| Hallo,
Herzlich Willkommen zur Ausgabe 12, der Ausgabe die das zweite Jahr
Schlangengesang komplettiert. Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht,
oder? Bis zur nächsten Ausgabe wünschen wir euch auf jeden Fall einen
wundervollen Sommer.
Eine Neuigkeit gibt es die wir euch nicht vorenthalten wollen: Seit
dem letzten Newsletter im Mai, haben wir 57 neue AbonnentInnen
gewonnen und so wird dieser Newsletter insgesamt 906 Mal verschickt!
Wir rücken der 1000 also unaufhaltsam näher, und das ist wirklich
wahnsinnig toll.
Das ist ein Anlass, zu dem wir Euch als LeserInnen für eure Treue und
eure Empfehlungen danken möchten und hoffen, dass ihr uns weiterhin
gerne lest. Wenn ihr Anregungen, Kritik oder Beiträge für uns habt,
scheut euch nicht uns das alles zukommen zu lassen,
wir freuen uns immer sehr über Eure Post.
Auch diesmal wünschen wir Euch viel Spaß beim Lesen
Das Schlangengesang-Team
ArtemisAthene, Ash, Caitlin, Elea, Gwenhwyfar, Jana, Karmindra, Lilia,
Markus, Nebelweib, Silver, Temkes, Zauberweib

Inhaltsverzeichnis
Göttin:
- Artemis Ephesia
Pflanzen:
- Beifuß
Symbole:
- Symbole der Göttin
- Der Kessel, das Gefäß
Praktisches:
- Bastelanleitung für einen Sonnwendgürtel
Aktuelles:
- Sapphos viertes Gedicht gefunden
- Die Zeitspirale für 2006 ist da!
Aufgelesen:
- „Zeitenwende“ – Ausstellung über die
archäologischen Spuren eines keltischen Matriarchates in Bayern
Buchrezensionen:
- Religion ist zu wichtig, um sie den Männern zu
überlassen
Netze weben:
- Kontaktanzeigen
Kalender:
- Feiertage
- Feste der Artemis in Ephesos
- Veranstaltungen
Impressum / Schlangengesanginfos / Kontakt / Abmelden
  
Göttin:
Artemis Ephesia
Bewusst benutzte ich für dieses Göttinnenportrait den Namenszusatz
Ephesia, denn mit der griechischen, jungfräulichen Bogenschützin hat
die kleinasische Artemis nur wenig gemein.
Die berühmte Statue der Artemis Ephesia, wie sie in Selcuk (Ephesos),
in Wien oder auch in Neapel steht, ist eine uralte Muttergöttin aus
dem 2.Jahrtausend v.u.Z. Sie entstammt mit großer Sicherheit einer
matriarchal ausgerichteten Gesellschaft.
Geschichtliche und mythologische Herkunft
Die Anfänge der Artemisverehrung in Ephesos liegen im Dunkel. Ob sie
ehemals mit der phrygischen Kybele identisch war oder eine
eigenständige, lokale Göttin ist noch unklar.
Die Legende schreibt die Tempelgründung den Amazonen zu, jenem Volk
kriegerischer Frauen aus dem skythischen bzw. thrakischen Gebiet. Bei
einem Kampf mit den ionischen Griechen in Ephesos suchten die Frauen
Zuflucht im heiligen Hain der lokalen Göttin, denn in deren Heiligtum
genossen sie Asyl. In diesem heiligen Bezirk stand unter einer Eiche
ein hölzernes Standbild, das so genannte Xoanon. Die Kriegerinnen
tanzten aus Dank für ihre Errettung in ihrer vollen Kriegsbekleidung,
bewaffnet und mit ihren Schilden bewehrt einen Kreistanz (Enoplia oder
Prulis), sangen und wurden vom Klang der Hirtenflöte Syrinx begleitet.
Die Erinnerung an diesen Waffentanz der Amazonen lebte noch fast
tausend Jahre lang als kultisches Element des Frühlingsfestes der
Göttin fort.
Historisch gesehen brachten wohl die Ionier unter ihrem Anführer
Androklos um ca. 1000 v.u.Z. das griechische Pantheon und mit ihm die
Göttin Artemis nach Ephesos mit, wo sie mit der lokalen Göttin
verschmolz.
Der Tempel der Artemis, das so genannte Artemision, entwickelte sich
über mehrere Baustufen (z.T. nach Zerstörungen) zu einem der sieben
antiken Weltwunder wie Herodot, Plinius und Strabon überlieferten.
Im Artemision fanden die Einweihungen in die Artemis-Mysterien statt.
Da auf den Verrat der Inhalte die Todesstrafe stand, ist uns leider
nicht viel über die Mysterien bekannt. Wie können jedoch davon
ausgehen, dass es sich ähnlich wie bei den Kybele-Mysterien oder
anderen orientalischen Kulten um ein Leben-Tod-Leben-Mysterium
gehandelt haben mag.
Aspekte der großen Göttin
Die ephesische Artemis behielt lange ihre Verehrung als Natur- und
Fruchtbarkeitsgöttin. Ihr wurden sowohl Licht- als auch Schattenseiten
zugeschrieben.
Sie galt als Vermittlerin von Weisheit und Kunstfertigkeit, als
Kämpferin auf der Seite der Menschen, die sie um Hilfe anflehten, als
Heilerin, Retterin, als Hebamme (Eileithyia), als Herrin der Tiere (potnia
theron), die die Sprache der Tiere spricht, als Mond- und
Himmelsgöttin, als Hüterin des astrologischen Tierkreises und
besonders als Fruchtbarkeitsspenderin. Quellen, Flüsse, Wälder und
Berge waren ihr zugeordnet.
Artemis hatte aber auch eine dunkle Seite: sie war eine kämpferische
Göttin, die in Kriege eingriff (Troia), sie rächte sich wenn ihr Kult
vernachlässigt wurde (Iphigenie in Aulis), sie konnte Krankheiten und
Seuchen schicken, sie konnte mit ihren Pfeilen einen schnellen,
schmerzlosen Tod bringen und geleitete als Artemis Soteira, als
Retterin, die Toten in die Unterwelt. Rachsüchtig tötet sie mit ihrem
Bruder Apollon alle 14 Kinder der Königin Niobe, die geprahlt hatte,
dass sie mehr Kinder habe als Leto, die Mutter von Artemis und
Apollon. Zu den archäologischen Funden im Artemision zählen neben
vielen Tierknochen (Hunde, Ziegen, Vögel, Wild, etc) auch
Menschenknochen. Die Wahrscheinlichkeit von Menschenopfern für die
Göttin wird vom ephesischen Schriftsteller Hipponax (6.Jhd v.u.Z.)
gestützt, der ein Menschenopfer zum Fest am 6.Thargelion, dem
Geburtstagsfest der Göttin Artemis beschreibt, welches als Sühneopfer
(Sündenbock=Pharmakos) für die Stadt durchgeführt wurde. Das Opfer
wurde verbrannt oder gesteinigt.
Die „Todesgöttin“, der dritte Aspekt der Großen Göttin ist in Artemis
Ephesia genauso vorhanden, wie die jungfräuliche Amazone und die
Fruchtbarkeitsgöttin.
Die berühmte Statue der Göttin
Die Vielfältigkeit der ephesischen Artemis zeigt sich auch an ihrer so
berühmten Statue, die aus dem 2.Jhd. n.u.Z. stammt und von den
Verehrerinnen der Göttin bei der Demontage des Artemisions im 4.Jhd.
in einem Nebenraum des Heiligtums der Hestia Bouleia vergraben wurde,
um sie vor der Zerstörung durch die Christen zu retten. Nach 1500
Jahren wurde sie 1956 nahezu unversehrt ausgegraben.
Das Kleid der Göttin, über ihren nackten Füssen, ist in geometrische
Zonen gegliedert. In diesen sind Tiere wie Ziegen, Rinder, Hunde aber
auch geflügelte Fabelwesen und Sphinxen zu sehen. Seitlich sieht man
vor allem die Bienen, ein bevorzugtes Symboltier der Erdgöttin. Ihre
Priesterinnen nannten sich Bienen = „Melissai“. Die Biene spiegelt die
weibliche Naturpotenz: Mütterlichkeit, Fleiß und die Begrenzung und
Kontrolle des männlichen Einflusses.
Den Oberkörper der Statue bedeckt ein Kranz aus Stierhoden. Der Stier
spielte im Opferkult der Gottheiten in Kleinasien eine große Rolle (Kybele,
Ma Bellona, Dea Syria, Attis, Mithras). Als Garantin der Fruchtbarkeit
schmückt sie sich mit den Symbolen für die männliche Zeugungskraft.
Um den Hals trägt Artemis meist einen Kranz aus Früchten und Beeren
und später in hellenistischer Zeit auch die Tierkreiszeichen.
Auf den Ärmeln ihres Kleides sind Löwen zu erkennen. Den Kopf der
Göttin ziert eine Krone (Galakos) aus Mauerwerk als Symbol für die
Stadtgöttin der Epheser. Umgeben wird ihr Kopf zudem von einem
„Heiligenschein“ aus Sphinxen, der sie als Himmelskönigin ausweist.
Kult und Kultpersonal
Die Feste zu Ehren der Göttin werde ich an anderer Stelle genauer
beschreiben. Hier nur so viel. Es gab ein Fest bei dem die Statue der
Göttin im Meer gereinigt wurde. Dann ein Frühlingsfest auf dem
Solmissos „wiederkehrende Sonne“ genannten Berg bei Ephesos, an dessen
Hang sich die Grotte befindet, in der dem Mythos nach Artemis und
Apollon geboren wurden. Der Geburtstag des Geschwisterpaares wurde im
mai gefeiert und außerdem wurde jeder Tempelbau (mindestens drei, plus
mehrere Altäre und Kultbauten) mit einem Fest und Opfern eingeweiht
und dieses Tempelgründungsfest wurde dann jährlich wiederholt
gefeiert.
Das Kultpersonal der Artemis muss aus heutiger Sicht sehr
differenziert gesehen werden.
Ursprünglich gab es wohl im Kult der ephesischen Artemis nur Frauen
als Priesterinnen. Strabon berichtet davon und bis in die Kaiserzeit
erwähnen die Inschriften nur Priesterinnen. Auch die Verehrung hat
wohl hauptsächlich durch Frauen stattgefunden, wie die archäologischen
Funde deutlich machen: Schmuck, Kleidung und Gewändernadeln,
Spinnwirtel, Kämme, Keramik und eine Vielzahl weiblicher Figuren aus
Elfenbein, Bronze oder Gold.
Nach der Kaiserzeit veränderte sich das Kultpersonal. Der
Oberpriester, Megabyzos, war Eunuch. Bei Prozessionen trug er ein
purpurnes Gewand und ein Diadem. Er sollte die Priesterinnen
„überwachen“ und hatte zudem administrative Aufgaben. Es ist
anzunehmen, dass er nicht aus Ephesos kam, sondern fremd war.
Zusätzlich gab es das Kollegium der Essenen, eine Kaste von Priestern,
die es nur in Ephesos gab. Durch sie fand die Einweihung in die
Mysterien statt. Einer der Essener, der einen königlichen Titel trug,
der erblich war, wurde für nur ein Jahr gewählt. Er war Oberpriester
der Essenen und Finanzverwalter der berühmten ephesischen Bank,
unterstand aber dem Megabyzos. Die Organisation der Festessen war
ebenso wie die Opfer seine Aufgabe. Die Essener wohnten in der Nähe
des Artemisions und unterzogen sich speziellen Tabus und
Reinheitsregeln: sie übten sexuelle Enthaltsamkeit, Bäder, Fastenriten,
Kasteiungen und mussten eine Zeit in Abgeschiedenheit (ein Wäldchen
des Heiligtums) verbringen.
Diese mönchische Gemeinschaft war typisch orientalisch und sehr
ungriechisch.
Die Kureten waren Jünglinge im Dienste der Artemis, die das heilige
Feuer von Ephesos hüteten. Es war ein Symbol für das Werden und
Vergehen der Stadt (wie die Vestalinnen in Rom die ewige Flamme
hüteten).
Natürlich gab es auch jede Menge Priesterinnen, die bei Festen und
Umzügen oft in der Kleidung ihrer Göttin auftraten um ihr so ähnlich
wie möglich zu sein.
Plutarch berichtet, dass es drei Stufen der Priesterinnenschaft in
Ephesos gab: die Mädchen begannen als Novizinnen (melliere) im Alter
von 9 Jahren, wurden später fertige Priesterinnen (hiere) im Dienst
der Göttin und unterrichteten, wenn sie aus dem Dienst entlassen waren
die Novizinnen als „pariere“. Jede Priesterin konnte wenn sie wollte
aus der Priesterschaft austreten, „kosmeteria“ werden und auch
heiraten.
Die Priesterinnen, die sich selbst „melissai“ = Bienen nannten, waren
Jungfrauen und mussten keusch leben. In der Frühzeit des Artemiskultes
soll es aber evtl. auch Tempelprostitution gegeben haben.
Artemis und das Christentum
Die Stadt Ephesos spielt in der Ausbreitung des Christentums eine
wichtige Rolle. Die Apostel Paulus und Johannes lebten zeitweilig
dort.
Die sehr aufgeschlossenen Epheser konnten sich wohl auch schnell mit
den „Urchristen“ abfinden. Bereits in den 40er Jahren des 1. Jh. n.u.Z.
entstand dort eine jüdisch-christliche Gemeinde. Paulus blieb zwischen
54-58 in Ephesos. Er war bekannt für seine Kompromisslosigkeit und
sein cholerisches Gemüt, wetterte gegen Frauen in führenden Rollen der
christlichen Gemeinde und verhängte sogar ein Redeverbot für Frauen
(1.Kor. 13,34). So brachte er das Volk gegen sich auf konnte sich bald
nicht mehr öffentlich bewegen. Paulus versuchte die Epheser vom
Glauben an ihre Große Göttin abzubringen, doch die waren dazu nicht
bereit. Unter der Führung der Silberschmiede, die ihr Geschäft mit den
vielen Opferkunstwerken für die Pilger des Artemisions in Gefahr
sahen, kam es zum Aufstand. Häufig fertigten die Kunstschmiede Figuren
und Tempelchen aus Silber für die Pilger der Artemis an.
Der Zunftmeister Demetrius sprach also so: (Apostelgeschichte 19,
21-40)
„Liebe Männer, ihr wisset, dass wir großen Gewinn von diesem Gewerbe
haben; und ihr sehet und höret, das nicht allein zu Ephesos, sondern
auch fast in der ganzen Landschaft Asien dieser Paulus viel Volk
abfällig macht, überredet und spricht: Was von Händen gemacht ist, da
sind keine Götter. Aber es droht nicht nur unser Gewerbe dahin zu
geraten, dass es nichts mehr gilt, sondern auch der Tempel der großen
Göttin Artemis wird für nichts geachtet werden, und sogar ihre
göttliche Majestät wird untergehen, welcher doch die ganze Landschaft
Asien und der Weltkreis Anbetung erzeigt.“
Mit Bannern ausgerüstet zogen die Epheser begleitet von Trommeln und
Zimbeln zum Haus des Paulus.
„Groß ist die Artemis (Diana) der Epheser!“ Rufe und Schreie der
aufgebrachten Menschen waren zu hören: die Göttin werde von dem
Fremden beleidigt! Artemis sei die Mutter aller Dinge! Ephesos die
Heimat der allergrößten Göttin! Und immer wieder: „Groß ist die
Artemis von Ephesos!“
Nach zwei Stunden wurde die Menge vom Kanzler der Stadt beruhigt. Doch
Paulus war schon geflohen, mit dem Schiff nach Makedonien.
Dennoch ließ sich der Siegeszug des Christentums nicht lange
aufhalten.
Im 4. Jh. n.u.Z. vernichtete ein Erdbeben große Teile von Ephesos. Aus
einer Inschrift wissen wir, dass eine fromme Christin namens
Scholastikia einen großen Teil ihres Vermögens in den Wiederaufbau
einer Therme steckte. Dabei wurden Säulen und andere Teile von Tempel
verbaut. Das ewige Feuer der Artemis war erloschen, ihre Statue wurde
vergraben. Das Artemision wurde komplett abgetragen. Außer den
Grundmauern und einer von Archäologen rekonstruierten Säule ist heute
nichts mehr von dem einst so berühmten Weltwunder zu sehen.
Artemis und Maria
Dennoch überlebte die Große Göttin von Ephesos in der christlichen
Muttergottheit Maria.
An einem Berg im ephesischen Gebiet, dem Bülbül Dagh, liegt eine
früh-byzantinische Kapelle. Der Überlieferung nach hat hier Maria
gelebt und sie sei auch hier gestorben. Eine Quelle entspringt dort
und speist ein Bächlein das an der Geburtsgrotte der Artemis (Ortygia)
vorbeifließt.
In der Kirche, die ursprünglich wohl ein Wohnraum war, steht hinter
dem Herd der Altar. Auf ihm steht eine einfache, hölzerne Muttergottes
mit ausgestreckten Armen. Die gleiche Haltung wie die Artemis-Soteira
(die Retterin)! Ein Zufall?
Die Marienkirche in Ephesos wurde Schauplatz des Konzils von 431, bei
dem Maria zur Theotokos, der Gottesgebärerin erklärt wurde.
Vorangegangen waren die Schwierigkeiten der kleinasiatischen Stämme
mit der patriarchalen christlichen Religion in der Muttergöttinnen
keine Rolle spielten. Um sie zufrieden zu stellen, erhob man Maria zur
Theotokos.
Auch Artemis war Himmelsgöttin, nie aber war sie „ancilla Domini“, die
„Dienerin des Herrn“. Wie Maria war die Mondsichel ihre häufige
Begleiterin, als Ur-weibliches Prinzip war Artemis vergleichbar mit
der „Gottesgebärerin“. Als Fruchtbarkeitsgöttin war die ebenso eine
„gute Mutter“ wie Maria.
Von Ephesos eroberte Maria die Welt, als „Muttergottes“ zog sie in Rom
ein und ist noch heute die häufigste Patronin von Kirchen auf unserer
Erde.
Sie ist Trägerin des „heilgen Geistes“. Das hebräische Wort für Geist
ist weiblich. Im apokryphen Hebräer-Evangelium sagt Jesus: „Soeben
nahm mich meine Mutter, der heilige Geist… und trug mich auf den Berg
Tabor.“
Daraus ergibt sich auch die Verbindung zu Sophia, der göttlichen
Weisheit.
Und so schließe ich dieses Göttinnenportrait über Artemis Ephesia mit
dem Schluss von Goethes Faust II:
„ Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis;
Das Unzulängliche,
Hier wird’s Ereignis.
Das Unbeschreibliche,
Hier ist´s getan;
Das Ewig-Weibliche
Zieht uns hinan.“
Quellen und Literaturtipps:
Muttergöttin und Gottesmutter in Ephesos; Th.Jenny-Kappers
Das Heiligtum der Artemis von Ephesos; Anton Brammer
Hymnos auf Artemis, Kallimachos
artemisathene
  
