Rundbrief für Göttinnen- Spiritualität

 

Herzlich Willkommen zur 14. Ausgabe des Schlangengesangs.

Voll ist der Rundbrief diesmal geworden. Auch Dank der Mitarbeit vieler, die nicht zur Redaktion gehören. Weiter so, denn von der Arbeit vieler lebt der Schlangengesang.

Auch die 14. Ausgabe ist eine Themenausgabe. Diesmal geht es um die Menstruation, ihre Heiligkeit, ihre Bedeutung im naturreligiösen Kontext, um den Umgang damit, die Erfahrbarkeit, den Wert für die jede Einzelne.
Und so, wie sich das Thema der 13. Ausgabe in diesem Schlangengesang fortsetzt, möchten wir auch im 15. Rundbrief noch über Menstruation reden ... übrigens auch mit Männern. (Siehe dazu Männer und Mens)

Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns auf Post von Euch,
Das Schlangengesang-Team

ArtemisAthene, Ash, Caitlin, Elea, Gwenhwyfar, jana, Karmindra, Markus, Mooncraft, Nebelweib, Silver, Temkes, Zauberweib

 



Inhaltsverzeichnis

Göttin:
- Baubo

Thema:
- Heilige Zeit Menstruation
- Menstruation naturreligiös
- Weibliche Archetypen im Zyklus (Grafik)
- Männer und Mens?
- Mens-Bücher

Pflanzen:
- Der Frauenmantel

Praktisches:
- Mit Sport gegen den Schmerz
- Göttinnenpapierlampe

Zauberspiegel:
- Die Alte in den Hügeln ist erwacht

Aufgelesen:
- „Drachenzeit“ von Luisa Francia
- Nachtrag: (Be)Deutung der 13
- LeserInnenbriefe

Netze weben:
- Frauen-Gedenk-Labyrinth
- rotermond2
- Mondtagnacht, Vollmond im Oktober:
- Kontaktanzeigen

Kalender:
- Feiertage
- Die Lenaia - Fest der griechischen Frauen zu Ehren des Dionysos und der Mänaden
- Veranstaltungen

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Göttin: Baubo

Diese Göttin hat verschiedene Namen in den verschiedensten Regionen. In Griechenland wird sie als Baubo verehrt. In Ägypten nennt man sie Bebt und in Japan wird sie als Ame no Uzume oder Ame nu Uzume verehrt. Doch ihr Aspekt ist immer der Gleiche. Sie ist eine Göttin des Lachens, die weder Kopf, noch Arme und nur ansatzweise Beine besitzt. Ihre Schwester ist Iambe, wobei sich viele nicht sicher sind, ob Iambe und Baubo nicht ein und dieselbe Göttin reprästentieren.
Viele Mysterien ranken sich um die Göttin des Gelächters. Im Mysterienkult von Eleusis ist sie als "dea impudica" bekannt, was soviel wie "schamlose Göttin" oder "Göttin der Unzucht" bedeutet. In der griechischen Mythologie gibt es einen sehr bekannten Mythos, in dem Baubo die Göttin Demeter tröstet, nachdem ihre Tochter Persephone von Hades, dem Gott der Unterwelt, entführt und festgehalten wurde. Demeter verzweifelte an der Sehnsucht nach ihrer geliebten Tochter und verfluchte, als Mutter allen Wachstums, alles, was fruchtbar auf der Erde war. Großes Leid legte sich über die Welt. Kein Kind ward mehr geboren, keine Knospe öffnete sich mehr, kein Weizen gedieh. Der Tod erstreckte sich über das Land. Demeter saß an einem Brunnen und schrie den Namen ihrer Tochter Persephone hinein. Baubo ritt auf einem Schwein zu Demeter und wollte diese trösten. Sie tanzte wild, erzählte ihr ein paar obszöne Witze und wackelte nebenbei noch mit ihren Brüsten. Da sie aber keinen Mund hatte, ließ sie ihre Vagina sprechen. Sie hob ihr Kleid und grinste Demeter mit ihrer sprechenden Vulva frech an. Dieser etwas eigentartige Anblick entlockte Demeter ein Lachen und sie vergaß ihren Schmerz und lauschte den schmutzigen Witzen der Baubo. Beide lachten, während sie noch am Brunnenrand saßen, sodass Hades auf die Beiden aufmerksam wurde, an die Oberfläche stieg und nach einigem Hin und Her Persephone aus der Unterwelt entließ. Und so geschah es, dass die Erde, die Felder, die Meere und die Bäuche der Frauen (ob Mensch, ob Tier) wieder fruchtbar wurden.

In Ägypten, wo sie als Bebt verehrt wird, soll sie der Isis, nachdem ihr Bruder und Gefährte Osiris von seinem Bruder Seth umgebracht wurde, mit ihrer sprechenden Vulva und den wackelnden Brüsten zu Trost verholfen haben.

In Japan, wo sie als Ame no Uzume oder Ame nu Uzume, manchmal aber auch nur als Uzume verehrt wird, brachte sie die Sonnengöttin Amaterasu (gesprochen Amatelasu) wieder zum Lachen, nachdem sie von ihrem Bruder, dem Sturmgott Susa-no-o beleidigt wurde. Uzume (Baubo) tanzte mit entblößten Brüsten und entblößter Vulva auf einem Gefäß.

Baubo repräsentiert also den Humor an sich. Ihr stark vibrierendes Lachen kommt aus dem Bauch und lässt die Erde erzittern. Es ist also keineswegs künstlich oder erzwungen. Man sagt, wer aus dem Bauch heraus lacht, wurde in diesem Moment von der Göttin Baubo geküsst. Dieser Kuss befreit den Körper und reinigt die Seele. Wie im griechischen Mythos schon erwähnt, reitet Baubo auf einer Sau, diese Tatsache wird sogar in Goethes Faust erwähnt. In Faust I verkörpert Baubo die Hexe schlechthin. Sie reitet auf ihrem Schwein zum Brocken. Das Schwein ist ein altes Symbol für Wiedergeburt und Gebären. (Auch die nordgermanische Göttin Freya reitet auf einem Wildschwein namens Hildeswin)

Stimme:
Die alte Baubo kommt allein;
Sie reitet auf einem Mutterschwein.

Chor:
So Ehre denn, wem ehre gebührt!
Frau Baubo vor! Und angeführt!
Ein tüchtig Schwein und Mutter drauf,
Da folgt der ganze Hexenhauf.

Goethe - Faust I, Walpurgisnacht

Baubo lehrt uns also in den verschiedensten Kulturen und ihren Mythen, mittels Witz, Respektlosigkeit und Unverschämtheit aus Trauer und Depressionen wieder Mut zu neuer Lebenskraft zu schöpfen. Der heilige Tag der Göttin ist der 28. September. Man sagt, Menschen, die an diesem Tag das Licht der Welt erblickten, seien die heiligen Kinder der Baubo. Auch wenn diese Göttin nicht allzu bekannt ist, so stellt sie doch eine wichtige Figur im Götterpantheon dar und man sollte zumindest wissen, dass es sie gibt.

Nebelweib

 




Thema
 

Heilige Zeit Menstruation

Für die meisten Menschen in unserer Gesellschaft dürfte der Begriff "heilige Zeit Menstruation" oder "heilige Menstruation" höchst absurd und unverständlich anmuten. Das ist nicht das Bild, das uns von den Medien und den Eltern / Großeltern vermittelt wurde.
Zwar gehört heute nicht mehr so wie vor zwei Generationen Scham und Unreinheit zur Menstruation aber sie wird doch meist als lästig oder störend empfunden, als hygienisches Ärgernis. Die Versuche, der Medizin, sie durch Hormonpräparate abzuschaffen, sind inzwischen weit fortgeschritten.

Warum also ist in der Sicht der Göttinnenspiritualität die Mens heilig?

1. Es ist ein natürlicher wichtiger Ablauf
Göttinnenspiritualität ist eine Naturreligion, wenn es auch unterschiedlich stark natürlich oder kulturell geprägte Richtungen gibt und sich viele Richtungen auf Hochkulturen beziehen. Trotzdem gilt immer die Natur selber als wertvoll, heilig, göttlich beseelt, ja als die Göttin selbst. Zum Beispiel die Erdmutter Gaja, die die Erde selbst ist oder die Himmelsköniginnen wie Nut, in ihrem Sternenkleid. Allmutter Natur: Das ganze Universum, alles was existiert, ist Teil des Göttlichen, Teil der Göttin. Das macht jeden Stein wichtig und beseelt ja in gewissem Sinne eben heilig: Das Wunder des Lebens ist überall zu sehen in der aufblühenden Blume, dem Schmetterling, der Geburt eines Kindes.
Wenn also alles Natürliche heilig, wichtig und Teil des Wunder Lebens ist, so kann es nicht sein, dass ein gesunder wichtiger körperlicher Vorgang in uns etwas anderes als wichtig, gesund und heilig ist.
Zumal es das Zusammenspiel all unserer Zyklusphasen bedarf, um uns immer wieder erneut fruchtbar zu machen und am größten Wunder, der Geburt, teilhaben zu können.
Die weibliche Zyklus ist etwas, das das Leben der Frau maßgeblich bestimmt. Das Leben der Frau teilt sich ganz alleine ein in die Phase der Kindheit vor der Blutung, die lange Lebensspanne mit der regelmäßigen Menstruation (und Kindern falls gewollt), sowie nach dem Wechsel die Phase ohne die Blutung.
Auch wenn die moderne Medizin so viel gar nicht über die exakte Wirkung und Steuerung der Hormone weiß, so viel ist gewiss: der weibliche Körper ist auf diesen Zyklus ausgerichtet und die daraus resultierende hormonelle Mischung prägt unsere Wahrnehmung, unsere Gefühle unser ganzes Sein.
Der Körper ist der Sitz unserer Seele, unserer Göttlichkeit, er ist unser Tempel. Nur mit dem Körper können wir im Hier und Jetzt leben. Die Menstruation ist wichtiger Bestandteil dieses Lebens, eng verwoben mit all den anderen Lebenserfahrungen.
Die Menstruation gehört also als eine Phase des Zyklus zum natürlichen gesunden Frausein dazu, ist sogar sehr prägend und wichtig für unser Leben, wie soll sie also nicht heilig sein?

2. Es ist ein weiterer heiliger Zyklus, ein Kreis, eine Spirale
Der weibliche Zyklus ist eine weitere Spirale. In Sicht der Göttinnenspiritualität und anderer Naturreligionen ist das Leben spiralförmig, zyklisch, dreht sich in großen immer höherschwingenden Kreisen. Der Jahreskreis ist der große sichtbare Naturzyklus, Lauf von Sonne und Mond sind weitere Spiralen. Das Leben von uns Menschen verläuft zyklisch in Spiralkreisen eingebettet in die größeren Spiralen oder Kreise des Lebens.
Durch die monatliche Blutung wird unsere eigene weibliche Spirale des Lebens sichtbar und erfahrbar, wir erleben einen ca. mondmonatlangen Zyklus in unserem Körper immer und immer wieder.
Wegen der ungefähren Gleichheit des Mondzyklus und des weiblichen Zyklus wurden diese in den meisten Kulturen miteinander verknüpft: die sich wandelnde Mondin voll und fruchtbar zu Vollmond, unsichtbar und menstruierend zu Dunkelmond, wo sie die tieferen Mysterien offenbart. Eine Kreis aus wachsen, werden, reif-sein, abnehmen, loslassen / sterben, ein ums andere mal.

3. Die Menstruation ist eine machtvolle Zeit
Wenn frau sich einlässt, ihren Zyklus zu erforschen und sich positiv der Menstruation zu nähern, so offenbart sich ein Schatz und Mysterium. Zur Zeit der Mens oder kurz davor sind wir besonders nah an unserer spirituellen und magischen Eigenmacht. Frau kann die Welt vielschichtiger wahrnehmen, kann problemlos weltenwandeln. Natürlich wird dann auch die Doppel- oder Berufsbelastung mal zu viel. Es ist keine Zeit des Gebens und des Funktionierens wie ein Roboter. Es ist die Zeit der Innenschau, der Besinnung, der schamanischen / magischen der spirituellen Arbeit. Da ist das Außen dann oft zu laut, zu grell, zu schnell. In der Zeit des Blutes und in dem Blut liegt eine starke Magie. Als ich anfing, mich mit Magie zu beschäftigen, konnte ich nur kurz vor und während der Mens, den Fluss spüren, orakeln, Magie wirken, hatte im Rest des Zyklus keinen Zugang dazu, bis ich mehr Erfahrung gesammelt hatte. Auch ist die Zeit sehr kreativ, meine besten Bilder und Göttinnenfiguren sind alle in der Nacht vor der Mens entstanden.
Während dieser Zeit ist die Dominanz von der Ratio, die heute immer so gefördert wird, nicht mehr so stark, Urtümlicheres kommt hervor.
Den Abstieg in die Unterwelt, den wir im Jahreskreis zu Samhain feiern und zelebrieren kann jede Frau Monat für Monat zu ihrer Mens spüren und vollziehen, ausmisten, altes wegwerfen, absterben lassen. Um dann nach dem Rückzug, der Innenschau und dem sich-selbst etwas gutes Tun der Blutzeit mit dem neuen Zyklus voller Energie und Tatendrang zu Neuem zu starten.
Die Zeit der Menstruation ist unsere machtvollste Zeit - Zeit einer spirituellen magischen urtümlichen Eigenmacht, die nicht gut zu den Anforderungen unserer Gesellschaft passt. Es ist die wilde heilige ungezähmte Zeit, in der wir die machtvolle dunkle Seite der Weiblichkeit kennenlernen und leben. Wie die dunkle Mondin oder die Erdgöttin in der Unterwelt, die die vielschichtigen Mysterien hütet und ohne die das helle aktive Leben nicht möglich ist. Eine Zeit der Macht, der Reife, der gesunden Dunkelheit, der Magie. Eben eine heilige Zeit.

