin und
Fest der Felicitas, der Göttin des Glücks sowie der Venus Victrix, der
Göttin des Sieges in Rom.
Quelle:
http://societasviaromana.org/Collegium_Religionis/caloct.php
10. Oktober: Zwillinge, abnehmender Mond
Fest der Juno Moneta, einer römischen Göttin, der „mahnenden, warnenden“
Juno. Sie galt als Beschützerin der Stadt gegen Überfälle von Feinden,
war aber auch Schutzherrin der Münzprägestätte in Rom. Ihr Tempel war
gleichzeitig auch Prägestätte. Sie hat einen weiteren Festtag am 1.Juni.
Quelle: (3),http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
11. Oktober: Zwillinge, abnehmender Mond
Meditrinalia: Festtag der römischen Göttin Meditrina, Göttin der
Gesundheit und des Weines. (siehe Text im schlangengesang 05/4) Quelle:
(3)
12. Oktober: Zwillinge, abnehmender Mond
Augustalia: Fest der Fortuna Redux: römische Göttin der glücklichen
Heimkehr nach Reisen, Abenteuern oder Feldzügen. Mehr dazu im
schlangengesang 5/04
Quelle: (3),
http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
13. Oktober: Krebs, abnehmender Mond
Fontinalia: Fest zu Ehren des Gottes Fontus, Sohn des Janus und der
Nymphe Juturna. An diesem Tag wurden die Quellen Roms besucht und mit
Blumen geschmückt und ein Weinopfer wurde dargebracht. Man dankte den
Quellgöttern und Quellgöttinnen für die Heilkraft des Quellwassers.
Quelle: (7),http://www.ancientworlds.net/aw/NewsStory/194879
22./23. Oktober = 30.Pyanepsion: Skorpion, Schwarzmond/ Skorpion,
zunehmender Mond
Khalkeia: griechisches Fest für den Schmiedegott Hephaistos und die
Göttin Athene Ergani. Es war ein Fest der Handwerker, der Waffenschmiede
aber auch der Weber (Ergastinai), die an diesem Tag mit der Arbeit an
dem Peplos begannen, das Athene an den Panathenaien zum Geschenk gemacht
wurde.
Quelle: (5),http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
27.Oktober: Steinbock, zunehmender Mond
Owagit: Heilungszeremonie der Hopi-Indianer-Frauen
Quelle:
http://www.wilsonsalmanac.com/book/oct27.html,http://www.geocities.com/sacredsanctuary/Hopi.html
29. Oktober – 2. November: Isia: Fest der ägyptischen Göttin Isis in
Rom. Früher war dieses Fest vom 13. bis 16.November gefeiert worden. In
der späteren Zeit des römischen Reiches wurde das Fest vorverlegt.
(siehe Text schlangengesang 5/04)
Quelle: Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
Dann gibt es noch zwei nicht näher spezifizierte Feste im Oktober:
Apaturia: Opfer zu Ehren des Zeus Phratios und der Athena Phratia.
Gefeiert wurde in Athen und bei den Ioniern.
Quellenangaben:
(1) Ovid Fasti,
(2) der römische Festkalender, Reclam,
(3)
www.novaroma.org,
(4)
www.imperiumromanum.com,
(5)
http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6)
http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7)
http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar
artemisathene

Feiertage im November 2006
Im Jahreskreis der alten Griechen teilten sich die Mondmonate
Maimakterion und Poseideon die Zeit unseres diesjährigen Novembers. Der
Name Maimakterion war von einem Beinamen der Zeus hergeleitet und
bedeutete soviel wie der zürnende, tobende Zeus. Das Fest mit gleichem
Namen (Maimakteria) stand für den Winteranfang, ein genaues Datum dafür
ist aber nicht überliefert. Der Monat Poseideon hat seinen Namen zu
Ehren des Meeresgottes Poseidon.
Der November ist im römischen Kalender der neunte Monat des Jahres.