Pflanze:
Beifuß
Artemisia Vulgaris - egal wo eine sich über dieses Kraut kundig macht,
immer wird es als Allheilmittel - besonders für Frauen - angepriesen.
So begleitet eine diese Heilpflanze durch alle Lebensstationen: Sie
verhilft Frauen zu Fruchtbarkeit, ungewollt Schwangeren zum Abort und
Gebärenden schließlich zu einer komplikationsfreien Geburt. Doch auch
gegen den Bösen Blick, Feuer und Hagel, sowie zu Schamanenreisen ist
das Kraut und der Rauch gut.
Beifuß ist der Göttin Artemis/Diana, aber auch der Holle geweiht, und
so war die Pflanze in viele Bräuche eingebunden: z.B. sprang man mit
Beifuß umgürtet durch das Sonnwendfeuer (s. Bastelanleitung in dieser
Ausgabe) und selbstverständlich gehört(e) diese Pflanze zu den
Augustkräutern, die zu Lammas gesammelt und geweiht wurden. Diesen
Brauch wollte Bonfatius 743 n.Z. übrigens abschaffen - vergebens. Und
so wurden die Kräuter kurzerhand der Maria unterstellt und an
Mariahimmelfahrt (15. August) geweiht.
Beifuß ist in ganz Asien, Europa und Nordamerika verbreitet. Er gehört
zur Familie der Korbblütengewächse und wird bis zu 1,5 m hoch. Blüte
ist von Juli bis September.
Bereits in der Antike war er als Heil- und Gewürzpflanze bekannt.
Grabfunde belegen außerdem, dass er bei Bestattungsritualen der
Neandertaler (!) eine Rolle spielte. Er enthält viel Bitterstoffe und
ätherische Öle. Das Kraut wird Venus zugeordnet und soll am besten bei
zunehmenden bzw. Vollmond geerntet werden.
Der Name "Beifuß" soll daher kommen, dass das Kraut, in die Schuhe
gelegt, bei langen Wanderungen gegen Erschöpfung und Schmerzen helfen
soll.
In der Küche wird Beifuß vor allem zum Würzen fetter Speisen
verwendet, um eine leichtere Verdauung zu gewährleisten. Interessanter
Weise wurde in alten Zeiten zu Samhain eine Gans geschlachtet und der
Holle geweiht - und zwar indem sie mit Beifuß eingerieben oder welcher
verräuchert wurde. Das Gänsefett konnte dann gleich als Basis für die
"Flugsalbe" verwendet werden, in die u.a. auch Artemisia gehörte.
Zum Räuchern wird Beifuß vor allem für Hellsichtigkeit und zum Bannen
verwendet. Er ist hilfreich bei Übergangsritualen aller Art, um
überflüssigen Ballast loszuwerden. In diesem Zusammenhang rückt er den
Blick auf das Wesentliche.
Bis heute ist Beifuß als "Frauenkraut" bekannt. Er kann helfen, sowohl
eine Blutung als auch eine Entbindung "anzustuppsen", allerdings ist
vor Überdosierung dringend zu warnen!
Weitere Namen:
Besenkraut, Fliegenkraut, Frauenkraut, Gänsekraut, engl: Mugwort.
Verwandte der Artemisia-Familie:
Estragon (a.dracunculus), Eberraute (a. abrotanum), Wermut (a.
absinthum) u.a.
Erinnerst du dich, Beifuß, was du verkündest,
Was du anordnest in feierlicher Kundgebung,
Una heißt du, das älteste der Kräuter;
Du hast Macht gegen drei und gegen dreißig,
Du hast Macht gegen Gift und Ansteckung,
Du hast Macht gegen das Übel,
das über das Land dahinfährt.
Aus einem angelsächsischen Neunkräutersegen 11. ]h.
Ulrike Zauberweib Engelhardt