Jana

 



Menstruation naturreligiös

Die Menstruation ist die einzige Gelegenheit im Leben der Menschen, in denen ein Blutfluss etwas positives, gesundes ist. Mensblut heißt Gesundheit, es fließt von alleine und regelmäßig. Blut wird in der Mehrheit der Kulturen als eine sehr mächtige Substanz angesehen. Es ist der Träger der Macht eines Menschen und in vielen Erschaffungs-Mythen spielt Blut eine Rolle.
So sollen Menschen in einigen indigenen Völkern und vielleicht auch in der europäischen Steinzeit (letzeres ist Vermutung) davon ausgegangen sein, dass aus dem ausbleibenden Mensblut der neue Mensch im Körper der Frau gebildet wird. Das Blut gibt die Menstruierende der Erde zurück, so bekräftigt sie das Band zu Mutter Erde und gibt ihr etwas mächiges zurück - bleibt im Einklang. Blutet eine ältere Frau nicht mehr, so bleibt all die Weisheit - all ihr Blut - in ihr und sie ist die geehrte Weise Alte.
In vielen Kulturen werden die Frauen in dieser Zeit von ihren Alltagspflichten entbunden und versammeln sich zum Beispiel in Menstruationshütten und zelebrieren Rituale. Natürlich gibt es heute auch viele negativ abwertenden Einstellungen zu Menstruation in vielen Kulturen, die die Frau als unrein einstufen. Aber das Motiv des Zurückziehens der Frauen ist sehr häufig und tritt in frauenzentrierten Gesellschaften sogar noch öfter auf als in männerzentrierten Gesellschaften, die dies als Ausschluss aus der Gesellschaft während der Blutzeit definieren (so die feministische Literatur).
Frauen, die eine enge Verbindung zueinander haben, passen sich in ihrem Zyklus oft einander an. Der weibliche Zyklus kann zudem an Vollmond oder Neumond ausgerichtet sein (klar, kann er auch dazwischen liegen). Ist es nicht eine schöne und ermächtigende Vorstellung, wenn alle Frauen eines Clans im mittleren blutenden Alter gemeinsam zu Dunkelmond bluten und in der Menshütte dies zelebrieren und für das Leben im Stamm orakeln und Magie betreiben? Und wenn die Mädchen des Stammes dann in die Mysterien der Weiblichkeit eingeweiht werden und in den Kreis der Frauen aufgenommen werden, wenn sie zum ersten Mal bluten?
Die Frauen sind damit dann im Einklang mit der Mondin / Göttin, unterliegen ihrem Wandel und verwandeln wie der Mond / die Mondin.
Das Mensblut ist ein Symbol des Wandels, es steht für die machtvolle Kraft des Lebensschenken als auch des Todes, eben ganz der Wandel. Und ist so etwas wie die anfassbare Essenz des Weiblichen.

Das Blut kann uns helfen, heil zu werden, in Kontakt zu unserer Weiblichkeit zu kommen, den reinigenden Abstieg in unsere eigene Unterwelt zu zelebrieren und integrieren. Wir können es einsetzen, um Gegenstände zu weihen, starke Magie zu weben und um zu schützen.

Mit der Kraft der Mens vertraut werden
Jede Frau kann sich selber auf die Forschungs- und Abenteuerreise zu der Macht ihrer Mens machen. Da das Blut ja jeden Monat wieder kommt - ist es auch nicht schlimm, dass dies ein längerer Weg, ein längeres Abenteuer ist. Und das Blut kann dich einfach an die guten Vorsätze erinnern, jeden Monat wieder :-) wenn du den Weg aus den Augen verloren hast.

Hier sind ein paar Vorschläge, um mit der Kraft der Mens vertraut zu werden:

1. Die Mond- oder Zykluschronik
Miranda Gray empfiehlt in "Roter Mond" Frauen von heute, eine Mondchronik anzulegen, um nach einigen Monaten Beobachtung erst einmal ein Gefühl dafür zu bekommen, was der Zyklus bewirkt. Angefangen wird so ein Mondtagebuch am besten mit dem ersten Blutungstag, um die exakte Position im Zyklus zu ermitteln. Der erste Bluttag zählt als 1. Tag im neuen Zyklus. Augeschieben wird die Mondphase, der Zyklustag, das Datum, eine eventuelle Notiz zu Träumen und einige Notizen zu Gefühlen und Gesundheit. Zur Rubrik "Gefühle" gehört zum Beispiel wie viel sexuelle Lust ich an dem Tag habe, wie ich mich insgesamt fühle. Zur Rubrik Gesundheit gehören eventuelle Schmerzen, die mit dem Zyklus zusammenhängen oder Unpässlichkeiten, auch Essensgelüste und ob ich mich gestresst fühle.
Für einen besseren Vergleich kann auch gleich folgende Stichwortlistung verwendet werden (oder eine eigene ergänzte), die die Arbeit mit der Mondchronik erleichtert:
1. Energieebene - dynamisch, gesellig, niedrig, zurückgezogen
2. Emotionen / Gefühlslage - friedlich, harmonisch, zornig, reizbar, liebvoll, großherzig, mütterlich, intuitiv, medial
3. Gesundheit - müde/schlapp, Schlafqualität ..., Essensgeslüste:.., physische Veränderungen:..
4. Sexualität - aktiv, passiv, erotisch, sinnlich, fordernd, agrressiv, keine, liebevoll, fürsorglich, geil
5. Träume: - Sex, Interaktion mit Männern und Frauen, Auftreten von starken Farben, Tieren, menstruelle oder magische Inhalte, vorhersagende / mediale und sich wiederholende Träume
6. nach außen gerichtete Ausdrucksformen - Kreativität, sportliche Aktivität, Zuversicht,
Organisationsfähigkeit, Konzentration, Alltagsbewältigung, Kleidung
(nach Miranda Gray, Roter Mond, S. 92)

Nach ein paar Monaten gibt es normalerweise (überraschende?) Synchronizitäten in den aufgezeichneten Zyklen zu erkennen.
Die gesammelten Daten lassen sich dann vereinfacht in ein Diagramm übertragen: ein Kreis, der in die mindestens 28 Tage des Zyklus unterteilt wird und in dem innen der Mondstand eingetragen wird. Dann der Zyklustag und das Datum. Außen an den Segmenten können die sich wiederholenden typischen Emotionen und Empfindungen der Zyklusphase eingetragen werden, sowie die Blutung. Das veranschaulicht noch einmal stark, wie der Zusammenhang zwischen Zyklus und Erleben ist.
Frauen, die natürliche Empfängnisverhütung mittels Temperaturmessen praktizieren können die Daten natürlich in ein und demselben Blatt oder Buch sammeln, und haben so einen sehr umfassenden Überblick über ihren Zyklus.
Diese doch etwas langwierige und Aufwendige Methode kann erst einmal Bewusstsein für den Zyklus vermitteln, wenn dazu das Bedürfnis da ist, um sich eben den Veränderungen gewahr zu werden.

2. Kontakt zum Körper aufnehmen
In unserer Gesellschaft wird Körperwahrnehmung normalerweise nicht gefördert, deswegen haben viele Frauen und Männer kein gutes Körpergefühl. Menstruation und auch der ganze Zyklus ist aber nun mal eine körperlich-spirituelle Angelegenheit. Vielleicht ist ja auch das ein Grund, warum es uns heute so fremd anmutet.

Eine Möglichkeit, sich mit dem Körper zu beschäftigen sind natürlich körperliche Übungen. Hier würde sich zum Beispiel Luna-Yoga anbieten. Luna Yoga ist eine Yogarichtung, die von Adelheid Ohlig ins Leben gerufen wurden. Sie hat spezielle Yogaübungen zusammengestellt, die unter anderem die Beckenregion anregen und helfen, den weiblichen Zyklus zu stabiliseren. Darüber hinaus kenn Luna-Yoga Übungen, die Fruchtbarkeitstänze heißen, die ca. 20 Minuten am Stück durchgeführt werden, die den Eisprung oder die Mens auslösen können und nur zu den entsprechenden Zeiten durchgeführt werden sollten.
Leider ist Luna-Yoga keine sehr verbreitete Yoga-Richtung, und es gibt sehr wenig LehrerInnen und Kurse, aber die Bücher von Adelheid Ohlig sind gut verständlich und entsprechend illustriert.
(Mehr dazu auch unter www.luna-yoga.de)

Eine andere oder zusätzliche Möglichkeit für den Mens-Bezogenen Körperkontakt sind Meditationen, die sich mit der Gebärmutter beschäftigen, bzw Übungen, die zum Ziel haben, mit der Gebärmutter zu reden, dies kann in Meditation oder Trance erfolgen, oder einfach, indem ich der Gebärmutter einen Brief schreibe. Die Gebärmutter ist das Zentrum weiblicher Kraft und doch meist ein sehr verkanntes Körperteil, an das viele Frauen keinen Gedanken verschwenden. Mit dem Thema Zyklus-Gefühl, Menskraft ist eigentlich untrennbar auch das Thema weibliche Sexualität verbunden und die schönsten Gebärmutterübungen finden sich in dem Buch "Das Tao der weiblichen Sexualität - das Praxisbuch für Frauen" von Maitreyi D.Piontek.

3. Die Mens feiern
Blutbild von EsmereldaNatürlich unumgänglich, um die Macht der Mens zu erfahren, ergründen, und mit ihr zu arbeiten, ist die positive Einstellung gegenüber der Blutung sowie dem Wunder Mens genügend Raum im Alltag zu geben. Deswegen spreche ich von "die Mens feiern". Nun habe ich selber in den meisten Monaten PMS vor der Mens starke Schmerzen zu Beginn der Mens, was das Feiern zugegebener Maßen etwas erschwert, aber es geht. Auch wenn es eine sehr langwierige Arbeit sein kann, die Ursache und Möglichkeit zur Behebung der Schmerzen zu finden, so muss mich dieses trotzdem nicht von einer positiven Grundeinstellung abhalten: Das Bedürfnis, die Mens wieder als das anzuerkennen was sie ist, als heilig und wichtig, sie zu ehren und zu ergründen. Dazu kann frau dann auch ruhig grummelnd auf der Couch liegen J.
Möglichkeiten die Mens zu feiern sind:
- bewusst ein rotes Essen zubereiten zu dem Tag des mutmaßlichen oder tatsächlichen Mensbeginns, um die heilige Zeit Menstruation einzuleiten.
- Ein kleines Ritual kreiieren, um die Mens willkommenzuheißen
- Ein Menstruationsamulett fertigen und anlegen
- Besonders kuschelige (rote?) Mensklamotten auswählen, die Frau während der Blutung zuhause (oder vielleicht auch draußen?) trägt. Luisa Francia empfiehlt dafür den Fetzen-Look der alten Zigeunerin, aber vielleicht ist es für dich ja etwas anderes
- Menswein oder Mensrum ansetzen und feierlich zu Mensbeginn trinken

Zudem ist es gerade zur Zeit der Mestruation enorm wichtig, ausreichend Zeit für sich selbst zu nehmen: ein heißes Bad mit Kerzen und Duft, ein Wohlfühlkuschelabend alles, was gut tut. Dazu ist es oft sinnvoll, von vorneherein darauf zu achten, in der Zeit der Mens oder kurz vor deren Beginn, möglichst keine Termine auszumachen und keine Überstunden zu machen. Frau ist in der Regel zu diesem Zeitpunkt nicht besonders Leistungsfähig und mag es eher ruhig als groß gesellig. Und keine Scheu, auch mal einen Treffen abzusagen, wenn einer nicht danach ist und sie lieber blutend auf der Couch verbringt - Rückzug ist bei den meisten Frauen Bestandteil der Mens. Nur wenn ich diesen Bedürfnissen Raum gebe, habe ich Lust, Kraft und Möglichkeit, vielleicht mich auch spirituell-magisch mit der Mens zu beschäftigen.
Wichtig ist auch, möglichst bei jeder Blutung vielleicht etwas Zeit zu finden (sofern dies ohne Stress möglich ist), sich mit dem eigenen Verhältnis zur Weiblichkeit, zum Zyklus, zum Blut zu beschäftigen, um die Reise weiterzugehen.
So kann zum Beispiel ein Wohlfühlabend mit einem kleinen kreativen Ritual erweitert werden, ein wenig Kerzen, Räucherung und die entsprechende Absicht, die Kraft der Weiblichkeit und der Mens zu erforschen, Wasserfarben und Papier, um nicht-rational das Thema zu erforschen. Natürlich geht auch eine Meditation, oder ruhige Überlegungen, Brainstorming oder andere Methoden. Ich würde aber Tanz, Gesang, Trommeln, Trance, Malen oder Formen bevorzugen, weil wir sonst ja schon so vieles kopfgesteuert tun und die Mens nun mal keine rationale Kraft ist.
Gerade zur Blutungszeit (bzw. die Tage davor) haben viele Frauen auch das Bedürfnis auszummisten, altes auf die weitere Tauglichkeit zu überprüfen und gegebenenfalls abzuschaffen. Auch dies hilft, die Kräfte des Zyklus weiter zu spüren. Ein Beispiel für ein schönes Ritual wäre das "Bad der Alten" von Nep (http://www.diegoettin.de/rituale/rit4.htm).

Das Blut
Da wir heute den Umgang mit Blut (bzw. allgemein Körperflüssigkeiten) nicht gewohnt sind, belassen es viele Frauen bei oben vorgestelltem. Aber zur Menstruation gehört nun einmal das Blut. Deshalb gehört es auch dazu, dass wir uns früher oder später mit dem Blut selber und zwar völlig echt ohne symbolischen Ersatz beschäftigen. Dies ist für manche einfacher, für andere schwieriger.