Begonnen wurde die Zählung mit dem März.
Nebelung war die germanische Bezeichnung für den Monat November. Damit
wird ein nebel- und windreicher Monat bezeichnet. Die Indogermanische
Sprachwurzel Nebh bezeichnet Feuchtigkeit, Dunst und Nebel.
1.November: Fische, zunehmender Mond
Tag der Banschees, der Geister aus der Anderswelt in der keltischen
Religion. In Irland wird noch teilweise ein Brauch dazu zelebriert. Man
legt den Verstorbenen Äpfel auf die Gräber als Symbole für den ewigen
Kreislauf aus Geburt – Tod – Wiedergeburt. Banshee kommt etymologisch
von ban = Frau und sidhe = Fee.
Quelle: Edain Mccoy: Die keltische Zauberin
Geburtstags-Fest der schottischen Göttin Cailleach. Ihre Herrschaft als
Wetter- und Sturmgöttin, Zerstörerin und wilde Furie, die jedes
aufkeimende Frühlingsblatt mit ihrem Zauberstab zu zerstören sucht,
beginnt am ersten November. Sie endet, je nach Überlieferung an Imbolc,
2.Februar, oder sogar erst an Beltane, 1.Mai. (Mehr zu Cailleach im
schlangengesang 8/04)
Quelle:
http://www.mysteriousbritain.co.uk/folklore/calleach.html
wohl auch Festtag einer schottischen Göttin mit Namen Nicneven. Als
Totengöttin reitet sie ähnlich wie Hel in den dunklen Monaten durch
unsere Welt um Seelen einzusammeln.
Quellen: einzige Quellen, unsicherer Qualität:
http://www.euro-celts.com/kosmos/samhrit.html
http://www.sacklunch.net/mythology/N/Nicneven.html
13.November: Löwe, abnehmender Mond:
Festtag der römischen Göttin Feronia. Sie war die Göttin der Wälder,
Heilquellen und Heilkräuter. (Siehe Text im schlangengesang 5/04)
Quelle: (4), Barbara Hutzl- Ronge Feuergöttinnen und Sonnenheilige
13.-16. November: Isia: Fest der Aussaat und des Keimens im alten
Ägypten und in Rom vor der Kaiserzeit. (siehe auch Oktober)
Quelle: Vera Zingsem: Göttinnen großer Kulturen
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf
eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen
belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann
wäre ich sehr dankbar:
1.11.Pomona, römische Apfelgöttin, 6.11. Göttin Tiamat, 16.11 Nacht der
Göttin Hekate, bzw. der Diana Lucifera, 18.11. Ardvi-Sura Anahita,
persische Göttin, 28.11. Sophia
Quellenangaben:
(1) Ovid Fasti,
(2) der römische Festkalender, Reclam,
(3)
www.novaroma.org,
(4)
www.imperiumromanum.com,
(5)
http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6)
http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7)
http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar
artemisathene

Leserbriefe
Liebes Schlangengesang-Team,
ich verfolge nun schon seit einiger Zeit Euren Rundbrief und freue mich
jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn ich mein Email-Postfach öffne und
ein neuer Schlangengesang da ist. Im vorletzten Schlagengesang, habt Ihr
die Frage gestellt, bezüglich des Tempels und nach unserer Meinung
gefragt.
Ich habe lange hin und her überlegt, was oder ob ich Euch schreiben
soll. In der Nummer 18 habe ich nun auch schon einige Antworten gelesen
und fand diese sehr inspirierend.
Egal ob nun meine Meinung in Euren Rundbrief kommt oder nicht, hier ist
das was ich denke:
Im großen und ganzen kann ich mich nur meinen „Vorschreibern“
anschliessen. Ich denke nicht, dass ein Gebäude aus Stein (oder Holz
oder wie auch immer) vonnöten ist, um die Göttin zu ehren und die
Jahreskreisfeste zu feiern. Um das zu tun, gehe ich lieber raus in die
Natur. Und wenn das Wetter nicht passt…
Naja, dann muss das Wohnzimmer herhalten. Aber ein Ort der Begegnung –
das wär’s! Ich weiss nicht, wie es anderen geht, aber mir geht es oft
so, dass ich mich furchtbar einsam fühle und wünschte mit anderen die
Feste zu begehen oder einfach mal mich auszutauschen mit gleichgesinnten.
