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Herzlich Willkommen zur 14. Ausgabe des Schlangengesangs.
Voll ist der Rundbrief diesmal geworden. Auch Dank der Mitarbeit
vieler, die nicht zur Redaktion gehören. Weiter so, denn von der
Arbeit vieler lebt der Schlangengesang.
Auch die 14. Ausgabe ist eine Themenausgabe. Diesmal geht es um die
Menstruation, ihre Heiligkeit, ihre Bedeutung im naturreligiösen
Kontext, um den Umgang damit, die Erfahrbarkeit, den Wert für die jede
Einzelne.
Und so, wie sich das Thema der 13. Ausgabe in diesem Schlangengesang
fortsetzt, möchten wir auch im 15. Rundbrief noch über Menstruation
reden ... übrigens auch mit Männern. (Siehe dazu Männer und Mens)
Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,
Das Schlangengesang-Team
ArtemisAthene, Ash, Caitlin, Elea, Gwenhwyfar, jana, Karmindra,
Markus, Mooncraft, Nebelweib, Silver, Temkes, Zauberweib

Inhaltsverzeichnis
Göttin:
- Baubo
Thema:
- Heilige Zeit Menstruation
- Menstruation naturreligiös
- Weibliche Archetypen im Zyklus (Grafik)
- Männer und Mens?
- Mens-Bücher
Pflanzen:
- Der Frauenmantel
Praktisches:
- Mit Sport gegen den Schmerz
- Göttinnenpapierlampe
Zauberspiegel:
- Die Alte in den Hügeln ist erwacht
Aufgelesen:
- „Drachenzeit“ von Luisa Francia
- Nachtrag: (Be)Deutung der 13
- LeserInnenbriefe
Netze weben:
- Frauen-Gedenk-Labyrinth
- rotermond2
- Mondtagnacht, Vollmond im Oktober:
- Kontaktanzeigen
Kalender:
- Feiertage
- Die Lenaia - Fest der griechischen Frauen zu Ehren
des Dionysos und der Mänaden
- Veranstaltungen
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Göttin: Baubo
Diese
Göttin hat verschiedene Namen in den verschiedensten Regionen. In
Griechenland wird sie als Baubo verehrt. In Ägypten nennt man sie Bebt
und in Japan wird sie als Ame no Uzume oder Ame nu Uzume verehrt. Doch
ihr Aspekt ist immer der Gleiche. Sie ist eine Göttin des Lachens, die
weder Kopf, noch Arme und nur ansatzweise Beine besitzt. Ihre
Schwester ist Iambe, wobei sich viele nicht sicher sind, ob Iambe und
Baubo nicht ein und dieselbe Göttin reprästentieren.
Viele Mysterien ranken sich um die Göttin des Gelächters. Im
Mysterienkult von Eleusis ist sie als "dea impudica" bekannt, was
soviel wie "schamlose Göttin" oder "Göttin der Unzucht" bedeutet. In
der griechischen Mythologie gibt es einen sehr bekannten Mythos, in
dem Baubo die Göttin Demeter tröstet, nachdem ihre Tochter Persephone
von Hades, dem Gott der Unterwelt, entführt und festgehalten wurde.
Demeter verzweifelte an der Sehnsucht nach ihrer geliebten Tochter und
verfluchte, als Mutter allen Wachstums, alles, was fruchtbar auf der
Erde war. Großes Leid legte sich über die Welt. Kein Kind ward mehr
geboren, keine Knospe öffnete sich mehr, kein Weizen gedieh. Der Tod
erstreckte sich über das Land. Demeter saß an einem Brunnen und schrie
den Namen ihrer Tochter Persephone hinein. Baubo ritt auf einem
Schwein zu Demeter und wollte diese trösten. Sie tanzte wild, erzählte
ihr ein paar obszöne Witze und wackelte nebenbei noch mit ihren
Brüsten. Da sie aber keinen Mund hatte, ließ sie ihre Vagina sprechen.
Sie hob ihr Kleid und grinste Demeter mit ihrer sprechenden Vulva
frech an. Dieser etwas eigentartige Anblick entlockte Demeter ein
Lachen und sie vergaß ihren Schmerz und lauschte den schmutzigen
Witzen der Baubo. Beide lachten, während sie noch am Brunnenrand
saßen, sodass Hades auf die Beiden aufmerksam wurde, an die Oberfläche
stieg und nach einigem Hin und Her Persephone aus der Unterwelt
entließ. Und so geschah es, dass die Erde, die Felder, die Meere und
die Bäuche der Frauen (ob Mensch, ob Tier) wieder fruchtbar wurden.
In Ägypten, wo sie als Bebt verehrt wird, soll sie der Isis, nachdem
ihr Bruder und Gefährte Osiris von seinem Bruder Seth umgebracht
wurde, mit ihrer sprechenden Vulva und den wackelnden Brüsten zu Trost
verholfen haben.
In Japan, wo sie als Ame no Uzume oder Ame nu Uzume, manchmal aber
auch nur als Uzume verehrt wird, brachte sie die Sonnengöttin
Amaterasu (gesprochen Amatelasu) wieder zum Lachen, nachdem sie von
ihrem Bruder, dem Sturmgott Susa-no-o beleidigt wurde. Uzume (Baubo)
tanzte mit entblößten Brüsten und entblößter Vulva auf einem Gefäß.
Baubo repräsentiert also den Humor an sich. Ihr stark vibrierendes
Lachen kommt aus dem Bauch und lässt die Erde erzittern. Es ist also
keineswegs künstlich oder erzwungen. Man sagt, wer aus dem Bauch
heraus lacht, wurde in diesem Moment von der Göttin Baubo geküsst.
Dieser Kuss befreit den Körper und reinigt die Seele. Wie im
griechischen Mythos schon erwähnt, reitet Baubo auf einer Sau, diese
Tatsache wird sogar in Goethes Faust erwähnt. In Faust I verkörpert
Baubo die Hexe schlechthin. Sie reitet auf ihrem Schwein zum Brocken.
Das Schwein ist ein altes Symbol für Wiedergeburt und Gebären. (Auch
die nordgermanische Göttin Freya reitet auf einem Wildschwein namens
Hildeswin)
Stimme:
Die alte Baubo kommt allein;
Sie reitet auf einem Mutterschwein.
Chor:
So Ehre denn, wem ehre gebührt!
Frau Baubo vor! Und angeführt!
Ein tüchtig Schwein und Mutter drauf,
Da folgt der ganze Hexenhauf.
Goethe - Faust I, Walpurgisnacht
Baubo lehrt uns also in den verschiedensten Kulturen und ihren Mythen,
mittels Witz, Respektlosigkeit und Unverschämtheit aus Trauer und
Depressionen wieder Mut zu neuer Lebenskraft zu schöpfen. Der heilige
Tag der Göttin ist der 28. September. Man sagt, Menschen, die an
diesem Tag das Licht der Welt erblickten, seien die heiligen Kinder
der Baubo. Auch wenn diese Göttin nicht allzu bekannt ist, so stellt
sie doch eine wichtige Figur im Götterpantheon dar und man sollte
zumindest wissen, dass es sie gibt.
Nebelweib

Thema
Heilige Zeit Menstruation
Für die meisten Menschen in unserer Gesellschaft dürfte der Begriff
"heilige Zeit Menstruation" oder "heilige Menstruation" höchst absurd
und unverständlich anmuten. Das ist nicht das Bild, das uns von den
Medien und den Eltern / Großeltern vermittelt wurde.
Zwar gehört heute nicht mehr so wie vor zwei Generationen Scham und
Unreinheit zur Menstruation aber sie wird doch meist als lästig oder
störend empfunden, als hygienisches Ärgernis. Die Versuche, der
Medizin, sie durch Hormonpräparate abzuschaffen, sind inzwischen weit
fortgeschritten.
Warum also ist in der Sicht der Göttinnenspiritualität die Mens
heilig?
1. Es ist ein natürlicher wichtiger Ablauf
Göttinnenspiritualität ist eine Naturreligion, wenn es auch
unterschiedlich stark natürlich oder kulturell geprägte Richtungen
gibt und sich viele Richtungen auf Hochkulturen beziehen. Trotzdem
gilt immer die Natur selber als wertvoll, heilig, göttlich beseelt, ja
als die Göttin selbst. Zum Beispiel die Erdmutter Gaja, die die Erde
selbst ist oder die Himmelsköniginnen wie Nut, in ihrem Sternenkleid.
Allmutter Natur: Das ganze Universum, alles was existiert, ist Teil
des Göttlichen, Teil der Göttin. Das macht jeden Stein wichtig und
beseelt ja in gewissem Sinne eben heilig: Das Wunder des Lebens ist
überall zu sehen in der aufblühenden Blume, dem Schmetterling, der
Geburt eines Kindes.
Wenn also alles Natürliche heilig, wichtig und Teil des Wunder Lebens
ist, so kann es nicht sein, dass ein gesunder wichtiger körperlicher
Vorgang in uns etwas anderes als wichtig, gesund und heilig ist.
Zumal es das Zusammenspiel all unserer Zyklusphasen bedarf, um uns
immer wieder erneut fruchtbar zu machen und am größten Wunder, der
Geburt, teilhaben zu können.
Die weibliche Zyklus ist etwas, das das Leben der Frau maßgeblich
bestimmt. Das Leben der Frau teilt sich ganz alleine ein in die Phase
der Kindheit vor der Blutung, die lange Lebensspanne mit der
regelmäßigen Menstruation (und Kindern falls gewollt), sowie nach dem
Wechsel die Phase ohne die Blutung.
Auch wenn die moderne Medizin so viel gar nicht über die exakte
Wirkung und Steuerung der Hormone weiß, so viel ist gewiss: der
weibliche Körper ist auf diesen Zyklus ausgerichtet und die daraus
resultierende hormonelle Mischung prägt unsere Wahrnehmung, unsere
Gefühle unser ganzes Sein.
Der Körper ist der Sitz unserer Seele, unserer Göttlichkeit, er ist
unser Tempel. Nur mit dem Körper können wir im Hier und Jetzt leben.
Die Menstruation ist wichtiger Bestandteil dieses Lebens, eng verwoben
mit all den anderen Lebenserfahrungen.
Die Menstruation gehört also als eine Phase des Zyklus zum natürlichen
gesunden Frausein dazu, ist sogar sehr prägend und wichtig für unser
Leben, wie soll sie also nicht heilig sein?
2. Es ist ein weiterer heiliger Zyklus, ein Kreis, eine Spirale
Der weibliche Zyklus ist eine weitere Spirale. In Sicht der
Göttinnenspiritualität und anderer Naturreligionen ist das Leben
spiralförmig, zyklisch, dreht sich in großen immer höherschwingenden
Kreisen. Der Jahreskreis ist der große sichtbare Naturzyklus, Lauf von
Sonne und Mond sind weitere Spiralen. Das Leben von uns Menschen
verläuft zyklisch in Spiralkreisen eingebettet in die größeren
Spiralen oder Kreise des Lebens.
Durch die monatliche Blutung wird unsere eigene weibliche Spirale des
Lebens sichtbar und erfahrbar, wir erleben einen ca. mondmonatlangen
Zyklus in unserem Körper immer und immer wieder.
Wegen der ungefähren Gleichheit des Mondzyklus und des weiblichen
Zyklus wurden diese in den meisten Kulturen miteinander verknüpft: die
sich wandelnde Mondin voll und fruchtbar zu Vollmond, unsichtbar und
menstruierend zu Dunkelmond, wo sie die tieferen Mysterien offenbart.
Eine Kreis aus wachsen, werden, reif-sein, abnehmen, loslassen /
sterben, ein ums andere mal.
3. Die Menstruation ist eine machtvolle Zeit
Wenn frau sich einlässt, ihren Zyklus zu erforschen und sich positiv
der Menstruation zu nähern, so offenbart sich ein Schatz und
Mysterium. Zur Zeit der Mens oder kurz davor sind wir besonders nah an
unserer spirituellen und magischen Eigenmacht. Frau kann die Welt
vielschichtiger wahrnehmen, kann problemlos weltenwandeln. Natürlich
wird dann auch die Doppel- oder Berufsbelastung mal zu viel. Es ist
keine Zeit des Gebens und des Funktionierens wie ein Roboter. Es ist
die Zeit der Innenschau, der Besinnung, der schamanischen / magischen
der spirituellen Arbeit. Da ist das Außen dann oft zu laut, zu grell,
zu schnell. In der Zeit des Blutes und in dem Blut liegt eine starke
Magie. Als ich anfing, mich mit Magie zu beschäftigen, konnte ich nur
kurz vor und während der Mens, den Fluss spüren, orakeln, Magie
wirken, hatte im Rest des Zyklus keinen Zugang dazu, bis ich mehr
Erfahrung gesammelt hatte. Auch ist die Zeit sehr kreativ, meine
besten Bilder und Göttinnenfiguren sind alle in der Nacht vor der Mens
entstanden.
Während dieser Zeit ist die Dominanz von der Ratio, die heute immer so
gefördert wird, nicht mehr so stark, Urtümlicheres kommt hervor.
Den Abstieg in die Unterwelt, den wir im Jahreskreis zu Samhain feiern
und zelebrieren kann jede Frau Monat für Monat zu ihrer Mens spüren
und vollziehen, ausmisten, altes wegwerfen, absterben lassen. Um dann
nach dem Rückzug, der Innenschau und dem sich-selbst etwas gutes Tun
der Blutzeit mit dem neuen Zyklus voller Energie und Tatendrang zu
Neuem zu starten.
Die Zeit der Menstruation ist unsere machtvollste Zeit - Zeit einer
spirituellen magischen urtümlichen Eigenmacht, die nicht gut zu den
Anforderungen unserer Gesellschaft passt. Es ist die wilde heilige
ungezähmte Zeit, in der wir die machtvolle dunkle Seite der
Weiblichkeit kennenlernen und leben. Wie die dunkle Mondin oder die
Erdgöttin in der Unterwelt, die die vielschichtigen Mysterien hütet
und ohne die das helle aktive Leben nicht möglich ist. Eine Zeit der
Macht, der Reife, der gesunden Dunkelheit, der Magie. Eben eine
heilige Zeit.
Jana
  