Hier einige Vorschläge, um mit dem Blut selber zu arbeiten:
- Schaffe dir einen rituellen heiligen Wohlfühlraum für dich und nähere dich deinem Blut, wie riecht es,
wie fühlt es sich an , was löst es aus?...
- Sammle dein Mensblut* und male damit - am besten in rituellem Rahmen - Bilder zu deiner Weiblichkeit
oder deiner Magie / Spiritualität

Die feministischen Autorinnen zum Thema Mens berichten von dem Brauch, dass blutende Frauen ihr Mensblut auf die Erde tropfen lassen, der Erde dadurch symbolisch und praktisch, Kraft und Macht zurückgeben und sich selbst als Töchter der Erde in deren Zyklen eingewoben verstehen. Auch wenn ich nicht weiß, woher dieser Brauch kommt, so ist es eine sehr ergreifende und heilsame Handlung, gerade auch für moderne Menschen, denen dieses eingebettet sein in die Naturzyklen meistens abgeht.

Dies alles waren nur Anregungen, was frau tun kann, um die Macht des Blutes zu erforschen. Nicht umsonst haben andere Autorinnen Bücher über das Thema geschrieben, auch wenn noch vieles ungesagt und ungeschrieben ist.
Für mich ist Naturreligion allgemein und auch Pandea im Besonderen ein spiritueller Weg, der nur mit dem Körper zu gehen ist. Ein Weg, in dem Spiritualität etwas mit Körperbewusstsein zu tun hat, in dem nicht Körper und Geist getrennt existieren. Dies ist auch meine persönlich schwerste Lernaufgabe J - aber eines ist sicher: der Weg zur Kraft des Blutes, Kraft des Zyklus und damit auch letzendlich zur Kraft der gesunden weiblichen Sexualität ist der spannendste Weg, den ich kenne, ein Weg der uns selber und vielleicht ja auch die Gesellschaft verändert, voller spiritueller Erkenntnisse und magischer Eigenmacht.

Anmerkungen und Links zum Inspirieren und Forschen:
Zauberweibs Mensrum-Rezept: http://www.zauberweib.de/rot01b.html
Aines Blut-Kunst-Erfahrungen: Malen mit Mondblut
Mensamulett von Urd (unten auf der Seite) http://www.mandragora-hexenschule.de/amulette.html
* Blut sammeln: hierzu bieten sich entweder Schwämmchen an, die dann eben ausgedrückt werden, oder der Keeper / Mooncup / Divacup. Mehr zum Mooncup: http://www.rotermond.de/arbeitsordner/mooncup.shtml
Weitere Informationen rund um die Menstruation siehe auch die Literaturliste in dieser Ausgabe

Jana, 11/2005

 


 

Weibliche Archetypen im Zyklus
 


Die Grafik stellt den archetypsichen oder idealtypischen Zyklus mit der Blutung zu Dunkelmond dar und ist der Idee nach aus dem Buch Roter Mond. Bei der Blutung zu Dunkelmond sind die durchlebten Archetypen der Frau im Zyklus mit der der Mondin identisch.

 



Männer und Mens?

Männer und Menstruation, wie geht das zusammen? Was haben Männer (vor allem auf dem Göttinnenpfad) für eine Einstellung zur Menstruation? Was bedeutet ihnen Menstrutaion? Bedeutet sie überhaupt etwas, warum oder warum nicht?
Die Schlangengesang-Frauen finden das Thema sehr spannend. Die beiden Schlangengesang-Männer haben jedoch (zunächst) darauf verzichtet, etwas dazu zu schreiben. Wir bitten Euch, schlangengesanglesende Männer, Eure Gedanken, Empfindungen, Meinungen zu Menstruation aufzuschreiben. Auch kurze Statements haben einen Wert. ;)
Als Resultat werden wir in einer der nächsten Ausgaben eine Art männliche Annäherung an ein weibliches Mysterium veröffentlichen.
Wir freuen uns über Eure Zuschriften. Wenn Ihr schreiben aber anonym veröffentlicht wollt, teilt uns das einfach mit oder lasst gegebenenfalls einfach Eure Namen weg, verwendet einen Nick...

kontakt@schlangengesang.de
oder Schlangengesang, PF 870352, 13162 Berlin

Markus

 


Mens-Bücher

Neben Luisa Francias Drachenzeit gibt es noch eine Reihe anderer guter Bücher zum Thema von denen ich euch hier noch eine kleine Auswahl ans Herz legen möchte.

Mein Lieblingsbuch überhaupt ist Miranda Grays "Roter Mond". Leider wird es momentan nicht verlegt aber es lohnt sich wirklich, wenn ihr bei ebay oder Antiquariaten danach stöbert. Rezensionen findet ihr u.a hier : Artikel bei www.rotermond.de

Jutta Voss, Das Schwarzmond Tabu
Ein Buch über die kulturelle Bedeutung der Menstruation. Obwohl schon 1988 erschienen, ist das Buch sehr aktuell und aufschlussreich. Es ist verfügbar und soll im nächsten Jahr neu aufgelegt werden.

Dagmar Margotsdotter-Fricke, Menstruation von der Ohnmacht zur Macht, Christel Göttert Verlag
Auch dies ein Buch über die kulturelle Bedeutung der Menstruation. Die Autorin hat sich eingehend mit der Sprache beschäftigt und es ist sehr spannend, was sich dahinter alles verbirgt.

Gabriele Pröll, Meine Tage und Das Geheimnis der Menstruation
Habe beide selbst noch nicht gelesen, aber wir haben einen Text von ihr auf rotermond, der mir sehr gut gefällt und mit den sehr sehr guten Rezensionen auf amazon, kann ich hier auf jeden Fall eine Leseempfehlung geben. Für Neugierige hier der Link zum Text:
Artikel bei www.rotermond.de

Viel Spaß beim Lesen, Stöbern und Entdecken!

Gwenhwyfar

 



Pflanzen: Der Frauenmantel



Als Frauenheilpflanze par excellence gebührt dem Frauenmantel der Ehrenplatz in unserer Menstruations-Ausgabe. Auch oder gerade weil er noch viel mehr kann, als die Blutungen zu harmonisieren.

Name: Frauenmantel, Alchemilla vulgaris (= die kleine Alchemistin)
Weitere Namen: Friggas Blume, Venusmantel, Liebfrauenmantel, Marienkraut, Marienmantel, Aller Frauenheil, Frauentrost, Milchkraut, Mutterkraut, Himmelstau, Taumantel, Tauschüsselchen
Vorkommen: Mitteleuropa, Asien, Nordamerika, Grönland, Sibirien
Standortbedingungen: feucht, humös. Auf Wiesen und Weiden, an Waldrändern, Bachufern und Quellen. Alpine Form (Silbermantel) auch auf felsigem Grund.
Botanik: Der Frauenmantel gehört zur Gattung der Rosazeen, der Rosengewächse. Es gibt etwa 20 Unterarten. Die Pflanze wird 30-60 cm hoch. Die Blätter sind lang gestielt mit 5, 7 oder 9 halbkreisförmigen oder dreieckigen Lappen, die besonders wenn sie jung sind, eine starke Zahnung aufweisen. Diese Zähne sind behaart und haben winzige Drüsen aus denen in den Morgenstunden Tautröpfchen quellen können. Dieses so genannte "Guttationsphänomen" verlieh der Alchemilla ihre Namen wie Taumantel, Tauschüsselchen oder Himmelstau.
Blütezeit ist ab Mai. Dann erscheinen schlanke unauffällige Blütenstände mit winzigen, grün-gelben Blüten, die später kleine Nüsschensamen bilden. Die Vermehrung des Frauenmantels erfolgt ungeschlechtlich d.h. ohne Befruchtung (Parthogenesis).
Der alpine Silbermantel, Alchemilla alpina, ist an der Blattunterseite dicht behaart und hat einen silbrigen Schimmer, der ihm seinen Namen verleiht. Er wird nur 10-30 cm hoch und blüht zwischen Juli und August.
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Phytosterine und in Spuren Salizylsäure und ätherische Öle in den Blüten.
Heilwirkungen: adstringierend, Blut stillend, Wunden heilend, antientzündlich, antirheumatisch, hormonregulierend, Gefäße stützend, Frucht erhaltend in der Schwangerschaft.
Anwendungsgebiete: Harmonisierung der Menstruationsblutung (zu starke, lange Blutungen), Hormonregulierung, Linderung von Wechseljahresbeschwerden, Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit durch Gelbkörpermangel, Post-Pille-Syndrom, PMS, Eierstockzysten, Myome, Senkungsbeschwerden nach der Geburt, Frucht erhaltend in der Schwangerschaft. Durchfall, Blutungen, Wunden, Entzündungen der Haut und Schleimhaut, Hämorrhoiden, Entzündungen des äußeren Genitales bei Frauen, Entzündungen der Schleimhäute (Mund, Rachen, Zahnfleisch, Scheidenentzündungen und Scheidenpilz), Ausleitung von Schwermetallen.
Wirkung auf die Psyche: fördert das Frau sein, den Yin-Aspekt jedes Menschen, spendet Gelassenheit und unterstützt das Selbstverständnis der Frauen.
Anwendungsformen: Tee, Tinktur, Kräuterwein/Kräutermet, Sitzbäder, Frauendusche (Vaginalspülung), Vaginalzäpfchen, Salbe

Geschichte und Mythologie: Der Frauenmantel wurde von Alters her Göttinnen zugeordnet. Seine Bezeichnungen als Venusmantel oder Friggas Blume zeugen davon. Die schwangerschaftsfördernde Heilwirkung des Krautes unterstand den Fruchtbarkeitsgöttinnen und der Blut stillende, wundheilungsfördernde Aspekt den Helferinnen der Gebärenden.

Auch darf die kosmetische Nutzung des Frauenmantels nicht unterschlagen werden. Der aus den Blättern austretende Tau wurde nicht nur von den Alchemisten als besonders edles Wasser für die Herstellung von Elixieren verwendet, was die Alchemilla zu einer Symbolpflanze der Naturwissenschaftler des Mittelalters machte, sondern auch von den Frauen zu Schönheitspflege benutzt. Gesammelt mit Tüchern, verwendete Frau den Tau aus dem "Schoss des Frauenmantels" als Gesichtsauflage oder abgestreift und aufgefangen als Gesichtswasser. Durch diese Behandlung sollte die Haut jung und schön bleiben.
Beliebt sind heute noch Matzerate aus Olivenöl mit den trockenen Blättern des Frauenmantels als Körperöl für eine schöne Haut und man sollte auch nicht vergessen, dass wahre Schönheit schließlich von innen kommt und deshalb auch eine Teekur mit dem Frauenmantel gut tut.

Hebammen benutzen den Frauenmantel nebst anderen Heilkräutern (Johanniskraut, Labkraut, Quendel und Thymian) als "Liebfrauenbettstroh", einer duftenden und dabei auch noch keim-hemmenden Unterlage für die gebärenden Frauen. Nach der Geburt gab es früher noch oft das "Kindbier": dafür wurde eine Hand voll Kräuter (z.B. Frauenmantel, Brennnesselblätter, Gänsefingerkraut, Himbeerblätter, Melissenblätter, u.a.) in Bier oder Met gesotten. Dieses "Kindbier" sollte die Geburtsblutungen stoppen, Blutverluste ausgleichen und der Wöchnerin neue Kraft geben.

Durch das feuchtigkeitsspendende Prinzip der Taubildung wird der Frauenmantel schon immer in Verbindung mit dem Mond gebracht und so haben sich ein paar astrologische Regeln für das Sammeln des Frauenmantel eingebürgert: Am besten sammelt man ihn im Mai um den Vollmond im Skorpion. Um eine möglichst gute Heilkraft zu erreichen, sollte man das Kraut nach zwei trockenen Tagen sammeln. Gesammelt wird die blühende Pflanze und davon nur so viel, dass sie sich wieder regenerieren kann.

Wer noch mehr über diese nahezu omnipotente Frauenheilpflanze wissen möchte, dem lege ich Margret Madejskys wundervolles Buch "Alchemilla" ans Herz, das auch mir beim Verfassen dieses Textes gute Dienste geleistet hat.

Artemisathene

 



Praktisches

Mit Sport gegen den Schmerz

Bei den Monatsblutungen treten häufig auch unangenehme
Beschwerden, wie Bauchschmerzen und Unterleibsziehen auf, die aber mit entspannenden Übungen gelindert werden können.
Erst einmal ist es wichtig, dass sich Frau wohl fühlt und entsprechende Kleidung trägt. Ich selber bevorzuge meinen ausgeleierten Baumwolljogger, der so schön locker sitzt und schlaff herunter hängt. Da zwickt und zwackt einfach nix. Für mich gehört auch eine entspannende Musik dazu, also Sarah Brightman´s CD Harem in den Rekorder und los geht´s.

Die Beine werden Hüftbreit aufgestellt und die Knie dürfen auf gar keinen Fall durchgedrückt sein. Das Becken beschreibt nun einen Kreis, der mal im Uhrzeigersinn, mal anders herum läuft. Dabei sollte der Oberkörper aufwärts gerichtet sein und sich nur leicht nach unten neigen. Die Arme kreisen hierbei gleich mit und kreuzen sich jeweils vor dem Körper entweder oben oder unten, je nach Kreisrichtung.
Danach werden die Arme seitlich abgespreizt und die Hüfte wird jeweils zur Seite bewegt. Hierbei ist es wichtig, dass nicht der ganze Oberkörper mitgenommen wird. Diese Übung kann auch abgewandelt werden, indem die Hüfte auf jeder Seite zweimal federt.
Nun folgt das Abrollen des Körpers. Die Arme nach unten Fallen lassen und langsam, Wirbel für Wirbel mit dem gesamten Rücken folgen, bis die Hände den Boden leicht berühren. Etwas hängen lassen und dann wieder, Wirbel für Wirbel aufrichten.