Es geht mir auch nicht darum, dass ich einen Zirkel haben muss, in dem
mir jemand sagt, wie ich was zu tun haben soll oder ähnliches. Manchmal
ein weinig Anleitung ist ja okay, aber ich würde mich schnell sehr
unwohl fühlen, wenn mir jemand etwas auf zwingt.
Aber zu wissen es gäbe einen Ort, ein Haus, eine Wiese, wo sich andere
Heiden (egal welcher Tradition folgend) treffen und vielleicht spontan
mal was machen, würde mir das Gefühl geben nicht alleine zu sein. Ich
bin froh darüber, dass ich das Medium Internet habe, denn da gibt es
mehr als eine (seriöse) Möglichkeit,mich mit Gleichgesinnten
auszutauschen, aber ich denke so was ist durch einen persönlichen, von
Angesicht zu Angesicht, Kontakt nicht zu ersetzten.
Wenn ich so lese was andere schreiben, weiss ich ganz genau, es gibt
mehr Leute wie mich da draussen, aber wo sind sie denn persönlich? Ich
weiss nicht, ob Ihr verstehen könnt, was ich ausdrücken möchte. Bin ich
zu „gierig“, wenn ich sage
ich will menschlichen Kontakt? Oder muss mir einfach das Medium Internet
genügen?
Nun ja, das waren meine kurzen Gedanken zu dem Thema. Vielleicht bin ich
einfach ein wenig zu sehr vom Tempel abgeschweift….
Liebe Grüße
Stormwhisper

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Aufruf in eigener Sache
Liebe Schlangengesang Leserinnen und Leser,
vielen Dank für Eure schönen Zuschriften und Eure zahlreichen und stetig
mehr werdenden Abos - das zeigt uns, dass unsere Idee und unsere Arbeit
Sinn macht und ankommt und das gibt uns viel.
Wir hatten, als wir im Sommer 2003 mit dem Schlangengesang anfingen, die
Vision, die Sprachlosigkeit zu überbrücken, zu zeigen, wie viele
Menschen, Thesen, Erfahrungen und Ideen es auf dem Weg der Göttin gibt.
Wir hatten die Vorstellung, dass jede und jeder mit den eigenen
Erfahrungen und Ansichten zu Wort kommen, sich mitteilen kann.
Und daran finden wir, hapert es noch ein bisschen. Wir sind jetzt seit
vielen Monaten ein fest eingespieltes Redaktionsteam - rein virtuell im
Internet. Nur machen wir alle auch noch andere Projekte und wie Ihr alle
wisst, braucht Spiritualität Zeit. Wir würden uns deswegen sehr freuen,
wenn wir vielleicht den Gründungs-Gedanken nochmals aufgreifen können
mit Euch zusammen, und Ihr den Inhalt mehr mitgestaltet.
Ich habe, wenn ich ein paar Frauen darauf angesprochen hab, gehört "Aber
ich weiß doch gar nicht, was ich schreiben soll" :-)
Hier ein paar Vorschläge:
- Deine Sicht der Göttin, deine Art mit IHR zu leben
- Eine Buchvorstellung deines besten oder heiß umstrittensten
Göttinnenbuches
- Ein Gedicht oder Gebet
- Die Vorstellung der Göttin, die dir viel bedeutet
- Ein Thema, dass dich bewegt und dass du mit anderen Ähnlichdenkenden
teilen möchtest
- Einen Text über Brauchtum in deiner Gegend, über deine Erfahrungen und
Gedanken zu (Jahreskreis-)Festen
- Die Veranstaltungen, die du im Flyer im Esoladen gefunden hast oder
selber durchführst
- Gerne würden wir uns auch dem Geschlechterthema von verschiedenen
Seiten betrachtet zusammen mit Göttinnenspiritualitöt mal widmen
- Eben all das, was du auch gerne von anderen liest. Und vielleicht
fällt dir ja auch noch etwas ein, was du vermisst.