Symbole:
Symbole der Göttin
Bis
vor kurzem dachte ich, ein Symbol wäre so etwas wie ein Schriftzeichen
oder eine Zahl. Etwas, was ich schreibe, verwende, um etwas
auszudrücken. Jetzt denke ich, ein Symbol ist viel mehr.
Es ist ein Schlüssel, ein Mysterium, auch ein Schriftzeichen, aber
auch etwas, was ich anfassen kann, erspüren mit allen Sinnen – etwas
was ich erforschen und verstehen kann - auch ohne Ratio oder zumindest
nicht ausschließlich mit Ratio. Symbole haben sich in meine Art zu
denken und zu sprechen eingeschlichen. Aber vielleicht waren sie ja
auch schon immer da und ich habe sie nur nicht gesehen.
Ein Symbol hat ein tieferen Bedeutungsgehalt, etwas, was sich nicht
mit einem Wort allein ausdrücken kann – ja manchmal schwer nur
überhaupt in Worte fassbar ist. Es ist wie eine Sprache der Tiefe:
Viele Ebenen, viele Bedeutungen, je nachdem von welcher Seite ich es
betrachte und doch voller Wahrhaftigkeit und Wahrheit, voller
wichtiger Gefühle. Es ist ein Tor zu tieferem Wissen. Dies ist ein
Wissen, das nicht beschriftbar und kategorisierbar ist und somit ist
auch der Versuch, die Bedeutung eines Symbols mit Worten zu
skizzieren, zwangsläufig zu kurz gegriffen.
Ein Symbol im Göttinnenkontext hat immer etwas von einem Hologramm
oder einer Facette. Es ist ein Blickwinkel auf das Ganze – im
Einzelnen ist stets das Ganze zu erkennen. So ist ein Forschung und
Arbeit verschiedener Menschen auf den Spuren der matriarchalen
Göttinnenkultur in den Jahrtausenden vor unserer Zeitrechnung haben
ergeben, dass Göttinnensymbole wohl immer mehrdimensional zu verstehen
sind und immer einen sehr handfesten Bezug zur Natur und somit auch
zum „Alltag“ besitzen, nicht sinnentleert abstrakt gedacht werden
können. Vor allem scheint auch ein Symbol zu dem nächsten zu führen.
Trotzdem wird hiermit der Versuch gestartet, im Schlangengesang
Symbole
der Göttin zu beschreiben. Vielleicht bleibt es ein Kratzen an der
Oberfläche - doch es ist immer eine Einladung, in die Tiefen zu
reisen.
Jana
Der Kessel, das Gefäß
Schalen
und Krüge waren schon immer lebenswichtige Gefäße. Die Gefäße, die die
Archäologin Marija Gimbutas fand bzw. auswertete bei ihrer Erforschung
der europäischen Steinzeit, waren verziert mit heiligen Symbolen –
hatten zum Teil Brüste, Hälse, Schnäbel oder Frauenformen. Sie waren
wohl heiliger Alltagsgegenstand, magischer / ritueller Gegenstand und
Symbol in einem. Das Töpfern war eine der wichtigsten Tätigkeiten in
prähistorischen Zeiten, zugleich elementar wichtig, praktisch und
spirituell und eine Domäne der Frauen, wie wir heute annehmen. Ein
direktes Erschaffen aus Wasser, Erde und Feuer.
Eine Schale - ein Gefäß - bietet Raum, ist gefüllt, bewahrt. Es ist
auch Ausdruck der Fülle, sowie der Erneuerung, der Inhalt ist
lebensspendend.
Später werden den Göttinnen Cerridwen und Hekate Kessel zugeschrieben.
Kessel des Todes und der Wiedergeburt, Kessel der Magie, Kessel in
denen viele Dinge sorgfältig zusammengemischt etwas Neues ergeben bzw.
etwas Neues erschaffen. Im Kessel der Göttin kommt sozusagen alles
zusammen, werden Dinge verschlungen und (daraus) neue geschaffen.
Kurt Derungs weist auf den Zusammenhang hin, dass der Kessel auch
immer einen Raum beschreibt *– eine Raumsymbolik besitzt. Der heilige
Innenraum – das ist die Bauchhöhle und der Schoß der Göttin. Auch hier
Tod und Wiedergeburt sowie die direkte Verbindung zu der großen
Vielfalt alternativer Vulva und Bauchsymboliken sowie dem Gebären.
Hierüber ist gerade der Kessel (das Gefäß) auch mit dem fruchtbaren
Blut verbunden. Dies wurde auch in der als christlich übertünchten
Gralslegende dargestellt: Kelch-Blut-Wiedergeburt
Das Gefäß ist auch das Symbol meiner eigenen Mitte – ist meine Mitte,
meine Weiblichkeit, so wie es auch der Bauch, der Schoß (die Vulva),
die Mitte der Göttin ist. Es ist keineswegs ein passives leeres Gefäß,
das darauf wartet von außen gefüllt zu werden. Es ist mein Gefäß, mein
heiliger Mittelpunkt, der erfüllt ist, der Fülle bedeutet, der ein
Fließen der Energien und Gefühle ermöglicht. Es ist sozusagen die
Schale / der Kessel der Göttin in mir. Oder mein Teil von oder Zugang
zu den Urkräften des Ozeans und der Erde, den Kräften des Werdens,
Bewahrens und Vergehens. **
Jana, 19.6.2005
* Kurt Derungs: Landschaften der Göttin, edition amalia
**(meine Erfahrungen erstrecken sich derzeit nicht auf Feuer und Luft
und ob und wie diese auch mit dem Kessel in Verbindung stehen).

Praktisches:
Der Sonnwendgürtel
Der Beifuß, Artemisia vulgaris, war bei unseren Vorfahren das
wichtigste Kraut für den Sonnwendgürtel. Die Menschen gürteten sich
mit dem heiligen Kraut der Göttin Artemis und sprangen über das
Sonnwendfeuer. Anschließend wurde der Gürtel im Sonnwendfeuer
verbrannt, wobei seine ätherischen Öle als Räucheressenz für die
Götter diente.
Der Tanz mit dem Sonnwendgürtel sollte vor Krankheiten schützen und
die Dämonen der dunklen Jahreshälfte im Zaum halten.
Beifuß ist eine typisches Frauenkraut, ein Menstruationsförderer und
beliebtes Mittel unserer Vorfahren zur Beendigung einer ungewollten
Schwangerschaft. Als Hilfsmittel zur Erleichterung der Geburt wurde es
ebenso verwendet wie als Stimmungsaufheller und zur Entgiftung.
Als Räucherkraut ist es nicht nur in unserm Kulturkreis bekannt,
sondern wird mit seinen vielen Unterformen auch in Nordamerika von den
Ureinwohnern rituell benutzt.
Der Sonnwendgürtel hat seinen Ursprung wohl in der germanischen
Mythologie. Der Donnergott Thor soll seine Kraft von dem „megin-gjardar“
genannten Beifußgürtel bezogen haben. Dieser verdoppelte seine
physische wie auch seine erotische Kraft. Er wurde auf dem nackten
Leib getragen, sollte er seine magische und fruchtbarkeitsfördernde
Wirkung voll entfalten. So geschmückt sprangen Liebespaare über das
Sonnwendfeuer und versprachen sich einander. Auch das Liebeslager
wurde aus Beifußwedeln und Johanniskraut bereitet.
Der geflochtene Sonnwendgürtel wurde schließlich mit folgenden Worten
ins Feuer geworfen: „ Es gehe hinweg und werde verbrannt mit diesem
Kraut all mein Unglück!“
Das Sonnwendfest, das Liebesfest der Erdgöttin mit dem „Donnerer“
endete auf dem Beifußlager. Der Beifuß sollte den Schoß der Göttin
öffnen.
In Ostdeutschland gab/gibt es den Brauch des „Beifußbrechens“. Am
Johannistag benutzen die jungen Mädchen den Beifuß als Orakelpflanze
für einen Liebeszauber: Sie starren solange den abgebrochenen Stängel
einer Beifußpflanze an, bis vor ihrem inneren Auge der zukünftige
Liebhaber erscheint.
Bastelanleitung für einen Sonnwendgürtel
Materialien:
• Naturfarbener oder bunter Naturbast
• Beifußwedel kurz vor der Blüte
Flechte aus einigen Bastfasern einen Zopf, ausreichend lang Dir um die
Hüfte zu passen. In diesen Zopf kannst du nun die Beifußwedel
einstecken, indem du sie mehrfach durch die Bastfasern flichtst. Die
Stängel schauen oben heraus, die Wedel zeigen zum Boden.
Binde Dir den Gürtel um die Hüften und tanze für die Göttin!!
„Groß ist die Artemis!“
Denke dabei an all die Fruchtbarkeit die Du für Dich benötigst, sei es
für die Liebe oder für andere Projekte, die Dir am Herzen liegen.
Visualisiere die Vereinigung der zwei Prinzipien, männlich und
weiblich, denn sie zeugen gemeinsam die Nachkommen.
Anschließend verbrenne den Gürtel im Sonnwendfeuer.
Literaturangaben: Madejsky/Rippe: Heilmittel der Sonne
Wolf-Dieter Storl: Heilkräuter und Zauberpflanzen zwischen Haustür und
Gartentor
artemisathene

Aktuelles
Sapphos viertes Gedicht gefunden
Wenig ist über die antike griechische Dichterin Sappho bekannt. Vieles
was wir wissen entspringt eher Legenden und Geschichten späterer Zeit,
was eine Biografie schwierig macht. Ebenso ist es mit ihren Werken.
Bislang waren lediglich drei ihrer Gedichte und einige Fragmente
bekannt.
Jetzt ist ein viertes aufgetaucht. Es handelt vom Altern und der
verlorenen Jugend. Die insgesamt 101 Worte wurden auf den Bandagen
einer ägyptischen Mumie aus dem dritten Jahrhundert gefunden. Nichts
ungewöhnliches, wurde Papyrus zur damaligen Zeit oft mehrfach
verwendet. Auch der einzige komplette - und bislang unübersetzbare -
Text in etruskischer Sprache wurde durch Zufall in den Resten einer
Mumie gefunden.
Entdeckt wurde das Papyros von Dr. Robert Daniel und Dr. Michael
Gronewald vom Institut für Altertumskunde der Universität zu Köln in
den Universitätsarchiven. Es konnte Sappho zugeordnet werden, weil ein
teil des Werkes bereits 1922 als Fragment aufgefunden wurde
Übersetzt wurde Sapphos Gedicht bislang nur ins Englische:
“[You for] the fragrant-blossomed Muses’ lovely gifts
[be zealous,] girls, [and the] clear melodious lyre:
[but my once tender] body old age now
[has seized;] my hair’s turned [white] instead of dark;
my heart’s grown heavy, my knees will not support me,
that once on a time were fleet for the dance as fawns.
This state I oft bemoan; but what’s to do?
Not to grow old, being human, there’s no way.
Tithonus once, the tale was, rose-armed Dawn,
love-smitten, carried off to the world’s end,
handsome and young then, yet in time grey age
o’ertook him, husband of immortal wife.”
Die Übersetzung stammt von Martin West, Wissenschaftler am All Souls
College der Oxford University. Sie erschien am Freitag im Times
Literary Supplement, einer wöchentlichen Londoner
Literaturzeitschrift. Die British Academy beschreibt den Übersetzer
als einen der brillantesten und produktivsten Kenner des griechischen
Altertums seiner Generation. Martin West hat Dutzende antike Werke
übersetzt.
Sappho, wurde vor 600 v.u.Z. (vermutlich 612 v.u.Z.) in Eresos auf der
Insel Lesbos geboren. Ihre Mutter war möglicherweise Kleis, ihr Vater
hieß Skamandronymos. Der Name der Mutter ist nicht unumstritten,
insbesondere die These, dass dies der Name der Großmutter war, hat
einige AnhängerInnen.
Offenbar entstammte sie der gleichen sozial hoch gestellten Familie
wie der ebenfalls bekannt gewordene Dichter Alkaios. Unter der
Regentschaft von Pittakos von Mytilene auf Lesbos, die einen
innenpolitischen Konflikt entschärfen sollte, mussten die Angehörigen
vieler Adelsfamilien die Insel verlassen. Auch Sappho lebte (ab 596
v.u.Z.?) für einige Jahre auf der heute italienischen Insel Sizilien.
Nach ihrer Rückkehr (wahrscheinlich 591 v.u.Z.) sammelte sie in
Mytilene eine Reihe von Freundinnen und Schülerinnen um sich. Sappho
unterrichtete sie in Philosophie, Musik, Poesie. Derartige Schulen
waren zu dieser Zeit üblich auf Lesbos, die von Sappho gilt als eine
der bedeutendsten. Sappho und ihre Frauen lebten im Aphroditekult und
verehrten die Musen. Ihre bekannten Gedichte beschreiben teilweise das
Leben mit den Frauen, die emotionalen und erotischen Beziehungen
zwischen ihnen.
Die Freiheit und Selbstbestimmtheit der Frauen auf Lesbos zu dieser
Zeit war späteren Griechen ein Dorn im Auge. Dementsprechend wurden
ihre Werke geächtet. Dies könnte dazu beigetragen haben, dass von den
insgesamt neuen Bänden zu denen Sapphos Schriften zusammengetragen
wurden faktisch nichts übrig blieb. Angeblich soll letztmals ein
Exemplar ihrer Werke im byzantinischer Zeit aufgetaucht sein, zudem in
der Aeolischen Originalsprache, die zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich
längst vergessen war.
Andererseits wurden ihre Liebesgedichte und Göttinnenhymnen nicht
selten als Vorlage für andere Werke verwendet, teilweise scheinbar
einfach kopiert. Das von ihr geprägte Versmaß, sie sogenannten
sapphische Strophe, wurde von vielen Dichtern übernommen. Platon
bezeichnete sie als die zehnte Muse.
Nach wie vor gilt sie als die berühmteste Dichterin der griechischen
Antike. Sie ist bislang auch die früheste, deren Namen bekannt ist.
Mit Kerkylas von Andros, einem wohlhabenden Kaufmann, hatte sie eine
nach ihrer Mutter (oder Großmutter) Kleis benannte Tochter. Die
unerwiderte Liebe zu einem Jüngling namens Phaon, wegen dem sie sich
von einem Felsen ins Meer gestürzt haben soll, gilt eher als Legende
aus christlicher Zeit, vielleicht auch als missverstandene
literarische Aussage. Als ebenso unwahrscheinlich gilt der Versuch
Alkaios, eine Ehe mit ihr einzugehen.
Das Todesjahr ist bislang unbekannt. Im Jahr 568 v.u.Z. soll sie noch
gelebt haben. Sie gilt heute als eine der wichtigsten Symbolfiguren
der lesbischen und feministischen Szene.
Markus der Wanderer