Eine weitere Übung ist aus dem Orientalischen Tanz : der Schimmy und das Pendel.
Hüftbreit aufgestellt, mit lockeren Knien, einfach aus der Hüfte heraus jeweils abwechselnd rechts und links nach vorne pendeln. Langsam oder schnell, je nach Können, ist hier nicht wichtig. Beim Schimmy werden die Seiten nicht nach vorne, sondern abwechselnd nach oben und unten gebracht. Bei beiden Übungen muss das Becken locker sein, sonst wird´s nicht funktionieren. Wer sein Becken nicht spürt, kann folgende Übung machen: locker und gerade vor eine Wand stellen, den Kopf anlehnen und nun NUR den Po gegen die Wand pressen. Das was da wackelt ist das Becken. Besser geht´s noch in dem die Arme in die Hüften gestemmt werden und den Beckenkochen berühren. Diese Übung funktioniert auch auf dem Boden, im liegen.

Bei allen Übungen ist es wichtig, dass Frau sich entspannt und abschaltet. Dadurch wird der Schmerz einfach vergessen und ist später auch verschwunden, denn was ich will, kann ich auch mit eigener Kraft und Energie erreichen.

Auch Männer können diese Übungen gerne einmal ausprobieren, denn den eigenen Körper bewusst zu spüren, schadet nicht.

Licht und Liebe Temkes

 


Göttinnenpapierlampe


Es wird benötigt:
A4 Transparentpapier 110/115 gr. (am besten eignet sich Transparentzeichenpapier für technische Zeichnung da es dicker ist als normales Transparentpapier)
1 große Kartoffel
Stempelkissen
ein Stift und ein scharfes spitzes Messer
ein kleiner Teller oder eine Glasuntersetzer
Teelicht

So wird es gemacht:

Kartoffel halbieren und für kurze Zeit mit der Schnittfläche auf eine Küchentuch legen. So wird die Schnittfläche bzw Stempelfläche schön trocken. Danach kann man mit einen Stift das gewünscht Motive aufmalen, wer mag kann das auch frei Hand machen, und es dann mit Hilfe des Messer ausschneiden. Bevor man nun damit das Transparentpapier bedruckt will, sollten einige Probedrucke auf normalen Papier erfolgen. Gefällt der Stempeldruck kann es mit dem bedrucken des Transparentpapier losgehen. Dazu legen wir das Transparentpapier quer vor uns und bedenken am rechten Rand ein ca. 10 cm breiten Streifen druckfrei zu lassen.
Nach dem stempeln das ganz eine Zeit trocknen lassen. Erst dann den frei gelassenen Streifen mit dem Klebestift bestreichen und die beiden äußeren Enden des Transparentpapier aufeinander legen und einige Zeit andrücken.
Schon ist die Lampe fertig. Jetzt nur noch das Teelicht auf den kleinen Teller oder Glasuntersetzer stellen anzünden und die Lampe drüber stülpen.


Schon erstrahlt eure Papierlampe.






Vorsicht! diese Papierlampe sollte man nur in geschlossenen Räumen anzünden, da durch Wind das Transparentpapier leicht verrutschen und sich entzünden kann.

Caitlin, 31.10.2005

 



Zauberspiegel

Die Alte in den Hügeln ist erwacht

Die Alte in den Hügeln ist erwacht,
sie reckt sich und streckt sich - lang war die Nacht.

Rotglühenden Auges sieht sie sich um.
Unfassbares erblickt sie - vor Entsetzen ganz stumm.

Mühsam entringt sich ihrer Brust ein Schrei.
Der ruft die verborgenen Kräfte herbei.

Heiliger Zorn lässt ihren Leib erbeben -
es bricht auf die Erde, verschlingt tausend Leben.

Sie wütet und tobt über Täler und Berge,
jagt Stürme und Hagel über die Erde.

Sie weint ob der vielen verlorenen Träume -
die FLut reißt hinweg Häuser, Brücken, Bäume...

Erschöpft und zerschlagen sinkt sie darnieder -
vorbei ihre Zeit? Kehrt sie nie wieder?!

Ihre Schwestern wacht auf, lasst dies nicht geschehen!
Wenn andere blind sind - wir können sehen!

Achtet und ehrt auf der Welt alles Leben -
nur so kann´s für uns eine Zunkunft noch geben!

Vereint eure Kräfte, gebraucht eure Macht!
Die Alte in den Hügeln - ist erwacht!

Morrighan

 




Aufgelesen

Buchrezension: „Drachenzeit“ von Luisa Francia

Drachenzeit. Was hat das mit Menstruation zu tun? Drachen. Wieso eigentlich Drachen?
Antworten auf diese Fragen gibt uns Luisa im ersten Teil von Drachenzeit. Welche mythologischen Hintergründe haben Urschlangen, Drachen die getötet werden, Drachen die böse sind? Drachen werden enthauptet, Frauen werden entmachtet. Wir gehen auf eine Reise die den Siegeszug des Gottes über die Göttin zum Ziel hatte. Wir kehren zurück. Wir graben wieder aus. Wir erobern zurück. Unsere Kraft, unsere Eigenmacht, unsere Menstruation.

In der Triade der Menstruation Drachenjungfrau, Drachin, Drachingrossmutter begegnen wir der Triade der Göttin Jungfrau, Mutter, Alte. Wir begegnen der Göttin in uns.

Jetzt sind wir bereit uns darauf einzulassen. Die Menstruation nicht „wegzudrücken“ abschalten zu wollen. Wir wollen hinhören, fühlen, riechen, sehen, spüren. Die Kraft in uns spüren.

Luisa gibt uns hier, wie so oft, Anregungen und Inspiration. Es geht um Menstruationshütten, einen Altar, Fetische, Mahlzeiten, Tänze, Übungen, Rituale, Geschichten, Feste und Verbündete.

Es macht Spaß das Buch zu lesen, es inspiriert danach die eigene Kraft zu entdecken, und Lust es jeden Mond wieder zu tun.

Gwenhwyfar

 



Nachtrag: (Be)Deutung der 13


Es ist schon lustig. Eigentlich ist die 13 für die meisten Redaktionsmitglieder des Schlangengesang alles andere als die sprichwörtliche Unglückszahl. Trotzdem haben wir es geschafft, ausgerechnet in der 13. Ausgabe - zum Thema 13 - einen Artikel nicht zu veröffentlichen. Aber es passt zum Thema der 13. Unsere lockere, flexible Struktur der Redaktion, die mit wenig Arbeit viel Effekt bietet und den Mitgliedern der Redaktion ein anpassbares Maß an Mitarbeit abverlangt, hat eine Schwachstelle gezeigt bekommen. Im Schatten, hinter dem Schleier, bei der 13 wird das Problem sichtbar: wenig Struktur kann u.U. dort eine gewisse Fehleranfälligkeit mit sich bringen, wo straffe Organisation vielleicht nicht versagt hätte. Eigentlich nahezu ein Lehrstück für die Bedeutung der Zahl 13, weswegen wir das Ganze eher mit einem selbstspöttischen Lächeln zur Kenntnis genommen haben. Also:

(Be)Deutung der 13

Die 13 gilt in Mitteleuropa weitgehend als Unglückszahl. Kann mensch mehr Pech haben als am Freitag (dem Kreuzigungstag Jesu) dem 13.? Egal ob die problematische Beziehung zur 13 als christlich verbrämter Aberglaube, selbsterfüllende Prophezeiung oder einfach nur Unsinn gesehen wird, die Zahl hat eine lange, tiefe Verankerung in der Geschichte der Kulturen. Nur die Sache mit dem Unglück ist relativ neu.

Der vielleicht älteste Bezug zur 13 wird durch die 13 Umläufe der Mondin hergestellt, die in etwa ein Sonnenjahr bilden. Das Problem liegt im Wort "etwa". 13 Umläufe der Mondin sind eben kein Sonnenjahr, die beiden wichtigsten kalenderbildenden astronomischen Gegebenheiten passen nicht zusammen.
Beide Himmelskörper, Sonne und Mondin haben aber einen tiefen spirituellen
(mindestens) symbolhaften Bedeutung. Spätestens mit der Einführung des 12-monatigen julianischen Sonnenkalenders kommen andere Bezüge zum Tragen.
Die Verbreitung der römischen und christlichen Kultur in Europa wurde der Kampf um die Verwendung der Kalandersysteme zum Politikum und zur Glaubenssache. Eine Ursache für die Ablehnung der 13 in den christlich geprägten Kulturen.

Seltsamerweise wird die 13 auch nur in Verbindung oder besser im Widerspruch zur 12 zur Problemzahl. Immer dann nämlich, wenn mensch sich spirituell, ideologisch oder mystisch auf die Symbolwerte der 12 festlegt:
Für viele Kulturen war und ist die zwölf nahezu die Perfektion. Während die Mathematik das Dekadische (auf der 10 basierende) Zahlsystem durchgesetzt und im allgemeinen Gebrauch verankert hat, kennen z.B. das Deutsche und das Englische noch zwölf eigenständige Zahlwörter bevor es mit der Drei-Zehn (twelve - thir-teen) weitergeht. Die griechische und römische Kultur hat 12 Götter im Olymp.

Im Tarot entspricht die Zwölf dem Gehängten. Als Ziel dieses Arkanums kann die Reife, die Weisheit, die Erlösung gesehen werden. Problematisch wird es jedoch, wenn dieses Ziel scheinbar erreicht und unwandelbar geworden ist.
Wer das Tarot zum Wahrsagen benutzt, erfährt oft, dass sie einen festgefahrenen Zustand abbilden kann. Und genau darum geht es im Konflikt zwischen 12 und 13.

Die verstärkte Panikmache bezüglich der 13, die seit dem Mittelalter einsetzt, hat mehrere Ursachen. Zum einen hatte sich das Christentum weitgehend in den Köpfen der Leute festgesetzt und vorchristliche Vorstellungen verdrängt. Wer jetzt noch mit dem Wissen der 13 Mondinnen im Bund war, konnte nur Unglück bringen, mit dem Teufel paktieren, gar einer alten GöttInnenwelt anhängen. Zum anderen sind weitere Gegenbewegung zum dominanten Vulgärchristentum mystische, hetärische und ketzerische Strömungen aufgetaucht, die sich sehr wohl der Bedeutung der 13 bewusst waren.
Wer in der damals noch sehr symbolhaft denkenden Welt zufällig in Kontakt kam, konnte das Prinzip der 13 auch fürchten.

13 ist die Zahl der babylonischen und griechischen Unterwelt*. Der 13. Pfad im kabbalistischen Lebensbaum wird dem Mond, der Welt hinter dem Schleier Die kabbalistische Zahlenmystik setzt die 13 mit dem Tod gleich. Im Tarot ist die 13. Karte Der Tod.

Um was es hier geht sind: Zyklus, Verborgens, Welt hinter dem Schleier, Schattenarbeit, Jahresdrehung, Schicksal, Tod, Transformation / Verwandlung, Sex, fruchtbares Chaos Integration (13 statt 12), Bewegung, Vollkommenheit, Wandlung

12 Feen verheißen Glück. Die nichteingeladene 13. Fee aber bringt das wertvollste Geschenk: Den Wandel. Altes, Erstarrtes muss sterben zu Gunsten des Neuen. Das einfache, geregelte, ungestörte Leben ohne Sinn bricht auf, wenn etwas Unvorhergesehens geschieht, etwas das Handlung verlangt, Lernen, Bewegen. Im "schlimmsten Fall" etwas, das die Menschen in Frage stellt, weil sie merken müssen, dass sie nicht sind, was sie zu sein dachten.
Was die 12 im Tarot in Bewegung setzt, wird durch die 13 Realität. Aus unserem eigenen Schatten treten Dinge hervor, die wir nicht kannten, nicht kennen wollten. Erstarte Gesellschaften brechen zusammen, angeblich gott- oder göttInnengewollte Ordnungen werden zerstört.

In einem Weltbild, das sich auf einen geraden Lebensweg in die Erlösung und ins Licht stützt, sind Erfahrungen wie Zyklus, Dunkelheit, an Problemen lernen, mit den eigenen Schatten konfrontiert werden fast zwangsläufig negativ. Wenn die Menschen in den festen Strukturen denken und sozusagen das klare Konzept des Sonnenjahres (mit dem klaren Licht und den scharfumrissenen Schatten) im übertragenen Sinne das ganze Leben bestimmt, muss die wandelbare Mondin dagegen mit dem diffusen Licht, der Dämmerung, dem Dazwischensein beängstigend wirken. In Konzepten mit dualistischem Gut- Böse ist all dies dann das Böse.

Die 13 ist dann eben auch auch revolutionär, anarchistisch: Nämlich dann, wenn die Welt bestimmt wird von dem Wesen der klaren gefestigten 12 und die subversive 13 das fehlende Puzzlestück wiedereinbringt, das Chaos, das Unberechenbare, das Andere: die verborgene verleugnete Kraft von Mondin, Dämmerung, Zwielicht und Magie. Die Zerstörung der heilen Welt, wenn die ungeladene 13. Fee erscheint, um eine Wandlung einzuleiten.

Diese Radikalität wird aber nur in Bezug auf die 12 (bzw. das, wofür sie hier steht) so stark - eben im Widerspruch.

Die 13 für sich ist nicht zwingenderweise brutal. Wenn wir akzeptieren, dass es um das Wandeln, Sterben und Leben, das immer Bestandteil des Lebens ist geht, dann sind die Schatten nicht beängstigend, der Wandel, auch der Tod oder die Zerstörung des liebgewonnenen Alten nicht zwingend katastrophal und unvorstellbar schrecklich, sondern einfach nur natürlich und wichtig.

Wenn wir nicht an dem Trugbild festhalten, dass Leben Sonnenschein und Geradlinigkeit ist, sondern Leben als Wandel akzeptieren, dann sind wir bei einer dritten Tarotkarte: Dem Schicksalsrad, dem Wandel des Lebens, dem Zyklus - wie auch der Jahreslauf der 13 Mondmonate.