Menstruation naturreligiös
Die Menstruation ist die einzige Gelegenheit im Leben der Menschen, in
denen ein Blutfluss etwas positives, gesundes ist. Mensblut heißt
Gesundheit, es fließt von alleine und regelmäßig. Blut wird in der
Mehrheit der Kulturen als eine sehr mächtige Substanz angesehen. Es
ist der Träger der Macht eines Menschen und in vielen
Erschaffungs-Mythen spielt Blut eine Rolle.
So sollen Menschen in einigen indigenen Völkern und vielleicht auch in
der europäischen Steinzeit (letzeres ist Vermutung) davon ausgegangen
sein, dass aus dem ausbleibenden Mensblut der neue Mensch im Körper
der Frau gebildet wird. Das Blut gibt die Menstruierende der Erde
zurück, so bekräftigt sie das Band zu Mutter Erde und gibt ihr etwas
mächiges zurück - bleibt im Einklang. Blutet eine ältere Frau nicht
mehr, so bleibt all die Weisheit - all ihr Blut - in ihr und sie ist
die geehrte Weise Alte.
In vielen Kulturen werden die Frauen in dieser Zeit von ihren
Alltagspflichten entbunden und versammeln sich zum Beispiel in
Menstruationshütten und zelebrieren Rituale. Natürlich gibt es heute
auch viele negativ abwertenden Einstellungen zu Menstruation in vielen
Kulturen, die die Frau als unrein einstufen. Aber das Motiv des
Zurückziehens der Frauen ist sehr häufig und tritt in
frauenzentrierten Gesellschaften sogar noch öfter auf als in
männerzentrierten Gesellschaften, die dies als Ausschluss aus der
Gesellschaft während der Blutzeit definieren (so die feministische
Literatur).
Frauen, die eine enge Verbindung zueinander haben, passen sich in
ihrem Zyklus oft einander an. Der weibliche Zyklus kann zudem an
Vollmond oder Neumond ausgerichtet sein (klar, kann er auch dazwischen
liegen). Ist es nicht eine schöne und ermächtigende Vorstellung, wenn
alle Frauen eines Clans im mittleren blutenden Alter gemeinsam zu
Dunkelmond bluten und in der Menshütte dies zelebrieren und für das
Leben im Stamm orakeln und Magie betreiben? Und wenn die Mädchen des
Stammes dann in die Mysterien der Weiblichkeit eingeweiht werden und
in den Kreis der Frauen aufgenommen werden, wenn sie zum ersten Mal
bluten?
Die Frauen sind damit dann im Einklang mit der Mondin / Göttin,
unterliegen ihrem Wandel und verwandeln wie der Mond / die Mondin.
Das Mensblut ist ein Symbol des Wandels, es steht für die machtvolle
Kraft des Lebensschenken als auch des Todes, eben ganz der Wandel. Und
ist so etwas wie die anfassbare Essenz des Weiblichen.
Das Blut kann uns helfen, heil zu werden, in Kontakt zu unserer
Weiblichkeit zu kommen, den reinigenden Abstieg in unsere eigene
Unterwelt zu zelebrieren und integrieren. Wir können es einsetzen, um
Gegenstände zu weihen, starke Magie zu weben und um zu schützen.
Mit der Kraft der Mens vertraut werden
Jede Frau kann sich selber auf die Forschungs- und Abenteuerreise zu
der Macht ihrer Mens machen. Da das Blut ja jeden Monat wieder kommt -
ist es auch nicht schlimm, dass dies ein längerer Weg, ein längeres
Abenteuer ist. Und das Blut kann dich einfach an die guten Vorsätze
erinnern, jeden Monat wieder :-) wenn du den Weg aus den Augen
verloren hast.
Hier sind ein paar Vorschläge, um mit der Kraft der Mens vertraut zu
werden:
1. Die Mond- oder Zykluschronik
Miranda Gray empfiehlt in "Roter Mond" Frauen von heute, eine
Mondchronik anzulegen, um nach einigen Monaten Beobachtung erst einmal
ein Gefühl dafür zu bekommen, was der Zyklus bewirkt. Angefangen wird
so ein Mondtagebuch am besten mit dem ersten Blutungstag, um die
exakte Position im Zyklus zu ermitteln. Der erste Bluttag zählt als 1.
Tag im neuen Zyklus. Augeschieben wird die Mondphase, der Zyklustag,
das Datum, eine eventuelle Notiz zu Träumen und einige Notizen zu
Gefühlen und Gesundheit. Zur Rubrik "Gefühle" gehört zum Beispiel wie
viel sexuelle Lust ich an dem Tag habe, wie ich mich insgesamt fühle.
Zur Rubrik Gesundheit gehören eventuelle Schmerzen, die mit dem Zyklus
zusammenhängen oder Unpässlichkeiten, auch Essensgelüste und ob ich
mich gestresst fühle.
Für einen besseren Vergleich kann auch gleich folgende
Stichwortlistung verwendet werden (oder eine eigene ergänzte), die die
Arbeit mit der Mondchronik erleichtert:
1. Energieebene - dynamisch, gesellig, niedrig, zurückgezogen
2. Emotionen / Gefühlslage - friedlich, harmonisch, zornig, reizbar,
liebvoll, großherzig, mütterlich, intuitiv, medial
3. Gesundheit - müde/schlapp, Schlafqualität ..., Essensgeslüste:..,
physische Veränderungen:..
4. Sexualität - aktiv, passiv, erotisch, sinnlich, fordernd, agrressiv,
keine, liebevoll, fürsorglich, geil
5. Träume: - Sex, Interaktion mit Männern und Frauen, Auftreten von
starken Farben, Tieren, menstruelle oder magische Inhalte,
vorhersagende / mediale und sich wiederholende Träume
6. nach außen gerichtete Ausdrucksformen - Kreativität, sportliche
Aktivität, Zuversicht,
Organisationsfähigkeit, Konzentration, Alltagsbewältigung, Kleidung
(nach Miranda Gray, Roter Mond, S. 92)
Nach ein paar Monaten gibt es normalerweise (überraschende?)
Synchronizitäten in den aufgezeichneten Zyklen zu erkennen.
Die gesammelten Daten lassen sich dann vereinfacht in ein Diagramm
übertragen: ein Kreis, der in die mindestens 28 Tage des Zyklus
unterteilt wird und in dem innen der Mondstand eingetragen wird. Dann
der Zyklustag und das Datum. Außen an den Segmenten können die sich
wiederholenden typischen Emotionen und Empfindungen der Zyklusphase
eingetragen werden, sowie die Blutung. Das veranschaulicht noch einmal
stark, wie der Zusammenhang zwischen Zyklus und Erleben ist.
Frauen, die natürliche Empfängnisverhütung mittels Temperaturmessen
praktizieren können die Daten natürlich in ein und demselben Blatt
oder Buch sammeln, und haben so einen sehr umfassenden Überblick über
ihren Zyklus.
Diese doch etwas langwierige und Aufwendige Methode kann erst einmal
Bewusstsein für den Zyklus vermitteln, wenn dazu das Bedürfnis da ist,
um sich eben den Veränderungen gewahr zu werden.
2. Kontakt zum Körper aufnehmen
In unserer Gesellschaft wird Körperwahrnehmung normalerweise nicht
gefördert, deswegen haben viele Frauen und Männer kein gutes
Körpergefühl. Menstruation und auch der ganze Zyklus ist aber nun mal
eine körperlich-spirituelle Angelegenheit. Vielleicht ist ja auch das
ein Grund, warum es uns heute so fremd anmutet.
Eine Möglichkeit, sich mit dem Körper zu beschäftigen sind natürlich
körperliche Übungen. Hier würde sich zum Beispiel Luna-Yoga anbieten.
Luna Yoga ist eine Yogarichtung, die von Adelheid Ohlig ins Leben
gerufen wurden. Sie hat spezielle Yogaübungen zusammengestellt, die
unter anderem die Beckenregion anregen und helfen, den weiblichen
Zyklus zu stabiliseren. Darüber hinaus kenn Luna-Yoga Übungen, die
Fruchtbarkeitstänze heißen, die ca. 20 Minuten am Stück durchgeführt
werden, die den Eisprung oder die Mens auslösen können und nur zu den
entsprechenden Zeiten durchgeführt werden sollten.
Leider ist Luna-Yoga keine sehr verbreitete Yoga-Richtung, und es gibt
sehr wenig LehrerInnen und Kurse, aber die Bücher von Adelheid Ohlig
sind gut verständlich und entsprechend illustriert.
(Mehr dazu auch unter
www.luna-yoga.de)
Eine andere oder zusätzliche Möglichkeit für den Mens-Bezogenen
Körperkontakt sind Meditationen, die sich mit der Gebärmutter
beschäftigen, bzw Übungen, die zum Ziel haben, mit der Gebärmutter zu
reden, dies kann in Meditation oder Trance erfolgen, oder einfach,
indem ich der Gebärmutter einen Brief schreibe. Die Gebärmutter ist
das Zentrum weiblicher Kraft und doch meist ein sehr verkanntes
Körperteil, an das viele Frauen keinen Gedanken verschwenden. Mit dem
Thema Zyklus-Gefühl, Menskraft ist eigentlich untrennbar auch das
Thema weibliche Sexualität verbunden und die schönsten
Gebärmutterübungen finden sich in dem Buch "Das Tao der weiblichen
Sexualität - das Praxisbuch für Frauen" von Maitreyi D.Piontek.
3. Die Mens feiern
Natürlich
unumgänglich, um die Macht der Mens zu erfahren, ergründen, und mit
ihr zu arbeiten, ist die positive Einstellung gegenüber der Blutung
sowie dem Wunder Mens genügend Raum im Alltag zu geben. Deswegen
spreche ich von "die Mens feiern". Nun habe ich selber in den meisten
Monaten PMS vor der Mens starke Schmerzen zu Beginn der Mens, was das
Feiern zugegebener Maßen etwas erschwert, aber es geht. Auch wenn es
eine sehr langwierige Arbeit sein kann, die Ursache und Möglichkeit
zur Behebung der Schmerzen zu finden, so muss mich dieses trotzdem
nicht von einer positiven Grundeinstellung abhalten: Das Bedürfnis,
die Mens wieder als das anzuerkennen was sie ist, als heilig und
wichtig, sie zu ehren und zu ergründen. Dazu kann frau dann auch ruhig
grummelnd auf der Couch liegen J.
Möglichkeiten die Mens zu feiern sind:
- bewusst ein rotes Essen zubereiten zu dem Tag des mutmaßlichen oder
tatsächlichen Mensbeginns, um die heilige Zeit Menstruation
einzuleiten.
- Ein kleines Ritual kreiieren, um die Mens willkommenzuheißen
- Ein Menstruationsamulett fertigen und anlegen
- Besonders kuschelige (rote?) Mensklamotten auswählen, die Frau
während der Blutung zuhause (oder vielleicht auch draußen?) trägt.
Luisa Francia empfiehlt dafür den Fetzen-Look der alten Zigeunerin,
aber vielleicht ist es für dich ja etwas anderes
- Menswein oder Mensrum ansetzen und feierlich zu Mensbeginn trinken
Zudem ist es gerade zur Zeit der Mestruation enorm wichtig,
ausreichend Zeit für sich selbst zu nehmen: ein heißes Bad mit Kerzen
und Duft, ein Wohlfühlkuschelabend alles, was gut tut. Dazu ist es oft
sinnvoll, von vorneherein darauf zu achten, in der Zeit der Mens oder
kurz vor deren Beginn, möglichst keine Termine auszumachen und keine
Überstunden zu machen. Frau ist in der Regel zu diesem Zeitpunkt nicht
besonders Leistungsfähig und mag es eher ruhig als groß gesellig. Und
keine Scheu, auch mal einen Treffen abzusagen, wenn einer nicht danach
ist und sie lieber blutend auf der Couch verbringt - Rückzug ist bei
den meisten Frauen Bestandteil der Mens. Nur wenn ich diesen
Bedürfnissen Raum gebe, habe ich Lust, Kraft und Möglichkeit,
vielleicht mich auch spirituell-magisch mit der Mens zu beschäftigen.
Wichtig ist auch, möglichst bei jeder Blutung vielleicht etwas Zeit zu
finden (sofern dies ohne Stress möglich ist), sich mit dem eigenen
Verhältnis zur Weiblichkeit, zum Zyklus, zum Blut zu beschäftigen, um
die Reise weiterzugehen.
So kann zum Beispiel ein Wohlfühlabend mit einem kleinen kreativen
Ritual erweitert werden, ein wenig Kerzen, Räucherung und die
entsprechende Absicht, die Kraft der Weiblichkeit und der Mens zu
erforschen, Wasserfarben und Papier, um nicht-rational das Thema zu
erforschen. Natürlich geht auch eine Meditation, oder ruhige
Überlegungen, Brainstorming oder andere Methoden. Ich würde aber Tanz,
Gesang, Trommeln, Trance, Malen oder Formen bevorzugen, weil wir sonst
ja schon so vieles kopfgesteuert tun und die Mens nun mal keine
rationale Kraft ist.
Gerade zur Blutungszeit (bzw. die Tage davor) haben viele Frauen auch
das Bedürfnis auszummisten, altes auf die weitere Tauglichkeit zu
überprüfen und gegebenenfalls abzuschaffen. Auch dies hilft, die
Kräfte des Zyklus weiter zu spüren. Ein Beispiel für ein schönes
Ritual wäre das "Bad der Alten" von Nep (http://www.diegoettin.de/rituale/rit4.htm).
Das Blut
Da wir heute den Umgang mit Blut (bzw. allgemein Körperflüssigkeiten)
nicht gewohnt sind, belassen es viele Frauen bei oben vorgestelltem.
Aber zur Menstruation gehört nun einmal das Blut. Deshalb gehört es
auch dazu, dass wir uns früher oder später mit dem Blut selber und
zwar völlig echt ohne symbolischen Ersatz beschäftigen. Dies ist für
manche einfacher, für andere schwieriger.
Hier einige Vorschläge, um mit dem Blut selber zu arbeiten:
- Schaffe dir einen rituellen heiligen Wohlfühlraum für dich und
nähere dich deinem Blut, wie riecht es,
wie fühlt es sich an , was löst es aus?...
- Sammle dein Mensblut* und male damit - am besten in rituellem Rahmen
- Bilder zu deiner Weiblichkeit
oder deiner Magie / Spiritualität
Die feministischen Autorinnen zum Thema Mens berichten von dem Brauch,
dass blutende Frauen ihr Mensblut auf die Erde tropfen lassen, der
Erde dadurch symbolisch und praktisch, Kraft und Macht zurückgeben und
sich selbst als Töchter der Erde in deren Zyklen eingewoben verstehen.
Auch wenn ich nicht weiß, woher dieser Brauch kommt, so ist es eine
sehr ergreifende und heilsame Handlung, gerade auch für moderne
Menschen, denen dieses eingebettet sein in die Naturzyklen meistens
abgeht.
Dies alles waren nur Anregungen, was frau tun kann, um die Macht des
Blutes zu erforschen. Nicht umsonst haben andere Autorinnen Bücher
über das Thema geschrieben, auch wenn noch vieles ungesagt und
ungeschrieben ist.
Für mich ist Naturreligion allgemein und auch Pandea im Besonderen ein
spiritueller Weg, der nur mit dem Körper zu gehen ist. Ein Weg, in dem
Spiritualität etwas mit Körperbewusstsein zu tun hat, in dem nicht
Körper und Geist getrennt existieren. Dies ist auch meine persönlich
schwerste Lernaufgabe J - aber eines ist sicher: der Weg zur Kraft des
Blutes, Kraft des Zyklus und damit auch letzendlich zur Kraft der
gesunden weiblichen Sexualität ist der spannendste Weg, den ich kenne,
ein Weg der uns selber und vielleicht ja auch die Gesellschaft
verändert, voller spiritueller Erkenntnisse und magischer Eigenmacht.
Anmerkungen und Links zum Inspirieren und Forschen:
Zauberweibs Mensrum-Rezept:
http://www.zauberweib.de/rot01b.html
Aines Blut-Kunst-Erfahrungen:
Malen mit Mondblut
Mensamulett von Urd (unten auf der Seite)
http://www.mandragora-hexenschule.de/amulette.html
* Blut sammeln: hierzu bieten sich entweder Schwämmchen an, die dann
eben ausgedrückt werden, oder der Keeper / Mooncup / Divacup. Mehr zum
Mooncup:
http://www.rotermond.de/arbeitsordner/mooncup.shtml
Weitere Informationen rund um die Menstruation siehe auch die
Literaturliste in dieser Ausgabe
Jana, 11/2005