Die Zeitspirale für 2006 ist da
Gerade letzte Woche kam die Nachricht, dass ihr die neue Zeitspirale
ab sofort bestellen könnt. Das Thema der Zeitspirale lautet diesmal:
Lichtmess, die Kraft der Seherin in uns.
Sie ist in den Farben Zimt-Zauber und Delphi-Blau. Weiteres über den
Inhalt findet ihr unter
Die Zeitspirale
Gwenhwyfar

Aufgelesen:
„Zeitenwende“ – Ausstellung über die archäologischen Spuren
eines keltischen Matriarchates in Bayern
Die kleine aber feine Ausstellung zu Funden der „Heimstettener Gruppe“
in Kirchheim bei München zeigt Exponate aus der Archäologischen
Staatssammlung die aus Grabungen im Landkreis München stammen.
Das Besondere an der „Heimstettener Gruppe“ genannten
Siedlergemeinschaft, die im ersten Jahrhundert nach Christus die
Münchener Schotterebene bewohnte, ist die reiche Ausstattung der
Frauengräber. Da die Männergräber karg und oft mit qualitativ
minderwertigen Beigaben vorgefunden wurden, entstand die Theorie einer
gynozentrischen Gesellschaft.
In den Frauengräbern fand man Schmuck und Gewandfibeln sowie den für
diese Siedlerinnen typischen mit Nieten besetzten Ledergürtel mit
einer großen Metallschließe. Es wurde aber auch Geschirr von hoher
Qualität (römische Terra Sigilata) geborgen. Zur Tracht der Frauen
gehörten neben dem großen, schweren Hüftgürtel, zwei große bronzene
Gewandfibeln für das Obergewand (welches wohl aus schwerem Stoff
bestand), sowie 1-2 kleinere Fibeln für das langärmliche Untergewand.
Als Schmuck trugen die Frauen meist einen massiven und verzierten
Bronzehalsring (Torque), sowie Armreifen und Ketten mit Talismanen
(meist Glasperlen). In einem Grab wurde sogar eine komplette
Bernsteinperlenkette aus dem Baltikum geborgen.
Zu Reichtum kamen die Clans wohl über die Pferdezucht. Der Verkauf der
Tiere an die römische Armee sicherte ihr Einkommen. Sie züchteten aber
auch andere Nutztiere wie Rinder, Schafe und Schweine, die ihnen als
Nahrungsgrundlage dienten.
Das Dorf bestand aus Einzelgehöften mit großen, eingezäunten
Tierweiden.
Ungewöhnlich viele Hundeskelette sind in dieser Siedlung gefunden
worden, die eine besondere Beziehung der Bewohner zu diesen Tieren
nahe legen. In zwei Fällen sind Hundopfer bei der Errichtung von
Häusern, als Sühneopfer wohl, nachgewiesen worden. Ob es sich dabei um
Häuser von besonderer Bedeutung gehandelt hat, kann nicht mit
Sicherheit gesagt werden.
Die Erkenntnisse der Archäologen zeichnen ein interessantes Bild der
keltischen Siedlergemeinschaft. Sie waren wohl ein reaktionärer Stamm
(erinnert das nicht an: „ganz Gallien ist besetzt… ganz Gallien?...
nein! – ein unbeugsames Dorf…“), der zwei Generationen nach der
römischen Machtübernahme sich auf seine keltischen Wurzeln besann. Sie
Bewohnerinnen trugen eine Tracht die längst nicht mehr üblich war und
sie gingen zu einem Totenkult zurück, der bereits ca. 300 Jahre nicht
mehr ausgeübt wurde: der Körperbestattung. Ein deutlicher Beweis für
den Wunsch nach einer Rückbesinnung auf vergangene Zeiten. Ob die
offensichtliche Machtposition der Frauen auch auf diese Rückbesinnung
hinweist muss offen bleiben, ist aber möglich.
Auch im Opferkult besann man sich auf alte Zeiten: auf speziellen
Ritualplätzen wurden auf steinernen Altären die Schenkel von
Opfertieren sowie andere Weihegaben, wie pflanzliches Material
(Feldfrüchte) verbrannt. Im Laufe der Zeit bildete sich ein großer
Aschekegel, wie es auch aus der griechischen Antike für Opferaltäre
bekannt ist.
Gefunden wurden neben Asche und Tierknochen auch Schmuck (z.B. ein
halbmondförmiger Anhänger), Münzen sowie zwei Venus-Figürchen, die
eine Verehrung einer weiblichen Gottheit nahe legen.
Die gefunden Opfergaben (wie auch Kleiderfibeln), geben Anlass zu der
Vermutung, dass der Kult vor allem von Frauen ausgeübt wurde. Waffen
wurden keine gefunden. Die Stoff oder Kleider mit den Bronzefibeln
sind wahrscheinlich als Opfergabe an eine Göttin (wer denkt nicht an
Athenes Peplos?) in die umliegenden Bäume gehängt worden.
Der Glaube an Magie und übersinnliche Kräfte zeigt sich an einem
drastischen Ritus: zwei der Gräber wurden zu einem Zeitpunkt erneut
geöffnet, als die Toten bereits verwest waren. Dabei wurde jeweils ein
Armknochen entfernt und andernorts in dem Grab bestattet. Grund für
dieses Handeln könnte der Glaube an „Wiedergänger“ gewesen sein. Vor
ihrer Zeit verstorbenen Menschen wurde anscheinend zugetraut, dass sie
die lebenden heimsuchen würden und um dieses zu verhindern wurde die
Unversehrtheit des Körpers zerstört.
Um ca. 100 n. Chr. Geht die Zeit dieser SiedlerInnen zu ende. Ein
romanisierter Großgrundbesitzer übernahm augenscheinlich sämtliche
Ländereien der Vorgängerclans und errichtet sich eine eigen
Thermenanlage mit luxuriöser Ausstattung: Warm- und Kaltwasserbecken,
Fußbodenmosaike und Wandgemälde.
Ob die Vorbevölkerung unterjocht wurde oder auswanderte ist noch nicht
geklärt.
Die Ausstellung im Collegium 2000 in Kirchheim ist noch bis 3.Juli
2005 täglich von 9-13.00 sowie von 14.30-17.30 geöffnet. Der Eintritt
ist frei. Danach werden die Exponate in der Archäologischen
Staatssammlung in München zu sehen sein.
artemisathene

Buchrezension
Religion ist zu wichtig, um sie den Männern zu überlassen /
Christa Mulack
Kreuz-Verlag, 1998, Euro 14,90
Im Untertitel heißt es: "die Göttin kehrt zurück", was den Inhalt des
Buches schon gut zusammenfasst. Den Anfang machen vier Thesenreihen
zum Thema "Frau und Gottesbild". Probleme, die sich am patriarchalen
Weltbild für die Frau ergeben, woher diese kommen und wohin sie
führen. Manches daraus ist sehr stichpunktartig, so dass Neulinge in
diesem Gebiet vermutlich nicht alle Schlüsse nachvollziehen können
werden. Davon abgesehen, ist es eine wunderbare Zusammenfassung, die
gern auch Argumentationshilfe dienen kann. Sollte also bei hitzigen
Diskussionen in Reichweite liegen.
Im zweiten und größten Teil geht sie der Frage nach, warum Frauen die
Göttin brauchen. Sie bezieht sich dabei in erster Linie auf den
christlichen (und jüdischen) Hintergrund, und zeigt auf, dass eine
"Revolution" von innen her möglich - wenn nicht sogar nötig - ist.
Dass es in der Bibel genügend Hinweise gibt, um neben bzw. anstelle
des Vatergottes einen Platz für die Muttergöttin einzuräumen. Dass es
eine psychologische sowie ethische Notwendigkeit zur Rückkehr zu einem
Göttinnenglauben gibt, stellt sie ebenfalls dar. Außerdem kommen
einige Frauen selber zu Wort, was ihnen die Göttin heute bedeutet.
Im dritten Teil ist die Rede von drei patriarchalen Tabus gegen das
Weltbild der Göttin:
1.) "Du sollst dir kein Bildnis machen...": über die Vernichtung der
Symbolkraft.
2.) Die Verehrung der Göttin, die sich so völlig vom Gehorsam
gegenüber dem Gott unterscheidet.
3.) "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir" - das männliche
Ego duldet keine "Konkurrenz" und verneint die Möglichkeit der
Koexistenz, was zu Kriegen "im Namen Gottes" führte und noch immer
führt.
Im letzten Teil gibt es noch eine kurze Zusammenfassung und Ausblick:
Wem ist an der Beibehaltung der derzeitigen Gesellschaftssysteme
gelegen? Wer ist der Gewinner und verliert? Wie und was könnte dennoch
geändert werden?
Sie schreibt an keiner Stelle missionarisch, sondern stellt lediglich
dar, natürlich aus "weiblicher" Sicht: dass es eben keine
"gottgewollte" Gesellschaftsform gibt, dass die Einführung des
Patriarchats keine "evolutionäre Weiterentwicklung" ist, sondern auf
dem Einsatz von Gewalt basiert.
141 Seiten, die es in sich haben. Ganz sicher keine leichte Kost,
dennoch verständlich geschrieben. Zeitweilig setzt sie einiges an
Hintergrundwissen bei der Leserin voraus, dass sich aber durch die
umfangreiche Literaturliste am Ende des Buches im Bedarfsfall
nachholen lässt.
Sie wendet sich in erster Linie an Frauen, jüdisch-christliche Frauen,
doch selbstverständlich wird jeder, den das Thema interessiert, seinen
Nutzen daraus ziehen.
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Ulrike Zauberweib Engelhardt