Wir haben kaum Vorgaben für Artikel, wir veröffentlichen gerne alles:
Das Thema muss nur in irgendeiner Weise erkennbar etwas mit
Göttinnenspiritualität zu tun haben. 2 Wordseiten, wären als Länge ein
gutes Höchstmaß (keine Pflicht)
Auch über Zeichnungen für den Newsletter freuen wir uns sehr.
Tja was soll ich sagen, wir freuen uns sehr auf Eure Zuschriften!
info@schlangengesang.de
Oder Schlangengesang, PF 870352,13162 Berlin
jana im Namen des Schlangengesangteams
  
Veranstaltungen
Gesprächsabende für Frauen zum Thema Matriarchat
Wann: Mi, 06. September 2006 und Mi, 20.September 2006 jeweils 19.00 Uhr
Wo: KULTURFABRIK FÜRSTENWALDE Domplatz 7 15507 Fürstenwalde
Thema 1. Abend: Was ist Matriarcht - und wo liegen die Ursprünge ?
Thema 2. Abend: Matriarchatsforschung heute - Spurensuche in der
Gegenwart
Ich freue mich sehr zu diesem Thema eingeladen worden zu sein, denn
Matriarchatsforschung ist aktueller denn je.
Sie schließt den Kreis von unseren Urmüttern bis zu uns heutigen Frauen,
sie verändert und berührt uns.
Ute Grempel Heilpraktikerin u. Homöopathin
Mitfrau im Förderverein der AKADMIE HAGIA e.V. Akademie für Moderne
Matriarchatsforschung und Matriarchale Spiritualität
MUTTER ERDE FEST
Fest 16. September 2006
Leitung: Anke, Brigitta, Martina, Margit, Michaela, Sylvia
Zum dritten Mal laden wir euch ein mit uns zu feiern. Ein Fest mit
Singen, Tanzen und Trommel- Rhythmen. Willkommen sind alle, die die
Schönheit des Platzes genießen wollen, die sich mit uns auf Märchen am
Feuer gemeinsame Kreistänze und kraftvolle Liedern freuen.
Verschiedene Überraschungen, Auftritte u.a. von Belladonna und der
Trommelgruppe Tam-Tam-Tankstelle warten auf uns. Wir möchten mit euch
ein Mandala mit Gaben aus der Natur (Blumen, Nüsse,
Getreide,Tannenzapfen, Äpfel usw.) auf der Erde zusammen weben. Im
Feiern geben wir unserer Lebensfreude Raum und drücken damit unsere
Verbundenheit zur Erde aus.
Damit es ein gelungenes Fest wird, bringt bitte einen süßen oder
salzigen Beitrag für unser gemeinsames Büffet mit.
Wichtig: eigenes Geschirr (Teller, Besteck, Glas). Getränke werden zum
Kauf angeboten. Möchtest Du etwas dazu beitragen, so melde Dich bei
Brigitta Tel. 07229/2671
Zeit Samstag, 16. September 2006 ab 15.00 Uhr, open end Ort
Bussackerhütte in Baden-Baden Lichtental, Seelachstraße
(Seelachstraße bis zum Ende fahren)
Anmeldung nicht erforderlich Mitbringen Essensbeitrag,
Naturmaterial, Teller, Besteck, Glas Das Fest ist für Frauen,
Männer und Kinder
18. September 2006 um 20 Uhr
*Frauen-Netzwerk-Treffen* Langestr. 56, 76530 Baden-Baden
Lesung 22. September 2006
Workshop 23. und 24. September 2006
BAUCHKESSEL UND WURZELKRAFT
Leitung: Luisa Francia
Der Kessel ist der Bauch, in dem alles entsteht und alles eingerührt
wird. An diesem Wochenende wecken wir die Bauchkesselkraft, träumen uns
hinein, spielen mit ihr, verwurzeln uns in der Erde mit Ritualen im
Freien, nehmen Kontakt zu Pflanzen auf und erspüren ihre Kraft.