In diesem Moment hat dann das Schicksalsrad oder auch die 13 nichts mehr mit
(unberechenbaren) Glück und Unglück, Gut oder Böse zu tun. Ist Krankheit ein Unglück, ein Schicksalsschlag, oder ist die Krankheit die (wenn auch vielleicht unangenehme) Verbündete, die mir eine weitere Dimension eröffnet, einen weiteren Wandel ermöglicht?
Bietet mir das Schicksalsrad nicht, wenn ich das Leben in seiner Gänze akzeptiere, an, einen Weg zu mir Selbst und meiner Kraft zu gehen?
Das Leben in seiner Gänze wofür in meinen Augen auch die 13 stehen kann- eben die Synthese aus dem Hell und Dunkel, das Leben als Wandel, der abgeschlossene Zyklus, wäre dann "das Universum" und das "Aeon" in Tarotsymbolik.

Wenn wir all dies in der 13 sehen, ist sie sowohl mystisch, heidnisch, matriarchal, radikal, verbindend und heilend und tut genau das, was ihr vorgeworfen wird: Sie eröffnet eine neue Dimension, bringt Wandel.

Jana und Markus, 11. September 05

 



LeserInnenbriefe

Leserinnenbrief von Gisa zu dem Text "Die 13. Göttin"

Der Originaltext von Gwen ist kursiv / schräg gesetzt und Gisas Anmerkungen sind normal dargestellt
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Göttin: Die 13. Göttin

Die Auswahl der Göttin für diese 13. Ausgabe gestaltete sich sehr schwierig. So wie die 13 eine besondere Zahl ist, so sollte natürlich auch die 13. Göttin eine ganz besondere sein. Da wir uns nicht auf eine Einzelne festlegen konnten und aufgrund der Vielschichtigkeit dann auch nicht wollten, geht es diesmal um einen oft vernachlässigten Archetypus der Göttin. Den Zauberin- oder Matriarchin/Matronen-Aspekt der Göttin.

Die Verdrängung des Phänomens datiert m.E. aus der Patriarchalität unserer Gesellschaft, mit der wir groß geworden sind; die über Jahrhunderte hinweg unser Empfinden geprägt hat. Im Resultat halten wir die Frau dann für top und in Ordnung, wenn sie hübsch und adrett aussieht und sich in das Gefüge der Vorgaben einlässt; sich für die beste Mutter der Welt halten muss und Schuldbewusstsein entwickelt, wenn sie ihre Eigenständigkeit entwickeln möchte. - Nur sie merkt, wenn sie auf die 50 zugeht, dass sie einen Teil ihres Lebens nicht wirklich gelebt hat - gleichgültig, ob sie bis dahin emanzipiert ihre Position scheinbar eingenommen und handfest vertreten hat.
Mit 50 fällt ihr auf, dass sie doch in vielerlei Hinsicht angepasst war. Dass Werbung und Verhalten der Umwelt sie geprägt haben, sie in eine Rolle manövriert haben, die ihr eigentlich nicht stand. Anti-Aging-Produkte werden ebenso gepuscht wie Haarfärbemittel und jugendliche Kleidung.
Mit 50 beginnt sie das zu stören. Sie verlässt die reproduktive Phase und ... landet im luftleeren Raum, in dem sie sich fragt, wo eigentlich ihre Lebensberechtigung liegt.

Kein Zustand, den frau gerne auf sich zukommen sieht. Kein Zustand, auf den sie sich freut. Mehr ein Zustand, den wir verdrängen, um ja nicht orientierungslos im Raum zu schweben.
Es ist erst 50 Jahre her, dass meine Großmütter in diesem Lebensabschnitt in Schwarz rumgelaufen sind und älter als Methusalem wirkten.


Beide Bezeichnungen sind Büchern entliehen. Der »Zauberin-Aspekt« aus dem Buch »Roter Mond« von Miranda Gray, während »Matriarchin/Matronen-Aspekt« aus dem Buch »Im Kreis des Lebens - Die 13 Archetypen der Frauen« von Elizabeth Davis & Carol Leonard stammt.

Überträgt man die Darstellung der Göttin auf die Mondin und ihre Phasen, so stoßen wir auf die Triadenmondin und die Phasen Jungfrau (zunehmender Mond), Mutter (Vollmond) und Weise Alte (Schwarzmond/Neumond). Meistens wird der Weisen Alten aber auch die Phase der abnehmenden Mondin zugeschrieben.
Sehr oft werden den Phasen der Göttin auch die Jahreszeiten zugeordnet. Jungfrau (Frühling), Mutter (Sommer) Weise Alte (Herbst und Winter). Ohne dem Aspekt der Weisen Alten die Wichtigkeit nehmen zu wollen, so hat Frau doch das Gefühl, dass es nicht ganz passt, wenn sie für zwei Jahreszeiten stehen soll.


Dieser Aspekt ist ungemein wichtig - wenn Du mitten drin bist! Wenn Du Dich wirklich beginnst, wichtig zu nehmen. Dich selbst, die Du keine Vorfahrinnen hast, die Du fragen kannst, wie das eigentlich ist. Was Du eigentlich tun kannst - jetzt, wo Du Dich so unwohl fühlst; wo der Körper offensichtlich im Umbruch ist - ohne dass Du weißt, wohin diese Reise geht. Verfällst Du? Oder was wird da aus Dir? Was ist das für eine Zeit? Welche Ziele hast Du? Wo führt Dich das hin? Wirst Du alt? Was heißt das? Welche Qualität ist in diesem Zustand? Ist da überhaupt eine?

Das führt uns nun zu dem Zauberin/Matriarchin/Matronen-Aspekt. Ihm wird die Jahreszeit Herbst zugeordnet. Nach der fruchtbaren, nährenden Phase, verfällt ja nicht sofort alles in die Starre und Regeneration des Winters. Zuerst erfährt die Natur eine Zeit der Fülle und des Erntens. So wie das auf die Jahreszeiten bezogen werden kann, kann es auch auf die Frau bezogen werden.

Viele Frauen nach der Vollmondphase empfinden sich nämlich noch nicht in der Phase der Weisen Alten, sondern in einer Phase dazwischen. Sie sind über die bloße Mutterschaft hinaus. Sie geben nicht mehr nur, sie sind auch wieder bereit zu nehmen. Sie können wieder an sich denken, ihren eigenen Kopf entwickeln, sich starrsinnig und verrückt zeigen. Hier begegnet uns die reife, eigenmächtige Frau. Das ist eigentlich vielleicht der wichtigste und kraftvollste Aspekt der Göttin, vor allem wenn wir bedenken, was die Medien und die Welt um uns herum heute aus uns machen will. Wir dürfen junge Frauen sein und Mütter, auch Großmütter, aber dazwischen gibt es nichts gesellschaftlich Anerkanntes. Denn sie sind unangepasste Frauen, die sich ihre Rechte nicht nehmen lassen wollen, die sich auch nicht scheuen zu ihrer Meinung zu stehen und sie laut aussprechen. Sie sind einfach unbequem für die anderen.


Ja, das ist die Einleitungsphase, eine, in der frau noch reproduktiv sein kann. Viele sind es dann noch, bekommen noch "auf den letzten Drücker" ein Kind. Vielleicht ihr erstes, weil sie die Zeit von Mitte 20 bis Anfang 30 für einen Berufsweg gehen mussten.
Oft ist frau in dieser Phase unangepasst; natürlich, denn sie ist sich ihrer stärker bewusst als all ihre Ahninnen.
Und sie will noch lange nicht Großmutter sein, im Schaukelstuhl sitzen und den Tag vorüberziehen lassen.

Insofern brauchen wir vier Göttinnen: die der Kindheit, die der Jugend und Mutterschaft, die der Selbstfindung und die der Weisen Frau.
Dann ganz sicher ist sie unbequem. Es ist für sie selbst unbequem und allemal für die Anderen. Sie sucht ihre eigene Macht - im Sinne des Machbaren: Was kann ich, was will ich, wo gehe ich hin? - Und daraus resultiert die ungeklärte Frage: Wie gehe ich diesen Weg?


Deshalb ist dieser Aspekt so gefürchtet und leider auch sehr negativ belegt. Er begegnet uns in den Märchen und Mythen in der Gestalt von »bösen« Hexen, Stiefmüttern, der 13. Fee, im Prinzip in allen »ungeliebten Frauen«. Göttinnen die den Zauberin/Matriarchin/Matronen Aspekt symbolisieren sind zum Beispiel: Baba Jaga, die Percht, Frau Holle, die Banshee, Morrigan, Ceridwen, Boudica, Sekhmet, Hekate und Lilith im Besonderen, da sie sich kaum einem Aspekt zuordnen lässt, ihr aber die Eigenmächtigkeit nicht abgesprochen werden kann.

Sicherlich kann darüber diskutiert werden wie schmal der Grat zwischen der Weisen Alten und der Zauberin/Matriarchin/Matrone ist, denn sie haben ja schon ähnliche Eigenschaften. Auch die Darstellung der Triaden-Göttin müsste ja zumindest umbenannt werden. Denn Sie symbolisiert ja mit den Mondphasen dann die Aspekte Jungfrau-Mutter-Zauberin/Matriarchin. Die Phase der weisen Alten ist ja eigentlich der verborgene Aspekt der Göttin, so wie die Schwarzmondin unserem Auge verborgen ist und im Winter eher verborgene Kräfte der Natur arbeiten.


Und so, wie uns verborgen ist, wie wir werden, überschreiten wir die Schwelle zur Weisen Frau.
Denn weder die Zauberin noch die Matriarchin noch die Matrone noch die Weise Frau sind ein negativer Aspekt.
Es ist ein Umbruch wie seinerzeit die Menarche, als aus dem Kind ein junges Mädchen und eine junge Frau wurde.
Es ist eine notwendige Transformation.

Gewissermaßen ist die zunehmende Bedeutung der Zauberin/Matriarchin/Matrone Phase eine notwendige Anpassung der Göttin-Aspekte auf die Neuzeit. Früher als die Menschheit noch nicht ein Alter von 70, 80, 90 Jahren erreichte, sondern nur ein Alter von 30 oder 40 Jahren passte das heute übliche Bild der Triadengöttin. Die Frauen bekamen jung Kinder, gingen in den Mutteraspekt über und darauf folgte oft schnell der Aspekt der Weisen Alten. Heutzutage haben wir viel mehr Zeit diesen Aspekt als eigenständige Phase zu erleben.

Außer für eine geschichtlich geringe Zeit ist die kurze Lebenszeit von 30 - 40 Jahren gar nicht so sicher. Methusalem soll Jahrhunderte alt geworden sein. Selbst wenn wir annehmen, dass die biblische Zeitrechnung sich nicht auf reale Jahre sondern auf in mediterranem Klima mögliche Ernten bezog, so muss er doch die 30 bis 40 nennenswert überschritten haben.
Was macht uns so fähig, länger zu leben als noch vor 4-5 Generationen?
Ein wirtschaftlich besserer Stand? - Nun den weisen frühere Matriarchate auch auf. Wenn es das ist, so könnten unsere VorfahrInnen deutlich älter geworden sein.
 

  • Eine bessere Ernährung? - Nun, in mediterranen Zonen war die schon früh gewährleistet.
     
  • Eine gute Hygiene? - Das war immer schon möglich und auch praktische Arbeit in Frauengesellschaften.
     
  • Die heutige Medizin? - Mitnichten. Schon die alten Ägypter waren zu einer Schädeltrepanation (da wird der Knochen aufgesägt) als erfolgreicher Operation imstande. Und die Hexe, die Weise Frau im Hag (Hecke), kannte sich mit natürlichen Mitteln bestens aus.


Da muss es einen anderen Hintergrund geben. Einen, den die patriarchale Inquisition aus dem Weg geräumt hat. Die alles einer Lehre (oder sollte es besser heißen "Leere") überlassen hat, was das Leben ausmache. Einen, den neu zu finden, wir uns aufgerufen fühlen sollten.
Wir sollten die Weise Frau gerade für uns selbst wertschätzen lernen.
Wir sollten uns selbst die Weisheit zutrauen, an uns selbst zu denken; uns selbst in den Mittelpunkt unseres Lebens zu setzen.

Hier fehlt uns die Übung. Und jeder Gedanke, der uns mit uns selbst verbindet, pflastert diesen Weg.
Deshalb schätze ich den Gesang der Schlangen, die das Christentum in den Staub treten möchte.

Ich wünsche uns allen viel Erfolg.
Mit lieben Grüßen einer "Weisen Frau"
Gisa

 



Leserinnenbrief von Morgane zu zu dem Text "Die 13. Göttin"

Ihr Lieben,

erst mal DANKE für diesen wunderschönen Schlangengesang!!

Das Thema der 13. Göttin für diese Ausgabe gefällt mir gut. Dazu hätte ich einige Anmerkungen:

- Zur Mondtriade: ich denke für unsere Ahninnen und Ahnen, die den Mond als Kalender nutzten, hatte der Mond folgende Phasen: Neumond (schmale Sichel= Jung-Frau, Mädchen), zunehmender Mond (heranreifende Frau, junge Frau), Vollmond (Frau in der Blüte ihrer sexuellen Kraft, Mutter und Bewahrerin), abnehmender Mond (Frau in der Menopause, Lehrerin und Heilerin), die abnehmende Sichel (alte Frau, Greisin, Seherin), Schwarzmond (Tod, ritueller Tod, höchste Magie, Tor zur Wiedergeburt). Die Entsprechungen in Klammern sind die, welche den Mondphasen in Mythen und Märchen zugeordnet werden.
Ich denke, der ständig sich wandelnde Mond ist eine gute Metapher für ein (Frauen)Leben. Jeden Tag wächst er oder nimmt er ein Stück ab. So ergeben sich in einem Mondzyklus (=29,5Tage) 26 Tage der Wandlung und 3 Tage (unsichtbarer Mond) Anderswelt.
Die 3 Tage "Tod", auf die eine "Auferstehung" folgt, kennen wir aus vielen patriarchalisierten Mythen (Christus, Attis, Mithras), denen weibliche Mythen (z.B. Inanna) vorausgingen.