Netze weben
Kontaktanzeigen
Spirituelle Frauengruppe
Ich möchte in Münster/NRW eine Spirituelle Frauengruppe ins Leben
rufen.
Der Aufruf richtet sich an alle "Wilden Weiber, Hexen und
Zaunreiterinnen" die
Lust auf Austausch, gemeinsames Feiern uvm haben.
Regelmäßige Treffen sind geplant, vorwiegend zu den Vollmonden und zu
den
Jahreskreisfesten.
Ziel ist aber auch Kontakt zu schaffen zwischen den einzelnen Frauen.
Also, welche von euch in meiner Nähe wohnt und Lust auf das oben
beschriebene
hat die mailt mich an!
Wenn ihr nicht in der Nähe wohnt aber Frauen kennt die das tun und
Interesse
haben könnten dann gebt doch einfach meine Mailaddy weiter:
Spirituelle-Frauengruppe@web.de
Grüße
Atreja
Göttin-Begegnung am Bodensee
Am September-Vollmond (17./18.9.2005) und zur
Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche (21.9.2005) wird zur Begegnung mit der
Göttin auf den alten Burghof geladen, der einsam auf bewaldeter
Steilkante hoch über dem Bodensee (Konstanz/Wallhausen) liegt. Das
gemeinsame Erleben der fantastischen Naturkulisse, gepaart mit
Lagerfeuer- und Burg-Romantik beflügelt Sinne und Seele. Für den
unmittelbaren persönlichen Kontakt mit der Göttin stehen zwei Dutzend
verschiedene tönerne Göttin-Figurinen bereit. Sie vergegenwärtigen das
Angesicht der Göttin aus der Vorstellungswelt vieler uralter Kulturen.
Die Grosse Göttin kann in den kleinen Figurinen im wahrsten Sinne
begreifbar werden. Eine Vorschau auf einige von ihnen gibt es unter
www.goettin-figurinen.net
Es sollen Feste zum Selbermachen werden, deren Verlauf von der
Kreativität der Gäste bestimmt wird. Bitte bringt alles mit, was wir
für Ritual und Tanz brauchen, wie Instrumente, Lieder etc. Für das
leiblichen Wohl wird in der Burgschenke gesorgt. Wer Lust hat an den
Festabenden Rituale durchzuführen melde sich bitte bei mir (bin 17.7.
–7.8. in Urlaub) :
claudia.schaeffer@goettin-figurinen.net
Der Burghof bietet auch preiswerte Zimmer teilw. mit herrlichster
Seesicht an.
Bitte wendet euch hierfür direkt an :
Michaela Müsch, Burghofweg 50, 78465 Konstanz-Wallhausen
Tel 07533/934555, Fax 07533/997047, LaProvence@gmx.de

Kalender
Der Schlangengesang – Göttinnenkalender
Es existieren schon tausende Kalender für Festtage der Göttin in ihren
vielen Aspekten. In unserem Kalender bemühen wir uns nur Daten
aufzunehmen, die historisch belegt sind. Das ist nicht so einfach. Es
gibt wie gesagt viele Websites und Bücher die Termine verbreiten, aber
deren Quellen sind oft zweifelhaft oder überhaupt nicht genannt. Das
Auffinden und Auswerten historischer Quellen allerdings ist fast eine
Lebensaufgabe.
Deshalb haben wir in unseren Kalender neben den Daten und
Bezeichnungen eines Festes auch die Quelle der Daten eingetragen.
Sollte jemand einen Fehler entdecken oder noch ein Fest mit einer
gesicherten Quelle hinzufügen wollen, so ist sie/er herzlich dazu
eingeladen.
artemisathene

Feiertage im Juli
Im Griechenland der Antike wurde unser Juli zwischen den Mondmonaten
Skirophoion (der Demeter geweiht) und Hekatombaion aufgeteilt.
Letzterer erhielt seinen Namen von einem großen, öffentlichen Opfer
bei dem wohl ursprünglich 100 Rinder geopfert worden waren.
In Rom wurde dieser Monat nach Julius Caesar benannt, ursprünglich
aber hieß er Quinctilius, der 5.Monat ab März.
Im germanischen Kulturkreis hieß der Juli Heuert, nach der Heuernte in
diesem Monat. Die in diesem Monat gefeierten Feste waren laut
Gardenstone´s germanischer Götterglaube: das Fischfest zur Erneuerung
der Verbindung zwischen den göttlichen Wesen des Wassers und den
Menschen, das Hausfest, bei dem es um die Wiederherstellung der Häuser
vor dem kommenden Herbst und Winter ging und das Heufest am letzten
Juli-Wochenende.
1. Juli: Stier, abnehmender Mond:
Fest der Göttin Felicitas: römische Personifikation des Glücks. Sie
wird auch mit Juno gleichgesetzt. Der 1. Juli war der Einweihungstag
des Tempels der Felicitas in Rom.
Quellen: (7), home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/
calendar.htm
5. Juli (Zwillinge, abnehmender Mond) – 7.Juli (Krebs, zunehmender
Mond):
Nonae Caprotinae: Fest der Göttin Juno. Auch bekannt als das
„Feigen-Fest“, was auf Junos Rolle als Fruchtbarkeitsgöttin weist.
(Siehe schlangengesang 3/04)
Quellen: (2), home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/
calendar.htm
7./8. Juli = 1. Hekatombaion: Krebs und Löwe, zunehmender Mond
Eiseteria: Fest für die griechische Göttin Athena Boulaia, bzw. Zeus
Boulaios, Athena in ihrer Funktion als Ratgeberin.
Quelle: http://www.geocities.com/athens/parthenon
8.Juli: Löwe, zunehmender Mond:
Vitulatio: Festtag einer römischen Göttin mit Namen Vitula. (mehr dazu
siehe schlangengesang 03/04)
Quellen: (3), (7)
10./11.Juli = 4. Hekatombaion: Löwe und Jungfrau, zunehmender Mond
Fest der griechischen Göttin Aphrodite Pandemos und Aphrodite Peitho.
(siehe Text schlangengesang 4/04)
Quellen: (5), (6)
14. – 19. Juli: ägyptisches Fest der Nilschwämme (Epagomenen= 5
eingeschaltete Tage um das Mondjahr an das Sonnenjahr anzupassen). Sie
wurden repräsentiert durch die Geburtstage der Götter: Osiris, Horus,
Seth, Isis und Nephtys, den fünf Kindern der Göttin Nut.
Quelle: http://www.harfners.de/fest1.htm
17. Juli: Skorpion, zunehmender Mond
Geburtstag der ägyptischen Göttin Isis, Mutter-Göttin und All-Mutter
Quellen: Göttinnen großer Kulturen, Vera Zingsem
http://ancienthistory.about.com/library/bl/bl_julycalendar.htm
18. Juli: Schütze, zunehmender Mond
Geburtstag der ägyptischen Göttin Nephthys, Toten-, Grab- und
Geburts-Göttin, Tochter der Nut und Schwester der Isis (siehe
schlangengesang 4/04)
Quellen; s.17.Juli
18./19. Juli / 12.Hekatombaion: Schütze, zunehmender Mond
Kronia: Fest zu Ehren der griechischen Göttin Rhea und des Gottes
Kronos. (mehr dazu schlangengesang 4/04)
Quellen: (5), www.winterscapes.com
19. Juli: Schütze, zunehmender Mond
ägyptischer Neujahrstag: Hochzeitstag der Isis und des Osiris
Quellen: s.17.Juli
21. Juli: Steinbock, Vollmond
Einweihungsfest des Tempels der Concordia: römische Göttin der
Eintracht.
Quellen: (7), home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/
calendar.htm
22./23. Juli = 16. Hekatombaion: Wassermann, abnehmender Mond
Synoika: Fest zu Ehren der Athena Polioikos. Gründungsfest der Stadt
Athen. Ebenso wurden Opfer gebracht für Zeus und Eirene, die
Friedensgöttin
Quelle: (5), (6)
25. Juli: Fische, abnehmender Mond
Furrinalia: Fest zu Ehren der römischen Erd-Mutter-Göttin Furrina.
(mehr dazu siehe schlangengesang 4/04)
Quellen: der römische Festkalender, Reclam
http://ancienthistory.about.com/library/bl/bl_julycalendar.htm
27. Juli: Widder, abnehmender Mond
Geburtstag der ägyptischen Königin-Göttin Hatschepsut
Quellen: (7)
27./28. Juli = 21. Hekatombaion: Widder und Stier, abnehmender Mond
Artemisia: Fest für die griechische Göttin Artemis.
Quelle: (5), (6)
31. Juli/1.August (letztes Juli-Wochenende): Zwillinge, abnehmender
Mond
Heufest: germanisches Erntefest zur Heuernte.
Quelle: Gardenstone: germanischer Götterglaube
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder
auf eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen
belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren
kann, wäre ich sehr dankbar: 6.7. Nymphe/Göttin Io (Griechenland),
10.7. Göttin Hel (germanisch), 12.7. Erzuli (Voodoo/Afrika) 17.7.
Amaterasu (Japan), 23.7. Brigid (Irland)
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html,
(6) www.geocities.com/medusa-iseum/library/griechkeis.html
(7) http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar
artemisathene
  