Lesung
Zeit Freitag 22 September 2006 um 20.00 Uhr
Ort Gartenhaus der Stadtbibliothek Baden-Baden, Eingang Luisenstrasse
Kosten 9 Eurakel FNW- Ermäßigung 7 Eurakel
Anmeldung nicht erforderlich
Workshop (noch Plätze frei)
Zeit Samstag 23. September 10.00-19.00 Uhr und Sonntag 24. September
10.00 – 14.00 Uhr
Ort wird noch bekannt gegeben Kosten 95 Eurakel FNW- Ermäßigung
90 Eurakel
Anmeldung schriftlich mit Zahlung der Kursgebühr
Mitbringen Rassel, bequeme Kleidung, Decke, einen Wunsch zum
Bearbeiten, eine Gabe für gemeinsame Büffet
Dieser Kurs ist für Frauen.
MABON – EIN RITUAL FÜR FRAUEN UND MÄNNER
Fest 23.September 2006
Leitung: Dancing Flame und Brighid
Die Tage sind noch warm und die Nächte schon kühl, die Ernte ist
eingebracht, wir öffnen uns ein letztes Mal für die Farbenpracht und
Schönheit der Natur. Tag und Nacht sind gleichlang, es ist die Zeit der
Waage.
Sind Frauen und Männer im Gleichgewicht, haben wir über den Sommer das
verwirklicht, was wir im Frühjahr gesät haben? Eine Zeit zum Danken und
zum ersten Abschied. Im rituellen Rahmen können wir bilanzieren, uns an
der Ernte freuen und uns für die dunkle Jahreszeit stärken.
Zeit 23.September 2006 18.00 Uhr
Ort wird noch bekannt gegeben
Kosten 13 Eurakel Anmeldung schriftlich mit Zahlung der
Kursgebühr bis 14. September 2006
Dieses Fest ist für Frauen und Männer
Workshop 29. und 30. September 2006
BILDER DER SEELE MALEN
Leitung: Karin Huttary
Im Malen und Gestalten nehmen wir Kontakt auf mit der Quelle unserer
inneren Weisheit. Es entwickelt sich ein Bild- Prozess, in dem uns
unsere Seele wichtige Botschaften für unseren Lebensweg übermittelt.
Imaginationsreisen, Experimentieren mit verschiedenen Materialien
und Gespräche bringen unseren schöpferischen Fluss zum Fließen.
Datum 29. und 30. September 2006
Zeit jeweils Freitag 20.00 - 22.00 Uhr und Samstag 10.00 - 16.00 Uhr
Ort Forum für Kreativität und Wachstum Hauptstr.71a, 76549
Hügelsheim Kosten 64 Eurakel je Termin incl. Material, FNW-
Ermäßigung 59 Eurakel
Dieser Kurs ist für Frauen und Männer
Liebe Newsletter FreundInnen,
vom 17.-19.11.06 findet auf Gut Hübenthal, 37218 Witzenhausen
(Nordhessen) ein Workshop mit Gila Antara, der bekannten Sängerin und
Liedermacherin von der Isle of Wight, statt. Es geht um : Singen,
Tönen, Sein; Leben, Lieben, Loslassen.
Die Kosten für den Workshop betragen 145,-€. Die Übernachtung im
Doppelzimmer kostet 53-64,-€ /Zimmerreservierung unter 05542/5227 oder
info@.... Anmelden könnt Ihr Euch bei Petra
Gerbode,Heiligenstädter Str. 54, 37130 Gleichen, Tel.05592/1478, Mail:
petra.garbode@... liegt zwischen Kassel und
Göttingen.