Weibliche Archetypen im Zyklus

Die Grafik stellt den archetypsichen oder idealtypischen Zyklus mit
der Blutung zu Dunkelmond dar und ist der Idee nach aus dem Buch Roter
Mond. Bei der Blutung zu Dunkelmond sind die durchlebten Archetypen
der Frau im Zyklus mit der der Mondin identisch.

Männer und Mens?
Männer und Menstruation, wie geht das zusammen? Was haben Männer (vor
allem auf dem Göttinnenpfad) für eine Einstellung zur Menstruation?
Was bedeutet ihnen Menstrutaion? Bedeutet sie überhaupt etwas, warum
oder warum nicht?
Die Schlangengesang-Frauen finden das Thema sehr spannend. Die beiden
Schlangengesang-Männer haben jedoch (zunächst) darauf verzichtet,
etwas dazu zu schreiben. Wir bitten Euch, schlangengesanglesende
Männer, Eure Gedanken, Empfindungen, Meinungen zu Menstruation
aufzuschreiben. Auch kurze Statements haben einen Wert. ;)
Als Resultat werden wir in einer der nächsten Ausgaben eine Art
männliche Annäherung an ein weibliches Mysterium veröffentlichen.
Wir freuen uns über Eure Zuschriften. Wenn Ihr schreiben aber anonym
veröffentlicht wollt, teilt uns das einfach mit oder lasst
gegebenenfalls einfach Eure Namen weg, verwendet einen Nick...
kontakt@schlangengesang.de
oder Schlangengesang, PF 870352, 13162 Berlin
Markus
  
Mens-Bücher
Neben Luisa Francias Drachenzeit gibt es noch eine Reihe
anderer guter Bücher zum Thema von denen ich euch hier noch eine
kleine Auswahl ans Herz legen möchte.
Mein Lieblingsbuch überhaupt ist Miranda Grays "Roter Mond".
Leider wird es momentan nicht verlegt aber es lohnt sich wirklich,
wenn ihr bei ebay oder Antiquariaten danach stöbert. Rezensionen
findet ihr u.a hier :
Artikel bei www.rotermond.de
Jutta Voss, Das Schwarzmond Tabu
Ein Buch über die kulturelle Bedeutung der Menstruation. Obwohl schon
1988 erschienen, ist das Buch sehr aktuell und aufschlussreich. Es ist
verfügbar und soll im nächsten Jahr neu aufgelegt werden.
Dagmar Margotsdotter-Fricke, Menstruation von der Ohnmacht zur
Macht, Christel Göttert Verlag
Auch dies ein Buch über die kulturelle Bedeutung der Menstruation. Die
Autorin hat sich eingehend mit der Sprache beschäftigt und es ist sehr
spannend, was sich dahinter alles verbirgt.
Gabriele Pröll, Meine Tage und Das Geheimnis der Menstruation
Habe beide selbst noch nicht gelesen, aber wir haben einen Text von
ihr auf rotermond, der mir sehr gut gefällt und mit den sehr sehr
guten Rezensionen auf amazon, kann ich hier auf jeden Fall eine
Leseempfehlung geben. Für Neugierige hier der Link zum Text:
Artikel bei www.rotermond.de
Viel Spaß beim Lesen, Stöbern und Entdecken!
Gwenhwyfar

Pflanzen: Der Frauenmantel
Als
Frauenheilpflanze par excellence gebührt dem Frauenmantel der
Ehrenplatz in unserer Menstruations-Ausgabe. Auch oder gerade weil er
noch viel mehr kann, als die Blutungen zu harmonisieren.
Name: Frauenmantel, Alchemilla vulgaris (= die kleine Alchemistin)
Weitere Namen: Friggas Blume, Venusmantel, Liebfrauenmantel,
Marienkraut, Marienmantel, Aller Frauenheil, Frauentrost, Milchkraut,
Mutterkraut, Himmelstau, Taumantel, Tauschüsselchen
Vorkommen: Mitteleuropa, Asien, Nordamerika, Grönland, Sibirien
Standortbedingungen: feucht, humös. Auf Wiesen und Weiden, an
Waldrändern, Bachufern und Quellen. Alpine Form (Silbermantel) auch
auf felsigem Grund.
Botanik: Der Frauenmantel gehört zur Gattung der Rosazeen, der
Rosengewächse. Es gibt etwa 20 Unterarten. Die Pflanze wird 30-60 cm
hoch. Die Blätter sind lang gestielt mit 5, 7 oder 9 halbkreisförmigen
oder dreieckigen Lappen, die besonders wenn sie jung sind, eine starke
Zahnung aufweisen. Diese Zähne sind behaart und haben winzige Drüsen
aus denen in den Morgenstunden Tautröpfchen quellen können. Dieses so
genannte "Guttationsphänomen" verlieh der Alchemilla ihre Namen wie
Taumantel, Tauschüsselchen oder Himmelstau.
Blütezeit ist ab Mai. Dann erscheinen schlanke unauffällige
Blütenstände mit winzigen, grün-gelben Blüten, die später kleine
Nüsschensamen bilden. Die Vermehrung des Frauenmantels erfolgt
ungeschlechtlich d.h. ohne Befruchtung (Parthogenesis).
Der alpine Silbermantel, Alchemilla alpina, ist an der Blattunterseite
dicht behaart und hat einen silbrigen Schimmer, der ihm seinen Namen
verleiht. Er wird nur 10-30 cm hoch und blüht zwischen Juli und
August.
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Phytosterine und in Spuren
Salizylsäure und ätherische Öle in den Blüten.
Heilwirkungen: adstringierend, Blut stillend, Wunden heilend,
antientzündlich, antirheumatisch, hormonregulierend, Gefäße stützend,
Frucht erhaltend in der Schwangerschaft.
Anwendungsgebiete: Harmonisierung der Menstruationsblutung (zu starke,
lange Blutungen), Hormonregulierung, Linderung von
Wechseljahresbeschwerden, Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit durch
Gelbkörpermangel, Post-Pille-Syndrom, PMS, Eierstockzysten, Myome,
Senkungsbeschwerden nach der Geburt, Frucht erhaltend in der
Schwangerschaft. Durchfall, Blutungen, Wunden, Entzündungen der Haut
und Schleimhaut, Hämorrhoiden, Entzündungen des äußeren Genitales bei
Frauen, Entzündungen der Schleimhäute (Mund, Rachen, Zahnfleisch,
Scheidenentzündungen und Scheidenpilz), Ausleitung von Schwermetallen.
Wirkung auf die Psyche: fördert das Frau sein, den Yin-Aspekt jedes
Menschen, spendet Gelassenheit und unterstützt das Selbstverständnis
der Frauen.
Anwendungsformen: Tee, Tinktur, Kräuterwein/Kräutermet, Sitzbäder,
Frauendusche (Vaginalspülung), Vaginalzäpfchen, Salbe
Geschichte und Mythologie: Der Frauenmantel wurde von Alters her
Göttinnen zugeordnet. Seine Bezeichnungen als Venusmantel oder Friggas
Blume zeugen davon. Die schwangerschaftsfördernde Heilwirkung des
Krautes unterstand den Fruchtbarkeitsgöttinnen und der Blut stillende,
wundheilungsfördernde Aspekt den Helferinnen der Gebärenden.
Auch
darf die kosmetische Nutzung des Frauenmantels nicht unterschlagen
werden. Der aus den Blättern austretende Tau wurde nicht nur von den
Alchemisten als besonders edles Wasser für die Herstellung von
Elixieren verwendet, was die Alchemilla zu einer Symbolpflanze der
Naturwissenschaftler des Mittelalters machte, sondern auch von den
Frauen zu Schönheitspflege benutzt. Gesammelt mit Tüchern, verwendete
Frau den Tau aus dem "Schoss des Frauenmantels" als Gesichtsauflage
oder abgestreift und aufgefangen als Gesichtswasser. Durch diese
Behandlung sollte die Haut jung und schön bleiben.
Beliebt sind heute noch Matzerate aus Olivenöl mit den trockenen
Blättern des Frauenmantels als Körperöl für eine schöne Haut und man
sollte auch nicht vergessen, dass wahre Schönheit schließlich von
innen kommt und deshalb auch eine Teekur mit dem Frauenmantel gut tut.
Hebammen benutzen den Frauenmantel nebst anderen Heilkräutern
(Johanniskraut, Labkraut, Quendel und Thymian) als
"Liebfrauenbettstroh", einer duftenden und dabei auch noch
keim-hemmenden Unterlage für die gebärenden Frauen. Nach der Geburt
gab es früher noch oft das "Kindbier": dafür wurde eine Hand voll
Kräuter (z.B. Frauenmantel, Brennnesselblätter, Gänsefingerkraut,
Himbeerblätter, Melissenblätter, u.a.) in Bier oder Met gesotten.
Dieses "Kindbier" sollte die Geburtsblutungen stoppen, Blutverluste
ausgleichen und der Wöchnerin neue Kraft geben.
Durch das feuchtigkeitsspendende Prinzip der Taubildung wird der
Frauenmantel schon immer in Verbindung mit dem Mond gebracht und so
haben sich ein paar astrologische Regeln für das Sammeln des
Frauenmantel eingebürgert: Am besten sammelt man ihn im Mai um den
Vollmond im Skorpion. Um eine möglichst gute Heilkraft zu erreichen,
sollte man das Kraut nach zwei trockenen Tagen sammeln. Gesammelt wird
die blühende Pflanze und davon nur so viel, dass sie sich wieder
regenerieren kann.
Wer noch mehr über diese nahezu omnipotente Frauenheilpflanze wissen
möchte, dem lege ich Margret Madejskys wundervolles Buch "Alchemilla"
ans Herz, das auch mir beim Verfassen dieses Textes gute Dienste
geleistet hat.
Artemisathene

Praktisches
Mit Sport gegen den Schmerz
Bei den Monatsblutungen treten häufig auch unangenehme
Beschwerden, wie Bauchschmerzen und Unterleibsziehen auf, die aber mit
entspannenden Übungen gelindert werden können.
Erst einmal ist es wichtig, dass sich Frau wohl fühlt und
entsprechende Kleidung trägt. Ich selber bevorzuge meinen
ausgeleierten Baumwolljogger, der so schön locker sitzt und schlaff
herunter hängt. Da zwickt und zwackt einfach nix. Für mich gehört auch
eine entspannende Musik dazu, also Sarah Brightman´s CD Harem in den
Rekorder und los geht´s.
Die Beine werden Hüftbreit aufgestellt und die Knie dürfen auf gar
keinen Fall durchgedrückt sein. Das Becken beschreibt nun einen Kreis,
der mal im Uhrzeigersinn, mal anders herum läuft. Dabei sollte der
Oberkörper aufwärts gerichtet sein und sich nur leicht nach unten
neigen. Die Arme kreisen hierbei gleich mit und kreuzen sich jeweils
vor dem Körper entweder oben oder unten, je nach Kreisrichtung.
Danach werden die Arme seitlich abgespreizt und die Hüfte wird jeweils
zur Seite bewegt. Hierbei ist es wichtig, dass nicht der ganze
Oberkörper mitgenommen wird. Diese Übung kann auch abgewandelt werden,
indem die Hüfte auf jeder Seite zweimal federt.
Nun folgt das Abrollen des Körpers. Die Arme nach unten Fallen lassen
und langsam, Wirbel für Wirbel mit dem gesamten Rücken folgen, bis die
Hände den Boden leicht berühren. Etwas hängen lassen und dann wieder,
Wirbel für Wirbel aufrichten.
Eine weitere Übung ist aus dem Orientalischen Tanz : der Schimmy und
das Pendel.
Hüftbreit aufgestellt, mit lockeren Knien, einfach aus der Hüfte
heraus jeweils abwechselnd rechts und links nach vorne pendeln.
Langsam oder schnell, je nach Können, ist hier nicht wichtig. Beim
Schimmy werden die Seiten nicht nach vorne, sondern abwechselnd nach
oben und unten gebracht. Bei beiden Übungen muss das Becken locker
sein, sonst wird´s nicht funktionieren. Wer sein Becken nicht spürt,
kann folgende Übung machen: locker und gerade vor eine Wand stellen,
den Kopf anlehnen und nun NUR den Po gegen die Wand pressen. Das was
da wackelt ist das Becken. Besser geht´s noch in dem die Arme in die
Hüften gestemmt werden und den Beckenkochen berühren. Diese Übung
funktioniert auch auf dem Boden, im liegen.
Bei allen Übungen ist es wichtig, dass Frau sich entspannt und
abschaltet. Dadurch wird der Schmerz einfach vergessen und ist später
auch verschwunden, denn was ich will, kann ich auch mit eigener Kraft
und Energie erreichen.
Auch Männer können diese Übungen gerne einmal ausprobieren, denn den
eigenen Körper bewusst zu spüren, schadet nicht.
Licht und Liebe Temkes
  