Feiertage im August
Im antiken Griechenland hießen die beiden Mondmonate in die der August
fällt: Hekatombaion und Metageitnion. Hekatombaion nach einem großen
Opferritual mit 100 Rindern, Metageitnion nach einem Fest zu Ehren des
Apollon als Freund guter Nachbarschaft.
In Rom hieß dieser Monat ursprünglich sextilis, der sechste Monat nach
dem Jahresbeginn im März. Später wurde er zu Ehren des ersten Kaisers
Augustus benannt. Diesen Namen trägt er auch heute bei uns. Der August
war auch der Göttin Ceres geweiht.
Im germanischen Sprachgebiet hieß dieser Monat Ernting, Aranmanoth,
Erntemond Sichelmond, Schnittermond oder auch Ährenmonat. Alle diese
Namen deuten darauf hin das es die Zeit der Getreideernte war. Heute
erinnern noch Feste wie das Brotfest und die „Sichelhenke“ in
bäuerlichen Regionen an den Brauch den Beginn der Getreideernte zu
feiern.
1. August: Zwillinge, abnehmender Mond
Tempeleinweihung der römischen Göttin Spes (Personifikation der
Hoffnung)
Quelle: (7), http://www.maat.it/livello2/2004-calendarium-romanum-novum.pdf
3./4. August = 27. Hekatombaion: Krebs, abnehmender Mond
Ponnykhis: Nachtwache mit Fackelrennen, Tanz der Jungfrauen und Spiele
für die Jugend als Auftakt für die am nächsten Tag stattfindenden
Panathenaia. Opferhandlungen für den Gott Eros und die Göttin Athene.
Quelle: http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html
4./5. August = 28. Hekatombaion: 4. Krebs, abnehmender Mond, 5. Löwe,
Schwarzmond
Kleine Panathenaia: Jährliches Fest zu Ehren der griechischen Göttin
Athene. (siehe Text schlangengesang 4/04) Geehrt wurden Athene sowie
Hygieia, Göttin der Gesundheit und Medizin, Nike, Göttin des Sieges
und Pandrosos, der Legende nach die erste Priesterin der Göttin Athene
Quellen: http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html
5. August: Löwe, Schwarzmond
Fest der römischen Göttin Salus: der Göttin der Gesundheit und des
Wohlstandes. Ihr Tempel befand sich auf dem Quirinalshügel.
Quelle: (7), http://www.maat.it/livello2/2004-calendarium-romanum-novum.pdf
7./8. August (zweites Augustwochenende): Jungfrau, zunehmender Mond
Brotfest: germanisches Fest zu Beginn der Getreideernte. (mehr im
schlangengesang 5/04)
Quelle: Gardenstone: germanischer Götterglaube
12. August: Skorpion, zunehmender Mond
Einweihungsfest in Rom für die Tempel der Venus Victrix (Venus als
Siegerin), der Virtus (Personifikation der Tugend) und der Felicitas
(Personifikation des Glückes).
Quelle: (7), http://www.maat.it/livello2/2004-calendarium-romanum-novum.pdf
12. August oder evtl.19. August: Fest der indischen Göttin Lakshmi.
Dieses Fest mit Namen „Vara Lakshmi Vrata“ fand am Freitag vor dem
Vollmond im August/September statt. Gefeiert wurde die Göttin des
Glücks, der Schönheit, des Wohlstandes und der Gesundheit mit einem
Gelübde der Frauen. (siehe schlangengesang 4/04)
Quelle: http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/HinduistischeFest/hinduistischefesttage.htm
13. August: Skorpion, zunehmender Mond
Fest der Göttin Diana auf dem Aventin in Rom. Als Mondgöttin trägt sie
alle Aspekte der jungfräulichen Göttin. Sie ist eine junge, schöne und
ungebundene Jägerin.
Quelle: (3), (4), (7)
Vertumnalia: römisches Fest zu Ehren des Gottes der Jahreszeiten:
Vertumnus und der Pomona, Göttin der Gärten
Quelle: (7), http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
Einweihungsfest des Tempels der Blumengöttin Flora.
Quelle: (7), http://www.maat.it/livello2/2004-calendarium-romanum-novum.pdf
15.August: Schütze, zunehmender Mond:
Fest der sieben Schmerzen Marias oder Mariä Himmelfahrt, Ende des
Frauendreißigers = Erntezeit für Heilkräuter
Quelle: http://www.glaubeaktuell.net
http://www.heiligenlexikon.de/index.htm?BiographienM/Maria_Assunta.html
19. August: Wassermann, Vollmond
Vinalia Rustica: römisches Fest zum Beginn der Weinernte. Gleichzeitig
Tag der Einweihung des Tempels der Venus obsequens (die Erhörende) im
Jahr 295 v.u.Z. Dieser Tempel wurde aus den Strafgeldern verheirateter
römischer Patrizierinnen gestiftet und erhalten die Ehebruch begangen
hatten.
Quelle: (4), (7)
20./21. August = 16. Tag des Mondmonats Metageitnion. Fische,
abnehmender Mond
Opfer zu Ehren der Göttin Artemis Kourotrophos, der Beschützerin und
Versorgerin der Kinder und Jugendlichen und zu Ehren der Hekate, der
Göttin der Wegkreuzungen, der Unterwelt und der Magie.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
http://www.antonineimperium.org/metageitnion.htm
23. August: Widder, abnehmender Mond
Volcanalia: römisches Fest zu Ehren des Schmiede- und Feuer-Gottes
Vulcanus und seiner Begleiterinnen: die Göttin Juturna und die Stata
Mater.
Quelle: Mayers Konversationslexikon
http://www.sungaya.de/schwarz/romer/juturna.htm
24. August: Widder, abnehmender Mond
Fest des „Mundus Cereris“: wörtlich „die Welt der Ceres“, ein Erdspalt
auf dem Forum Romanum, der als Kultplatz der Göttinnen Ceres und
Proserpina an diesem Tag geöffnet wurde. Den Rest des Jahres blieb der
Erdspalt verschlossen. (mehr im schlangengesang 5/04)
Quelle: (4)
24./25. August = 20. Metageitnion: Opfer für die Göttin Hera
Thelchinia / Thelkhinia, sie erhielt ihren Beinahmen nach einem Tempel
auf Rhodos der vom Volksstamm der Thelchinen für die Göttin errichtet
worden sein soll.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm
http://www.antonineimperium.org/metageitnion.htm
25. August: Stier, abnehmender Mond:
Opiconsivia: Stiftungsfest des Tempels der Göttin Ops (lat. opes =
Reichtümer), die den Beinamen consiva = „sie soll die Erde sein“ trug.
Als Göttin des Reichtums, materiell wie immateriell, war sie seit
Gaius J. Caesar auch für den Reichtum des Staates zuständig. In ihrem
Tempel auf dem Capitol lagerte der Staatsschatz. Zweiter Festtag: 19.
Dezember, Opalia; (siehe Text im Schlangengesang 2/03).
Quelle: (2), (4)
26. August: Stier, abnehmender Mond:
Fest der finnischen Göttin Ilmatar. Sie wurde als Luft- und
Meeresgöttin verehrt. Ihre Legende ist eine Art Schöpfungsmythos
Quelle: http://www.godchecker.com/pantheon/finnish-mythology.php?deity=ILMATAR
Volturnalia: Zwillinge, abnehmender Mond:
Fest des römischen Flussgottes Volturnus, Personifikation des Tiber
und seiner Tochter Juturna, einer Quellgöttin.
Quelle: (7)
In der zweiten Augustwoche: Fest der Himalaya-Berggöttin Nanda Devi.
Quelle: http://www.gmvnl.com/Nandadevi.html
Festdaten ohne gesicherte Quelle:
Bei meinen Recherchen für die Feste in diesem Monat stieß ich wieder
auf eine Liste an Daten, die sich von mir nicht durch sichere Quellen
belegen ließen. Wenn jemand eine solche Quelle kennt und zitieren
kann, wäre ich sehr dankbar: 1.8. Habondias (kelt.Göttin?), 2.8. Tag
der Dryaden (Mazedonien), 12.8. Lichtfest der Göttin Isis, 22. 8.
Aedesia (Philosophin), 23.8. Nemesis (Griechenland)
Quellenangaben: (1) Ovid Fasti, (2) der römische Festkalender, Reclam,
(3) www.novaroma.org, (4) www.imperiumromanum.com,
(5) http://www.geocities.com/athens/parthenon/6670/doc/fest.html
(6) http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
(7) http://www.personal.psu.edu/users/w/x/wxk116/RomanCalendar
artemisathene
  
Feiertage im September, 1.Hälfte
Im antiken Griechenland fallen in unseren September die Mondmonate
Metageitnion und Boedromion. Boedromion wurde benannt nach dem Gott
Apollon als Helfer in der Not. Einer Quelle zufolge hieß der Monat
auch Demetrion nach der Göttin Demeter, deren Fest der Eleusinischen
Mysterien in diesem Monat gefeiert wurde.
Im römischen Reich hieß dieser Monat September, der siebte Monat nach
dem alten Jahresbeginn im März. Er soll dem Gott Vulcan geweiht
gewesen sein.
Im germanischen Sprachgebiet hieß der Monat Scheiding, von shei =
trennen, scheiden. Er zeigt das „Scheiden“ des Sommers an und ist der
Monat der Obsternte.
Um den 30. September fand auch das Ernte-Dankfest statt.
Es gibt aber auch die Monatsbezeichnungen: Holmonat das bezieht sich
auf das Holzholen für den Winter, Herbitsmânoth ( der erste
Herbstmonat), Halegmanoth ( althochdeutsch) Herbstmond und Überherbst
sind Namen neueren Datums, denn sie weisen auf die Jahreszeit Herbst.
Herbsting zeigt auf das Thing das in diesem Monat Brauch war.
Früchtemonat, Obstmond oder Vollmonat beziehen sich auf die
reichhaltige Ernte der Herbstfrüchte.
Wildmond erinnert an den Beginn der Jagdzeit, Saumond an das Treiben
der Schweine in den Wald zur Eichelmast.
Silmand und Seelenmonat – der neunte Jahresmonat war der Opfermonat
und diente dem Gedenken der Verstorbenen.
8./9. September = 5. Boedromion: Skorpion, zunehmender Mond:
Genesia: griechisches Totenfest und Fest der Göttin Gäa/Gaia und des
Totengottes Thanatos. (näheres siehe Schlangengesang 5/04)
Quelle: http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
9./10. September = 6. Boedromion: Skorpion, zunehmender Mond:
Kharisteria Ursprünglich Geburtstags-Fest der griechischen Göttin
Artemis Agrotera, der „Jägerin“ Artemis. Nach dem Sieg bei Marathon
wurde an diesem Tag ein Dankesfest als Erinnerung an den wichtigen
Sieg der Athener gefeiert.
Quelle: http://www.winterscapes.com/kharis/calendar.htm http://www.geocities.com/medusa_iseum/library/griechkreis.html
10. September: Skorpion, zunehmender Mond:
Fest der Asclepigenia. Philosophin und Zeitgenossin der Hypatia.
(Siehe schlangengesang 4/05))
Quelle: http://www.geocities.com/Paris/Metro/3936/womenphilo3.html
Wilson’s Almanac http://www.wilsonsalmanac.com/september.html
11. September: Schütze, zunehmender Mond:
Sri Radhashtami: Fest der mystischen Liebe zwischen dem weiblichen und
dem männlichen Prinzip. Liebesfest des Gottes Krishna und der (Göttin)
Radha, seiner Lebensgefährtin. Es findet am 8. Tag in der hellen
Mondphase von Badhrapada (August/September) statt, dem Geburtstag der
Radha.
Quelle: http://www.divya-jyoti.de/Y-Spiritueller%20Kalender.htm
http://de.geocities.com/preciousprabhupada/add/bow_down_mister.html
13. September: Steinbock, zunehmender Mond:
Bankett zu Ehren der kapitolinischen Trias in Rom: Juno, Minerva und
Zeus). (mehr im schlangengesang 5/04)
Quelle: (1), http://home.tiscali.be/mauk.haemers/collegium_religionis/calendar.htm
artemisathene