- Jahreszeiten und Lebensalter. Mir scheint folgende Zuordnung sinnvoll:
Frühling = junge FRau in der Pubertät, Amazone, ungebundene Frau, Kämpferin
Sommer = Mutter und Bewahrerin, die schöpferische Frau, Frau in der Mitte/Fülle des Lebens
Herbst = die reife Frau, Heilerin, Lehrerin, lebenserfahrerene Frau mit neuen Aufgaben
Winter = alte Frau, Greisin, die Weise, Seherin, Kontakt mit der Andrswelt

Ich denke, unbesehen der Lebenserwartung gab es immer schon eine Phase des Frauenlebens, das zwischen Mutter und Greisin steht. Das ist die Frau mit den erwachsenen Kindern, die nun eine weitere soziale Perspektive ausfüllt, wie die junge Mutter mit den kleinen Kindern (Hier passt der Begriff Matriarchin, denn es ist die reife Frau,die für den Stamm oder die Sippe sorgt und jüngere anleitet.). OB sie Kinder hat oder nicht, sie hat Lebenserfahrung erworben. Mit dem Eintritt in die Menopause ändert sich ihr Körper und damit ihre Sexualität.
Aber es stimmt schon, mit gestiegener Lebenserwartung wächst die Bedeutung des Herbst-Alters.
Da das Leben ständige Wandlung und zyklischer Rhythmus ist, kann jede Einteilung, ob Driade oder Vierteilung, immer nur auf Eckpunkte verweisen.

Göttinnenküsse

Morgane

 



Netze weben

Frauen-Gedenk-Labyrinth


11. September 2005, Regen fällt auf die Wiese am Hauptfriedhof, auf der das Labyrinth aus Steinplatten gelegt wurde. Bunte Schnüre in allen Regenbogenfarben grenzen den Kreis nach außen ab, kaum jemand ist da, das Wetter ist ungünstig. Doch, in einem kleinen Pavillon ertönen Stimmen. Ein Vortrag wohl, über eine der Frauen, die heute in den Kreis der Steine eingefügt werden wird.

Wir, fünf Frauen, beschließen, jetzt durch das Labyrinth zu gehen, statt dem Vortrag zu lauschen. Vorne, eine Schale mit Muscheln steht dort, wir nehmen einige, um sie auf einige der Platten zu legen, wenn uns danach ist. Die Reise beginnt mit dem Buchstaben A. Die Frauen sind nach Vornamen geordnet, unterschiedlichste Frauen, als "Hexen" verbrannte, Tänzerinnen, Politikerinnen, Mütter, Widerstandskämpferinnen, Heilerinnen, Königinnen, Märchengestalten, Reisende, Göttinnen.

Der erste Kreis linksherum, kaum am Wendepunkt, schon gehen uns die Muscheln aus. Neue müssen her, eine springt hinüber und holt welche. So viele bemerkenswerte Frauen, jede Einzelne verdient eigentlich eine, doch diese oder jene spricht dich vielleicht besonders an, fasziniert, beeindruckt dich. Weiter herum, wo sind wir jetzt? Wo führt der Weg hin? Labyrinth…
Wir müssen hinaus, jetzt ist Steinlegung.

Der neue Stein wird einmal durch das gesamte Labyrinth getragen, die Patin der Frau, der mit dem Stein gedacht wird, trägt sie einmal in der Mitte herum, dann wieder den Weg zurück, vorbei an den schon liegenden Frauen, verbunden im Netz, Energie brandet über das Labyrinth nach außen, zu den Umstehenden, mittlerweile sind es ein paar mehr, der Regen hält inne für den Moment.

Wirr dürfen wieder hinein, vollenden den Weg, Namen und Inschriften lesend, Muscheln ablegend, immer und immer wieder. Beschließen, den noch nicht gelegten Stein für Marion (Zimmer-Bradley) mit Muscheln zu verzieren und als wir wieder herauskommen, entschließen wir uns, noch einmal hinein zu gehen, nur zu gehen und zu fühlen. Finger streifen Marions regennassen Stein, beginnt zu kribbeln, herum und hinein ins Herz des Labyrinthes. Wir fassen uns an den Händen, ein warmer Kreis im Zentrum, gedenken den Frauen, die am 11. September vor wenigen Jahren gestorben sind.

Nach einem Moment Stille umarmen wir uns und jede verlässt den Kreis auf ihre Art. Bleiben noch einmal an diesem oder jenem Stein stehen, berühren und spüren ihn, zeichnen die goldenen Buchstaben, Namen mit den Fingerspitzen nach.
Schlussendlich verlassen wir das Labyrinth, kaufen uns an einem Stand dort noch Karten, kleine Memobücher und 2 wundervolle Memories mit Bildern von Frauen, die in diesem Steinlabyrinth verewigt sind.

Teleri, 15.9.2005

 



Rotermond

Das Buch Roter Mond von Miranda Gray über die Kraft der Menstruation diente als Inspiration und Namensgeberin für das Webprojekt www.rotermond.de.
Mehrere Frauen, die sich mit dem Thema Menstruation beschäftigen, haben sich zusammengefunden und Beiträge über Kräuterhilfen, Hygieneprodukten, Übungen und Riten beigesteuert. Besonders beliegt ist das gut besuchte Blutmondforum und der dortige Erfahrungsaustausch.
Da aber die Kernfrauen des Projektes (zu denen auch 2 Schlangengesangautorinnen gehören) wegen anderen Projekten weniger Zeit als es sinnvoll ist für das Rotermond.de haben, freuen wir uns immer über schreibwütige Frauen, die etwas zu dem Thema zu sagen haben.

Kontakt ist über die Webseite möglich.
http://www.rotermond.de

jana

 




Mondtagnacht, Vollmond im Oktober:
Die
Katze ist so wach wie ich und mit ihrem schnurrenden Bündel auf dem Schoß will ich vom letzten Vollmond berichten, dem im September. Zur Zeit des Herbst-Äquinox hoffte ich zu einem Treffen von Göttin-LiebhaberInnen auf die bewaldete Steilküste des Bodanrücks locken zu können. Hier zwischen den starken Armen des Bodensees funkelt La Luna rund und üppig inmitten all ihrem Firmaments. So jedenfalls heut Nacht. Vor einem Monat hingegen war kaltes, nasses und trübes Wetter, das mich darüber hinwegtröstete, daß ich ein erstmaliges Treffen mit Gleichsinnenden, aufgrund Mißstimmungen Dritter, kurzfristig absagen mußte. Trotz Krisenbegrenzungsmaßnahmen wie z.B. erläuternde Beschilderung am Parkplatz ist jemand umsonst zum Burghof gekommen, wie ich später erfuhr. Das tut mir alles sehr leid!

Bei mir hatte sich auf die Einladung im Schlangengesang nur eine einzige Interessentin gemeldet, aus Lindau. Das klingt für die meisten SchlangenlauscherInnen nach Bodensee und damit gleich ums Eck. Lindau aber versinkt von Konstanz aus gesehen hinter der Erdkrümmung und es hat eine noch mal doppelt solange Uferlinie bis Übernsee. Ich will damit sagen, dass Wir immer noch sehr sehr wenige sind, was frau durch ansteigende Schlangengesangabonnements und Internetfülle vielleicht nicht mehr bewußt ist. Vielleicht ist das bei euch in den Großstädten oder anderen Regionen ja auch ganz anders. Bestenfalls bekam ich nur keine Resonanz, weil mein Krisenmanagement so gut geklappt hatte. Wie dem auch sei, ich fühle mich hier, inmitten einer ihrer schönsten Festsäle, in meiner Liebe zur Großen Göttin allein. Es würde mich interessieren, wie es euch damit geht?


Jedenfalls konnte ich am darauffolgenden Wochenende unter prächtigster Altweibersonne die erste Ausstellung meiner Göttin-Figurinen, gemeinsam mit einem Psi-Figuren-Holz-Bildhauer und einer Fabel-Garten-Keramik-Künstlerin verwirklichen. Das ganze war nicht mehr als Göttin-Event konzipiert sondern als gemeinschaftliche Kunstausstellung . Dabei hatte die gute Göttin wirklich alles fein arrangiert: Mir wurde ermöglicht, in einer kleinen hübschen Orangerie inmitten eines zauber-haften Skulpturengartens meinen Göttinnen-Tempel einzurichten. Aus Nuts Perspektive glitzerte das Glas des Tempels genau zwischen den beiden Enden des Bodensees, als reiche er mit seinen Händen das Licht der Göttin nach Westen, wo die Sonnenbarke am 24.9.2005 hinter der gewaltigen Kulisse der Hegau-Vulkane fast tag-und-nacht-gleich versank. Der
altweibersommerwarme Glanz der Sonne brachte selbst die unglasierten Figurinen zum Leuchten. Die so prächtig Präsentierten sollten die Menschen an die unendliche Vielfalt und Schönheit der Göttin erinnern. Die Mythen der meisten anwesenden Göttinnen hatte ich schwarz auf weiß ausgelegt, denn die Sprache des kultischen Bildes versteht heute fast keiner mehr. Viele Erklärungen und interessante Gespräche über Kulturen und Millennien habe ich geführt. Wobei die allermeisten Besucher erstmals mit der Göttin in Berührung kamen. Auch ich legte zum erstenmal öffentlich Zeugnis von Ihr ab. Eine Figurine erwerben wollte niemand, aber Kenntnis von der Göttin bekommen haben viele.

Wer jetzt auf meine Göttinnen Statuetten neugierig geworden ist kann Ein-Blick gewinnen unter www.goettin-figurinen.net.

Herzlicher Gruß
Ianana


 



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Jahreskreisfeste etc. in Bielefeld.
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Kalender

Der Schlangengesang – Göttinnenkalender

Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine Lebensaufgabe.

Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und Bezeichnungen eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen. Sollte jemand einen Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer gesicherten Quelle hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu eingeladen.

artemisathene

 



Kalender für Dezember 2005

In der antiken griechischen Welt war der Dezember auf die Mondmonate Maimakterion und Poseideon verteilt. Letzterer hat seinen Namen zu Ehren des Meeresgottes Poseidon.

Im römischen Reich war der Dezember der 10. Monat (decem = zehn) nach dem März, dem offiziellen Jahresbeginn.

Im germanischen Kulturkreis hieß dieser Monat Julmond. Benannt nach dem zu dieser Zeit stattfindenden Julfest. Die Silbe Jul bedeutet wohl soviel wie dunkel und bezeichnet damit die dunkelste Zeit des Jahres, die Zeit vor der Wintersonnenwende.
Alte Namen wie Heilagmanoth, Heiligmond, Heilsmonat etc Weihnachtsmonat, Julmanoth/mond/monat zeigen auf das größte germanische Fest, das Julfest. Wolfmonat/mond stehen symbolisch für die Dunkelheit die das Licht verschlingt.
Quelle: Gardenstone, Germanischer Götterglaube

3. Dezember: Schütze, zunehmender Mond:
Fest der römischen Göttin Bona Dea: Fest der "guten Göttin der Gerechtigkeit", Göttin der Fruchtbarkeit, der Heilpflanzen, der Heilkunde und evtl. auch der Prophetie. Reiner Frauenfeiertag, Männer hatten bei den Feierlichkeiten keinen Zutritt.
Quellen: (2), (4)

12. Dezember: Stier, zunehmender Mond:
Fest der alten Azteken-Göttin Tonantzin, heute verehrt als "our lady of Guadaloupe" in Mexiko. Der heutige Marienkult geht ganz eindeutig auf eine frühere Verehrung der Fruchtbarkeitsgöttin Tonantzin zurück.
Quellen: AZTEC RELIGION - (C)1997-99 Thomas H. Frederiksenn
http://www.awakenedwoman.com/tonantzin.htm

13. Dezember: Stier, zunehmender Mond:
Fest der heiligen Lucia in Schweden: ob sie eine Heilige aus Sizilien im 3. Jahrhundert n.u.Z. war oder doch eher die Christianisierung der Diana Lucifera, der römischen Hekate, sei dahingestellt. Heute tragen die Mädchen in Schweden an diesem Tag als "Lichterköniginnen" ein weißes Gewand und auf dem Kopf einen Kranz aus Preiselbeerzweigen mit Kerzen darauf. Mit feierlichen Gesängen wird die Rückkehr des Lichtes gefeiert.
Quellen: http://www.sverige.de/lexi/lexi_feie.html
http://www.schwedenseite.de/kultur_feste_lucia.shtml

17. -23. Dezember: Saturnalien: ausgelassenes Fest im antiken Rom. Die Standesunterschiede waren für diese Tage aufgehoben. Der Sklave konnte vom Herrn bedient werden.
Quelle: http://www.uni-leipzig.de/~geschalt/pag/saturn.html

19. Dezember: Löwe, abnehmender Mond:
Opalia: römisches Fest zu Ehren der Göttin Ops Mater / Ops Consiva, Göttin des Erntesegens, Göttin des Überflusses und des Reichtums, Schutzgöttin der Neugeborenen, aber auch Kriegsgöttin. (siehe Text im schlangengesang 2/03)
Quellen: (2), (4)

21. Dezember: Löwe, abnehmender Mond:
Angeronalia/Divalia: Fest der römischen Göttin Angerona, Göttin des Schweigens und eine der Schutzgöttinnen Roms, Göttin der Geheimnisse und Todesgöttin, Göttin der Wintersonnenwende und des neuen Jahres, wahrscheinlich auch der Fruchtbarkeit , Befreierin von Ängsten und Kümmernissen sowie von der Krankheit "angina"
Quellen: (2), http://www.pantheon.org/articles/a/angerona.html