Schönen Abend wünscht Annette
Ausstellung
küssen & kämpfen
Künstlerinnen begegnen
Keltinnen, Germaninnen und Römerinnen
16. 9. bis 8. 10. 2006
Odenwaldmuseum Michelstadt
Odenwälder Erzähl- und Spielgemeinschaft Hollerbusch e.V.
Ilse Krüger und Barbara Linnenbrügger
www.hollerbusch.org
Die Organisatorinnen Barbara Linnenbrügger und Ilse Krüger knüpfen
thematisch an ihre viel beachtete Veranstaltung von 2003 an: „MATRONIS
- auf den Spuren der alten Göttinnen".
„Küssen & kämpfen“ soll die Richtung weisen für Fragen nach dem Leben
der Keltinnen, Germaninnen und Römerinnen; nach interkulturellen
Begegnungen, spirituellen Traditionen und Alltagsleben; sowie nach
Möglichkeiten für Frauen jener Zeit, sich in die damalige
gesellschaftliche und symbolische Ordnung einzuschreiben.
Daraus ergeben sich Fragen nach dem Platz, der Frauen in diesen
patriarchalen Völkern zugestanden wurde und nach dem
Geschlechterverhältnis von Frauen und Männern, nach Widerstand und
Gewalt, nach Krieg und Frieden.
Lebendig wird diese Zeit der Frauengeschichte in der Ausstellung
einerseits durch historische Exponate; hier können als besondere
Attraktion erstmalig die Beigaben (Schmuck und Tongefäße) aus dem
Keltinnen-Grab gezeigt werden, das unter den Ruinen der römischen Villa
Haselburg bei Höchst/Hummetroth gefunden wurden.
Von den Künstlerinnen (siehe Innenseite) werden nicht nur Bilder und
Skulpturen zu sehen sein, sondern auch Gewänder, Quilts, Ritual-Kunst,
Schmuck. Am Samstag, den 16. September findet zum Auftakt ein Aktionstag
statt, an dem die Künstlerinnen an ihren Werken arbeiten, sich dabei vom
Publikum über die Schulter schauen lassen. Am Sonntagvormittag werden
die Ergebnisse im Rahmen der Vernissage in einem Eröffnungsritual
präsentiert.
Ein spannendes Begleitprogramm mit Vorträgen, Ritualen, Aktionen auf der
Haselburg und einem Märchenabend wird die Ausstellung ergänzen.
Mit Barbara Linnenbrügger und Ilse Krüger freut sich auch die
Frauenbeauftragte des Odenwaldkreises Amarelle Opel als Schirmfrau der
Veranstaltung auf eine ungewöhnliche und vielfältige Ausstellung und
viele interessierte Besucherinnen und Besucher.
Odenwälder Künstlerinnen tauchen in die Geschichte ihrer Ahninnen ein:
Heidelore Andres, Michelstadt (Malerin und Bildhauerin),
Beate Gimbert, Mudau (Malerin),
Ulrike Happel, Reichelsheim (Modedesignerin),
Ilse Krüger, Brombachtal (Märchenerzählerin),
Barbara Linnenbrügger, Reichelsheim (Ritualkünstlerin),
Jorinde Michel, Höchst (Fotografin),
Nadja Rose Pöhlmann, Brensbach (Quilterin),
Mechtild Stöber, Reichelsheim (Gestalten in Filz),
Eva-Gesine Wegner, Reichelsheim/Unter-Ostern (Stein-Bildhauerin),
Hanne Hieber, freiberufliche Geschichtsforscherin aus Dortmund und
Objektkünstlerin mit dem Titelkunstwerk „Kuss- und Kampfkorsagen“.
So verschieden, wie die keltischen, römischen und germanischen Frauen
sind auch die Künstlerinnen, die ihre Gedanken und Gefühle zu den
angesprochenen Themen auf ihre ganz persönliche Weise ausdrücken.