Feste der Artemis in Ephesos
Im Folgenden sollen kurz die Feste für die Göttin Artemis in der
kleinasischen Stadt Ephesos beschrieben werden. Als Stadtgöttin drehte
sich nahezu der ganze Jahreskreis um die Göttin:
Ein großes ephesisches Fest, die Reinigung der Statue der Göttin, wird
mythologisch hergeleitet: die Königstochter Klymene soll mit ihren
Freundinnen für die Göttin ein Festmahl am Meeresstrand bereitet
haben. Im darauf folgenden Jahr ließ man aber das Festessen ausfallen
– und die Göttin rächte sich: sie schoß einen Pfeil auf die Jugend der
Stadt ab, eine Seuche brach aus und tötete viel junge Menschen.
Daraufhin wurde ein Orakel befragt und das verkündete, dass Artemis
wünsche jedes Jahr mit einem Festessen geehrt zu werden.
Von da an wurde ihr Standbild jedes Jahr mit einer feierlichen
Prozession ans Meer getragen, gewaschen und mit Eppichkraut bekleidet.
Tanz und Spiel gehörten natürlich auch dazu.
Es gab aber noch zwei Fest zu denen das Kultbild der Artemis den
Tempel verließ.
Das Frühlingsfest auf dem Solmissos, „wiederkehrende Sonne“ genannten
Berg wurde auch als „Orthygische Mysterien bezeichnet. In dem als „Orthygia“
Wachtelstätte bekannten Hain am Solmissos sollen der Legende nach
Artemis und Apollon in einer heiligen Grotte von Leto geboren worden
sein. Artemis trägt deshalb auch den Beinamen „Ortygia“.
Während des Fests galt ein „heiliger Friede“, d.h. es durfte niemand
getötet werden. Es gab Reinigungs- und Abszinenzriten und die
Feierlichkeiten dauerten 2 Tage.
Die Prozession führte 6 km auf den Berg hinauf. Dort wurde ein
Festessen veranstaltet, um das sich die Novizen (neoi) kümmerten. Mit
einem Fackelzug „Oribase“ ging es durch die Nacht. Bei Tagesanbruch
ging es zum Gipfel hinauf mit mehreren Unterbrechungen an
mythologischen Stellen. Z.B. der Geburtsgrotte im Orhygischen Hain
(heute Arvalia). Dort wurde mit Trompeten und Becken an die
gefahrvolle Niederkunft Letos mit den Geschwistern Artemis und Apollon
gedacht. Schließlich war sie von der eifersüchtigen Hera dorthin
gehetzt worden. Kureten, geweihte Jünglinge, lärmten und tanzten
dabei. Es folgte der Waffentanz der Kureten (Eunolia/Pulis), der an
den Tanz der Amazonen als Dank für ihre Errettung im Hain der Artemis
erinnerte.
Auf dem Gipfel gab es erneut ein großes rituelles Gastmahl mit Opfern
(Getreide, Honig, Fleisch, Weihrauch, Trankopfer). Flötenspiel
begleitete das Fest.
Der typisch orgiastische Charakter kleinasischer Kulte spielte auch
hier eine bedeutende Rolle. Auch wird im Zusammenhang mit diesem Fest
ein Menschenopfer erwähnt. Der ephesische Schriftsteller Hipponax
beschreibt im 6 Jh. v.u.Z. ein Sühneopfer. Ein Gefangener oder
Verurteilter wurde um die Stadt vor Übeln zu bewahren, gejagt und
schließlich verbrannt oder gesteinigt.
„Gegen Bupalos:
- - - die Stadt von Schuld säubern,
und zwar mit Feigenruten ausgepeitscht werden - - -
- - - ihn wütend treffen und mit Feigenbaumruten
und Zwiebeln ihn, wie einen Sündenbock, peitschen - - -
Man muß ihn unbedingt zum Sündenbock machen.
- - - und trockne Feigen greifen lassen, Brot, Käse,
wie Sündenböcke es der Sitte nach essen.
Der Hunger dörre ihn, und auf sein Glied treffe
ihn siebenmal der Hieb, zum Sündenbockopfer!
- - - verfluchten so den Schurken Bupalos kräftig.
Meine Kleider nehmt, aufs Auge will ich Bupalos hauen!
Denn Zweihänder bin ich, und von meinen Hieben sitzt jeder.“(1)
Zudem gab es noch die Geburtstagsfeierlichkeiten für Artemis und
Apollon am 6. Thargelion (im Mai):
Die große Prozession wurde mit nächtlichen Fackelzügen begonnen, bei
denen die glimmenden Stengel der Narthexstaude im Kreis geschwungen
wurden um „glühende Räder“ zu erzeugen. Die mit goldenen Gewändern
geschmückte Artemis-Figur wurde aus dem Tempel getragen.
Am nächsten Tag fürhte die Prozession zum Prytaneion (dem Rathaus) wo
es ein Gastmahl gab und Essen an die Gläubigen verteilt wurde. Im
Bouleiterion (dem Sitzungssaal) brannte das ewige Feuer der Stadt (im
Saal der Hestia Bouleia) und die Würdenträger der Stadt ehrten die
Göttin hier,
Dann zog man mit der Statue an den „Besitztümern“ der Göttin vorbei:
Gedenkstätten etc. Geführt wurde die Prozession vom Megabyzos, dem
Oberpriester, einem in Purpur gekleidetem Eunuchen. Gefolgt wurde er
von hunderten Priesterinnen und Priestern (Kureten), die im Tempel
dienten. Ihnen folgten die Eingeweihten in die Mysterien, ganz in weiß
gekleidet, die Weihrauch, Fackeln und Fruchtkörbe trugen. Zwanzig „akrobatai“
= „Spitzentänzer“ umtanzten fortwärend das Kultbild. „Hymnodoi“ =
Sänger, gaben „kolophinische“ Hymnen zum Besten, von der Zither
begleitet. Kithara (dreieckige Harfe), Panflöte und Lyra, Zimbeln,
Thympanons und Becken erklangen.
Auf der via sacra (jetzt Kuretenstraße) ging es ins Zentrum der Stadt,
zum Theater, wo Dramen aufgeführt wurden und dann durch das
Koressostor zurück ins Artemision.
Mehr als 100000 Fremde nahmen an den Festlichkeiten teil.
Abschließend bleibt noch zu erwähnen, dass jeder neue Tempelbau und
jede Erweiterung (mindesten drei plus mehrere Altäre und Kultbauten)
mit einem Fest und Opferungen eingeweiht wurden. In den Jahren darauf
wurde dann ein Tempelgründungsfest gefeiert.
Quellen: Muttergöttin und Gottesmutter in Ephesos, Th.Jenny-Kappers
Das Heiligtum der Artemis von Ephesos, Anton Brammer
(1) [Hipponax: [Lyrik], S. 3. Digitale Bibliothek Band 30: Dichtung
der Antike von Homer bis Nonnos, S. 4607 (vgl. Griech. Lyrik, S. 94)
(c) Aufbau-Verlag]
artemisathene