Dieser Tag wird bisweilen auch als Divalia bezeichnet. Damit werden die an diesem Tag stattfindenden Feierlichkeiten zu Ehren der römischen Dea Dia bezeichnet, der gemeinsam mit der Göttin Angerona geopfert wurde.
Quelle: http://www.uni-leipzig.de/~geschalt/pag/saturn.html

Zwischen dem 21. und 25. Dezember: Jul-Fest: aus dem Altgermanischen bzw. angelsächsischen Sprachraum: "Kinder-Tag", Mittwinterfest. Wiedergeburt des Gottes Baldur. Dieser Tag bzw. Abend heißt auch Wolfsmond oder Weihemond. Oft wird dieses Fest auch Mittwinter genannt.
Quelle: http://www.hauszellengemeinde.de/weihnachten_bedeutung.html
Quelle: Gardenstone, Germanischer Götterglaube

23. Dezember: Jungfrau, abnehmender Mond:
Larentalia: römisches Fest der Acca Larentia, einer Göttin um die sich viele Sagen ranken. Das Fest wurde am Grabe der Larentia auf dem Palatin gefeiert.
Quelle: (2), (4)

24. Dezember: Waage, abnehmender Mond:
"Modraniht": Nacht der Mutter/ bzw. Mütter: aus dem angelsächsischen Raum bekanntes Fest zur Verehrung der Mütter, das wahrscheinlich den Beginn des neuen Jahres bedeutete. Die Geburt des Sonnengottes durch die Muttergöttin.
Quelle: http://www.englishheathenism.homestead.com/textmothers.html

Tag der Juvenalien: Fest der Göttin Juventus, Personifikation der Jugend. Fest der Kinder und jungen Leute im alten Rom. Eingeführt von Nero mit Schauspielen und Gladiatorenkämpfen.
Quellen: http://www.wilsonsalmanac.com/book/dec24.html

25. Dezember: Waage, abnehmender Mond:
Geburtstag des Mithras bzw. Geburt des Sonnenheros. Fest der unsterblichen Sonne "sol invictus". Im spätantiken Rom der höchste Feiertag, deshalb wurde er sicher auch später umgedeutet in den Geburtstag von Jesus Christus.
Quelle: http://www.cs.utk.edu/~mclennan/BA/SF/WinSol.html
http://www.hauszellengemeinde.de/weihnachten_bedeutung.html

27./28. Dezember = 26. Poseideon: Skorpion, abnehmender Mond:
Haloa: griechisches Fest zu Ehren der Göttinnen Demeter und Persephone sowie des Gottes Dionysos (evtl. identisch mit dem Koreion-Fest).
Quelle: (5), (6)

Mitte Dezember: kleine Asclepigeia: griechisches Fest zu Ehren der Heilgötter: Asclepios, Apollon, und der Göttin Hygieia
Quelle: (5)

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar:
8.12. Tag der Astrea, 15.12. Fest der Alcyone, 27.12. Fest der Göttin Marimba, 25.12. Fest der Atargatis, 31.12. Fest der Sekhmet

Quellenangaben:
(1) Ovid Fasti,
(2) Der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org,
(4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7) http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar

artemisathene

 



Kalender für Januar 2006

Zum griechischen Januar gehörten die Mondmonate Poseideon und Gamelion. Letzterer benannt nach dem Hochzeitsfest, dem "hieros gamos" der Göttin Hera mit Göttervater Zeus. Dieses Fest wird oft auch Theogamia genannt. Dieses Jahr fällt es allerdings in den Februar.

Der römische Monat Januar war benannt nach dem zweigesichtigen Gott Janus. Er hatte ein altes und ein junges Gesicht und blickte somit ins alte wie ins neue Jahr.

Im germanischen Gebiet hieß dieser Monat Hartung, nach dem hart gefrorenen Schnee. Das Wort bedeutet im Althochdeutschen in etwa "sehr" oder "viel" (Schnee oder Kälte). Die Wurzel "hart" ist indoeuropäischen Ursprungs.

1. Januar: Steinbock, zunehmender Mond
Eröffnungsfest des Tempels der Göttin Fortuna Omnium in Rom. (mehr dazu siehe Schlangengesang 8/04)
Quelle: (4)

Ebenso am 1.Januar: Fest der japanischen sieben Glücksgottheiten, darunter Benten, die für Musik, bzw. für die Künste im Allgemeinen zuständig ist. Man betet zu ihr aber auch um mehr Geld.
Quelle:
http://homepage.univie.ac.at/bernhard.scheid/rel_vo/ikon/7fuku.htm
http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_8269.html

5./6. Januar: Fische/Widder, zunehmender Mond:
Koreion: Festlichkeiten zu Ehren der Kore-Persephone. Es ist eine Feier zum Beginn des Vegetationsjahres, Kore ist der Jungfrauenaspekt der Erntegöttin, die Kornjungfrau.
Quelle: http://www.beliefnet.com/story/2/story_264.html

6. Januar: Widder, zunehmender Mond:
Feste der Göttin Holle, der Perchten, von La Befana, Epiphania-Tag, Festtag der drei Bethen.
Quelle: Schlangengesang 2 -03,
www.nebelpfade.de/artikel/6terjanuar

6./7. Januar: Widder, zunehmender Mond:
Fest der keltischen Göttin Morgane/Morrigan, einer Triadengöttin, die aus den drei Göttinnen des Krieges, der Schlacht und des Todes besteht. Schicksalsgöttin.
Quelle: die keltische Zauberin, Edain McCoy

07.Januar: Widder, zunehmender Mond:
St.Distaff´s Day: Wohl das Fest der Göttin Frigga als "Spinnerin". Die stellare Konstellation des Orion in dieser Zeit ist auch bekannt als "Frigga´s Distaff". An diesem Tag nahmen die Frauen nach der Pause der Raunächte / Weihnachtszeit das Spinnen wieder auf. Dazu gab es verschiedene Bräuche. (siehe Text im Anhang)
Quelle: http://www.jpc-artworks.com/gallery/wintersolstice/giftbringers5.html
http://www.valleyoakkindred.com/calander.htm

7./8. Januar bzw. 8. Gamelion: Widder/Stier, zunehmender Mond:
Opfer im antiken Griechenland an die Nymphen sowie an Apollon Nymphogetes, und Apollon Apotropeus.
Quelle: www.winterscapes.com/dionysus/calendar

8./9. Januar bzw. 9. Gamelion: zunehmender Mond:
Opfer an die griechische Göttin Athene im antiken Erchia.
Quelle: www.winterscapes.com/dionysus/calendar

09. Januar: zunehmender Mond:
Agonalia: römisches Opferfest: zu diesem Fest wurde wohl nicht nur eine Gottheit geehrt, sondern den meisten Göttern des römischen Pantheon "ihr" Opfertier dargebracht: Schwein für Ceres, Hirschkuh für Diana, ein Hahn für die Göttin der Nacht (Selene, Nyx oder Hekate?)
Quelle: (1)

11. und 15. Carmentalia: Zwillinge, zunehmender und Löwe, abnehmender Mond:
2-tägiges Fest der Göttin Carmentis oder Carmenta: etruskischer Herkunft: Göttin der "Carmina" = der Lieder, Prophetin und Geburtsgöttin, verantwortlich für die Ortsbestimmung der Gründung Roms (laut Sage), Quellgöttin
Ebenso Festtag der römischen Quellgöttin Juturna.
Quelle: (1), (2)

11./12.-14./15. Januar bzw.12.-15. Gamelia: Lenaia: Griechisches Fest für Dionysos und die Mänaden. Außerdem wird der Erigone gedacht. Diese Tochter eines Weinbauers wird von Dionysos mit einer Weintraube verführt und erhängt sich nach dem Mord an ihrem Vater. Zeus versetzt sie als Sternbild "Jungfrau" an den Himmel. (siehe Text im Anhang)
Quelle: (6)
Die Frau im alten Griechenland: Julia Iwersen

16.Januar: Löwe, abnehmender Mond:
Festtag der römischen Göttin Concordia: Personifikation der Eintracht.
Quelle: (1)

Zwischen dem 24.-27. Januar: Feriae Sementivae: "Saatferien": auch Paganalia genannt: nach Ovid war es ein ländliches Fest zu Ehren der Göttin Tellus Mater und der Göttin Ceres.
Ihnen wurden nach der Aussaat des neuen Getreides Kuchen geopfert und "Fleisch ausgesät". (Siehe Gebet im Schlangengesang 9/05)
Quelle: http://www.villaivlilla.com/GensSempronia/tellus.htm
http://ancienthistory.about.com/library/bl/bl_myth_gods_grecoroman_tellus.htm

26./27. Januar = 27. Gamelia: Schütze/Steinbock, abnehmender Mond:
Theogamia, das Fest der Heiligen Hochzeit des Zeus und der Hera. An diesem Tag wurde Zeus als "Teleios" (Oberhaupt der Familie) und Hera als "Teleia" (weibliches Familienoberhaupt) verehrt. Weitere Opfer waren vorgesehen für Poseidon und Demeter Kourotrophos (Beschützerin der Kinder).
Quelle: (5)

30. Januar: Wassermann, zunehmender Mond:
Fest der römischen Friedensgöttin Pax mit Lorbeerkränzen, Weihrauchopfer und einem Tieropfer eines "schneeweißen Tieres", das vor der Opferung mit Wein besprengt wird.
Quelle: (1)

31.Januar: Fische, zunehmender Mond:
Fest der keltisch-irischen Göttin Brigantia / Brigid. Als "Lichtbringerin" und schöne Jungfrau beendet sie in dieser Nacht die dunkle Herrschaft der Göttin Cailleach.
Quelle: http://www.wilsonsalmanac.com/book/jan31.html
Schlangengesang 1/04 Text zu Brigid

Unspezifizierte Feste:
Fest der indischen Göttin Sarasvati: mit Sicherheit am Anfang des Jahres, wann genau konnte ich nicht feststellen.
Quelle: http://www.rosettastoneinc.com/california/fest.html

Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder auf eine Liste an Daten, die sich von mir aber nicht durch sichere Quellen belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren kann wäre ich sehr dankbar: 2. Januar, Inanna, 6.Januar: kelt. Göttin Sirona, 7.Januar: Sekhmet (Ägypten)

Quellenangaben:
(1) Ovid Fasti,
(2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org,
(4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7) http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar

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Die Lenaia - Fest der griechischen Frauen zu Ehren des Dionysos und der Mänaden

Die Athenerinnen feierten dieses ausschweifende Fest zu Ehren des Vegetations- und Weingottes Dionysos in der Zeit vom 12.-15. des Mondmonates Gamelion (Januar/Februar).
Neben Dionysos wurden auch die Mänaden = Lenai (deswegen der Name Lenaia), die "rasenden" Anhängerinnen des Dionysos verehrt.
Im Mythos zu diesem Fest, spielen ein gewisser Ikarion und seine Tochter Erigone eine Rolle. Ikarion sollte den Athenern den Weinbau beibringen und wurde von ihnen getötet, aus Angst vor einer Vergiftung durch das berauschende Getränk. Der wahnhafte Zustand des Weinrausches schien einen tiefen Eindruck bei den Bürgern Athens hinterlassen zu haben.
Ein Apollon-Orakel klärt die Athener Stadtbevölkerung über das göttliche Geschenk auf und fortan wird ein Fest für Ikarion und seine Tochter Erigone ausgerichtet, die sich aus Gram über den Tod des Vaters erhängt hatte.
Der Weingott Dionysos lehrt die Griechen nun auch den richtigen Umgang mit dem alkoholischen Getränk: um es ohne Nebenwirkungen genießen zu können, empfiehlt er das Mischen von Wein mit Wasser.

Zu den Lenaia gab es Darbietungen von Musik, Gesang und Tänzen, aber auch Wettkämpfe und Theaterstücke. Um Mitternacht tanzten die Thyaden, deren Name sich von Thyone, einem Beinamen der Mutter des Dionysos, Semele, herleitet. Thyone bedeutet "die schwärmerisch Rasende" und zeigt den Zustand, in dem sich Semele befand, die Vorbild war für den Tanz der Athenerinnen auf dem Parnass (dem Berg an dem Delphi liegt).
Bei ihrem Tanz trugen die Thyaden den Thyrsos, einen von Efeu und Weinranken umschlungen Stab an dessen Spitze ein Pinienzapfen prangte. Dieser Stab diente unter anderem dazu sich allzu aufdringliche Verehrer (speziell die Satyrn) vom Leib zu halten. Im Tanz umrundeten die Thyaden ein Standbild des Dionysos mit seinem Efeukranz. Musikalisch wurden sie von Trommeln, Kastagnetten und Flöten begleitet. Fackeln erhellten die Szenerie, die sich in exstatischer Weise oft die ganze Nacht hindurch zog. Es wurde ausgiebig Wein getrunken.
Die Tänzerinnen waren mit Tierfellen (Reh- oder Pantherfell) bekleidet und trugen ihre Haare offen, ein Zeichen für die ungewöhnliche Freizügigkeit des Festes.

Während die Lenaia in Athen vergleichsweise harmlos waren, veranstalteten andernorts die Frauen sehr viel ausschweifendere Orgien zu Ehren des Dionysos. Es wird berichtet, dass die Frauen in ihrer Ekstase Tiere und sogar Kinder zerrissen hätten. Euripides behandelt dies in seiner Tragödie "die Bakchen". Auch der Sänger Orpheus soll ein Opfer der rasenden Mänaden geworden sein. Dieses Zerreißen von Tieren hat seinen Hintergrund im Mythos von Dionysos, der ähnlich dem Osiris, in Stücke gerissen und wieder zu neuem Leben erweckt worden war.