Göttinnenpapierlampe
Es wird benötigt:
A4 Transparentpapier 110/115 gr. (am besten eignet sich
Transparentzeichenpapier für technische Zeichnung da es dicker ist als
normales Transparentpapier)
1 große Kartoffel
Stempelkissen
ein Stift und ein scharfes spitzes Messer
ein kleiner Teller oder eine Glasuntersetzer
Teelicht
So wird es gemacht:
Kartoffel
halbieren und für kurze Zeit mit der Schnittfläche auf eine Küchentuch
legen. So wird die Schnittfläche bzw Stempelfläche schön trocken.
Danach kann man mit einen Stift das gewünscht Motive aufmalen, wer mag
kann das auch frei Hand machen, und es dann mit Hilfe des Messer
ausschneiden. Bevor man nun damit das Transparentpapier bedruckt will,
sollten einige Probedrucke auf normalen Papier erfolgen. Gefällt der
Stempeldruck kann es mit dem bedrucken des Transparentpapier losgehen.
Dazu legen wir das Transparentpapier quer vor uns und bedenken am
rechten Rand ein ca. 10 cm breiten Streifen druckfrei zu lassen.
Nach dem stempeln das ganz eine Zeit trocknen lassen. Erst dann den
frei gelassenen Streifen mit dem Klebestift bestreichen und die beiden
äußeren Enden des Transparentpapier aufeinander legen und einige Zeit
andrücken.
Schon ist die Lampe fertig. Jetzt nur noch das Teelicht auf den
kleinen Teller oder Glasuntersetzer stellen anzünden und die Lampe
drüber stülpen.
Schon erstrahlt eure Papierlampe.
Vorsicht! diese Papierlampe sollte man nur in geschlossenen Räumen
anzünden, da durch Wind das Transparentpapier leicht verrutschen und
sich entzünden kann.
Caitlin, 31.10.2005

Zauberspiegel
Die Alte in den Hügeln ist erwacht
Die Alte in den Hügeln ist erwacht,
sie reckt sich und streckt sich - lang war die Nacht.
Rotglühenden Auges sieht sie sich um.
Unfassbares erblickt sie - vor Entsetzen ganz stumm.
Mühsam entringt sich ihrer Brust ein Schrei.
Der ruft die verborgenen Kräfte herbei.
Heiliger Zorn lässt ihren Leib erbeben -
es bricht auf die Erde, verschlingt tausend Leben.
Sie wütet und tobt über Täler und Berge,
jagt Stürme und Hagel über die Erde.
Sie weint ob der vielen verlorenen Träume -
die FLut reißt hinweg Häuser, Brücken, Bäume...
Erschöpft und zerschlagen sinkt sie darnieder -
vorbei ihre Zeit? Kehrt sie nie wieder?!
Ihre Schwestern wacht auf, lasst dies nicht geschehen!
Wenn andere blind sind - wir können sehen!
Achtet und ehrt auf der Welt alles Leben -
nur so kann´s für uns eine Zunkunft noch geben!
Vereint eure Kräfte, gebraucht eure Macht!
Die Alte in den Hügeln - ist erwacht!
Morrighan
  
Aufgelesen
Buchrezension: „Drachenzeit“ von Luisa Francia
Drachenzeit. Was hat das mit Menstruation zu tun? Drachen. Wieso
eigentlich Drachen?
Antworten auf diese Fragen gibt uns Luisa im ersten Teil von
Drachenzeit. Welche mythologischen Hintergründe haben Urschlangen,
Drachen die getötet werden, Drachen die böse sind? Drachen werden
enthauptet, Frauen werden entmachtet. Wir gehen auf eine Reise die den
Siegeszug des Gottes über die Göttin zum Ziel hatte. Wir kehren
zurück. Wir graben wieder aus. Wir erobern zurück. Unsere Kraft,
unsere Eigenmacht, unsere Menstruation.
In der Triade der Menstruation Drachenjungfrau, Drachin,
Drachingrossmutter begegnen wir der Triade der Göttin Jungfrau,
Mutter, Alte. Wir begegnen der Göttin in uns.
Jetzt sind wir bereit uns darauf einzulassen. Die Menstruation nicht
„wegzudrücken“ abschalten zu wollen. Wir wollen hinhören, fühlen,
riechen, sehen, spüren. Die Kraft in uns spüren.
Luisa gibt uns hier, wie so oft, Anregungen und Inspiration. Es geht
um Menstruationshütten, einen Altar, Fetische, Mahlzeiten, Tänze,
Übungen, Rituale, Geschichten, Feste und Verbündete.
Es macht Spaß das Buch zu lesen, es inspiriert danach die eigene Kraft
zu entdecken, und Lust es jeden Mond wieder zu tun.
Gwenhwyfar

Nachtrag: (Be)Deutung der 13
Es ist schon lustig. Eigentlich ist die 13 für die meisten
Redaktionsmitglieder des Schlangengesang alles andere als die
sprichwörtliche Unglückszahl. Trotzdem haben wir es geschafft,
ausgerechnet in der 13. Ausgabe - zum Thema 13 - einen Artikel nicht
zu veröffentlichen. Aber es passt zum Thema der 13. Unsere lockere,
flexible Struktur der Redaktion, die mit wenig Arbeit viel Effekt
bietet und den Mitgliedern der Redaktion ein anpassbares Maß an
Mitarbeit abverlangt, hat eine Schwachstelle gezeigt bekommen. Im
Schatten, hinter dem Schleier, bei der 13 wird das Problem sichtbar:
wenig Struktur kann u.U. dort eine gewisse Fehleranfälligkeit mit sich
bringen, wo straffe Organisation vielleicht nicht versagt hätte.
Eigentlich nahezu ein Lehrstück für die Bedeutung der Zahl 13,
weswegen wir das Ganze eher mit einem selbstspöttischen Lächeln zur
Kenntnis genommen haben. Also:
(Be)Deutung der 13
Die 13 gilt in Mitteleuropa weitgehend als Unglückszahl. Kann mensch
mehr Pech haben als am Freitag (dem Kreuzigungstag Jesu) dem 13.? Egal
ob die problematische Beziehung zur 13 als christlich verbrämter
Aberglaube, selbsterfüllende Prophezeiung oder einfach nur Unsinn
gesehen wird, die Zahl hat eine lange, tiefe Verankerung in der
Geschichte der Kulturen. Nur die Sache mit dem Unglück ist relativ
neu.
Der vielleicht älteste Bezug zur 13 wird durch die 13 Umläufe der
Mondin hergestellt, die in etwa ein Sonnenjahr bilden. Das Problem
liegt im Wort "etwa". 13 Umläufe der Mondin sind eben kein Sonnenjahr,
die beiden wichtigsten kalenderbildenden astronomischen Gegebenheiten
passen nicht zusammen.
Beide Himmelskörper, Sonne und Mondin haben aber einen tiefen
spirituellen
(mindestens) symbolhaften Bedeutung. Spätestens mit der Einführung des
12-monatigen julianischen Sonnenkalenders kommen andere Bezüge zum
Tragen.
Die Verbreitung der römischen und christlichen Kultur in Europa wurde
der Kampf um die Verwendung der Kalandersysteme zum Politikum und zur
Glaubenssache. Eine Ursache für die Ablehnung der 13 in den christlich
geprägten Kulturen.
Seltsamerweise wird die 13 auch nur in Verbindung oder besser im
Widerspruch zur 12 zur Problemzahl. Immer dann nämlich, wenn mensch
sich spirituell, ideologisch oder mystisch auf die Symbolwerte der 12
festlegt:
Für viele Kulturen war und ist die zwölf nahezu die Perfektion.
Während die Mathematik das Dekadische (auf der 10 basierende)
Zahlsystem durchgesetzt und im allgemeinen Gebrauch verankert hat,
kennen z.B. das Deutsche und das Englische noch zwölf eigenständige
Zahlwörter bevor es mit der Drei-Zehn (twelve - thir-teen) weitergeht.
Die griechische und römische Kultur hat 12 Götter im Olymp.
Im Tarot entspricht die Zwölf dem Gehängten. Als Ziel dieses Arkanums
kann die Reife, die Weisheit, die Erlösung gesehen werden.
Problematisch wird es jedoch, wenn dieses Ziel scheinbar erreicht und
unwandelbar geworden ist.
Wer das Tarot zum Wahrsagen benutzt, erfährt oft, dass sie einen
festgefahrenen Zustand abbilden kann. Und genau darum geht es im
Konflikt zwischen 12 und 13.
Die verstärkte Panikmache bezüglich der 13, die seit dem Mittelalter
einsetzt, hat mehrere Ursachen. Zum einen hatte sich das Christentum
weitgehend in den Köpfen der Leute festgesetzt und vorchristliche
Vorstellungen verdrängt. Wer jetzt noch mit dem Wissen der 13
Mondinnen im Bund war, konnte nur Unglück bringen, mit dem Teufel
paktieren, gar einer alten GöttInnenwelt anhängen. Zum anderen sind
weitere Gegenbewegung zum dominanten Vulgärchristentum mystische,
hetärische und ketzerische Strömungen aufgetaucht, die sich sehr wohl
der Bedeutung der 13 bewusst waren.
Wer in der damals noch sehr symbolhaft denkenden Welt zufällig in
Kontakt kam, konnte das Prinzip der 13 auch fürchten.
13 ist die Zahl der babylonischen und griechischen Unterwelt*. Der 13.
Pfad im kabbalistischen Lebensbaum wird dem Mond, der Welt hinter dem
Schleier Die kabbalistische Zahlenmystik setzt die 13 mit dem Tod
gleich. Im Tarot ist die 13. Karte Der Tod.
Um was es hier geht sind: Zyklus, Verborgens, Welt hinter dem
Schleier, Schattenarbeit, Jahresdrehung, Schicksal, Tod,
Transformation / Verwandlung, Sex, fruchtbares Chaos Integration (13
statt 12), Bewegung, Vollkommenheit, Wandlung
12 Feen verheißen Glück. Die nichteingeladene 13. Fee aber bringt das
wertvollste Geschenk: Den Wandel. Altes, Erstarrtes muss sterben zu
Gunsten des Neuen. Das einfache, geregelte, ungestörte Leben ohne Sinn
bricht auf, wenn etwas Unvorhergesehens geschieht, etwas das Handlung
verlangt, Lernen, Bewegen. Im "schlimmsten Fall" etwas, das die
Menschen in Frage stellt, weil sie merken müssen, dass sie nicht sind,
was sie zu sein dachten.
Was die 12 im Tarot in Bewegung setzt, wird durch die 13 Realität. Aus
unserem eigenen Schatten treten Dinge hervor, die wir nicht kannten,
nicht kennen wollten. Erstarte Gesellschaften brechen zusammen,
angeblich gott- oder göttInnengewollte Ordnungen werden zerstört.
In einem Weltbild, das sich auf einen geraden Lebensweg in die
Erlösung und ins Licht stützt, sind Erfahrungen wie Zyklus,
Dunkelheit, an Problemen lernen, mit den eigenen Schatten konfrontiert
werden fast zwangsläufig negativ. Wenn die Menschen in den festen
Strukturen denken und sozusagen das klare Konzept des Sonnenjahres
(mit dem klaren Licht und den scharfumrissenen Schatten) im
übertragenen Sinne das ganze Leben bestimmt, muss die wandelbare
Mondin dagegen mit dem diffusen Licht, der Dämmerung, dem
Dazwischensein beängstigend wirken. In Konzepten mit dualistischem
Gut- Böse ist all dies dann das Böse.
Die 13 ist dann eben auch auch revolutionär, anarchistisch: Nämlich
dann, wenn die Welt bestimmt wird von dem Wesen der klaren gefestigten
12 und die subversive 13 das fehlende Puzzlestück wiedereinbringt, das
Chaos, das Unberechenbare, das Andere: die verborgene verleugnete
Kraft von Mondin, Dämmerung, Zwielicht und Magie. Die Zerstörung der
heilen Welt, wenn die ungeladene 13. Fee erscheint, um eine Wandlung
einzuleiten.
Diese Radikalität wird aber nur in Bezug auf die 12 (bzw. das, wofür
sie hier steht) so stark - eben im Widerspruch.
Die 13 für sich ist nicht zwingenderweise brutal. Wenn wir
akzeptieren, dass es um das Wandeln, Sterben und Leben, das immer
Bestandteil des Lebens ist geht, dann sind die Schatten nicht
beängstigend, der Wandel, auch der Tod oder die Zerstörung des
liebgewonnenen Alten nicht zwingend katastrophal und unvorstellbar
schrecklich, sondern einfach nur natürlich und wichtig.
Wenn wir nicht an dem Trugbild festhalten, dass Leben Sonnenschein und
Geradlinigkeit ist, sondern Leben als Wandel akzeptieren, dann sind
wir bei einer dritten Tarotkarte: Dem Schicksalsrad, dem Wandel des
Lebens, dem Zyklus - wie auch der Jahreslauf der 13 Mondmonate.
In diesem Moment hat dann das Schicksalsrad oder auch die 13 nichts
mehr mit
(unberechenbaren) Glück und Unglück, Gut oder Böse zu tun. Ist
Krankheit ein Unglück, ein Schicksalsschlag, oder ist die Krankheit
die (wenn auch vielleicht unangenehme) Verbündete, die mir eine
weitere Dimension eröffnet, einen weiteren Wandel ermöglicht?
Bietet mir das Schicksalsrad nicht, wenn ich das Leben in seiner Gänze
akzeptiere, an, einen Weg zu mir Selbst und meiner Kraft zu gehen?
Das Leben in seiner Gänze wofür in meinen Augen auch die 13 stehen
kann- eben die Synthese aus dem Hell und Dunkel, das Leben als Wandel,
der abgeschlossene Zyklus, wäre dann "das Universum" und das "Aeon" in
Tarotsymbolik.
Wenn wir all dies in der 13 sehen, ist sie sowohl mystisch, heidnisch,
matriarchal, radikal, verbindend und heilend und tut genau das, was
ihr vorgeworfen wird: Sie eröffnet eine neue Dimension, bringt Wandel.
Jana und Markus, 11. September 05
  