Veranstaltungen
Freya - Göttin-Magie in der nordischen
norddeutsches Reclaiming-Feencamp (ehem. Witchcamp)
15.07.2005 - 22.07.2005
Belinda Baacke, Tel. (040) 4395636 anmelden@witchcamp.de, http://www.witchcamp.de
Preis: 365,00 EUR, UV 280,00 bis 392,00 EUR
Lesekreis "Die zwölf wilden Schwäne" in Berlin / Brandenburg
<>Grundlage: Das Buch von Starhawk und Hilary Valentine "Die zwölf
wilden Schwäne" Eine Reise ins Reich der Magie mit Ritualen, Übungen,
Ausbildung <>Wir möchten uns an einem Wochenende kennenlernen und den
gemeinsamen Pfad beginnen. Danach treffen wir uns alle 3-5 Wochen für
3
Stunden an einm Mittwochabend zum Lesen, Praktizieren.
Die Gruppe ist nach dem Wochenende verbindlich.
Das Ziel und der gemeinsame Weg
<>Jede liest für sich das Buch und begibt sich in einen eigenen
Prozess.
Darüber tauschen wir uns aus und begleiten uns gegenseitig.
Gemeinsam lesen wir das Buch, üben miteinander und praktizieren die
Rituale, um unsere Kenntnisse und spirituelle Praxis
weiterzuentwickeln
und uns zu stärken. <>*
Termin *Sa 3. Sept. 11-18 Uhr und So. 4. Sept. 10-16 Uhr
*Ort* Schleiereule" Gisela Avena Sticker - Pessiner Weg 7, Mühlenberge
OT *Senzke *im Havelland
*Anfahrt *wird gemeinsam organisiert
<>Wegbeschreibung: B 5 Richtung Nauen, links vorbei bis Pessin, weiter
bis Ortsschild Senzke, links die Apfelbaumallee abbiegen, im Ort
wieder
links in den Pessiner Weg bis weißes Haus Nr.7.
Fahrtzeit ca. 50 min. ab Berlinzentrum,
*Beitrag* für Übernachtung mit Essen *30 Euro pro Frau*
<>*Mitbringen
*Schlafsack, Isomatte und Bio-Seife, Handtuch, Hausschuhe, Socken,
feste
Schuhe
<>*Termine* *in Berlin*
5 x mittwochs von 19 bis -22 Uhr und zwar am 14.9., 19.10., 2.11.,
23.11.,7.12<>. rt wird noch bekannt gegeben.
Bayern, vom BUND Naturschutz:
Wiesenblumenfeier mit der Göttin Flora
Eine kleine Meditation, um mit tiefem Bewusstsein uns ganz den
erwachenden Sinnen hinzugeben und den Rausch des Blühens zu erleben..
Die zarten Wiesenkräuter kennen lernen, sie pflücken und ein
köstliches Frühlingsmahl mit einer alkoholfreien Rosenbowle bereiten.
Kranz und Armbänder binden, uns mit Tüchern (wer möchte) in eine Flora
verwandeln. Tanzen nach alten Kreistänzen, singen und musizieren, mit
der Leichtigkeit des Seins in festlicher Stimmung und dankbarer Freude
den Überfluss der Blumen feiern. Fröhliche Wiesenspiele mit Kindern.
Start: Freitag, 3.6.05, 14:00 Uhr und Samstag, 4.6.05,14:00 Uhr und
Sonntag, 5.6.05,14:00 Uhr
Treffpunkt: Bauernhof Prisenthal, Brunn 5 (zwischen Burghausen u.
Mehring) Burgkirchener Str. - abbiegen auf die Ulrich-Schmidstr. -
rechts zum Anwesen (Hang)
An-/Abreise: Burgkirchener Str. - abbiegen auf die Ulrich-Schmidstr.
RichtungUrighausen/Mehring - links Prisenthal Brunn 5 Bauernho,
schmale Straße am Hang mit leichtem Anstieg
Hinweise: Kleidung nach Wetter, wenn möglich locker und leicht
Veranstalter: Bund Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe Altötting
und Ortsgruppe Burghausen Hannelore Rast Wöhlerstr. 36 84489
Burghausen Tel.: 08677-3800
Ansprechpartner: Hannelore Rast Wöhlerstr. 36 84489 Burghausen Tel.:
08677-3800
"Masken der Göttin"
28.08.2005 - 04.09.2005
Italien - Toskana
Maskenbau und Maskenspiel für Frauen in der Toskana
Kursleitung: Birke Knopp: Veranstalter: SCIVIAS - Wisse die Wege
Die göttinen des griechischen Pantheons dienen uns als Spiegel für
unsere Spielarten des Frau-Seins. Mit dem uralten medium der Maske
spüren wir dem Weiblichen in uns nach. Der Süden lockt mit heißen
Quellen und dem Tarotgarten von Niki des St. Phalle.
Masken der Göttin - Ferienseminar für Frauen im Sommer in der Toskana
Inspiriert durch die elementare Lebenskraft der toskanischen Natur und
die Einfachheit des
Seins nehmen wir uns Zeit, dem Weiblichen in uns nachzuspüren.
Mit Maskenbau und Maskenspiel, Tanz, Phantasiereisen und Körpermalerei
nähern wir uns der unterschiedlichen Seinsqualität der Göttinnen des
griechischen Pantheons an.
Unsere Maskenarbeit ist eingebettet in Phasen der Ruhe und Erholung -
ein Bad in heißen Quellen, ein Espresso auf der Piazza in Siena, ein
Besuch des Tarotgartens von Niki de St. Phalle, ... - der Süden lockt!
Selbst zubereitete Göttinnenspeisen bei gutem Vino runden die Tage
unter toskanischer Sonne ab.
Preis: 300,00 EUR Kurs zzgl. Ü/SV
SCIVIAS
Birke Knopp
Birkenallee 31
82445 Grafenaschau
Tel. (+49) (0) (8841) 488737
Fax (+49) (0) (8841) 488738
mobil (+49) (0) (174) 399 49 04
Email: info@scivias.de
http://www.scivias.de
Den Sommer einfangen - Kräutermedizin selbstgemacht
03.07.2005 - 08.07.2005
17440 - Lassan
Kräuterkurs für Frauen
Auf Wildkräuterwanderungen spüren Sie Standorte von wilden Kräutern
auf und erfahren, was sie für uns Menschen essbar und heilsam macht.
Sie lernen die große Heilkraft der Natur in mindestens 30 Pflanzen der
Endmoränenlandschaft am Peenestrom vor Usedom kennen. Sie ernten,
konservieren und rühren für die eigene Naturapotheke.
Kräuterwandern & Wildkräuterküche – Kräuterwochenenden für Frauen:
Am Samstag gibt die Kräuterweise und Heilpraktikerin Gisela Avena
Sticker ihr altes Wissen über wilde Kräuter, die auf den Wiesen, am
Seeufer und in den Hecken wachsen, an Sie weiter.
Sie besuchen den Kräutergarten in Papendorf, in dem Ihnen die
Kräutergärtnerin Christiane Icke einen Einblick in das weite Spektrum
der Duft-, Gewürz- und Heilkräuter gibt.
Einen Teil der Kräuter können Sie mit nach Hause nehmen, trocknen und
für das tägliche Wohlbefinden verwenden; den anderen Teil verarbeiten
Sie zusammen mit den anderen Teilnehmerinnen nach ausgewählten
Rezepten zu schmackhaften Gerichten, die das abendliche Kräuterbüffet
bereichern.
Ein Ausflug in den Lassaner Winkel rundet am Sonntag das Wochenende
ab, von dem Sie Kräuteröle und andere Geheimnisse aus der Welt der
wilden Kräuter mit nach Hause nehmen.
Lassaner Winkel – Kleinod am Peenestrom:
Der Lassaner Winkel mit seinen Dörfern und dem kleinen Hafenstädtchen
Lassan liegt in Vorpommern, direkt gegenüber der Insel Usedom. Abseits
vom Verkehr der Touristenströme finden sich in den Wäldern und der
weiten hügeligen Moränenlandschaft seltene Naturschönheiten und
versteckte Zeugnisse alter Kultur, die den Ferienaufenthalt im
Lassaner Winkel zu einem ganz eigenen Erlebnis machen.
Seeadler fliegen durch die Lüfte, Reiher stehen an verwunschenen Seen,
Kraniche und Wildgänse machen hier Rast vor dem Weiterflug. An
Waldrändern, auf Feldern, Wiesen und an Hecken finden sich viele
ursprüngliche Pflanzen, die schon unseren Vorfahren als Nahrung und
Heilpflanzen dienten, hier gedeihen noch Ochsenzunge und Natterkopf.
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich möglichst rechtzeitig an:
Ackerbürgerei, Lange Straße 55, 17440 Lassan,
Telefon: 03 83 74 – 51 11 oder LASSAN@t-online.de
Wenn sich 10 Tage vorher weniger als 10 Frauen angemeldet haben,
finden das jeweilige Angebot nicht statt.
Bitte wetterfeste Schuhe und Regenkleidung sowie ein Sitzkissen
mitbringen.
Unterkunft:
Untergebracht werden Sie in der Ackerbürgerei in Lassan, mitten in der
historischen Altstadt, in einem alten geschmackvoll restaurierten Haus
mit großem Garten.
In Sichtweite des Lassaner Hafens gelegen, bietet die Ackerbürgerei
Ihnen:
- gepflegte, regionale Küche in individueller Atmosphäre
- Cafeterasse und Biergarten
- Fahrrad- und Segelbootverleih
- Kanuverleih, Segel- und Yachtcharter
Anreise:
Mit der Bahn ab Berlin-Zoo bis Anklam, oder mit dem eigenen Auto (ca.
2,5 Stunden).
Ackerbürgerei,
Lange Straße 55,
D-17440 Lassan,
Tel. (038374) 5111
LASSAN@t-online.de
http://www.ackerbuergerei.de
http://www.naturschule-wiesengrund.de
http://www.kraeutergarten-pommerland.de
Preis: 185,00 EUR
2. Weltkongress für Matriarchatsforschung
29. September 2005 in San-Marco, Texas, USA
http://www.second-congress-matriarchal-studies.com
Der erste Weltkongress für Matriarchatsforschung fand im September
2003 unter dem Titel „Gesellschaft in Balance“ in Luxemburg statt und
war ein großer Erfolg. Es war der erste Weltkongress dieser Art, und
er hatte etwas von einer wirklich gewordenen Utopie. Geladen hatte
Matriarchatsforscherin Heide Göttner-Abendroth. Die Frauenministerin
von Luxemburg, Marie-Josée Jacobs, sowie verschiedene Stiftungen
hatten den Kongress gefördert.
Der zweite Weltkongress für Matriarchatsforschung findet dieses Jahr
vom 29. September bis zum 2. Oktober an der Texas State University in
San Marco, Texas (USA) statt. Heide Göttner-Abendroth organisiert die
Konferenz gemeinsam mit Genevieve Vaughan und dem „Center for the
Study of the Gift Economy“ (Austin, Texas). WissenschaftlerInnen und
ForscherInnen aus der ganzen Welt werden philosophische, ethnologische
und politische Fragen zur Geschlechtergerechtigkeit und zu der
zentralen Rolle der Frauen und Mütter von den Ursprüngen bis zur
Gegenwart referieren und diskutieren. Außerdem werden Vertreter
indigener Völker und matriarchaler Gesellschaften zu dem Kongress
eingeladen.
08.07.2005 - 10.07.2005 Seelenbewegungen: Heldentum (Herakles)
Baden-Baden (Spitalkirche) Held für die Mutter – die Mutter hält den
Sohn
Die Seminarleiter Lex van Someren und D. Stavropoulos (siehe
10.-12.6.) führen uns zur archetypischen Verstrickung Mutter-Sohn und
zu den Möglichkeiten, dass Mutter und Sohn sich lösen und in ihre
Kraft kommen. Durch Bewegung, Tanz, Klang, Stimme und Aufstellungen
werden die Seelen-Aspekte im Körper fühlbar und erlebbar und können
als wichtige neue Energien in das Leben integriert werden.
WorldArt Events - L. Hildebrandt
Werderstr. 17, 76530 Baden-Baden
Tel. (07221) 55540, laurenz.hildebrandt@t-online.de, http://www.worldart-events.de
Preis: 280,00 EUR inkl. MwSt.
Ausstellung "Der Göttin auf der Spur"
Gemeinsam mit der Keramikerin Ruth Wasinger stelle ich vom 10. Juni
bis zum 29. Juli 2005 in Dreieich-Sprendlingen, im Galerieraum der
Stadtbücherei meine Bilder aus.
Ruth Wasinger modeliert prähistorische Göttinnenfiguren nach
archäologischen Funden aus Speckstein und Ton (siehe Bild unten: Venus
von Willendorf), sowie moderne Sichtweisen zum Thema Göttin. Die
Vernissage war mit 70-80 Gästen gut besucht. Für einen kraftvollen
Einstieg sorgte die Percussion-Gruppe "Fango Drums" aus Mörfelden >>
Fotos von der Vernissage
>>Presse
Ruth Wasinger und Andrea Leitold
Die Öffnungszeiten der Stadtbücherei und damit auch der Galerie sind:
Mo., Di., Do.: v. 14 bis 18 Uhr Mi. von 10 bis 18 Uhr Fr. von 14 bis
20 Uhr
Am Samstag, den 16. Juli kann die Ausstellung von 14.00 - 17.00 Uhr
besichtigt werden.
Adresse: Fichtestraße 50A, 63303 Dreieich
Tel. 06103-962-651
Samstag 27. August 2005 10.00 – 17.00 h
im Au Première
Frauenzentrum Zürich
Mattengasse 27, 8005 Zürich
Kosten: Fr. 110.-- (OHNE Mittagessen)
bitte VOR dem Seminar
auf PC 80-61536-3 schema f bezahlen mit dem.
Vermerk: Seminar Luisa Francia
Anmeldung bis 12. August 2005
an:
Rosmarie Liechti (schema f)
Schützenstrasse 33
8702 Zollikon
Tel. 044 392 13 51
e-mail: rlie@bluewin.ch
Berlin, Do 14.07.05 um 19:00
Führung: Auf den Spuren der Göttinnen im vorderasiatischen Museum. mit
Dr. Dörte Doering
Die archäologischen Sammlungen aus Sumer und Babylon im histor.
Zusammenhang betrachtet + feministisch gedeutet
Treffpunkt: Pergamonmuseum (Museumsinsel), an der Kasse
Berlin, 31.08.05 um 19:00
Frauenzirkel Göttinnen
mit Austausch, Wissensvertiefung, Diskussion
Ort: Kleines Universum/AstroCafé, Gleditschstr. 47, Schöneberg; zu
erreichen: U 7 Eisenacherstr.
Berlin, Do 08.09.05 um 19:00
Führung: Auf den Spuren der Göttinnen im vorderasiatischen Museum. mit
Dr. Dörte Doering
Die archäologischen Sammlungen aus Sumer und Babylon im histor.
Zusammenhang betrachtet + feministisch gedeutet
Treffpunkt: Pergamonmuseum (Museumsinsel), an der Kasse
Frauen-Gedenk-Labyrinth
Vom 10. bis 25. September 2005 wird das Gedenk-labyrinth in Frankfurt
an der Eingangswiese des Hauptfriedhofes ausgestellt sein.
Jede die Lust hat, ist herzlich eingeladen vorbei zu kommen.
Frauen, die sich am Rahmen-Programm beteiligen möchten,
wenden sich bitte an die Initiatorin des Kunstwerkes
Dagmar v. Garnier, 069 / 61 25 78 Mo-Fr 10 bis 14 Uhr
Das Rahmenprogrammheft wird gegen eine Kostenbeteiligung von jeweils
3,- bis 5,- EUR kurz vor den Ausstellungen zugeschickt.
Möglicherweise wird es auch als wieder als Pdf Datei zur Verfügung
stehen unter:
http://www.frauen-gedenk-labyrinth.de.
Kunst- und Kulturverein Das Erbe der Frauen e.V.
Dagmar v. Garnier
Schneckenhofstr. 33
60596 Frankfurt
Berlin, 28.09.05 um 19:00
Frauenzirkel Göttinnen
mit Austausch, Wissensvertiefung, Diskussion
Ort: Kleines Universum/AstroCafé, Gleditschstr. 47, Schöneberg; zu
erreichen: U 7 Eisenacherstr.

Impressum
Schlangengesang – der Rundbrief für Göttinnenspiritualität wird von
keiner Organisation herausgegeben, sondern von Privatpersonen, die
sich zu diesem Zweck zusammen fanden.
V.i.S.d.P.: Nora Bugdoll, Thulestraße 7, 13189 Berlin
Bilder:
Schlangengesanglogo von Distelfliege
Bild der Göttinstatue von artemisathene
1. Beifuß Bild: http://flogaus-faust2.de/photo/artevulg.jpg
2. Beifuß Bild von Jana
Beifussgürtel, Austellung Matriarchat der Keltinnen: artemisathene
Für symbolartikel Schale / Kessel: oberstes Bild aus Mariaja Gimbutas:
Die Zivilisation der Göttin, S. 76 Abb 3.30 "Antromorphe Fußgefäße der
klasisschesn Theiß-Kultur. Das Gesicht der Göttin ist umgeben von
Rauten. ... ca. 4800-4600 v. u.Z.
zweites Bild: von Jana
als Zierelemt verwendet: Darstellung der Konzepte von Yin und Yang aus
Maitreyi D. Piontek: Das Tao der weiblichen Sexualität
Zierelemente von Caitlin, jana, Teleri
Dieser Rundbrief darf nur als Ganzes und unverändert in der
vorliegenden Form weiter verbreitet werden. Eine Weiterverbreitung als
Ganzes ist erwünscht.
Das Copyright des vorliegenden Materials (Bilder, Texte, Grafiken,
Dateien u.ä.) liegt bei den jeweiligen AutorInnen, KünstlerInnen, die
im Einzelnen der Redaktion namentlich bekannt sind. Jegliche
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beschäftigen.
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Email oder als Ausdruck (z.B. im Frauenzentrum, Esoladen etc). Zum
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