Die wilden ekstatischen Feiern zu Ehren des Dionysos und der Mänaden waren für die Frauen im alten Griechenland die einzige Möglichkeit aus ihrem "Käfig" auszubrechen. Strenge Sitten und Moralcodices machten ihnen das Leben schwer. Frauen durften an den Festen der Männer nicht teilnehmen, meist nicht einmal an einem Gastmahl (Symposion). Sie wurden in eigenen Frauenzimmern untergebracht und hatten nur wenige Freiheiten. Einzig die Feste des Dionysos, dessen Priesterinnen und Anhängerinnen Frauen waren, wurden vom Athener Stadtstaat geduldet, wenn sie auch abgemildert und in ihrer Wildheit beschränkt wurden.

Ein Beispiel für die passive Macht die Frauen dennoch ausübten, ist das Theaterstück Lysistaté des Athener Dichters Aristophanes, das an den Lenaia des Jahres 411 v.u.Z. erstmals aufgeführt wurde: In einer lang andauernden kriegerischen Auseinadersetzung beschließen die Frauen Griechenlands ihren Männern so lange Sex zu verweigern, bis diese sich zu einem Friedensschluss durchringen würden. Die Frauen setzen sich durch und erreichen so den Frieden zwischen den kämpfenden Stadtstaaten.

artemisathene
 



Veranstaltungen

Aerzen
Seminar mit Chisayi:
10. Dezember
Velya sou laya Taresca: Das traditionelle Orakel und der spirituelle Segen der Göttin zum Jahreswechsel
Begrenzte Teilnehmerzahl 8 Personen!
Während dieses Tages werden wir in eine tiefe mystische Erfahrung eintauchen. Die Große Göttin wird durch mich zu jedem Anwesenden sprechen & wichtige spirituelle Botschaften für die Neuorientierung nach der Wintersonnenwende vermitteln. Damit verbunden ist der Segen der Großen Göttin, der es erleichtert, hinderliches Karma abzulegen & das Gute, das auf uns wartet anzunehmen. Ein Kristall & ein Räucherwerk werden von mir auf Wunsch energetisch aktiviert, um den Neuanfang zu begleiten & das Positive zu unterstützen.
Reiki-Do Institut Walter Lübeck, Reinerstr. 10a, D-31855 Aerzen
Tel: 05154 / 970040, E-Mail: info@rainbowreiki.net
115,- EUR


Aerzen:
Tagesseminar: Entwicklung der Medialen Wahrnehmung
12.11.2005
Programm-Kurzinfo: Im Reich Deines Geistes gibt es viel zu entdecken! In diesem Seminar lernst Du, systematisch Deine Intuition zu trainieren, hellseherische Kräfte zu entwickeln, im Spiegel der Göttin zu lesen, den energetischen
Zustand anderer Menschen, Tiere, Pflanzen und Häuser genau zu erkennen und zu deuten, Dich in die Vergangenheit eines
Ortes oder eines Wesens zu versetzen, um die Ursachen von derzeitigen Schwierigkeiten zu verstehen, die Wurzeln von
Erkrankungen zu entschlüsseln & vieles mehr!
Preis: € 105,-
http://www.rainbowreiki.net/pages/seminare-chisayi2005.htm


Aerzen
Vera Terasanyi: Die Heiligen Namen der Göttin
Zweitagesseminar
14. - 15.01.2006
Programm-Kurzinfo: Die 54 Namen der Großen Göttin, stellen die unterschiedlichen Aspekte Ihrer Zauberkraft, Liebe und Weisheit dar. In diesem Seminar erlernst Du die Namen und wirst in ihre spirituelle Kraft eingeweiht. Durch vielseitige mystische Erfahrungen kannst Du die einzelnen Qualitäten der Göttin zu Dir einladen, um Deinen Weg zum Licht & zur Liebe zu gehen, Probleme Deines Alltags und gesundheitliche Disharmonien zu bewältigen. Die wichtigste Anwendung ist jedoch die persönliche mystische Erfahrung, die Du im Angesicht der Göttin erleben wirst. Bei Ihr zu sein, wird Dein Leben verändern, bereichern, verzaubern. Was auch immer Dir geschieht – an Ihrem Herzen bist Du geborgen, Sie schützt & hält Dich, wenn Du es nicht mehr vermagst, für Dich zu sorgen, Sie läßt Dich Dein Glück intensiver erleben & das Licht in Deinem Inneren immer wieder entfachen.
Reiki-Do Institut Walter Lübeck, Reinerstr. 10a, D-31855 Aerzen
Tel: 05154 / 970040, E-Mail: info@rainbowreiki.net

Karlsruhe
Mit der Göttin durch das Jahr –
Pflanzenastrologie aus weiblicher Perspektive

Das ist wie ein Tanz, den wir mit Göttinnen, Pflanzen, unserem eigenen Horoskop und den Veränderungen in der Natur im Jahreslauf erleben werden. Wir lernen die Bedeutung von Tierkreiszeichen, Planeten und Häusern kennen, betrachten sie auch unter weiblichen Aspekten und bringen diese Erfahrungen direkt in unseren Alltag. An je einem Tag pro Monat stimmen wir uns ein in die Harmonie zwischen Himmel und Erde, zwischen Planeten und Pflanzen, zwischen Kosmos und Menschen, zwischen Männlich und Weiblich.
26. November
17. Dezember
35 Euro je Termin
Fuchsbau 27, 76228 Karlsruhe
Telefon: 07 21/47 63 96 52
e-mail: vierjahreszeiten "at" kraeuterweisheiten "punkt" de
http://www.kraeuterweisheiten.de

Aerzen
Einführung in die Goddess-Radionik
27.11.2005
Goddess Radionic Tools -
Spirituelle Radionik aus Lemuria für die Menschen der Erde des Wassermannzeitalters
Die Radionic Tools werden von Walter Lübeck seit 2003 entwickelt und hergestellt.
Jedes der Tools enthält individuelle Anteile. Sie sind verbunden mit dem Lebensnetz der Großen Göttin und ihrer Engel. Sie lassen sich für jeden Bereich des Lebens mit excellenten Erfolg einsetzen, von der Trinkwasseraufwertung über Feng Shui bis hin zu komplexen spirituellen Heilungen.
Reiki-Do Institut Walter Lübeck, Reinerstr. 10a, D-31855 Aerzen
Tel: 05154 / 970040, E-Mail: info@rainbowreiki.net


Berlin
Mi 30.11.05 um 19:00
Frauenzirkel Göttinnen: Hexenpflanze Belladonna – die schöne Frau und ihre wilden Tiere
mit Gisela Avena Sticker
Berlin-Schöneberg Details goettin@frauenkulturservice.de


Märstetten
Schwesternschaft - Seminar für Frauen
27.12. – 31. 12. 2005
EUR 330
Übernachtung + Essen: EUR 175
Ort: Seminarhaus Winkel in Märstetten/Schweiz (Bodenseeraum)
Dieser Frauenkreis wird geleitet von der Medizinfrau Loon Schneider und Viola Stollenmaier.
Es gab Zeiten in unserer Menschheitsgeschichte, wo Gott- und Göttinnenbilder, Tempel und heilige Haine zu deren Ankunft zum Alltag gehörten. Wo weise Großmütter und starke Führerinnen in der Sippe das Sagen hatten.
In der heutigen Zeiten spüren die Frauen wieder, dass das Weibliche: das Wissen um das Zyklische, die Kraft des Intuitiven, die natürliche Verbundenheit, das Zuhause-Sein auf der Erde, zurückkehren möchte.
Wir nennen diesen Zustand „die Rückkehr der Schwesternschaft“.
Wir suchen das Geheimnis der natürlichen, sinnlichen und weisen Frau nicht mehr im Außen, sondern wollen es in uns selbst aufwecken. Deshalb darf unsere eigene Kreativität und die Erinnerung des Körpers ins Spiel kommen.
...
Sie haben die Möglichkeit, ihrem Traum einer starken, integeren und sinnlichen Frau ein Stück näher zu kommen.
http://www.wizbiz.de/


Wiener Neudorf
PFLANZEN DER GÖTTIN - HEIMISCHE GIFT- UND ZAUBERPFLANZEN
dreiteiliger Abendworkshop
Wann : Beginn: Do. 27. Jänner 2005
kulturgeschichtlich, ethnobotanische Betrachtung ausgewählter "Zauberpflanzen" Information und schamanische Trommelreisen
Medizinrad NaturEnergetik Mag. Gabriele Altmann, Hauptstr. 26/F1/4, 2351 Wiener Neudorf, Tel.: +43 02236/65337, Fax : +43 02236/65337
Web / Email: http://www.medizinrad.at und medizinrad@kabsi.at
3 Abende € 45,--; einzeln € 19

Attnang-Puchheim
Jahreswechsel - Abschied und Neubeginn
Ort : Bildungszentrum Maximilianhaus,
4800 Attnang-Puchheim, Tel. 07674-66550,
maximilianhaus@dioezese-linz.at
Datum: Freitag, 30. 12. ´05 - 17.00 - ca. 22.00 Uhr
Kosten: 25,- Euro / Person incl. Jause
Referentinnen: Veronika Schenter, Tanzpädagogin, Ritual- und Zeremonienmeisterin;
Karoline Prutsch, Theologin und Erwachsenenbildnerin
Rückblick - was hab ich in diesem Jahr erschaffen?
Dankbarkeit - wofür bin ich dem Universum, meinen Liebsten, meinem Umfeld, den Naturkräften,
mir selber - grenzenlos dankbar?
Abschied - was will sich verabschieden, damit in der Leere Platz für Neuesist und damit alte Ängste sich in
neue Kräfte wandeln können?
Neubeginn - meiner Ahnung von geheimen Wünschen und kühnen Träumen Raum geben.
Rauhnachtsbräuche - wie lege ich meine Wünsche für das Neue Jahr in den Schoss von Mutter Erde?
>Wir feiern verspielt mit allen Sinnen in einem Kreis von Frauen und Männern mit Kreistänzen, Einzel- und
Gruppenarbeit, Austausch, Ritual, Hintergrundgeschichten zu Bräuchen, Symbolen und den Energien des Jahres
2006 - einen bewußten Übergang in das Neue.
Für das Kulinarische wird gesorgt! Anmeldung im Maximilianhaus!
http://www.lebenstanzfeste.com

Linz-Urfahr
GLÜCKSDRACH/INNEN-FEIER-ABENDE
Ein achtsamer Zeit-Raum zum Körper verwöhnen. Mit Kreistänzen,
Shiatsu, Energieübungen u. ähnliches. Anschließend Austausch von persönlichen
Glückserfahrungen aus dem Alltag. Zum Stärken der Lebensfülle.
Zeit: 19 - 22 Uhr, jeden 3. Donnerstag-Abend im Monat
Ort: Seminarraum Riesenederhof, Linz-Urfahr, Landgutstraße 20
17. November 2005
15. Dezember 2005
Anmeldung: erwünscht
Kosten: Euro 7,--
Bitte mitnehmen: Decke + Polster zum kuscheligen Sitzen


Liebeskräuter Kräuter und Pflanzen der Liebesgöttinnen
Wir lassen uns von den Pflanzen der Venus und Aphrodite in den Garten der Liebe entführen und kommen in Berührung mit der Welt verlockender Düfte, der Sinnlichkeit und des Genießens. Inspiriert von heimischen Liebeskräutern und den Liebesgewürzen ferner Länder erleben wir in dieser kalten und dunklen Zeit des Jahreszyklus ihr besonderes Wissen um einhüllende Wärme, wohltuende Entspannung, die Stärkung unserer Nerven, das Sich - Wohlfühlen im eigenen Körper, während es immer leichter fällt, der Kopflastigkeit und den Alltagsbelastungen immer weniger Aufmerksamkeit zu schenken ("Einfach da sein"). Sie erinnern uns daran, wie wir eine wohltuend wärmende Atmosphäre der Lebens -und Liebeslust schaffen können und erzählen uns ihre alten lustigen Geschichten über Liebe, Lust, Erotik und das Feuer der Leidenschaft. Es wird dabei eine wundervolle Winter-Abendbeschäftigung sein, uns ein Liebesamulett zu basteln.
Seminarnummer: 11202
Do. 08.12. - So. 11.12.2005
Seminargebühr: (inkl. U&V) € 295
http://www.frauenlandhaus.de/ - Frauenlandhaus Charlottenburg

Weitere Seminare im Frauenlandhaus Charlottenburg:
Fr.18.11.-So.20.11. Rituelle Wege der Heilung
Ziriah Voigt
Do. 23.02.-So. 26.02. Lomi Hana Hoó Ano Ano Aloha – Hawai´ìanische Körperarbeit
Amira Segal
Fr. 17.02.-So. 19.02 Heilsame Stimme
Carien Wijnen
Fr. 24.02.-So. 26.02 Fortbildungsreihe: Spirituelle Gestaltung im Rituellen Kreistanz Rituelle Formen und Tanzseminar
Ziriah Voigt



 



Impressum
Schlangengesang – der Rundbrief für Göttinnenspiritualität wird von keiner Organisation herausgegeben, sondern von Privatpersonen, die sich zu diesem Zweck zusammen fanden.

V.i.S.d.P.: Nora Bugdoll, Thulestraße 7, 13189 Berlin

Bilder:
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Zierelemente von Aruna, Caitlin, jana, Teleri, Lilia


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Schlangengesanginfos
Schlangengesang ist ein offener Rundbrief für alle Menschen, die sich mit der Göttin beschäftigen.
Schlangengesang erscheint alle zwei Monate. Über das Internet als HTML-Email ist Schlangengesang kostenlos abonnierbar. Die Printversion und ist jetzt auch abonnierbar.
Schlangengesang offline Abo: Gegen einen Unkostenbeitrag (in bar bzw 1,44 als Porto und 60Cent bar) von 2,04 Euro ist Schlangengesang auch auf Papier abonnierbar unter der Postkontaktadresse.

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