LeserInnenbriefe
Leserinnenbrief von Gisa zu dem Text "Die
13. Göttin"
Der Originaltext von Gwen ist kursiv / schräg gesetzt und Gisas
Anmerkungen sind normal dargestellt
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Göttin: Die 13. Göttin
Die Auswahl der Göttin für diese 13. Ausgabe gestaltete sich sehr
schwierig. So wie die 13 eine besondere Zahl ist, so sollte natürlich
auch die 13. Göttin eine ganz besondere sein. Da wir uns nicht auf
eine Einzelne festlegen konnten und aufgrund der Vielschichtigkeit
dann auch nicht wollten, geht es diesmal um einen oft vernachlässigten
Archetypus der Göttin. Den Zauberin- oder Matriarchin/Matronen-Aspekt
der Göttin.
Die Verdrängung des Phänomens datiert m.E. aus der Patriarchalität
unserer Gesellschaft, mit der wir groß geworden sind; die über
Jahrhunderte hinweg unser Empfinden geprägt hat. Im Resultat halten
wir die Frau dann für top und in Ordnung, wenn sie hübsch und adrett
aussieht und sich in das Gefüge der Vorgaben einlässt; sich für die
beste Mutter der Welt halten muss und Schuldbewusstsein entwickelt,
wenn sie ihre Eigenständigkeit entwickeln möchte. - Nur sie merkt,
wenn sie auf die 50 zugeht, dass sie einen Teil ihres Lebens nicht
wirklich gelebt hat - gleichgültig, ob sie bis dahin emanzipiert ihre
Position scheinbar eingenommen und handfest vertreten hat.
Mit 50 fällt ihr auf, dass sie doch in vielerlei Hinsicht angepasst
war. Dass Werbung und Verhalten der Umwelt sie geprägt haben, sie in
eine Rolle manövriert haben, die ihr eigentlich nicht stand.
Anti-Aging-Produkte werden ebenso gepuscht wie Haarfärbemittel und
jugendliche Kleidung.
Mit 50 beginnt sie das zu stören. Sie verlässt die reproduktive Phase
und ... landet im luftleeren Raum, in dem sie sich fragt, wo
eigentlich ihre Lebensberechtigung liegt.
Kein Zustand, den frau gerne auf sich zukommen sieht. Kein Zustand,
auf den sie sich freut. Mehr ein Zustand, den wir verdrängen, um ja
nicht orientierungslos im Raum zu schweben.
Es ist erst 50 Jahre her, dass meine Großmütter in diesem
Lebensabschnitt in Schwarz rumgelaufen sind und älter als Methusalem
wirkten.
Beide Bezeichnungen sind Büchern entliehen. Der »Zauberin-Aspekt«
aus dem Buch »Roter Mond« von Miranda Gray, während »Matriarchin/Matronen-Aspekt«
aus dem Buch »Im Kreis des Lebens - Die 13 Archetypen der Frauen« von
Elizabeth Davis & Carol Leonard stammt.
Überträgt man die Darstellung der Göttin auf die Mondin und ihre
Phasen, so stoßen wir auf die Triadenmondin und die Phasen Jungfrau
(zunehmender Mond), Mutter (Vollmond) und Weise Alte
(Schwarzmond/Neumond). Meistens wird der Weisen Alten aber auch die
Phase der abnehmenden Mondin zugeschrieben.
Sehr oft werden den Phasen der Göttin auch die Jahreszeiten
zugeordnet. Jungfrau (Frühling), Mutter (Sommer) Weise Alte (Herbst
und Winter). Ohne dem Aspekt der Weisen Alten die Wichtigkeit nehmen
zu wollen, so hat Frau doch das Gefühl, dass es nicht ganz passt, wenn
sie für zwei Jahreszeiten stehen soll.
Dieser Aspekt ist ungemein wichtig - wenn Du mitten drin bist! Wenn Du
Dich wirklich beginnst, wichtig zu nehmen. Dich selbst, die Du keine
Vorfahrinnen hast, die Du fragen kannst, wie das eigentlich ist. Was
Du eigentlich tun kannst - jetzt, wo Du Dich so unwohl fühlst; wo der
Körper offensichtlich im Umbruch ist - ohne dass Du weißt, wohin diese
Reise geht. Verfällst Du? Oder was wird da aus Dir? Was ist das für
eine Zeit? Welche Ziele hast Du? Wo führt Dich das hin? Wirst Du alt?
Was heißt das? Welche Qualität ist in diesem Zustand? Ist da überhaupt
eine?
Das führt uns nun zu dem Zauberin/Matriarchin/Matronen-Aspekt. Ihm
wird die Jahreszeit Herbst zugeordnet. Nach der fruchtbaren, nährenden
Phase, verfällt ja nicht sofort alles in die Starre und Regeneration
des Winters. Zuerst erfährt die Natur eine Zeit der Fülle und des
Erntens. So wie das auf die Jahreszeiten bezogen werden kann, kann es
auch auf die Frau bezogen werden.
Viele Frauen nach der Vollmondphase empfinden sich nämlich noch nicht
in der Phase der Weisen Alten, sondern in einer Phase dazwischen. Sie
sind über die bloße Mutterschaft hinaus. Sie geben nicht mehr nur, sie
sind auch wieder bereit zu nehmen. Sie können wieder an sich denken,
ihren eigenen Kopf entwickeln, sich starrsinnig und verrückt zeigen.
Hier begegnet uns die reife, eigenmächtige Frau. Das ist eigentlich
vielleicht der wichtigste und kraftvollste Aspekt der Göttin, vor
allem wenn wir bedenken, was die Medien und die Welt um uns herum
heute aus uns machen will. Wir dürfen junge Frauen sein und Mütter,
auch Großmütter, aber dazwischen gibt es nichts gesellschaftlich
Anerkanntes. Denn sie sind unangepasste Frauen, die sich ihre Rechte
nicht nehmen lassen wollen, die sich auch nicht scheuen zu ihrer
Meinung zu stehen und sie laut aussprechen. Sie sind einfach unbequem
für die anderen.
Ja, das ist die Einleitungsphase, eine, in der frau noch reproduktiv
sein kann. Viele sind es dann noch, bekommen noch "auf den letzten
Drücker" ein Kind. Vielleicht ihr erstes, weil sie die Zeit von Mitte
20 bis Anfang 30 für einen Berufsweg gehen mussten.
Oft ist frau in dieser Phase unangepasst; natürlich, denn sie ist sich
ihrer stärker bewusst als all ihre Ahninnen.
Und sie will noch lange nicht Großmutter sein, im Schaukelstuhl sitzen
und den Tag vorüberziehen lassen.
Insofern brauchen wir vier Göttinnen: die der Kindheit, die der Jugend
und Mutterschaft, die der Selbstfindung und die der Weisen Frau.
Dann ganz sicher ist sie unbequem. Es ist für sie selbst unbequem und
allemal für die Anderen. Sie sucht ihre eigene Macht - im Sinne des
Machbaren: Was kann ich, was will ich, wo gehe ich hin? - Und daraus
resultiert die ungeklärte Frage: Wie gehe ich diesen Weg?
Deshalb ist dieser Aspekt so gefürchtet und leider auch sehr negativ
belegt. Er begegnet uns in den Märchen und Mythen in der Gestalt von
»bösen« Hexen, Stiefmüttern, der 13. Fee, im Prinzip in allen
»ungeliebten Frauen«. Göttinnen die den Zauberin/Matriarchin/Matronen
Aspekt symbolisieren sind zum Beispiel: Baba Jaga, die Percht, Frau
Holle, die Banshee, Morrigan, Ceridwen, Boudica, Sekhmet, Hekate und
Lilith im Besonderen, da sie sich kaum einem Aspekt zuordnen lässt,
ihr aber die Eigenmächtigkeit nicht abgesprochen werden kann.
Sicherlich kann darüber diskutiert werden wie schmal der Grat zwischen
der Weisen Alten und der Zauberin/Matriarchin/Matrone ist, denn sie
haben ja schon ähnliche Eigenschaften. Auch die Darstellung der
Triaden-Göttin müsste ja zumindest umbenannt werden. Denn Sie
symbolisiert ja mit den Mondphasen dann die Aspekte
Jungfrau-Mutter-Zauberin/Matriarchin. Die Phase der weisen Alten ist
ja eigentlich der verborgene Aspekt der Göttin, so wie die
Schwarzmondin unserem Auge verborgen ist und im Winter eher verborgene
Kräfte der Natur arbeiten.
Und so, wie uns verborgen ist, wie wir werden, überschreiten wir die
Schwelle zur Weisen Frau.
Denn weder die Zauberin noch die Matriarchin noch die Matrone noch die
Weise Frau sind ein negativer Aspekt.
Es ist ein Umbruch wie seinerzeit die Menarche, als aus dem Kind ein
junges Mädchen und eine junge Frau wurde.
Es ist eine notwendige Transformation.
Gewissermaßen ist die zunehmende Bedeutung der Zauberin/Matriarchin/Matrone
Phase eine notwendige Anpassung der Göttin-Aspekte auf die Neuzeit.
Früher als die Menschheit noch nicht ein Alter von 70, 80, 90 Jahren
erreichte, sondern nur ein Alter von 30 oder 40 Jahren passte das
heute übliche Bild der Triadengöttin. Die Frauen bekamen jung Kinder,
gingen in den Mutteraspekt über und darauf folgte oft schnell der
Aspekt der Weisen Alten. Heutzutage haben wir viel mehr Zeit diesen
Aspekt als eigenständige Phase zu erleben.
Außer für eine geschichtlich geringe Zeit ist die kurze Lebenszeit von
30 - 40 Jahren gar nicht so sicher. Methusalem soll Jahrhunderte alt
geworden sein. Selbst wenn wir annehmen, dass die biblische
Zeitrechnung sich nicht auf reale Jahre sondern auf in mediterranem
Klima mögliche Ernten bezog, so muss er doch die 30 bis 40 nennenswert
überschritten haben.
Was macht uns so fähig, länger zu leben als noch vor 4-5 Generationen?
Ein wirtschaftlich besserer Stand? - Nun den weisen frühere
Matriarchate auch auf. Wenn es das ist, so könnten unsere VorfahrInnen
deutlich älter geworden sein.
- Eine bessere Ernährung? - Nun, in mediterranen Zonen war die
schon früh gewährleistet.
- Eine gute Hygiene? - Das war immer schon möglich und auch
praktische Arbeit in Frauengesellschaften.
- Die heutige Medizin? - Mitnichten. Schon die alten Ägypter waren
zu einer Schädeltrepanation (da wird der Knochen aufgesägt) als
erfolgreicher Operation imstande. Und die Hexe, die Weise Frau im
Hag (Hecke), kannte sich mit natürlichen Mitteln bestens aus.
Da muss es einen anderen Hintergrund geben. Einen, den die
patriarchale Inquisition aus dem Weg geräumt hat. Die alles einer
Lehre (oder sollte es besser heißen "Leere") überlassen hat, was das
Leben ausmache. Einen, den neu zu finden, wir uns aufgerufen fühlen
sollten.
Wir sollten die Weise Frau gerade für uns selbst wertschätzen lernen.
Wir sollten uns selbst die Weisheit zutrauen, an uns selbst zu denken;
uns selbst in den Mittelpunkt unseres Lebens zu setzen.
Hier fehlt uns die Übung. Und jeder Gedanke, der uns mit uns selbst
verbindet, pflastert diesen Weg.
Deshalb schätze ich den Gesang der Schlangen, die das Christentum in
den Staub treten möchte.
Ich wünsche uns allen viel Erfolg.
Mit lieben Grüßen einer "Weisen Frau"
Gisa