Odenwälder Erzähl- und Spielgemeinschaft Hollerbusch e.V.
Schirmfrau:
Frauenbeauftragte des Odenwaldkreises Amarelle Opel
Organisatorinnen:
Ilse Krüger, Affhöllerbacher Str. 1, 64753 Brombachtal, Tel./Fax
06063/4049
Barbara Linnenbrügger, Schwimmbadstr. 14, 64385 Reichelsheim
Tel.Fax 06164/500276
www.hollerbusch.org
info@hollerbusch.org
Spendenkonto:
Hollerbusch e.V., Volksbank Odw, KontoNr. 102 217 902, BLZ 508635 13
4. Magisches Wochenende: Übergangsriten
13. - 15. Oktober 2006 für Männer und Frauen, Jung und Alt
Näheres unter
www.reclaiming.de
Welche Rolle spielen wir in der Geschichte unseres Lebens? Wir können
sie
wandeln, können die Mythen weiter spinnen, Übergänge erkennen,
herbeiführen,
ehren.
Lassen wir die Magie in unser Leben: unsere eigene Kraft stärken, Altes
wandeln
und Neues schaffen.
Jede von uns ist die Hüterin der eigenen Geschichte. Als solche sind wir
machtvolle Schöpfer unserer gemeinsamen Welt. In diesem Reclaiming
Kern-Kurs
lernen wir Trance-Techniken, Traumarbeit und Geschichtenerzählen als
Werkzeuge
des Wandels in unserem Leben zu nutzen. Von unseren Helfern unterstützt
wandeln
wir auf den Pfaden der Anderswelt. Wir bewegen uns in Trance und in
Träumen, um
die Hauptrolle in unserer eigenen Geschichte zu übernehmen.
Wir fordern unser Recht ein, unsere Geschichte und damit unser Leben
selbst zu
bestimmen und unsere Lebensphasen als kraftvolle Werkzeuge der
Veränderung zu
ehren und zu feiern. Wir werden die Inspiration unserer Träume, unsere
Aufgaben
und unsere Geschenke im Leben erforschen. Wir werden das Göttliche durch
Ekstase
berühren, indem wir tanzen, trommeln und singen.
Dieser Workshop bietet die Gelegenheit, das eigene Leben, die
persönlichen
Herausforderungen und Geschichte aus neuer Perspektive zu erforschen.
In unseren Workshops unterrichten immer mehrere Lehrerinnen oder Lehrer.
Damit
sollen verschiedene Sichtweisen eingebracht werden..
Der Veranstaltungsort ist ein schönes Freizeitheim im Odenwald in der
Nähe von
Frankfurt a.M. in Deutschland, erreichbar mit Auto oder ÖPNV. Wir werden
das
Wochenende von Freitagabend bis Sonntag 16:00 Uhr gemeinsam verbringen.
Der Preis des Workshops beträgt 98,-€ pro Person. Darin enthalten sind
die
Kursgebühr, das Essen und zwei Übernachtungen.
Veranstalterin ist die Reclaiming Gruppe Rhein-Main, die auch gerne
weitere
Fragen beantworten und Anmeldungen annehmen.

Impressum
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Organisation herausgegeben, sondern von Privatpersonen, die sich zu
diesem Zweck zusammen fanden.
V.i.S.d.P.: Nora Bugdoll, Thulestraße 7, 13189 Berlin
Bilder:
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Zierelemente von Caitlin, Teleri, Aruna, Temkes, Jana
Fotos: Korn, Ernte und Spinnennetz:
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Fotos: Kastanie von ArtemisAthene
Fotos: Kräutersteggerli von Ulrike Zauberweib Engelhardt
Foto : Erntekorb von Caitlin
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Form weiter verbreitet werden. Eine Weiterverbreitung als Ganzes ist
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Dateien u.a) liegt bei den jeweiligen AutorInnen, KünstlerInnen, die im
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