Leserinnenbrief von Morgane zu zu dem Text "Die
13. Göttin"
Ihr Lieben,
erst mal DANKE für diesen wunderschönen Schlangengesang!!
Das Thema der 13. Göttin für diese Ausgabe gefällt mir gut. Dazu hätte
ich einige Anmerkungen:
- Zur Mondtriade: ich denke für unsere Ahninnen und Ahnen, die den
Mond als Kalender nutzten, hatte der Mond folgende Phasen: Neumond
(schmale Sichel= Jung-Frau, Mädchen), zunehmender Mond (heranreifende
Frau, junge Frau), Vollmond (Frau in der Blüte ihrer sexuellen Kraft,
Mutter und Bewahrerin), abnehmender Mond (Frau in der Menopause,
Lehrerin und Heilerin), die abnehmende Sichel (alte Frau, Greisin,
Seherin), Schwarzmond (Tod, ritueller Tod, höchste Magie, Tor zur
Wiedergeburt). Die Entsprechungen in Klammern sind die, welche den
Mondphasen in Mythen und Märchen zugeordnet werden.
Ich denke, der ständig sich wandelnde Mond ist eine gute Metapher für
ein (Frauen)Leben. Jeden Tag wächst er oder nimmt er ein Stück ab. So
ergeben sich in einem Mondzyklus (=29,5Tage) 26 Tage der Wandlung und
3 Tage (unsichtbarer Mond) Anderswelt.
Die 3 Tage "Tod", auf die eine "Auferstehung" folgt, kennen wir aus
vielen patriarchalisierten Mythen (Christus, Attis, Mithras), denen
weibliche Mythen (z.B. Inanna) vorausgingen.
- Jahreszeiten und Lebensalter. Mir scheint folgende Zuordnung
sinnvoll:
Frühling = junge FRau in der Pubertät, Amazone, ungebundene Frau,
Kämpferin
Sommer = Mutter und Bewahrerin, die schöpferische Frau, Frau in der
Mitte/Fülle des Lebens
Herbst = die reife Frau, Heilerin, Lehrerin, lebenserfahrerene Frau
mit neuen Aufgaben
Winter = alte Frau, Greisin, die Weise, Seherin, Kontakt mit der
Andrswelt
Ich denke, unbesehen der Lebenserwartung gab es immer schon eine Phase
des Frauenlebens, das zwischen Mutter und Greisin steht. Das ist die
Frau mit den erwachsenen Kindern, die nun eine weitere soziale
Perspektive ausfüllt, wie die junge Mutter mit den kleinen Kindern
(Hier passt der Begriff Matriarchin, denn es ist die reife Frau,die
für den Stamm oder die Sippe sorgt und jüngere anleitet.). OB sie
Kinder hat oder nicht, sie hat Lebenserfahrung erworben. Mit dem
Eintritt in die Menopause ändert sich ihr Körper und damit ihre
Sexualität.
Aber es stimmt schon, mit gestiegener Lebenserwartung wächst die
Bedeutung des Herbst-Alters.
Da das Leben ständige Wandlung und zyklischer Rhythmus ist, kann jede
Einteilung, ob Driade oder Vierteilung, immer nur auf Eckpunkte
verweisen.
Göttinnenküsse
Morgane

Netze weben
Frauen-Gedenk-Labyrinth
11. September 2005, Regen fällt auf die Wiese am Hauptfriedhof, auf
der das Labyrinth aus Steinplatten gelegt wurde. Bunte Schnüre in
allen Regenbogenfarben grenzen den Kreis nach außen ab, kaum jemand
ist da, das Wetter ist ungünstig. Doch, in einem kleinen Pavillon
ertönen Stimmen. Ein Vortrag wohl, über eine der Frauen, die heute in
den Kreis der Steine eingefügt werden wird.
Wir, fünf Frauen, beschließen, jetzt durch das Labyrinth zu gehen,
statt dem Vortrag zu lauschen. Vorne, eine Schale mit Muscheln steht
dort, wir nehmen einige, um sie auf einige der Platten zu legen, wenn
uns danach ist. Die Reise beginnt mit dem Buchstaben A. Die Frauen
sind nach Vornamen geordnet, unterschiedlichste Frauen, als "Hexen"
verbrannte, Tänzerinnen, Politikerinnen, Mütter,
Widerstandskämpferinnen, Heilerinnen, Königinnen, Märchengestalten,
Reisende, Göttinnen.
Der erste Kreis linksherum, kaum am Wendepunkt, schon gehen uns die
Muscheln aus. Neue müssen her, eine springt hinüber und holt welche.
So viele bemerkenswerte Frauen, jede Einzelne verdient eigentlich
eine, doch diese oder jene spricht dich vielleicht besonders an,
fasziniert, beeindruckt dich. Weiter herum, wo sind wir jetzt? Wo
führt der Weg hin? Labyrinth…
Wir müssen hinaus, jetzt ist Steinlegung.
Der neue Stein wird einmal durch das gesamte Labyrinth getragen, die
Patin der Frau, der mit dem Stein gedacht wird, trägt sie einmal in
der Mitte herum, dann wieder den Weg zurück, vorbei an den schon
liegenden Frauen, verbunden im Netz, Energie brandet über das
Labyrinth nach außen, zu den Umstehenden, mittlerweile sind es ein
paar mehr, der Regen hält inne für den Moment.
Wirr dürfen wieder hinein, vollenden den Weg, Namen und Inschriften
lesend, Muscheln ablegend, immer und immer wieder. Beschließen, den
noch nicht gelegten Stein für Marion (Zimmer-Bradley) mit Muscheln zu
verzieren und als wir wieder herauskommen, entschließen wir uns, noch
einmal hinein zu gehen, nur zu gehen und zu fühlen. Finger streifen
Marions regennassen Stein, beginnt zu kribbeln, herum und hinein ins
Herz des Labyrinthes. Wir fassen uns an den Händen, ein warmer Kreis
im Zentrum, gedenken den Frauen, die am 11. September vor wenigen
Jahren gestorben sind.
Nach einem Moment Stille umarmen wir uns und jede verlässt den Kreis
auf ihre Art. Bleiben noch einmal an diesem oder jenem Stein stehen,
berühren und spüren ihn, zeichnen die goldenen Buchstaben, Namen mit
den Fingerspitzen nach.
Schlussendlich verlassen wir das Labyrinth, kaufen uns an einem Stand
dort noch Karten, kleine Memobücher und 2 wundervolle Memories mit
Bildern von Frauen, die in diesem Steinlabyrinth verewigt sind.
Teleri, 15.9.2005
  
Rotermond
Das Buch Roter Mond von Miranda Gray über die Kraft der Menstruation
diente als Inspiration und Namensgeberin für das Webprojekt
www.rotermond.de.
Mehrere Frauen, die sich mit dem Thema Menstruation beschäftigen,
haben sich zusammengefunden und Beiträge über Kräuterhilfen,
Hygieneprodukten, Übungen und Riten beigesteuert. Besonders beliegt
ist das gut besuchte Blutmondforum und der dortige
Erfahrungsaustausch.
Da aber die Kernfrauen des Projektes (zu denen auch 2
Schlangengesangautorinnen gehören) wegen anderen Projekten weniger
Zeit als es sinnvoll ist für das Rotermond.de haben, freuen wir uns
immer über schreibwütige Frauen, die etwas zu dem Thema zu sagen
haben.
Kontakt ist über die Webseite möglich.
http://www.rotermond.de
jana
  
Mondtagnacht, Vollmond im Oktober:
Die
Katze ist so wach wie ich und mit ihrem schnurrenden Bündel auf dem
Schoß will ich vom letzten Vollmond berichten, dem im September. Zur
Zeit des Herbst-Äquinox hoffte ich zu einem Treffen von
Göttin-LiebhaberInnen auf die bewaldete Steilküste des Bodanrücks
locken zu können. Hier zwischen den starken Armen des Bodensees
funkelt La Luna rund und üppig inmitten all ihrem Firmaments. So
jedenfalls heut Nacht. Vor einem Monat hingegen war kaltes, nasses und
trübes Wetter, das mich darüber hinwegtröstete, daß ich ein
erstmaliges Treffen mit Gleichsinnenden, aufgrund Mißstimmungen
Dritter, kurzfristig absagen mußte. Trotz Krisenbegrenzungsmaßnahmen
wie z.B. erläuternde Beschilderung am Parkplatz ist jemand umsonst zum
Burghof gekommen, wie ich später erfuhr. Das tut mir alles sehr leid!
Bei
mir hatte sich auf die Einladung im Schlangengesang nur eine einzige
Interessentin gemeldet, aus Lindau. Das klingt für die meisten
SchlangenlauscherInnen nach Bodensee und damit gleich ums Eck. Lindau
aber versinkt von Konstanz aus gesehen hinter der Erdkrümmung und es
hat eine noch mal doppelt solange Uferlinie bis Übernsee. Ich will
damit sagen, dass Wir immer noch sehr sehr wenige sind, was frau durch
ansteigende Schlangengesangabonnements und Internetfülle vielleicht
nicht mehr bewußt ist. Vielleicht ist das bei euch in den Großstädten
oder anderen Regionen ja auch ganz anders. Bestenfalls bekam ich nur
keine Resonanz, weil mein Krisenmanagement so gut geklappt hatte. Wie
dem auch sei, ich fühle mich hier, inmitten einer ihrer schönsten
Festsäle, in meiner Liebe zur Großen Göttin allein. Es würde mich
interessieren, wie es euch damit geht?
Jedenfalls konnte ich am darauffolgenden Wochenende unter prächtigster
Altweibersonne die erste Ausstellung meiner Göttin-Figurinen,
gemeinsam mit einem Psi-Figuren-Holz-Bildhauer und einer
Fabel-Garten-Keramik-Künstlerin verwirklichen. Das ganze war nicht
mehr als Göttin-Event konzipiert sondern als gemeinschaftliche
Kunstausstellung . Dabei hatte die gute Göttin wirklich alles fein
arrangiert: Mir wurde ermöglicht, in einer kleinen hübschen Orangerie
inmitten eines zauber-haften Skulpturengartens meinen Göttinnen-Tempel
einzurichten. Aus Nuts Perspektive glitzerte das Glas des Tempels
genau zwischen den beiden Enden des Bodensees, als reiche er mit
seinen Händen das Licht der Göttin nach Westen, wo die Sonnenbarke am
24.9.2005 hinter der gewaltigen Kulisse der Hegau-Vulkane fast
tag-und-nacht-gleich versank. Der
altweibersommerwarme
Glanz der Sonne brachte selbst die unglasierten Figurinen zum
Leuchten. Die so prächtig Präsentierten sollten die Menschen an die
unendliche Vielfalt und Schönheit der Göttin erinnern. Die Mythen der
meisten anwesenden Göttinnen hatte ich schwarz auf weiß ausgelegt,
denn die Sprache des kultischen Bildes versteht heute fast keiner
mehr. Viele Erklärungen und interessante Gespräche über Kulturen und
Millennien habe ich geführt. Wobei die allermeisten Besucher erstmals
mit der Göttin in Berührung kamen. Auch ich legte zum erstenmal
öffentlich Zeugnis von Ihr ab. Eine Figurine erwerben wollte niemand,
aber Kenntnis von der Göttin bekommen haben viele.
Wer jetzt auf meine Göttinnen Statuetten neugierig geworden ist kann
Ein-Blick gewinnen unter
www.goettin-figurinen.net.
Herzlicher Gruß
Ianana

Kontaktanzeigen
Suche Hexenzirkel und / oder Gleichgesinnte zum Austausch, Feiern der
Jahreskreisfeste etc. in Bielefeld.
Meldet Euch!
Meine Handynummer: Kerstin 0170/ 600 3520

Kalender
Der Schlangengesang – Göttinnenkalender
Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren
vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten
aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es
gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber
deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das
Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine
Lebensaufgabe.
Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und
Bezeichnungen eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen.
Sollte jemand einen Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer
gesicherten Quelle hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu
eingeladen.
artemisathene
  
Kalender für Dezember 2005
In der antiken griechischen Welt war der Dezember auf die Mondmonate
Maimakterion und Poseideon verteilt. Letzterer hat seinen Namen zu
Ehren des Meeresgottes Poseidon.
Im römischen Reich war der Dezember der 10. Monat (decem = zehn) nach
dem März, dem offiziellen Jahresbeginn.
Im germanischen Kulturkreis hieß dieser Monat Julmond. Benannt nach
dem zu dieser Zeit stattfindenden Julfest. Die Silbe Jul bedeutet wohl
soviel wie dunkel und bezeichnet damit die dunkelste Zeit des Jahres,
die Zeit vor der Wintersonnenwende.
Alte Namen wie Heilagmanoth, Heiligmond, Heilsmonat etc
Weihnachtsmonat, Julmanoth/mond/monat zeigen auf das größte
germanische Fest, das Julfest. Wolfmonat/mond stehen symbolisch für
die Dunkelheit die das Licht verschlingt.
Quelle: Gardenstone, Germanischer Götterglaube
3. Dezember: Schütze, zunehmender Mond:
Fest der römischen Göttin Bona Dea: Fest der "guten Göttin der
Gerechtigkeit", Göttin der Fruchtbarkeit, der Heilpflanzen, der
Heilkunde und evtl. auch der Prophetie. Reiner Frauenfeiertag, Männer
hatten bei den Feierlichkeiten keinen Zutritt.
Quellen: (2), (4)
12. Dezember: Stier, zunehmender Mond:
Fest der alten Azteken-Göttin Tonantzin, heute verehrt als "our lady
of Guadaloupe" in Mexiko. Der heutige Marienkult geht ganz eindeutig
auf eine frühere Verehrung der Fruchtbarkeitsgöttin Tonantzin zurück.
Quellen: AZTEC RELIGION - (C)1997-99 Thomas H. Frederiksenn
http://www.awakenedwoman.com/tonantzin.htm
13. Dezember: Stier, zunehmender Mond:
Fest der heiligen Lucia in Schweden: ob sie eine Heilige aus Sizilien
im 3. Jahrhundert n.u.Z. war oder doch eher die Christianisierung der
Diana Lucifera, der römischen Hekate, sei dahingestellt. Heute tragen
die Mädchen in Schweden an diesem Tag als "Lichterköniginnen" ein
weißes Gewand und auf dem Kopf einen Kranz aus Preiselbeerzweigen mit
Kerzen darauf. Mit feierlichen Gesängen wird die Rückkehr des Lichtes
gefeiert.
Quellen:
http://www.sverige.de/lexi/lexi_feie.html
http://www.schwedenseite.de/kultur_feste_lucia.shtml
17. -23. Dezember: Saturnalien: ausgelassenes Fest im antiken Rom. Die
Standesunterschiede waren für diese Tage aufgehoben. Der Sklave konnte
vom Herrn bedient werden.
Quelle:
http://www.uni-leipzig.de/~geschalt/pag/saturn.html
19. Dezember: Löwe, abnehmender Mond:
Opalia: römisches Fest zu Ehren der Göttin Ops Mater / Ops Consiva,
Göttin des Erntesegens, Göttin des Überflusses und des Reichtums,
Schutzgöttin der Neugeborenen, aber auch Kriegsgöttin. (siehe Text im
schlangengesang 2/03)
Quellen: (2), (4)
21. Dezember: Löwe, abnehmender Mond:
Angeronalia/Divalia: Fest der römischen Göttin Angerona, Göttin des
Schweigens und eine der Schutzgöttinnen Roms, Göttin der Geheimnisse
und Todesgöttin, Göttin der Wintersonnenwende und des neuen Jahres,
wahrscheinlich auch der Fruchtbarkeit , Befreierin von Ängsten und
Kümmernissen sowie von der Krankheit "angina"
Quellen: (2),
http://www.pantheon.org/articles/a/angerona.html
Dieser Tag wird bisweilen auch als Divalia bezeichnet. Damit werden
die an diesem Tag stattfindenden Feierlichkeiten zu Ehren der
römischen Dea Dia bezeichnet, der gemeinsam mit der Göttin Angerona
geopfert wurde.
Quelle:
http://www.uni-leipzig.de/~geschalt/pag/saturn.html
Zwischen dem 21. und 25. Dezember: Jul-Fest: aus dem Altgermanischen
bzw. angelsächsischen Sprachraum: "Kinder-Tag", Mittwinterfest.
Wiedergeburt des Gottes Baldur. Dieser Tag bzw. Abend heißt auch
Wolfsmond oder Weihemond. Oft wird dieses Fest auch Mittwinter
genannt.
Quelle:
http://www.hauszellengemeinde.de/weihnachten_bedeutung.html
Quelle: Gardenstone, Germanischer Götterglaube
23. Dezember: Jungfrau, abnehmender Mond:
Larentalia: römisches Fest der Acca Larentia, einer Göttin um die sich
viele Sagen ranken. Das Fest wurde am Grabe der Larentia auf dem
Palatin gefeiert.
Quelle: (2), (4)
24. Dezember: Waage, abnehmender Mond:
"Modraniht": Nacht der Mutter/ bzw. Mütter: aus dem angelsächsischen
Raum bekanntes Fest zur Verehrung der Mütter, das wahrscheinlich den
Beginn des neuen Jahres bedeutete. Die Geburt des Sonnengottes durch
die Muttergöttin.
Quelle:
http://www.englishheathenism.homestead.com/textmothers.html
Tag der Juvenalien: Fest der Göttin Juventus, Personifikation der
Jugend. Fest der Kinder und jungen Leute im alten Rom. Eingeführt von
Nero mit Schauspielen und Gladiatorenkämpfen.
Quellen:
http://www.wilsonsalmanac.com/book/dec24.html
25. Dezember: Waage, abnehmender Mond:
Geburtstag des Mithras bzw. Geburt des Sonnenheros. Fest der
unsterblichen Sonne "sol invictus". Im spätantiken Rom der höchste
Feiertag, deshalb wurde er sicher auch später umgedeutet in den
Geburtstag von Jesus Christus.
Quelle:
http://www.cs.utk.edu/~mclennan/BA/SF/WinSol.html
http://www.hauszellengemeinde.de/weihnachten_bedeutung.html
27./28. Dezember = 26. Poseideon: Skorpion, abnehmender Mond:
Haloa: griechisches Fest zu Ehren der Göttinnen Demeter und Persephone
sowie des Gottes Dionysos (evtl. identisch mit dem Koreion-Fest).
Quelle: (5), (6)
Mitte Dezember: kleine Asclepigeia: griechisches Fest zu Ehren der
Heilgötter: Asclepios, Apollon, und der Göttin Hygieia
Quelle: (5)
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder
auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere
Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und
zitieren kann wäre ich sehr dankbar:
8.12. Tag der Astrea, 15.12. Fest der Alcyone, 27.12. Fest der Göttin
Marimba, 25.12. Fest der Atargatis, 31.12. Fest der Sekhmet
Quellenangaben:
(1) Ovid Fasti,
(2) Der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org,
(4) www.imperiumromanum.com,
(5)
http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6)
http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7)
http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar
artemisathene
  
Kalender für Januar 2006
Zum griechischen Januar gehörten die Mondmonate Poseideon und Gamelion.
Letzterer benannt nach dem Hochzeitsfest, dem "hieros gamos" der
Göttin Hera mit Göttervater Zeus. Dieses Fest wird oft auch Theogamia
genannt. Dieses Jahr fällt es allerdings in den Februar.
Der römische Monat Januar war benannt nach dem zweigesichtigen Gott
Janus. Er hatte ein altes und ein junges Gesicht und blickte somit ins
alte wie ins neue Jahr.
Im germanischen Gebiet hieß dieser Monat Hartung, nach dem hart
gefrorenen Schnee. Das Wort bedeutet im Althochdeutschen in etwa
"sehr" oder "viel" (Schnee oder Kälte). Die Wurzel "hart" ist
indoeuropäischen Ursprungs.
1. Januar: Steinbock, zunehmender Mond
Eröffnungsfest des Tempels der Göttin Fortuna Omnium in Rom. (mehr
dazu siehe Schlangengesang 8/04)
Quelle: (4)
Ebenso am 1.Januar: Fest der japanischen sieben Glücksgottheiten,
darunter Benten, die für Musik, bzw. für die Künste im Allgemeinen
zuständig ist. Man betet zu ihr aber auch um mehr Geld.
Quelle:
http://homepage.univie.ac.at/bernhard.scheid/rel_vo/ikon/7fuku.htm
http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_8269.html
5./6. Januar: Fische/Widder, zunehmender Mond:
Koreion: Festlichkeiten zu Ehren der Kore-Persephone. Es ist eine
Feier zum Beginn des Vegetationsjahres, Kore ist der Jungfrauenaspekt
der Erntegöttin, die Kornjungfrau.
Quelle:
http://www.beliefnet.com/story/2/story_264.html
6. Januar: Widder, zunehmender Mond:
Feste der Göttin Holle, der Perchten, von La Befana, Epiphania-Tag,
Festtag der drei Bethen.
Quelle: Schlangengesang 2 -03,
www.nebelpfade.de/artikel/6terjanuar
6./7. Januar: Widder, zunehmender Mond:
Fest der keltischen Göttin Morgane/Morrigan, einer Triadengöttin, die
aus den drei Göttinnen des Krieges, der Schlacht und des Todes
besteht. Schicksalsgöttin.
Quelle: die keltische Zauberin, Edain McCoy
07.Januar: Widder, zunehmender Mond:
St.Distaff´s Day: Wohl das Fest der Göttin Frigga als "Spinnerin". Die
stellare Konstellation des Orion in dieser Zeit ist auch bekannt als "Frigga´s
Distaff". An diesem Tag nahmen die Frauen nach der Pause der Raunächte
/ Weihnachtszeit das Spinnen wieder auf. Dazu gab es verschiedene
Bräuche. (siehe Text im Anhang)
Quelle:
http://www.jpc-artworks.com/gallery/wintersolstice/giftbringers5.html
http://www.valleyoakkindred.com/calander.htm
7./8. Januar bzw. 8. Gamelion: Widder/Stier, zunehmender Mond:
Opfer im antiken Griechenland an die Nymphen sowie an Apollon
Nymphogetes, und Apollon Apotropeus.
Quelle:
www.winterscapes.com/dionysus/calendar
8./9. Januar bzw. 9. Gamelion: zunehmender Mond:
Opfer an die griechische Göttin Athene im antiken Erchia.
Quelle:
www.winterscapes.com/dionysus/calendar
09. Januar: zunehmender Mond:
Agonalia: römisches Opferfest: zu diesem Fest wurde wohl nicht nur
eine Gottheit geehrt, sondern den meisten Göttern des römischen
Pantheon "ihr" Opfertier dargebracht: Schwein für Ceres, Hirschkuh für
Diana, ein Hahn für die Göttin der Nacht (Selene, Nyx oder Hekate?)
Quelle: (1)
11. und 15. Carmentalia: Zwillinge, zunehmender und Löwe, abnehmender
Mond:
2-tägiges Fest der Göttin Carmentis oder Carmenta: etruskischer
Herkunft: Göttin der "Carmina" = der Lieder, Prophetin und
Geburtsgöttin, verantwortlich für die Ortsbestimmung der Gründung Roms
(laut Sage), Quellgöttin
Ebenso Festtag der römischen Quellgöttin Juturna.
Quelle: (1), (2)
11./12.-14./15. Januar bzw.12.-15. Gamelia: Lenaia: Griechisches Fest
für Dionysos und die Mänaden. Außerdem wird der Erigone gedacht. Diese
Tochter eines Weinbauers wird von Dionysos mit einer Weintraube
verführt und erhängt sich nach dem Mord an ihrem Vater. Zeus versetzt
sie als Sternbild "Jungfrau" an den Himmel. (siehe Text im Anhang)
Quelle: (6)
Die Frau im alten Griechenland: Julia Iwersen
16.Januar: Löwe, abnehmender Mond:
Festtag der römischen Göttin Concordia: Personifikation der Eintracht.
Quelle: (1)
Zwischen dem 24.-27. Januar: Feriae Sementivae: "Saatferien": auch
Paganalia genannt: nach Ovid war es ein ländliches Fest zu Ehren der
Göttin Tellus Mater und der Göttin Ceres.
Ihnen wurden nach der Aussaat des neuen Getreides Kuchen geopfert und
"Fleisch ausgesät". (Siehe Gebet im Schlangengesang 9/05)
Quelle:
http://www.villaivlilla.com/GensSempronia/tellus.htm
http://ancienthistory.about.com/library/bl/bl_myth_gods_grecoroman_tellus.htm
26./27. Januar = 27. Gamelia: Schütze/Steinbock, abnehmender Mond:
Theogamia, das Fest der Heiligen Hochzeit des Zeus und der Hera. An
diesem Tag wurde Zeus als "Teleios" (Oberhaupt der Familie) und Hera
als "Teleia" (weibliches Familienoberhaupt) verehrt. Weitere Opfer
waren vorgesehen für Poseidon und Demeter Kourotrophos (Beschützerin
der Kinder).
Quelle: (5)
30. Januar: Wassermann, zunehmender Mond:
Fest der römischen Friedensgöttin Pax mit Lorbeerkränzen,
Weihrauchopfer und einem Tieropfer eines "schneeweißen Tieres", das
vor der Opferung mit Wein besprengt wird.
Quelle: (1)
31.Januar: Fische, zunehmender Mond:
Fest der keltisch-irischen Göttin Brigantia / Brigid. Als
"Lichtbringerin" und schöne Jungfrau beendet sie in dieser Nacht die
dunkle Herrschaft der Göttin Cailleach.
Quelle:
http://www.wilsonsalmanac.com/book/jan31.html
Schlangengesang 1/04 Text zu Brigid
Unspezifizierte Feste:
Fest der indischen Göttin Sarasvati: mit Sicherheit am Anfang des
Jahres, wann genau konnte ich nicht feststellen.
Quelle:
http://www.rosettastoneinc.com/california/fest.html
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder
auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere
Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und
zitieren kann wäre ich sehr dankbar: 2. Januar, Inanna, 6.Januar: kelt.
Göttin Sirona, 7.Januar: Sekhmet (Ägypten)
Quellenangaben:
(1) Ovid Fasti,
(2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org,
(4) www.imperiumromanum.com,
(5)
http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6)
http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7)
http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar
artemisathene

Die Lenaia - Fest der griechischen Frauen zu Ehren des
Dionysos und der Mänaden
Die Athenerinnen feierten dieses ausschweifende Fest zu Ehren des
Vegetations- und Weingottes Dionysos in der Zeit vom 12.-15. des
Mondmonates Gamelion (Januar/Februar).
Neben Dionysos wurden auch die Mänaden = Lenai (deswegen der Name
Lenaia), die "rasenden" Anhängerinnen des Dionysos verehrt.
Im Mythos zu diesem Fest, spielen ein gewisser Ikarion und seine
Tochter Erigone eine Rolle. Ikarion sollte den Athenern den Weinbau
beibringen und wurde von ihnen getötet, aus Angst vor einer Vergiftung
durch das berauschende Getränk. Der wahnhafte Zustand des Weinrausches
schien einen tiefen Eindruck bei den Bürgern Athens hinterlassen zu
haben.
Ein Apollon-Orakel klärt die Athener Stadtbevölkerung über das
göttliche Geschenk auf und fortan wird ein Fest für Ikarion und seine
Tochter Erigone ausgerichtet, die sich aus Gram über den Tod des
Vaters erhängt hatte.
Der Weingott Dionysos lehrt die Griechen nun auch den richtigen Umgang
mit dem alkoholischen Getränk: um es ohne Nebenwirkungen genießen zu
können, empfiehlt er das Mischen von Wein mit Wasser.
Zu den Lenaia gab es Darbietungen von Musik, Gesang und Tänzen, aber
auch Wettkämpfe und Theaterstücke. Um Mitternacht tanzten die Thyaden,
deren Name sich von Thyone, einem Beinamen der Mutter des Dionysos,
Semele, herleitet. Thyone bedeutet "die schwärmerisch Rasende" und
zeigt den Zustand, in dem sich Semele befand, die Vorbild war für den
Tanz der Athenerinnen auf dem Parnass (dem Berg an dem Delphi liegt).
Bei ihrem Tanz trugen die Thyaden den Thyrsos, einen von Efeu und
Weinranken umschlungen Stab an dessen Spitze ein Pinienzapfen prangte.
Dieser Stab diente unter anderem dazu sich allzu aufdringliche
Verehrer (speziell die Satyrn) vom Leib zu halten. Im Tanz umrundeten
die Thyaden ein Standbild des Dionysos mit seinem Efeukranz.
Musikalisch wurden sie von Trommeln, Kastagnetten und Flöten
begleitet. Fackeln erhellten die Szenerie, die sich in exstatischer
Weise oft die ganze Nacht hindurch zog. Es wurde ausgiebig Wein
getrunken.
Die Tänzerinnen waren mit Tierfellen (Reh- oder Pantherfell) bekleidet
und trugen ihre Haare offen, ein Zeichen für die ungewöhnliche
Freizügigkeit des Festes.
Während die Lenaia in Athen vergleichsweise harmlos waren,
veranstalteten andernorts die Frauen sehr viel ausschweifendere Orgien
zu Ehren des Dionysos. Es wird berichtet, dass die Frauen in ihrer
Ekstase Tiere und sogar Kinder zerrissen hätten. Euripides behandelt
dies in seiner Tragödie "die Bakchen". Auch der Sänger Orpheus soll
ein Opfer der rasenden Mänaden geworden sein. Dieses Zerreißen von
Tieren hat seinen Hintergrund im Mythos von Dionysos, der ähnlich dem
Osiris, in Stücke gerissen und wieder zu neuem Leben erweckt worden
war.
Die wilden ekstatischen Feiern zu Ehren des Dionysos und der Mänaden
waren für die Frauen im alten Griechenland die einzige Möglichkeit aus
ihrem "Käfig" auszubrechen. Strenge Sitten und Moralcodices machten
ihnen das Leben schwer. Frauen durften an den Festen der Männer nicht
teilnehmen, meist nicht einmal an einem Gastmahl (Symposion). Sie
wurden in eigenen Frauenzimmern untergebracht und hatten nur wenige
Freiheiten. Einzig die Feste des Dionysos, dessen Priesterinnen und
Anhängerinnen Frauen waren, wurden vom Athener Stadtstaat geduldet,
wenn sie auch abgemildert und in ihrer Wildheit beschränkt wurden.
Ein Beispiel für die passive Macht die Frauen dennoch ausübten, ist
das Theaterstück Lysistaté des Athener Dichters Aristophanes, das an
den Lenaia des Jahres 411 v.u.Z. erstmals aufgeführt wurde: In einer
lang andauernden kriegerischen Auseinadersetzung beschließen die
Frauen Griechenlands ihren Männern so lange Sex zu verweigern, bis
diese sich zu einem Friedensschluss durchringen würden. Die Frauen
setzen sich durch und erreichen so den Frieden zwischen den kämpfenden
Stadtstaaten.
artemisathene

Veranstaltungen
Aerzen
Seminar mit Chisayi:
10. Dezember
Velya sou laya Taresca: Das traditionelle Orakel und der spirituelle
Segen der Göttin zum Jahreswechsel
Begrenzte Teilnehmerzahl 8 Personen!
Während dieses Tages werden wir in eine tiefe mystische Erfahrung
eintauchen. Die Große Göttin wird durch mich zu jedem Anwesenden
sprechen & wichtige spirituelle Botschaften für die Neuorientierung
nach der Wintersonnenwende vermitteln. Damit verbunden ist der Segen
der Großen Göttin, der es erleichtert, hinderliches Karma abzulegen &
das Gute, das auf uns wartet anzunehmen. Ein Kristall & ein
Räucherwerk werden von mir auf Wunsch energetisch aktiviert, um den
Neuanfang zu begleiten & das Positive zu unterstützen.
Reiki-Do Institut Walter Lübeck, Reinerstr. 10a, D-31855 Aerzen
Tel: 05154 / 970040, E-Mail: info@rainbowreiki.net
115,- EUR
Aerzen:
Tagesseminar: Entwicklung der Medialen Wahrnehmung
12.11.2005
Programm-Kurzinfo: Im Reich Deines Geistes gibt es viel zu entdecken!
In diesem Seminar lernst Du, systematisch Deine Intuition zu
trainieren, hellseherische Kräfte zu entwickeln, im Spiegel der Göttin
zu lesen, den energetischen
Zustand anderer Menschen, Tiere, Pflanzen und Häuser genau zu erkennen
und zu deuten, Dich in die Vergangenheit eines
Ortes oder eines Wesens zu versetzen, um die Ursachen von derzeitigen
Schwierigkeiten zu verstehen, die Wurzeln von
Erkrankungen zu entschlüsseln & vieles mehr!
Preis: € 105,-
http://www.rainbowreiki.net/pages/seminare-chisayi2005.htm
Aerzen
Vera Terasanyi: Die Heiligen Namen der Göttin
Zweitagesseminar
14. - 15.01.2006
Programm-Kurzinfo: Die 54 Namen der Großen Göttin, stellen die
unterschiedlichen Aspekte Ihrer Zauberkraft, Liebe und Weisheit dar.
In diesem Seminar erlernst Du die Namen und wirst in ihre spirituelle
Kraft eingeweiht. Durch vielseitige mystische Erfahrungen kannst Du
die einzelnen Qualitäten der Göttin zu Dir einladen, um Deinen Weg zum
Licht & zur Liebe zu gehen, Probleme Deines Alltags und
gesundheitliche Disharmonien zu bewältigen. Die wichtigste Anwendung
ist jedoch die persönliche mystische Erfahrung, die Du im Angesicht
der Göttin erleben wirst. Bei Ihr zu sein, wird Dein Leben verändern,
bereichern, verzaubern. Was auch immer Dir geschieht – an Ihrem Herzen
bist Du geborgen, Sie schützt & hält Dich, wenn Du es nicht mehr
vermagst, für Dich zu sorgen, Sie läßt Dich Dein Glück intensiver
erleben & das Licht in Deinem Inneren immer wieder entfachen.
Reiki-Do Institut Walter Lübeck, Reinerstr. 10a, D-31855 Aerzen
Tel: 05154 / 970040, E-Mail: info@rainbowreiki.net
Karlsruhe
Mit der Göttin durch das Jahr –
Pflanzenastrologie aus weiblicher Perspektive
Das ist wie ein Tanz, den wir mit Göttinnen, Pflanzen, unserem eigenen
Horoskop und den Veränderungen in der Natur im Jahreslauf erleben
werden. Wir lernen die Bedeutung von Tierkreiszeichen, Planeten und
Häusern kennen, betrachten sie auch unter weiblichen Aspekten und
bringen diese Erfahrungen direkt in unseren Alltag. An je einem Tag
pro Monat stimmen wir uns ein in die Harmonie zwischen Himmel und
Erde, zwischen Planeten und Pflanzen, zwischen Kosmos und Menschen,
zwischen Männlich und Weiblich.
26. November
17. Dezember
35 Euro je Termin
Fuchsbau 27, 76228 Karlsruhe
Telefon: 07 21/47 63 96 52
e-mail: vierjahreszeiten "at" kraeuterweisheiten "punkt" de
http://www.kraeuterweisheiten.de
Aerzen
Einführung in die Goddess-Radionik
27.11.2005
Goddess Radionic Tools -
Spirituelle Radionik aus Lemuria für die Menschen der Erde des
Wassermannzeitalters
Die Radionic Tools werden von Walter Lübeck seit 2003 entwickelt und
hergestellt.
Jedes der Tools enthält individuelle Anteile. Sie sind verbunden mit
dem Lebensnetz der Großen Göttin und ihrer Engel. Sie lassen sich für
jeden Bereich des Lebens mit excellenten Erfolg einsetzen, von der
Trinkwasseraufwertung über Feng Shui bis hin zu komplexen spirituellen
Heilungen.
Reiki-Do Institut Walter Lübeck, Reinerstr. 10a, D-31855 Aerzen
Tel: 05154 / 970040, E-Mail: info@rainbowreiki.net
Berlin
Mi 30.11.05 um 19:00
Frauenzirkel Göttinnen: Hexenpflanze Belladonna – die schöne Frau
und ihre wilden Tiere
mit Gisela Avena Sticker
Berlin-Schöneberg Details goettin@frauenkulturservice.de
Märstetten
Schwesternschaft - Seminar für Frauen
27.12. – 31. 12. 2005
EUR 330
Übernachtung + Essen: EUR 175
Ort: Seminarhaus Winkel in Märstetten/Schweiz (Bodenseeraum)
Dieser Frauenkreis wird geleitet von der Medizinfrau Loon Schneider
und Viola Stollenmaier.
Es gab Zeiten in unserer Menschheitsgeschichte, wo Gott- und
Göttinnenbilder, Tempel und heilige Haine zu deren Ankunft zum Alltag
gehörten. Wo weise Großmütter und starke Führerinnen in der Sippe das
Sagen hatten.
In der heutigen Zeiten spüren die Frauen wieder, dass das Weibliche:
das Wissen um das Zyklische, die Kraft des Intuitiven, die natürliche
Verbundenheit, das Zuhause-Sein auf der Erde, zurückkehren möchte.
Wir nennen diesen Zustand „die Rückkehr der Schwesternschaft“.
Wir suchen das Geheimnis der natürlichen, sinnlichen und weisen Frau
nicht mehr im Außen, sondern wollen es in uns selbst aufwecken.
Deshalb darf unsere eigene Kreativität und die Erinnerung des Körpers
ins Spiel kommen.
...
Sie haben die Möglichkeit, ihrem Traum einer starken, integeren und
sinnlichen Frau ein Stück näher zu kommen.
http://www.wizbiz.de/
Wiener Neudorf
PFLANZEN DER GÖTTIN - HEIMISCHE GIFT- UND ZAUBERPFLANZEN
dreiteiliger Abendworkshop
Wann : Beginn: Do. 27. Jänner 2005
kulturgeschichtlich, ethnobotanische Betrachtung ausgewählter
"Zauberpflanzen" Information und schamanische Trommelreisen
Medizinrad NaturEnergetik Mag. Gabriele Altmann, Hauptstr. 26/F1/4,
2351 Wiener Neudorf, Tel.: +43 02236/65337, Fax : +43 02236/65337
Web / Email:
http://www.medizinrad.at und medizinrad@kabsi.at
3 Abende € 45,--; einzeln € 19
Attnang-Puchheim
Jahreswechsel - Abschied und Neubeginn
Ort : Bildungszentrum Maximilianhaus,
4800 Attnang-Puchheim, Tel. 07674-66550,
maximilianhaus@dioezese-linz.at
Datum: Freitag, 30. 12. ´05 - 17.00 - ca. 22.00 Uhr
Kosten: 25,- Euro / Person incl. Jause
Referentinnen: Veronika Schenter, Tanzpädagogin, Ritual- und
Zeremonienmeisterin;
Karoline Prutsch, Theologin und Erwachsenenbildnerin
Rückblick - was hab ich in diesem Jahr erschaffen?
Dankbarkeit - wofür bin ich dem Universum, meinen Liebsten, meinem
Umfeld, den Naturkräften,
mir selber - grenzenlos dankbar?
Abschied - was will sich verabschieden, damit in der Leere Platz für
Neuesist und damit alte Ängste sich in
neue Kräfte wandeln können?
Neubeginn - meiner Ahnung von geheimen Wünschen und kühnen Träumen
Raum geben.
Rauhnachtsbräuche - wie lege ich meine Wünsche für das Neue Jahr in
den Schoss von Mutter Erde?
>Wir feiern verspielt mit allen Sinnen in einem Kreis von Frauen und
Männern mit Kreistänzen, Einzel- und
Gruppenarbeit, Austausch, Ritual, Hintergrundgeschichten zu Bräuchen,
Symbolen und den Energien des Jahres
2006 - einen bewußten Übergang in das Neue.
Für das Kulinarische wird gesorgt! Anmeldung im Maximilianhaus!
http://www.lebenstanzfeste.com
Linz-Urfahr
GLÜCKSDRACH/INNEN-FEIER-ABENDE
Ein achtsamer Zeit-Raum zum Körper verwöhnen. Mit Kreistänzen,
Shiatsu, Energieübungen u. ähnliches. Anschließend Austausch von
persönlichen
Glückserfahrungen aus dem Alltag. Zum Stärken der Lebensfülle.
Zeit: 19 - 22 Uhr, jeden 3. Donnerstag-Abend im Monat
Ort: Seminarraum Riesenederhof, Linz-Urfahr, Landgutstraße 20
17. November 2005
15. Dezember 2005
Anmeldung: erwünscht
Kosten: Euro 7,--
Bitte mitnehmen: Decke + Polster zum kuscheligen Sitzen
Liebeskräuter Kräuter und Pflanzen der Liebesgöttinnen
Wir lassen uns von den Pflanzen der Venus und Aphrodite in den Garten
der Liebe entführen und kommen in Berührung mit der Welt verlockender
Düfte, der Sinnlichkeit und des Genießens. Inspiriert von heimischen
Liebeskräutern und den Liebesgewürzen ferner Länder erleben wir in
dieser kalten und dunklen Zeit des Jahreszyklus ihr besonderes Wissen
um einhüllende Wärme, wohltuende Entspannung, die Stärkung unserer
Nerven, das Sich - Wohlfühlen im eigenen Körper, während es immer
leichter fällt, der Kopflastigkeit und den Alltagsbelastungen immer
weniger Aufmerksamkeit zu schenken ("Einfach da sein"). Sie erinnern
uns daran, wie wir eine wohltuend wärmende Atmosphäre der Lebens -und
Liebeslust schaffen können und erzählen uns ihre alten lustigen
Geschichten über Liebe, Lust, Erotik und das Feuer der Leidenschaft.
Es wird dabei eine wundervolle Winter-Abendbeschäftigung sein, uns ein
Liebesamulett zu basteln.
Seminarnummer: 11202
Do. 08.12. - So. 11.12.2005
Seminargebühr: (inkl. U&V) € 295
http://www.frauenlandhaus.de/
- Frauenlandhaus Charlottenburg
Weitere Seminare im Frauenlandhaus Charlottenburg:
Fr.18.11.-So.20.11. Rituelle Wege der Heilung
Ziriah Voigt
Do. 23.02.-So. 26.02. Lomi Hana Hoó Ano Ano Aloha – Hawai´ìanische
Körperarbeit
Amira Segal
Fr. 17.02.-So. 19.02 Heilsame Stimme
Carien Wijnen
Fr. 24.02.-So. 26.02 Fortbildungsreihe: Spirituelle Gestaltung im
Rituellen Kreistanz Rituelle Formen und Tanzseminar
Ziriah Voigt
  
Impressum
Schlangengesang – der Rundbrief für Göttinnenspiritualität wird von
keiner Organisation herausgegeben, sondern von Privatpersonen, die
sich zu diesem Zweck zusammen fanden.
V.i.S.d.P.: Nora Bugdoll, Thulestraße 7, 13189 Berlin
Bilder:
Schlangengesanglogo von Distelfliege
Baubobild von Nebelweib, Frauenmantelfotos von ArtemisAthene, Blutbild
von Esmerelda, Lampenbilder von Caitlin
Zierelemente von Aruna, Caitlin, jana, Teleri, Lilia
Dieser Rundbrief darf nur als Ganzes und unverändert in der
vorliegenden Form weiter verbreitet werden. Eine Weiterverbreitung als
Ganzes ist erwünscht.
Das Copyright des vorliegenden Materials (Bilder, Texte, Grafiken,
Dateien u.ä.) liegt bei den jeweiligen AutorInnen, KünstlerInnen, die
im Einzelnen der Redaktion namentlich bekannt sind. Jegliche
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